Auch die offizielle Pressemitteilung trudelte mittlerweile ein:
„iPhone OS 4 ist die vierte bedeutende Version des weltweit fortschrittlichsten Betriebssystems für mobile Geräte,“ sagt Steve Jobs, CEO von Apple. „Wir werden über 100 neue Funktionen, unter anderem Multitasking, Ordner, einen vereinheitlichten Posteingang, bessere Unterstützung für den Unternehmenseinsatz und eine Version unseres iBooks Reader und Online-Buchladen für das iPhone zur Verfügung stellen.“
Und auch die offizielle Vorschauseite hat sich auf Apple.com eingeschlichen:
Apple gewährt am heutigen Abend einen Ausblick auf das iPhone OS 4. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Alle erwähnenswerten Ereignisse in diesem sich aktualisierenden Beitrag. Uns allen viel Spaß.
Update: Eine umfangreiche Zusammenfassung zu den angekündigten Neuerungen in iPhone OS 4.0 folgt. Besten Dank für die Aufmerksamkeit bei der Live-Berichterstattung!
20:19 Uhr – noch heute wird es die erste Preview-Version vom iPhone OS 4.0 zum Herunterladen geben.
20:14 Uhr – Frage: Irgendeine neue Meinung zu Flash oder Java? Antwort: Nein.
20:10 Uhr – Frage: „Beeinflusst die hohe iPad-Nachfrage in den USA die weltweite Veröffentlichung“. Antwort: Nein, das iPad erscheint in den ausgewählten Ländern Ende April.
20:07 Uhr – Offizielles Ende der Veranstaltung. Es folgt die Q&A-Session mit Steve Jobs, Scott Forstall und Phil Schiller.
20:05 Uhr – iPhone OS 4.0 wird für iPhone 3GS, iPod touch – 3rd Generation erscheinen. Auf einem 3G und einem iPod touch – 2nd Generation werden „viele“ der neuen Funktionen verfügbar sein. Release: Sommer. Für das iPad erscheint 4.0 im Herbst. Das iPhone Classic bekommt erstmals kein Firmware-Update.
20:04 Uhr – Zusammenfassung: Multitasking, Ordner, ‚vereinheitlichte‘ Inbox, iBooks, Enterprising, Game Center und iAd (HTML5).
20:00 Uhr – Demo-Werbung von Target und Nike folgen. Teils interaktive Spiele, zum anderen Teil Videos oder aufwendig aufbereitete 3D-Modelle (der Schuhe).
19:59 Uhr – „“Have you ever seen an ad like this?” silence “Anything even close?” laughter„
19:58 Uhr – Demo-Material der „interaktiven Werbung“ stellt Pixar mit Toy Story 3 – es scheint eine Art eigene Anwendung in der Anwendung zu sein.
19:54 Uhr – Apple wird die Werbeanzeigen in Apps hosten und verkaufen. 60-Prozent der Einkünfte gehen an den Entwickler. Mehr interaktive, „schöne“ Werbung soll dabei gezeigt werden. Der „durchschnittliche“ App Store-Benutzer verbringt täglich zirka 30 Minuten in Anwendungen und würde über den Tag gerechnet 10 Anzeigen zu sehen bekommen – jede dritte Minute.
19:50 Uhr – Mit iAd verpacken Entwickler Werbung in ihrer Anwendung – “We want to change the quality of the advertising as well,” sagt Jobs.
19:47 Uhr – Apple wird später in diesem Jahr einen eigenen „Social Gaming“-Service anbieten.
19:44 Uhr – Jetzt Zielgruppe: Business.
19:43 Uhr – iBooks kommt wie zu erwarten auch für das iPhone – gleiche Funktionalität. iBookstore, sync zwischen unterschiedlichen Geräten.
19:41 Uhr – die „gemeinsame Inbox“ (unified inbox), die alle E-Mail-Accounts darstellt.
19:39 Uhr – Hintergrundbilder können wie beim iPad separat für Home- und Lock-Screen eingestellt werden.
19:36 Uhr – Ordner für den Home-Bildschirm zum Sortieren von Anwendungen! Es können sich jetzt über 2.000 Anwendungen auf dem iPhone befinden.
19:35 Uhr – Push-Benachrichtigungen können auch nur lokal verschickt werden ohne den Umweg über Apples Server.
19:32 Uhr – „Privacy“-Einstellungen für diese Geo-Abfrage finden einen Integration.
19:29 Uhr – Nach „Background audio“ und „Voice over IP“ folgt als dritter Dienst: „Background location“ – so kann die Geo-Ortung für Dienste wie Loopt oder Google Latitude im Hintergrund weiterlaufen!
19:26 Uhr – VoIP-Dienstleiter Skype oder Musikservice Pandora finden Erwähnung / selbst mit iPhone im Standby-Mode lassen sich so Anrufe über Skype entgegennehmen.
19:24 Uhr – Entwickler können über sieben APIs verfügen, die beispielsweise einen Audio-Service (Radio, Podcast, etc.) im Hintergrund laufen lassen.
19:17 Uhr – Durch Doppelklick lässt sich eine Art „Dock“ mit den derzeit laufenden Programmen aufrufen und dazwischen wechseln.
“We figured out how to implement multitasking for third party apps and avoid those things. That’s what took us a little longer, but I think we nailed it.”
19:15 Uhr – Multitasking.
19:13 Uhr – 100 neue Benutzerfunktionen: calDAV-Einladungen, Foto-Rotation, etc. – 1500 neue APIs für Entwickler inklusive Zugriff auf den Kalender und die Foto-Bibliothek.
19:12 Uhr – Entwickler bekommen heute iPhone OS 4.0, das im Sommer 2010 offiziell erscheint.
19:10 Uhr – Über 50.000.000 iPhones wurden bis zum heutigen Tag verkauft. Inklusive iPod touch = 85.000.000
19:08 Uhr – Insgesamt befinden sich 185.000 Anwendungen (iPad / iPod touch / iPhone) im App Store, die insgesamt über 4 Milliarden Downloads verzeichnen.
19:04 Uhr – 450.000 iPads / 3.5 Millionen iPad-Apps / 600.000 Bücher bis zum heutigen Tag verkauft.
19:01 Uhr – Steve Jobs eröffnet die Veranstaltung.
19:00 Uhr – Am 17. März 2009 wurde iPhone OS 3.0 in einem „Special Event“ vorgestellt – ein Jahr später, mit einem iPhone 3GS und iPad im Rücken schreiten wir zum Ausblick auf Firmware 4.0.
„App Store-Analytiker“ Distimo ermittelte für den derzeitigen Software-Stand 2.385 verfügbare iPad-Anwendungen. 35-Prozent sollen auf die Kategorie „Spiele“ entfallen. Mit diesem Thema habe ich mich in den letzten 24 Stunden noch überhaupt nicht beschäftigt. Meine Aufmerksamkeit galt der „gedruckten Unterhaltung“.
Entgegen der iPhone-Version ist der RSS-Reader NetNewsWire (7.99€; App Store-Link) eine erste sehr gelungene Umsetzung, um seine Feeds auf das schlanke Apple-Gerät zu befördern. Bis zu 10.000 ungelesene Beiträge empfängt das Programm vom Google Reader-Account und navigiert schnell durch die Informationsflut. In Ermangelung von Software-Alternativen gilt es diesen positiven Status Quo in einigen Wochen noch einmal zu überprüfen. Meine derzeit favorisierte iPhone-Anwendung heißt bekanntlichReeder (2.39€; App Store-Link). Sein schweizer Entwickler verriet uns, dass eine iPad-Umsetzung schon in Arbeit ist.
NetNewsWire verdrahtet sich bereits in seiner Mac-Fassung mit dem „Read Later“-Service Instapaper von Marco Arment. Die iPad-Version tut es seinem Desktop-Bruder gleich, und lässt euch Artikel zum späteren Nachlesen zum Online-Dienst schicken. Instapaper Pro (3.99€; App Store-Link) als ‚universal‘ iPad-/iPhone-Programm gefällt richtig gut. Für 3.99€ bin ich – ebenfalls aufgrund der bislang ausstehenden ‚ReadItLater‚-Anwendung (3.99€; App Store-Link) für das iPad – dorthin gewechselt.
Bereits nach 24 Stunden mit dem iPad weiß man, dass hochauflösende Software-Fassungen, das einzig wahre sind. Nicht einmal die 2fach-hochgezoomte Mutation von ‚ReadItLater‘, die direkt in den MobileSafari verweist, konnte die großen Pixel (für mich) erträglich zeichnen. Ich schließe zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, dass es ‚hochgezogene‘ Anwendungen geben mag, bei denen die Unterschiede geringer ausfallen. Für meine häufig verwendeten Applikationen sehe ich derzeit jedoch keine Chance, auf eine Verwendung ohne eigenständigen iPad-Ableger.
Ebenfalls Aufmerksamkeit haben Comicbücher erlangt. Über Twitter trudelten einige wirklich grandiose Empfehlungen für mich ein. Comic Zeal 4 (5.99€; App Store-Link) macht neben der offiziellen Marvel-App (kostenlos; App Store-Link) die beste Figur. Über iTunes lassen sich die farbigen Bücher importieren. Das Übermitteln geht ruckzuck, die Anwendung kümmert sich dann unverständlicherweise jedoch ewig lange um dessen Formatierungen?! Sobald dies jedoch einmal abgeschlossen wurde, können selbst aufgespielte Comicstrips betrachtet werden.
Die Anwendung von der New York Times (kostenlos; App Store-Link) oder dem Wall Street Journal (kostenlos; App Store-Link) hinterlassen einen sehr interaktiven Eindruck. Eingebundene, abspielbare Videos, zu vergrößernde Bilder und intuitive Gesten um sich durch die Artikel zu hangeln, machen das Zeitungslesen zum echten Erlebnis.
Ein bisschen beschämt blickt Gruner + Jahr-Pressesprecher Christian Merl auf die Axel Springer iKiosk (kostenlos; App Store-Link)-Anwendung aus der „Welt-Gruppe“. „Kurzfristige Schnellschüsse und reine PDF-Lösungen würden die Nutzer auf den neuen Tablets auf Dauer nicht begeistern“ zitiert der Online-Dienst „Meedia“ den Konkurrenten. Mit ihrer „Meedia-Umfrage unter Verlagshäuser“ führt der Nachrichtendienst seine ziemlich einseitige Kampagne der letzten Wochen fort. Bei Artikel wie „iPad gilt als ausverkauft„, „Kult für Apple-Hasser: das iPad-Massaker“ oder „Verleger ernüchtert über iPad-Konditionen“ verwundert es nicht, wenn erneut Phrasen wie „Tablet-Strategie“, „das iPad als Zwischenschritt in der Evolution der Zeitung“ oder „(unsere) Essentials wie Bilderstrecken“ gedroschen werden (dürfen).
Da ich nicht weiß, ob ich mehr den zukunftsfeindlichen Blick oder die undistanziert gestatteten Wortmeldungen betrauern soll, kümmere ich mich lieber mit den oben genannten Werkzeugen um die Aufbereitung meiner eigenen Inhalte.
Für Entwickler lassen sich über iTunes Connect neuerdings „Kundenrezensionen“ anzeigen. Diese sind jedoch lediglich auf die neuste Programm-Version beschränkt und nicht gleichzeitig für alle Länder einsehbar.
Nach Informationen von Gearlog soll der iPad 3G-Tarif bei AT&T für $30 US-Dollar mit unbegrenztem Datenvolumen ausgestattet sein. Konzernsprecher Mark Siegel wird zitiert mit: „unlimited is unlimited“, obwohl aus gesunder Praxiserfahrung bekannt ist, dass in nahezu allen Verträgen eine – oft nur im Kleingedruckten zitierte – Limitierung beinhaltet ist.
Da Apple mittlerweile selbst datenintensiven (Video-)Streaming-Angeboten wie Netflix (kostenlos; US-Link), EyeTV (3.99€; App Store-Link) oder dem SlingPlayer (23.99€; App Store-Link) freistellt, ihre Anwendungen auch über UTMS zu befüttern, warten wir den offiziellen iPad 3G-Start erst einmal in Ruhe ab.
Air Video (2.39€; App Store-Link) aus der Softwareschmiede InMethod legt seine populäre Streaming-Anwendung als iPad-Version dem App Store-Genehmigungsprozess vor.
Nintendo’s US-Vorstand verspritzt in Person von Reggie Fils-Aime Gift und Galle gegenüber Kotaku:
(Apple) „is not having an impact on Nintendo when you look at our business, our volume, our hardware, our software. […] I’ve seen data that suggestions that while consumers are constantly downloading Apps, they play with them for a few times and then they are moving on to the next thing. […] Clearly it doesn’t look like their platform is a viable profit platform for game development because so many of the games are free versus paid downloads.“
Ein ‚inoffizielles‘ Super Mario Kart flitzte bereits am vergangenen Wochenende über das iPad. Die für den Jailbreak unerlässliche Paketverwaltung Cydia von Jay Feeman soll ebenfalls in ihren dunklen Startlöchern stehen.
Zwei Leseempfehlungen für alle diejenigen, die der iPad-Reviewschwemme noch nicht überdrüssig wurde: Brian Lam schreibt für Gizmodo ein wahren ‚Alltagstest‘ während John Gruber seinen Cupertino Ein- und Ausblicke auf einigen tausend Zeichen zum Besten gibt.
Da ich keine Ahnung habe, mit welchen Applikationen oder iPad-Funktionsbeschreibungen ich mich als Erstes an dieser Stelle beschäftigen möchte, werfe ich einfach mal einen praktischen Lifehacker-Tipp in die Runde.
Wer sich mit dem iPad der Situation ausgesetzt sieht, eigene Literatur am Apple-Gerät konsumieren zu wollen, wandelt mit der Spendensoftware Calibre seine Texte in EPUBs um. Für Belletristik-Werke lässt sich die offizielle Apple-Anwendung iBooks (kostenlos; US-Link) empfehlen. Dort finden sich bereits über 30.000 lizenz- und rechtefreie Bücher des Gutenberg Projekts. Die andere Hälfte besteht aus Kaufliteratur.
Die Konvertierungsmöglichkeiten sind vielfältig, bedürfen jedoch einer gewissen Einarbeitungszeit. Wer umfangreiche Schriftstücke sein Eigen nennt, die sich nicht an irgendeiner Stelle im Internet richtig formatiert ergattern lassen, bekommt mit Calibre mindestens die richtigen Werkzeuge für eine Umwandlung in die Hand. Was man damit anstellt, bleibt einem selbst überlassen.
Als Konkurrent zu iBooks und dem Apple iBookstore steht die Amazon Kindle-Anwendung (kostenlos, universal, App Store-Link) pünktlich an der Startgeraden. Sie lässt zwar den schönen Bücher-Umblättereffekt vermissen, wartet jedoch mit einem weitaus größeren Angebot von Schrifterzeugnissen auf. Wer bereits über seinen Amazon-Account Schriftgüter erworben hat, darf sein iPad als weiteres Gerät autorisieren und gleich anfangen zu lesen. Den Upload und die Formatierung eigener Dokumente, lässt sich Amazon mit 15 US-Cent pro Megabyte bezahlen.
Wer einfach nur schnell PDF-Dateien auf das Apple-Gerät werfen möchte, greift beispielsweise zu GoodReader for iPad (0.79€; App Store-Link). Die Schriftstücke lassen sich mit angeschlossenem iPad direkt in die iTunes Sync-Einstellungen ziehen und auf das Gerät befördern. Die Darstellungsoptionen sind umfangreich und das Dateimanagement übersichtlich.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Meine iPad-Bestellung verließ fünf Minuten nach der Apple-Freischaltung für Vorbesteller meinen Webbrowser. Dafür war eine amerikanische Kreditkarte von Nöten. Diese stellte ein Freund in San Francisco zur Verfügung, der auch seine Postanschrift hinterlegte. Das erwies sich als richtigen Schritt, da Apple die Vorbestellungen zu professionellen Versandanbieter annullierte.
Pünktlich am Samstag den 03. April erfolgte die Auslieferung. Meine Bestellung umfasste zwei Geräte. Für ein niedrigeres Transportgewicht hinterließ ich die zwei Ladegeräte in den USA. Diese werden später nachgeliefert und sind derzeit für mich nicht notwendig, da das iPad auch über USB bei mir seinen Strom bekommt.
Eine Stunde nach der UPS-Zustellung befanden sich die iPads bereits erneut auf dem Postweg. ‚FedEx International Priortity‘ kostet für eine „garantierte Lieferung“ innerhalb von zwei Werktagen $140 US-Dollar. Der auszufüllende Papierkram nahm gute 10 Minuten in Anspruch. Der exakte Warenwert wurde hinterlegt, damit eine schnelle Abfertigung beim deutschen Zoll erfolgen kann.
Das FedEx-Tracking aktualisierte seine Daten sehr eigentümlich kurz vor dem Eintreffen an einem neuen Zwischenziel. Für das nervöse Stalking von Paketen ist Delivery Status (3.99€; App-Store-Link) immer noch die erste Wahl. Durch den Osterfeiertag verbrachte das kleine Paket seinen Montag eher ruhiger Natur in Frankfurt. Als sich jedoch am Tag der Zustellung – Dienstagmittag – immer noch kein Fortschritt verzeichnen ließ, fing ich damit an, hinter dem Paket herzutelefonieren. Wie sich herausstellte, hing es im Lagerhaus des deutschen Zolls fest.
Die Statusmeldung „Sendung zur Freigabe bereit“ ist selbste für den geschulten Beobachter nicht sehr aussagekräftig.
Von nun an hangelte ich mich für drei Stunden durch Telefonzentralen weil genau diese Art der Verzögerung nicht passieren sollte. Wir erinnern uns: „garantierte Zustellung, 10 Minuten Papierkram und $140 US-Dollar“ – da sollte mehr gehen. Dem Zoll war anscheinend nicht klar, wer die anfallenden Gebühren erbringen mochte. Der Beipackzettel mit dem entsprechenden Hinweis hätte bei der Aufklärung helfen können…
Als ich um 16:30 Uhr den Frankfurter Zoll (in Form einer lebenden Person) ans Telefon bekam, wurde ich gefragt was in meinem Paket sei. Wahrheitsgetreu antwortet ich: „Zwei iPads“ und bekam daraufhin zu hören: „Wissen wir ja. Kommen jetzt öfters!“
Das Paket hätte tagelang dort verbracht, wenn ich keine ‚Herzschmerz-Geschichte‘ aus dem Ärmel geschüttelt hätte, die mir einen „außerdienstliche“ Freischaltung spendierte. Man hörte im Hintergrund vom Beamten einen einzigen Tastaturanschlag, auf den die Worte: „Paßt jetzt“ folgten. Daraufhin habe ich FedEx erneut meine kleine Theater-Vorstellung am Telefon geliefert und einen „außerplanmäßigen“ Weiterversand erwirkt. Vielen Dank an dieser Stelle für das (möglicherweise gespielte) Verständnis. Besonders zu schätzen weiß ich die Weitervermittlung der kleinen Erdichtung. Als sich am heutigen Morgen jemand von FedEx bei mir per Telefon versichern wollte, dass ich für die Zustellung Zuhause bin, meine Türklingel funktioniert und Ausschnitte der ‚Story‘ wiedergab, war ich kurzfristig sehr gerührt.
Auch der Zusteller bedankte sich für die großen Willkommens-Banner am Eingang, ärgerte mich jedoch kurz darauf, keine Kreditkartenzahlung für die zu entrichtende Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 176,57€ (inklusive FedEx-Gebühren) zu akzeptieren.
Mit zwei Empfängern hat der Spaß pro Person vertretbare 560€ gekostet. Die Umsatzsteuer lässt sich unter speziellen (Berufs-) Umständen noch zurückholen. Der Zeitvorsprung rentiert sich für App Store-Entwickler, Berichterstatter und Verrückte.
Dieser Artikel ist komplett mit der Anwendung WordPress (kostenlos; App-Store-Link) auf dem iPad entstanden – Fotos und Links sind mit dem Rechner eingefügt worden.
Houdah Software vertrieb mit ACTRocket Web Search Shortcut im App Store eine Suchmaschine, die mehrere Webseiten gleichzeitig nach einem gemeinsamen Stichwort abklapperte. Darunter befand sich auch die Firma Ebay Inc., auf die Suchanfragen von Benutzern der 79 Cent-Anwendung umgeleitet wurden.
Ebay Inc. legte am 01. April eine Beschwerde auf „Markenrechtsverletzungen“ gegenüber dem Apple App Store vor, die daraufhin Pierre Bernard von Houdah Software informierten:
Under penalty of perjury, eBay represents that it is the owner of the following trademark registrations for EBAY and EBAY & Design in the United States
Die Verwendung des Namens „Ebay“ sowie der dadurch intendierte Eindruck, Ebay Inc. stehe mit der betitelten App Store-Anwendung in irgendeiner Verbindung, wird kritisiert.
Misusing eBay’s EBAY trademark to divert consumers to Seller’s Application, thereby creating a false impression that eBay is endorsing or sponsoring Seller’s Application.
In einem Antwortschreiben an den App Store sowie die rechtlichen Vertreter von Ebay Inc. erklärte Pierre Bernard die generelle Funktionsweise der Anwendung. Außerdem legte er dar, dass die Firma Ebay über seine Verlinkung Webseitenbesucher erhält. Für diesen Link-Verweis führte ACTRocket Web Search Shortcut lediglich die schriftliche Schreibweise „Ebay“ in seiner Suchmaske auf – keinerlei Grafik- oder Logo-Material findet Verwendung. Die bemängelte Version dieser Applikation liegt dem iPhoneBlog vor und ist im oben abgelichteten Bildschirmfoto dargestellt.
Der App Store-Genehmigungsprozess meldete sich am 02. April mit einer Antwort. Die Verwendung des „Stichworts“ („Keywords“) „Ebay“ würde gegen die Bedingungen des iTunes Connect Developer Guide verstoßen.
Keyword terms must be related to your application content and cannot contain offensive or trademarked terms. It is not appropriate to reference other applications as keywords.
Da die Webseiten Ebay.com, Ebay.fr und Ebay.de von der App Store-Suchmaschine durchforstet wurden, erkennt Houdah Software keine Verletzung dieser Apple-Bestimmungen. Die Verwendung des Stichwortes drückt nach seiner Interpretation lediglich eine explizite Funktionsbeschreibung aus. Natürlich hören außer der offiziellen Ebay-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) mit Super Search (kostenlos; App Store-Link), Super Search Pro (2.39€; App Store-Link), Search It (0.79€; App Store-Link) oder eSearch (0.79€; App Store-Link) noch viele andere (derzeit verfügbare) Anwendungen auf diesen Suchbegriff.
Da die zwischen dem Entwickler und Apple geführte Diskussion um „Keywords“ nach Pierre Bernard-Sichtweise nicht den Kern der Bemängelung trifft, und es Ebay Inc. um die generelle Verwendung ihres Namens zu gehen scheint, wurde die Webseite aus dem Suchindex der Anwendung entfernt, und neu eingereicht.
Dem iPhoneBlog liegt die komplette E-Mail-Konversation vor, die zu einer übereinstimmenden Aussage mit dem App Store-Entwickler Houdah Software führt. Wir haben daher die rechtlichen Vertreter von Ebay Inc. um eine eigene Stellungnahme gebeten. Diese steht (wohlgemerkt über die arbeitsfreie Osterzeit) seit vier Tagen aus.
Gizmodo und andere US-Medien erhielten soeben eine Einladung von Apple, die zum „sneak peek“ für die nächste iPhone OS-Generation am 08. April 2010 – in drei Tagen am Donnerstag 19 Uhr unser Zeit – einladen.