Der Apple Stores sind mittlerweile weltweit offline, die Besucher haben sich in langen Warteschlangen seit mehreren Stunden die Füße in den Bauch gestanden und sind jetzt bereits im Gebäude. Die Keynote wird um 19 Uhr MESZ starten.
Neben allerlei App Store- und 10.6-Werbeplakaten, die unter anderem den mysteriösen 19. Juni als Datum tragen, haben sich auch schon nicht ganz jugendfreie Werbeträger eingefunden.
Apple versieht die Enterprise-Ausrichtung mit einigen neuen Werbevideos. Da ich mir nicht genau sicher bin, wie viele der zirka zweiminütigen Trailer erst in den letzten Tagen erschienen sind, und ich mich an keinen so wirklich richtig erinnern kann, hier einfach mal alle aktuellen sechs Spots. Auf YouTube haben diese eh gefehlt…
Im Bild wird mit sanfter Stimme und kristallklarer HD-Optik erklärt, was der Consumer-Bereich bereits alles wusste. Trotzdem sind ein paar sympathisch-kitschige Videos die Zeit wert, um sich die übrigen Wartestunden bis zum WWDC-Anpfiff zu vertreiben.
Die E3 klang am Ende der letzten Woche gemütlich aus. Die App Store-Neuerscheinungen für das iPhone und den iPod Touch steigen dagegen furios an. Am ‚Tag der WWDC‘ dreht das digitale Einkaufsparadies geradezu auf Hochtouren.
Während sich Nintendo-Chef Satoru Iwata nicht im gleichen Boot wie der Cupertino-Konzern sieht, würde ich ihm seinen Vergleich zum derzeitigen Stand von insgesamt über 30 Millionen App Store-fähigen Geräten zur nächsten E3 gerne noch einmal vorzeigen wollen:
Do you believe there is direct competition between the Nintendo DSi and the iPhone?
If I thought our companies were in direct competition, I would not use a Mac in my presentations. I have never thought the two companies were in competition. The features of the iPhone and the DSi may overlap. But if we look at our differences, the areas of overlap are small. If, in the future, this overlap becomes bigger to the extent we should call it direct competition, I have to be more careful. I can’t bring out the iPhone during an interview anymore. Today, I don’t worry about it.
Prey Invasion (2.39€; App Store-Link), der ehemalige Ego-Shooter, welcher bereits Ende der 90ziger Jahre vorgestellt, dann von 3D Realms 2001 wieder in die Entwicklung aufgenommen wurde und letztendlich erst 2006 erschien, schafft es abermals (drei Jahre später als komplette Neuentwicklung) auf das iPhone.
ErsteStimmen verheißen von der 10MB-Version nicht gerade einen soliden Shooter.
Puzzelspaß iCascade von Matthias Hochgatterer war bereits eines unserer Podcast-Themen (Bits und so #142) und diente als Aufhänger für eine Diskussion, die sich mit der Schwierigkeit beschäftigte, als kleiner Entwickler Aufmerksamkeit im App Store zu generieren.
Die 0.79€-Anwendung verkauft lediglich 130 (!) Versionen (Gesamtgewinn $55), worauf sein Entwickler jetzt beschloss das Programm kostenlos (App Store-Link) weiter zu verteilen.
In Konkurrenz zu über 35.000 anderen Applikationen und mit erhöhtem Engagement von großen Publishern Spiele und Programme im App Store zu verkaufen, wird es auch in Zukunft nicht leichter sich aus der Meute hervorzuheben.
Dexter ist eine großartige TV-Serie, die zurecht eine Laufzeit-Verlängerung für 2009 erhielt. Das Spiel um den Serien-Killer Dexter Morgan (Michael C. Hall), der sich als Moralpolizist mit selbstjustizialen Charaktermerkmalen versteht, knöpft sich die Bösewichte in Miami vor.
Mit Originalstimme und dem typisch tiefschwarzen Humor, reift in den Kellern von Marc Ecko Entertainment eine wertvolle Lizenz zu einem ansprechenden Spiel.
Der australische Entwickler Firemint, bereits sehr erfolgreich mit Flight Control im App Store (0.79€; App Store-Link), verblüffte in der letzten Woche mit einen fulminanten Intro-Video seines Rennspiels ‚Real Racing‘. Und was aufgrund der hervorragenden Grafik mit Skepsis und einem in weiter ferne angesetzten Erscheinungstermin bedacht wurde, überrascht am heutigen Montag abermals: Sowohl eine zeitnahe Veröffentlichung als auch die ausschweifende Grafikpracht sind im lediglich 60MB-großen Rennspieltitel untergebracht.
Gesteuert wird mit dem iPhone-Accelerometer, mit dem sich gefühlvolle Links- und Rechts-Kurven absolvieren lassen. Auch wenn’s hektisch auf dem Asphalt zugeht, habt ihr nie das Gefühl die Kontrolle über euer Fahrzeug zu verlieren. Während sich die ersten Runden noch ein bisschen ungewohnt anfühlen, sind die Reifen bereits nach kurzer Einspielzeit warmgefahren. Individuelles Feinjustieren ist zwar möglich, war aber für meinen Teil nicht nötig.
Auf den insgesamt 12 Strecken werden euch härteste Rock- und Metall-Balladen zwischen die Ohren geknallt. Für ein Arcade-Rennspiel mit herausfordernden Renngegnern ist dies genau das Richtige. Das die Grafikqualität aus dem Einführungsvideo der letzten Woche wirklich in dieser hochwertigen Form Einzug ins Spiel gehalten hat, weitet die Pupillen. Wirklich sauber programmiert, mit unterschiedlichen Perspektiven, keinen Pop-Ups und kurzen Ladezeiten, steigt ihr direkt ins Cockpit von einem der 36 Fahrzeuge.
Lediglich die Größe mancher Menü-Knöpfe könnte man bemängeln. Hier bedarf es gelegentlich zwei bis drei Anläufen um euch zu den gewünschten Modi zu klicken. Mit euren Freunden und dem Internetz vergleicht ihr euch per Online-Anbindung auf Cloudcell – Leaderboards und Statistiken in ihren buntesten Formen und ausschweifendsten Zahlen.
Auch der YouTube-Upload eurer Rennwiederholungen wird für erhöhtes Video-Aufkommen sorgen: Upload-Staumeldungen sind nicht unwahrscheinlich.
Man kann die Lobhudelei abkürzen: Real Racing konkurriert dank hoher Auflösung ernsthaft mit Rennspielen auf dem Nintendo DS oder der Sony PSP. Anfänger behelfen sich mit der integrierten Bremshilfe über die Parcours, Profis schalten auf Handsteuerung. Das Accelerometer könnte sich einem Lenkrad nicht ähnlicher anfühlen.
Real Racing bietet Rennspielfreunden soviel gelungene Unterhaltung, wie die Wahlversprechen der Autofahrer-Partei.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Ja, auch in unserem Haus baut sich langsam die Spannung auf das bevorstehende Apple-Event auf. Doch Stop! Was mir in der derzeitigen Berichterstattung viel zu kurz kommt ist, dass es sich um den WWDC-Start handelt. Auf der einwöchigen Entwickler-Konferenz in San Francisco treffen sich Software-Produzenten, die alle unsere Gerätschaften erst so richtig einzigartig und genießbar – enjoyable – machen.
Ohne den App Store wäre doch ‚tote Hose‘ auf dem iPhone!? Für was verwende ich ein GPS, wenn mir dazu nicht die richtige Software an die Hand gegeben wird. Mit dem Geschrei nach einem neuen iPhone wird viel zu oft vergessen, warum das Multimedia-Internet-Telefon-Gerät so einzigartig ist. Und genau um diese Einzigartigkeit mit Firmware 3.0 und den dazugehörigen Applikationen weiter zu erkämpfen, treffen sich zur Fortbildung und dem kommunikativen Austausch die Entwickler in San Francisco.
Das auf der Keynote von Phil Schiller wohl auch ein paar neue Details zur Hardware-Weiterentwicklung gesagt werden, versteht sich im Kontext von selbst. Es ist existenziell, dass die Hard- und Software-Schöpfung parallel verlaufen. Am (nicht nur) sprichwörtlichen ‚Ende des Tages‘ (die Keynote startet um 19 Uhr MESZ) wird in vielen Berichterstattungen lediglich über die Gehäuse-Veränderungen gesprochen.
Geht man ohne den entsprechenden Weitblick in solch eine Veranstaltung, ist die Enttäuschung praktisch vorprogrammiert. Wenn man jedoch versucht zu verstehen, was zirka 5.000 iPhone- und Macintosh-Entwickler vor Ort erarbeiten, lernen und weitergeben (werden), rückt ganz schnell der Blick auf das Wesentliche: die Software.
Nochmal: Morgen startet die Worldwide Developers Conference, die als kleinen Nebenschauplatz zu ihrem Beginn auch der Hardware-Evolution Platz einräumen wird. Leider wird das Augenmerk der Mainstream-Presse (und des Aktienkurses) sich lediglich auf die ‚Größe‘ der einleitenden Worte beziehen. Persönlich würde ich mir daher wünschen, dass Apple der neuen Hardware-Generation eine eigenständige Veranstaltung (beispielsweise am Ende diesen Monats) einräumt.
Dies würde die Wichtigkeit der Entwickler-Konferenz unterstreichen und nicht in den Lobpreisungen (oder enttäuschten Verrissen) über die nächste Generation von Computerkomponenten untergehen lassen.
Während der bereits abgelaufenen iPhone-Lebenszeit, sind mir noch nie zuvor so viele ‚Spion-Photos‘ im Vorfeld eines Events untergekommen – der iPhone 3G-Release war dagegen ein Kindergeburtstag.
Der eindeutige Siegestitel unter den mysteriösen Verzeichnisauflistungen geht jedoch an Macenstein, die in ihrer knochentrockenen Art mit einem selbsterstellten Mock-up über das iPhone in ‚Fluffy Bunny‘-Farben von einigen Internetseiten als ‚ernsthaftes‘ Gerücht zitiert wurden…
Seit einigen Tagen drängelt sich die iPhone-Anwendung ‚Street Fighter 4 Moves‘ in den deutschen App Store (Link). Für 2.39€ bekommt man damit, von den 25 im Spiel enthaltenen Charakteren, jeweils eine Übersichtsgrafik mit dessen Angriffsbewegungen. Ziemlich mager. Vergleich man zusätzlich die verwendeten Kombo-Grafiken mit denen der offiziellen PDF Trainings-Anleitung wird klar, hier war mehr Photoshop als Xcode im Einsatz.
Leider ist das Konkurrenz-Angebot für Prügelfans im deutschen App Store nicht wirklich hochkarätig. Ein Blick in den US-Store verrät hingegen, dass der dortige offizielle Anbieter für Strategie-Büchlein Prima Games für $9.99 (US App Store-Link) eine ziemlich hochwertige Anwendung zum Nachschlagen der Kampf-Kombinationen hat. Neben Hintergrund-Beiträgen und Video-Elementen finden sich detaillierte Bewegungs-Erklärungen zu Zangif, Ryu und Co.. Das der Hersteller etwas von dem versteht, was er dort anbietet, kann man an den feilgebotenen eGuides und Video-Paketen zu den einzelnen Videospiel-Titeln ersehen.
Aber dies sei nur am Rande des Kampfgeschehens erwähnt.
Mein Diskussionspunkt, den ich herausstellen möchte, ist das Capcom seinen Beat’em Up-Hit für ein Tips und Tricks-Buch an Prima Games offiziell lizenziert hat. Obwohl ich nicht davon ausgehe, dass die sympathischen Prügel-Japanern eine Urheber- oder Markenrechts-Abmahnwelle lostreten, bleibt die Verwendung von geschütztem Photo- und Bild-Material definitiv ein heikles Thema für den App Store. Auch wenn es bei dieser Angelegenheit noch relativ überschaubar mit den vergebenen Lizenzen aussieht, kann der Apple-Genehmigungsprozess im Detail keine dieser Rechtsfragen bei seiner Prüfung klären.
Ich möchte kein zu großes Fass damit aufmachen, gerade weil ich gerne der Erste bin, der der Content-Industrie auf die Finger haut wenn diese absolut schwachsinnige Äußerungen und Rechtsangelegenheiten an den Start bringt.
Jüngst verknüpfte Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Musikindustrie, diese ‚Umstände‘ grausam schön (Best Of-Kommentare) mit den morgigen Europawahlen, zu denen ich eigentlich auffordern wollte.
Und so findet dieser – nicht unbedingt konsistente – Gedankengang, aber wie ich finde wichtige Hinweis (neben all den noch wichtigeren iPhone Spion-Photos) seinen Abschluss.
Das Silicon Valley-Startup doubleTwist unter der Regie von Jon Lech Johanson – besser bekannt unter DVD Jon – platziert in der letzten Nacht ein hauswandgroßes Werbeplakat seiner Software am Apple Store in San Francisco.
Mit doubleTwist begibt sich eine PC- und Macintosh-Anwendung auf den Streifzug kämpferischen Feldzug gegen iTunes und möchte eure lokalen Mediendaten mit verschiedensten Endgeräten synchronisieren. Der Kleinkrieg bezieht sich dabei vorrangig auf die exklusive Bindung zwischen dem Apple-Multimediaprogramm und seinen Gerätschaften.
Ein schmunzelnder Guerilla Marketing-Schachzug am Tag des Palm Pré, während durch die WWDC09, eine anstehende iPhone Firmware 3.0 und ein möglicherweise ganz neues Apple-Geräte eh dieses Wochenende alle Blick auf die Bay Area gerichtet sind.
-> Die komplette Flickr-Galerie inklusive dem doubleTwist-Firmeninhaber zaubern ein kleines Lächeln aufs Gesicht.
BeeJive ist für mich, trotz harscher Kritik, immer noch der bei mir installierte Instant Messenger. Auf das Erscheinen der neuen iPhone-Firmware hat sich das Team pflichtbewusst vorbereitet und kündigt den nächsten Versions-Sprung an. BeeJive 3.0 wird den Push-Benachrichtigungsdienst unterstützen und als kostenloses Update an alle aktuellen Besitzer verteilt.
Zubehörhersteller Belkin kündigt mit dem TuneCast GPS-Assistenten eines der ersten offiziell bestätigte Zusatzgerätschaften an, die unter Firmware 3.0 am Dock-Anschluss betrieben werden können.
Für Autofahrer mit Überlandsfahrten sicherlich interessant, spürt der FM-Transmitter automatisch die besten – ungestörtesten – Frequenzen auf, über die ihr eure Musik vom iPhone ans Autoradio schickt. Manuell nachjustiert wird mit der kostenlosen ClearScan-Software. Am Zigarettenanzünder gibt es im gleichen Atemzug den Strom für das Gerät.
Für $80 ist man voraussichtlich im Herbst mit dabei.
Sowohl am heutigen als auch morgigen Vormittag finden zwischen 07:00 und 09:00 Uhr geplante MobileMe-Wartungsarbeiten statt. Während dieser Zeitspanne gibt es für iPhone-Besitzer keinen Push von E-Mails und auch der automatische Abgleich geänderter Kontakt- und Kalender-Informationen wird erst nach dem Abschluss der technischen Pflege ausgeführt.
Mit ganz viel festem Glauben und einer Portion Daumendrücken könnte sich mit dieser Aktualisierung so kurz vor der WWDC kleine Hinweise auf Service-Erweiterungen des Apple Bezahldienstes konstruieren lassen.
Um als App Store-Verkäufer seine aktuellen Absatzzahlen auch von Unterwegs im Blick zu behalten, gibt es wahrscheinlich hunderte von Möglichkeiten. Als eigenständige Applikation darf man jedoch anscheinend nicht direkt und offiziell mit der iTunes Connect-Schnittstelle kommunizieren, obwohl es mit dem ‚Sales Report (11.99€; App Store-Link) ein entsprechendes Programm bereits vorbei am Zertifizierungs-Prozess in den App Store geschafft hat.
Als Open Source-Lösung zum Selbstkompilieren und per Xcode installieren, bietet AppSales gute Ansätz um seine täglichen und wöchentlichen Verkäufe graphisch aufzubereiten.
Ohne Entwickler-Lizenz lässt sich weder das eine noch das andere Programme für mich ausprobieren, weshalb ich dankbar wäre wenn mir ein paar App Store-Entwickler erzählen, wie sie ihre Verkaufszahlen vom iPhone aus kontrollieren.