„Go big or go home.“ Der Razer Kishi Ultra.

Razer bezeichnet seinen Kishi Ultra (Affiliate-Link) als den „God Mode für Mobile Gaming“. Es ist ein Marketingspruch, der mir in den letzten (Test-)Wochen nicht mehr als dem Kopf ging. Alles an diesem Gaming-Controller ist tatsächlich „höher, schneller, weiter“. So ist er in der Tat eine Art „Cheat Code“ für Smartphone-Spiele.

Bild zeigt linke Seite des Razer Kishi Ultra.

Wie sagte bereits Godzilla? „Size does matter.“

Gamepads mit einer Ziehharmonika-Konstruktion streben gewöhnlich nach einer kompakten Transportgröße – so wie beispielsweise der Backbone One oder die Razer-eigenen Vorgängermodelle.

Der Ultra visiert mit seiner Spannvorrichtung jedoch vielmehr die Gaming-Stunden auf der heimischen Couch an. In Form und Größe ähnelt er traditionellen Konsolen-Controllern. Auch im Preis orientiert er sich eher am Xbox Elite und weniger an den günstigeren GameSir-Produkten.

Ohne ergonomische Kompromisse und für „Full Size“-Hände: Ausgedehnte Auflageflächen und extra große Hörnchengriffe sind genau wie die breiteren Schultertasten für kräftigere Pranken bequem zu erreichen. Der Kishi Ultra ist das Gegenteil von schmächtig und betont seine Kurven sehr bewusst.

Das Teleskop-Verbindungsstück ist, trotz Plastikmaterial, angenehm verwindungssteif.

Bild zeigt Schultertasten des Razer Kishi Ultra.

Verbaut sind taktvolle Vibrationsmotoren. Razer nennt das Feature, das erst zum Jahresbeginn vorgestellt wurde, „Sensa HD Haptics“. Und es funktioniert nicht am iPhone. Meh! Die neuen Rütteleffekte gibt’s aktuell nur ab Android 12 und Windows 11.

Die Analog-Sticks besitzen konkave Daumenauflagen und einen anti-rutsch Gummirand. Die Microswitch-Buttons klicken prominent und eure Zeigefinger ruhen auf „No Drift“-Triggern.

Ein Kopfhöreranschluss, Passthrough-Aufladen mit bis zu 15W sowie RGB-Farbakzenten findet man gewöhnlich nicht an Controller für „Unterwegsspiele“.

Bild zeigt Front des Razer Kishi Ultra mit iPhone 15 Pro Max.

Falls notwendig, justiert euch Razer‘s Software die Joysticks nach. Mein größter Kritikpunkt: Diese Joysticks besitzen nicht die langlebigeren Hall-Effekt-Sensoren. Diese finden sich ausschließlich in den Schultertasten. Warum?

Der Kishi Ultra benötigt keinen eigenen Akku und verbindet sich über USB-C latenzfrei mit diversen Android-Smartphones sowie dem iPhone 15 (Pro). Selbst ausgewählte Smartphone-Hüllen müssen nicht abgezogen werden – drei wechselbare Abstandspolster liegen bei.

Sogar das aktuelle iPad mini passt von Haus aus direkt ans Gamepad – ohne Hardware-Modifikationen. So spielt ihr auf einer beeindruckenden Bildschirmgröße von 8,3-Zoll.

Bild zeigt linke Controller-Seite des Razer Kishi Ultra.

Von Retro-Emulatoren über „Game Pass“-Dienste bis lokales (Moonlight-)Streaming: Ich habe bislang die meiste Zeit mit Skul, Katana ZERO und Hades verbracht.

„Call of Duty“ und Co. kann ich nichts abgewinnen, auch wenn solche Shooter am häufigsten im Zusammenhang mit mobilen Gaming-Controllern beworben werden. Spätestens Fortnite schaue ich mir jedoch an, wenn es über einen alternativen EU-App-Marktplatz aufs iPhone zurückkehrt.

Der Kishi ist außerdem ein kabelgebundener Controller für Windows-PCs und alle iPads mit USB-C-Anschluss. Am Mac tut er leider nichts; hier seid ihr mit kabellosen Spielecontrollern besser bedient. Und auch ein USB-C-auf-Lightning-Kabel, für die Verbindung mit älteren iPhones oder iPads, klappt nicht.

Klemmt kein Telefon zwischen dem linken und rechten Joypad, büßt ihr ein wenig Stabilität ein. Trotzdem funktioniert das okay-ish – idealerweise legt ihr euch den Kishi dafür in den Schoß (oder eure Hände auf den Schreibtisch).

Diese Kabelverbindung über USB-C lässt sich Backbone mit einem Abo bezahlen (und funktioniert auch am Mac). Beim Kishi ist diese Spielweise inklusive und deshalb für iPad- und PC-Spieler:innen ein echtes Verkaufsargument.

Bild zeigt D-Pad des Razer Kishi Ultra.

Die Microswitch-Buttons drücken sich unglaublich befriedigend; sie sind dabei allerdings auch laut. Die solide Gummierung der Joysticks weiß ich, als jemand der Thumb-Grip-Aufsätze benutzt, ebenfalls sehr zu schätzen. Die Entscheidung gegen Hall-Effekt-Sensoren in den Sticks bleibt mir beim Blicks aufs Gesamtpaket jedoch ein Rätsel.

Ansonsten überzeugt der Kishi mit Details. Mitbewerber vergessen etwa kleine Aussparungen für Lautsprecher. Trotz eingeklemmter Position schleusen hier vier schmale Öffnungen im Gehäuse den Sound in eure Richtung.

Das D-Pad ist für #EmulationOniOS nicht nur nett, sondern qualitativ exzellent. Dieses „8-Wege-Mecha-Tactile-Steuerkreuz“ navigiert euch durch den Sturm der Emulatoren auf die App-Store-Charts.

Bild zeigt Buttons des Razer Kishi Ultra.

Razer hat hier ein Gamepad gebaut, so wie es PlayStation- und Xbox-Spieler:innen kennen und lieben. Der Kompromiss: Es lässt sich nicht kompakt zusammenschieben. Der Razer Kishi Ultra spricht damit Gamer:innen an, denen eine krampffreie Haltung mehr wert ist als eine bessere Transportfähigkeit.

170 Euro sind viel Geld für einen „Handheld-Controller“. Fürs Spielen am Telefon ist die „Snap on“-Konstruktion für mich jedoch unverzichtbar. Nur wenig ist nerviger, als sein iPhone separat vom Spielecontroller (irgendwie) aufbocken zu müssen.

Eigene Thumbnails für Videoclips wählt nur Apples Fotos-App auf dem Mac

2x iPhone-Screenshots, die die geänderten Vorschaubilder in der Foto-App zeigen.

Ein Titelbild für Videoclips („Poster Frame“) wählt ihr ausschließlich auf macOS.

Bewege die Abspielposition zum Auswählen eines Titelbild für das Video auf die gewünschte Position und wähle dann „Bild“ > „Titelbild erstellen“.

Fotos – Benutzerhandbuch

Die Synchronisation von selbst gewählten Thumbnails erfolgt über iCloud unglaublich zäh. Teilweise warte ich am iPhone viele Stunden auf meine Änderungen.

Mir ist außerdem unverständlich warum diese Anpassung für Live Photos auf dem iPhone angeboten wird („Schlüsselfoto“), aber nicht für Videos.

Screenshot aus der Foto-App, die die Änderung des Schlüsselfotos demontiert.

„Stream Game of the Year 2023“: Suika Game

Das japanische „Wassermelonen-Spiel“ avancierte im letzten Jahr zu einem weltweiten Phänomen („Stream Game of the Year“). Ich habe es damals schlicht verpasst; erst meine Kinder klärten mich darüber auf.

Bild zeigt Suika Game auf einem iPhone 15 Pro Max, das auf einem Schreibtisch liegt.

Suika Game plumpste dann Ende März in den App Store – nur die EU-Region wartete (aus nicht kommunizierten Gründen) weiter.

Wir spielten zwischenzeitlich (ausgiebig!) die Switch-Version. Gestern klickte jemand im App-Store-Backend die EU-Region für das lustige Puzzlespiel dazu.

Suika Game is an easy game to get into with a relatively high ceiling for scoring, and it’s incredibly hard to put down. Its pick-up-and-play nature makes it perfectly suited for mobile, and I’m glad I don’t have to pull out my Switch anytime I want to play it now. While we had a browser-based version to play before, it lacked much of the charm of the original, and while there have been a ton of knock-offs, none of them have played quite right. It’s nice to have the real thing here on iOS, looking, sounding, and playing exactly as it should, with no ads or IAPs to mess with the enjoyment. Worth the price? You bet it is.

Shaun Musgrave | Toucharcade

#408 – „Quick capture“

„Better save than sorry“… oder so ähnlich. Zuerst den Gedanken speichern und anschließend darüber nachdenken.

Ideen bekomme ich durch den Akt des (Auf-)Schreibens aus meinem Kopf. Und obwohl ich die meisten Notizen umgehend wieder lösche, regen zwei oder drei Einfälle zuverlässig etwas an.

Hier das Intro zur Episode:
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Listen Later [Sponsor]

Je länger ich Listen Later nutze, desto mehr beeindruckt es mich. Es verwandelt auf Knopfdruck alle Webartikel, Newsletter und PDFs in Podcast-Episoden zum Anhören.

Mit Startguthaben probiert ihr es einmal komplett kostenlos aus. Schickt etwa eine E-Mail mit der Artikel-URL an eure persönliche E-Mail-Adresse und hört den Beitrag anschließend in lebensechter Stimme über euren Podcast-Player an.

Bilder von Apples Podcast-App auf dem iPhone, die den Listen-Later-Feed zeigt.

Beim Sport, Autofahren oder auf dem Weg zur Arbeit: So hört ihr euch plattformunabhängig durch euren ganz individuellen Feed. Das ist allem voran bequem und geeignet sich auch für Offline-Lebenslagen.

Listen Later zwingt euch zu keiner App. Ihr abonniert euren Feed einfach im bevorzugten Podcast-Player. Artikel speichert ihr komfortabel über eine Chrome-Erweiterung, ein Bookmarklet, einen iOS-Kurzbefehl oder wie zuvor erwähnt per E-Mail.

Ich kann die Qualität der Stimmen nur noch einmal doppelt unterstreichen: Allein dafür solltet ihr Listen Later einmal ausprobieren.

Die Sprache des Artikels ist dabei fast egal: Der Webdienst funktioniert tatsächlich mehrsprachig. Französische oder spanische Beiträge werden in die englische oder deutsche Sprache übersetzt.

Ohne Abo: Ihr bezahlt nicht fortlaufend, sondern nach Nutzung. Probiert es mit dem Gratis-Startguthaben unverbindlich aus.

Vielen Dank an das Team von Listen Later für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche!

„Podcast hosting for $5“

Bild zeigt die Ferrite-Recording-App, einen Apple Pencil und ein Mikrofon auf einem Schreibtisch.

Six years ago, we launched our $10/month plan with podcast hosting. Since then we’ve added several big features to the plan, which is now called Micro.blog Premium. […]

Today, I want to bring the podcast feature to more people, so we’re moving it down to the standard $5/month plan. The new audio narration for posts and podcast feeds remind me of how much fun it can be to have your own blog, to experiment and try new forms of content at your own space on the web. Let’s do more of it.

Manton Reece

Micro.blog bietet mit Wavelength eine optionale iPhone-App für die Audioaufnahme sowie dessen rudimentären Schnitt an. Die dort aufgezeichneten Dateien wandern wahlweise durch Auphonic und anschließend direkt auf eure Webseite und in den Podcast-Feed.

„Japan’s iconic Infobar returns as a gorgeous Apple Watch case“

Bild zeigt Apple Watch in Infobar-Case.

via au.com

KDDI has revived one of its most beloved devices in a surprising new form. As part of the Japanese carrier’s long-running AU Design Project, it’s released a case that transforms your Apple Watch into an original Infobar, a groundbreaking phone from 2003.

Sam Byford

Zwei ungewöhnliche Apple-Watch-Cases in einer Woche: Beide sind nicht praktikabel, aber Hingucker!

„Kino“ schminkt eure iPhone-Videos

Apps wie Kino, die bekommst du so detailverliebt nicht auf Android.

Auch Blackmagic Camera beherrscht LUTs. Aber auch hier übertrumpft die Funktionalität eine intuitive Bedienung – von der Verpackung einmal ganz zu schweigen. Das Team hinter Halide, Spectre und Orion hat sich erneut übertroffen.

Den Import eigener Farbpaletten habe ich natürlich direkt ausprobiert – etwa mit THE ONE LUT aus Episode #390. Live aufs Videobild mit seinen finalen Farben zu blicken, ist einer der größten Vorteile. Nicht nur um zu wissen, welche Optik zur Aufnahmesituation passt, sondern weil die Nachbearbeitung oft ausbleibt. Ich denke, wir kennen das alle nur viel zu gut.

Über drei (kleine) Verbesserungsmöglichkeiten bin ich gestolpert.

  • Es fehlt der minimale Rumble-Effekt fürs Gitternetz, wenn man sein iPhone perfekt horizontal respektive vertikal ausrichtet.
  • Welcher Codec wie viel Platz belegt, lässt sich lediglich anhand der insgesamt verbleibenden Aufnahmeminuten schätzen. Hier würde es helfen, wenn man ungefähr weiß, wie viel Megabyte eine Aufnahmeminute mit den ausgewählten Einstellungen belegt.
  • Kino speichert Videos ohne Ortsinformationen – mein aktuelles Lieblings-Ärgernis. Sebastiaan de With bestätigte mir jedoch bereits, dass das noch kommt.

Kino demonstriert, wie viel weniger Kompromisse man mit einer dedizierten App für Videoaufnahmen eingeht. Sich das Interface mit Fotos zu teilen, ist (inzwischen) arg einschränkend. Deshalb bleibt auch abzuwarten, wie gut sich Apples Final Cut Camera schlägt, wenn es „later this spring“ als eigenständige App aufschlägt.