Tipp: Schreibassistent („Gemini Gems“) + LanguageTool

Eine Person mit Brille und gelber Mütze befindet sich vor einem Apple iPad, das eine Gemini-Schreibassistenten-Oberfläche und einen zugehörigen Artikel anzeigt, während der Rest des Bildschirms einen Blogbeitrag über Tastatursoftware zeigt.

Vimeo / YouTube

Das Video beschreibt, wie ich Text aus Ulysses durch den Schreibassistenten von Gemini und das LanguageTool (Premium) schleuse, bevor er im Blog landet.

FlexiBoard bleibt eine Software-Tastatur-Empfehlung

Auf dem iPhone arbeite ich mit vier virtuellen Tastaturen. Neben dem bilingualen Englisch/Deutsch-Keyboard sind das die Emoji-Tastatur, Willow sowie FlexiBoard.

Letztere möchte ich erneut hervorheben, weil sie eine tägliche Arbeitserleichterung ist.

Mobiltelefon-Display, das eine Notiz mit Text und einem kleinen Bild eines Desktop-Computer-Setups zeigt. Die angezeigte Notiz behandelt die "Zwischenablage" und "FlexiBoard". Das Telefon verfügt über Tastaturoptionen, einschließlich "space" und "clipboard", zusammen mit Symbolen für verschiedene Funktionen.

FlexiBoard ist allem voran ein Clipboard-Manager. Es kopiert mehrere Einträge innerhalb einer App, die man dann ohne erneuten App-Wechsel woanders einfügt – inklusive iCloud-Sync! Wenn die Tastatur am iPhone aktiv ist, könnt ihr mehrere Textpassagen am Mac kopieren und sie so direkt aufs iPhone übertragen.

Ich stolpere leider zu oft über Apps, die kein Pop-up zum Einsetzen der Zwischenablage öffnen, obwohl ich vorher Texte oder Bilder dort reinkopiert habe. Perplexity verhält sich gelegentlich so; dank FlexiBoard ärgere ich mich darüber nicht mehr.

Apropos Ärger: Habt ihr schon einmal versucht, Text aus dem Clipboard exakt zwischen zwei Wörtern einzufügen, indem ihr versucht, den blinkenden Cursor mit dem Finger zu treffen? Genau!

Es kommt (bei mir) zwar nicht häufig vor, aber manchmal ist es praktisch, eine App im Blick zu behalten und dennoch einen Taschenrechner oder Kalender aufrufen zu können.

#489 – eigene E-Books

„Yet Another“-E-Book-App: EPUBs und PDFs schlägt euch mittlerweile jede dritte App-Store-Anwendung auf. Ich sehe es deshalb als meine Aufgabe an, bemerkenswerte Software sowie ein sinnvolles E-Book-Management dafür vorzuschlagen.

Hier das Intro zur Episode:

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Malen in 3D mit „Feather“

Wir haben Freunde, bei denen zu Hause ein Klavier steht. Deren Tochter hat ausschließlich über YouTube gelernt, darauf zu spielen. Die Willenskraft und die Fähigkeiten von Kids bleiben schlicht beeindruckend.

Daran muss ich denken, wenn ich Feather ausprobiere. Wer (ganz viel) Interesse und (noch mehr) Zeit mitbringt, benötigt für 3D-Malerei lediglich ein iPad und diese 18-EUR-Software. Ihr zugehöriger YouTube-Kanal erklärt den Rest; aus der integrierten Community lassen sich die Werke anderer Künstler:innen herunterladen.

Version 2 ist für Q1 2026 geplant. Feather gehört in seiner jetzigen Form aber schon zu den bemerkenswertesten iPad-Apps.

Lock Launcher startet Apps schneller

Wir alle personalisieren unsere Home- und Sperrbildschirme; in erster Linie durch eine individuelle App-Anordnung. Inzwischen bietet iOS dafür diverse Entfaltungsmöglichkeiten an, setzt der Gestaltung aber auch klare Grenzen.

Lock Launcher tastet sich für eine andere Optik sowie schnellere App-Aktionen an diese Limitierungen heran. So zeigt es etwa Anwendungen als dauerhafte Live-Aktivität in der Dynamic Island oder platziert ein Dutzend Apps für den Direktstart via URL-Schemes in einem Widget.

Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit blauem Farbverlauf im Hintergrund. Auf dem Bildschirm sind Symbole für eine Kamera, Musik, eine E-Mail, Discord und eine Videosteuerung zu sehen. Der untere Teil des Bildschirms hat einen weißen Balken.

Im Jahr 2022 habe ich zuerst über die Systemerweiterung aus dem App Store berichtet; damals führte sie Kurzbefehle vom Sperrbildschirm aus, bevor Apple das selbst ermöglichte.

Bis man die Funktionsweise für die Gruppierungen in seinen Gehirnwindungen verankert hat, vergeht ein Feierabend. Man übt jedoch an den kostenlosen Layouts und wirft erst 10 EUR ein, wenn das Prinzip verstanden wurde.

Immich Viewer – für eine Diashow der lokalen Fotobibliothek am Apple TV

Ein digitaler Bildschirm, der ein Raster von mit Datum versehenen Fotos zeigt, die verschiedene Szenen von Menschen und Orten darstellen, mit einem dunklen Hintergrund und ein paar Lichterketten.

A sleek Apple TV viewer for your self-hosted Immich photo & video library. Turn your Apple TV into a beautiful digital photo frame and browse your media on the big screen with high-quality viewing, slideshow mode, interactive navigation, and support for albums, tags, maps, and more — all powered by your Immich server.

Adrian Krämer | via /r/immich

Immich läuft auf dem NAS im Büro. Mit einer stehenden Tailscale-Verbindung am Apple TV gebe ich für den Fotostream im Immich Viewer lediglich die lokale HTTP-Adresse ein.

Safari in 120 Hz

Wöchentlich zerre ich ein iPhone unter eine Kopfüberkamera. Nach fast 10 Jahren hat sich dafür ein Set-up eingespielt, bei dem ich flimmerfreie und entspiegelte Aufnahmen hinbekomme – ohne Tearing, Banding und störende Moiré-Effekte.

Mit dem Erscheinen des iPhone 13 Pro im September 2021 und dessen damals neuer 120-Hz-Bildwiederholungsrate wurde diese Jonglierkunst aus Kameraeinstellungen und Licht kräftig durcheinandergebracht.

Weil man die hohen Wiederholraten in meinen 30-Bildern-pro-Sekunde-Videos aber ohnehin nicht sieht, schalte ich ProMotion für diese Aufnahmen oft aus (➝ Einstellungen ➝ Bedienungshilfen ➝ Bewegung ➝ Bildrate beschränken).

Langes Intro, kurze Pointe: Scrollt ihr Webseiten in Safari, ist die Bildwiederholungsrate seit jeher auf 60 Hz begrenzt. Diese Limitierung lässt sich über ein „WebKit-Feature Flag“ aufheben, indem man „Prefer Page Rendering Updates near 60fps“ deaktiviert.

Nahaufnahme des Displays eines Smartphones, das die Oberseite des Bildschirms mit einem "Dynamic Island"-Ausschnitt, der Uhrzeit 18:04 und ein Einstellungsmenü mit dem Titel "WebKit-Feature Flags" zeigt, mit mehreren Umschalttasten; eine grün und aktiv, die andere aus.

Today I learned something amazing: Safari supports higher than 60Hz refresh. It’s the only mainstream web browser that doesn’t, and I have never understood why, but apparently as of the end of 2025 in Safari version 26.3 (and maybe earlier) you can enable it.

Matt Birchler

Die Option ist nicht neu, je nach Anwendungsfall und eigenem Empfinden (für euch) eventuell gar nicht relevant, läuft bei mir aber seit einigen Wochen ohne merkbare (Batterie-)Einschränkungen.

„Willow Voice“: KI-gestützte Sprachdiktate

Willow Voice transkribiert Sprache-zu-Text und räumt mit KI vor der finalen Niederschrift auf – ähnlich wie das bereits besprochene Wispr Flow.

Ein iPhone-förmiges Mockup, das eine Text-to-Speech-App auf seinem Bildschirm zeigt, vor einem dunkelblauen Farbverlauf. Ein Mann mit Brille, Baseballkappe und Mikrofon befindet sich in der unteren linken Ecke in einem kreisförmigen Ausschnitt. Der iPhone-Bildschirm zeigt deutschen Text.

Vimeo / YouTube

Für mich definieren diese KI-Sprachdiktatanwendungen das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine neu. Meine Finger greifen am Mac viele Male pro Tag zum Hotkey; am iPhone wechsle ich ständig zur jeweiligen Tastatur – für eine kurze iMessage oder einen flüchtigen Gedanken in Tot.

Regelmäßig benutze ich das Wort „actually“ und korrigiere mich mitten im Satz. In der Ära moderner Transformer-Modelle bügelt KI aber nicht nur die Unterschiede zwischen Sprech- und Schreibgewohnheiten aus, sondern lässt mich fließend Sprachen wechseln – je nach Adressat oder Kontext.

Auf iPhones sind Kontextkenntnisse hoffentlich ein nächster großer Schritt. Ich sollte meinem Telefon nicht sagen müssen, in welcher Anwendung ich mich befinde und welche Informationen ich dort als bekannt voraussetze.