Product-Placement im Werbespot: Henry vs Giggs

Der neue Reebok-Werbespot zum Champions League-Finale wirkt wie eine einzige, große Apple-Werbekampagne. Die ersten 20 Sekunden beschäftigen sich mit zwei iPhones.

Der neue Reebok-Werbespot zum Champions League-Finale wirkt wie eine einzige, große Apple-Werbekampagne. Die ersten 20 Sekunden beschäftigen sich mit zwei iPhones.
Herrlich. Manche Geschichten muss man einfach genießen.
Als am letzten Donnerstag die originalgetreue ‚Sonic the Hedgehog‘-Umsetzung in den App Store stürmte, war ich relativ unbegeistert von dessen Realisierung. Drei Tage später stellt sich heraus, dass der Klassiker mit Hilfe eines Mega Drive-Emulators für das iPhone umgesetzt wurde, der problemlos auch anderen BIN-Dateien aus den alten Genesis-Tagen abspielt.

DirektSegaEmulator – Musik: Paper Plane Pilot – This Place (cc)
Ersetzt man via SSH das Sonic-Speicherabbild – in Fachkreisen auch ROM genannt – durch eine digitale Kopie eines anderen Mega Drive-Moduls, starte zumindest diese Datei.

via Macenstein
Selbstredend fehlt jegliche Implementierung einer Steuerung oder dessen graphischer Darstellung. Außerdem möchte ich ausdrücklich davon abraten ROM-Dateien aus dem Netz zu laden, selbst wenn man diese als Originalmodul besitzt.
Durch die fehlende Anwendbarkeit macht es eh keinen Sinn…
Die lustige Komponente ist jedoch, das sich Sega anscheinend ihr Leben für die zukünftigen App Store-Veröffentlichungen leicht machen wollte. Ein ‚breitseitiger‘ Mega Drive-Emulator ließe sich von Golden Axe über Ecco the Dolphin bis Afterburner ‚allzweckmäßig‘ abfeuern und bedarf für jede Neuerscheinung lediglich marginalem Arbeitsaufwand.
Zwar hielten sich die Performance-Probleme bei mir zurück, andere Käufer jammerten jedoch enorm über ruckelnde Grafik- und Sound-Effekte. Falls eine schlechte Emulation daran Schuld sein sollte, wäre es doppelt peinlich, da ZodTTD bereits mit genesis4iphone 3.0.0 seit Monaten einen funktionsfähigen Emulator für Jailbreak-iPhones vertreibt.
Ob das Ausführen von ROM-Dateien mit einem Emulator gegen die Apple SDK-Lizenzvereinbarungen verstößt, bleibt zu diesem Zeitpunkt unbeantwortet.
via AllTechRelated
Die Markenpiraten fallen in den App Store ein.

Kurz vor dem vergangenen Wochenende reichte der französische Schmuck- und Uhrenlieferant Cartier eine Klage gegen Apple und seinen iPhone-App Store ein. Grund: Markenrechtsverletzungen. Namentlich wurden die zwei Applikationen ‚Fake Watch‘ und ‚Fake Watch Gold Edition‘ von Digitopolis Game Studio benannt, unrechtmäßig Produktbilder aus dem Armbanduhren-Sortiment in Ihrem iPhone-Programm und dessen Bewerbung verwendet zu haben.
Apple löschte daraufhin die beiden Applikationen aus dem Store und die stellvertretende Kanzlei von Cartier Fox Rothschild LLD zog die Klage zurück.
Soweit verständlich.
via Silicon.de
Eher unverständlich ist, wie im (Achtung Ironie!) ’strengen Genehmigungsprozess‘, den Apple für einen Zugang zum App Store seinen Entwicklern auferlegt, bei der offensichtlichen Verwendung markengeschütztem Bildmaterial nicht zumindest eine orange Warnlampe aufleuchtet. Eine kurze Nachfrage per E-Mail an den zuständigen Entwickler würde ich mir von dieser Stelle erwarten.
Zum Zweiten bleibt es für mich vollkommen unverständlich, wie ohne eine Überschneidung von Geschäftsbereichen Cartier daran gelegen sein kann, die Verbreitung von (selbst erstellten) digitalen Produktbildern zu unterbinden.
Obwohl.
Eigentlich dürften jegliche ‚Verstößen‘ gegen Bestimmungen des Wettbewerbsrechts, Markenrechts oder Urheberrechts in Deutschland gar nichts mehr verwundern. Die Kombination der Schlagwörter ‚Cartier‘ und ‚Abmahnung‘ verspricht zumindest bei Google eine sehr aussichtsreiche Treffervielfalt, die weit darüber hinausgeht Produktpiraterie zu verhindern.
Mit den Suchfunktionen wird die Auktion dann entdeckt – ob als vermeintliche Fachbezeichnung („Cartier-Verschluss“), als optische Beschreibung („im Cartier-Stil“) oder – wie bei Premiere-Abmahnungen (Schlechte Karten bei Premiere) – wenn etwas in der Cartier-Rubrik bei Ebay steht, was nach Ansicht des Herstellers da nichts zu suchen hat. Auch die beliebten „nicht“-Auktionen („Alter verrosteter Golf – nicht Ratzinger, nicht Cartier und auch kein Ferrari“) sorgen hier für sofortigen Ärger: Zwischen 1000 und 3000 Euro möchte die Kanzlei dafür sehen. Auch von einer „Tank-Form“ darf man nicht sprechen, da „Tank“ auch eine Uhrenmarke von Cartier ist.
via Heise – Abmahnen im Cartier-Stil
Den Schutz geistigen Eigentums in allen Ehren, doch dem Abmahnwesen speziell in Deutschland gehört rechtlicher Einhalt geboten. Wer sich bereits am Montag einmal so richtig ärgern möchte, dem sei ganz viel Literatur zum Thema und der Verweis auf seine Verursacher empfohlen.

…
But at night it’s a different world
Go out and find a girl
Come on, come on lets dance all night
Despite the heat it will be alright
And babe, don’t you know it’s a pity
The days can’t be like the night
Hot town summer in the city
…


(Inspiriert von Spaziocellulare!)
Lange Zeit war es ruhig geworden um die Jailbreak-Applikation ‚Backgrounder‚. Seit zwei Wochen trudeln hingegen wieder fleißig Updates über die inoffizielle Paketverwaltung eurer Wahl.

Mit der aktuellen Version svn.r230 halten kleine Ansteck-Aufkleber – englisch Badges – einen Klebepunkt an den jeweils im Hintergrund laufenden Applikationen. So lässt sich übersichtlicher im Blickfeld behalten, welches Programm gerade euren Akku auffrisst.
Und das soll gar nicht kritisch verstanden werden.
Backgrounder macht mir ‚das Leben unterwegs‘ mit der konstanten Erreichbarkeit via Skype oder BeejiveIM wesentlich leichter. Zum gestrigen Bundesliga-Finale beispielsweise konnte ich Mithilfe einem im Hintergrund laufenden Radio-Stream noch bequem E-Mails beantworten oder Google Maps bedienen, ohne das der Internet-Hörfunk abgebrochen ist.
Backgrounder von Lance Fetters – aka ashikase – findet sich im BigBoss-Repository.
Wem der mitgelieferte Badge nicht gefällt, greift zu der passenden Modifikation von Macster.


Am 02. Juni plant Electronic Arts ‚die Sims‘ in Version 3 auf das iPhone zu schicken. Die Simulation des virtuellen Zuhauses und eures Tamagotchis ist eines der meistverkauften PC-Spiele aller Zeiten und hatte bereits beim ersten Blick auf die neue iPhone-Firmware durch den Verkauf von Zusatzinhalten innerhalb der Anwendung von sich Reden gemacht.
Außerdem wird man die Musik seiner eigenen iPod-Bibliothek innerhalb der 3D-Welt abspielen können und tiefgreifende Konversationen mit Bäumen (Minute 7:39) führen…
Das Vorschau-Video der Polygon-Welt sieht graphisch sehr beeindruckend aus, gibt einen kleinen Überblick der Minispiele sowie implementierten Features. Da einige Besonderheiten das iPhone-Update 3.0 voraussetzen und diese OS-Aktualisierung voraussichtlich erst ein wenig später im Juni auf uns Zurollen wird, sollte das benötigte Software Patch-Paket bereits ebenfalls in der Pipeline schlummern.
via IntoMobile
Auf dem täglichen Streifzug durch das liebe Internetz, die Twittersphäre oder den Feedreader, stosse ich immer wieder auf – meist längere – Artikel für die ich mir zum Entdeckungs-Moment keine Zeit nehmen möchte, kann oder will. Während man sich vor einigen Jahren noch mit der Erstellung und Pflege von lokalen Lesezeichen-Verzeichnissen beschäftigt hat, arbeitet man im Jahre 2009 eher temporär.
Der Webservice Instapaper von Marco Arment und die dazugehörige iPhone-Applikation (kostenlos; App Store-Link) übernehmen für mich – die ‚auf kurze Sicht‘ – vorgemerkten Leseverweise. Mit dem kostenlosen Online-Dienstleister bin ich jetzt schon eine ganze Weile verbunden, weshalb mir das Auge nach etwas Neuem steht. Leider lässt auch das iPhone Versions-Update unverhältnismäßig lange (aber unverschuldet) auf sich warten.
Da mir mittlerweile eine native Programm-Unterstützung für unterwegs unverzichtbar erscheint, bin ich sehr froh über die Konkurrenz-Neuanmeldung von ‚Read it Later‚.

Die Verwendungsweisen ähnlich sich: Über ein Javascript-Bookmarklet in der Browser-Menüzeile fügt man die aktuell aufgerufene Webseite dem Lese-Verzeichnis hinzu. Diese Link-Listen synchronisieren sich über alle Gerätschaften hinweg, auf denen das gleiche Benutzerkonto hinterlegt ist. Die Artikel-Liste pflegt man sowohl vom Desktop-Browser, als auch vom MobileSafari auf dem iPhone.
Selbstverständlich finden sich die Texthaufen an gleicher Stelle wieder, lassen sich lesen oder löschen. Eine native iPhone-Anwendung erweitert jedoch das Spektrum an Formatierungen und Offline-Zugriffen. Dadurch ist es sehr angenehm – auch in der funkfreien U-Bahn – einmal schnell vorgemerkte Artikel zu konsumieren.

‚Read it Later‘ bietet euch die Möglichkeit sowohl das Layout der Originalseite. als auch die reine Text-Version anzuzeigen. Die Hintergrundfarbe und Größe des Textes lässt sich dabei für ein angenehmeres Lesen zwischen weiß und schwarz umschalten bzw. flexibel verstellen. Auch die Breitbild-Darstellung wird unterstützt. Dabei kann jedoch gewählt werden zwischen einer automatischen Rotation oder einer fixierten Darstellungsweise.

Interessante Artikel lassen sich direkt aus der Anwendung über Twitter, Delicious, Facebook, klassischer E-Mail oder zwei Dutzend weiterer Web-Servivces an Freunde verteilen.
Obendrein bietet die 2.39 €-teure Ausführung (App Store-Link) eine Vollbildschirm-Darstellung und einen Badge-Zähler, der auch im Hauptbildschirm mitteilt wie viele ungelesene Artikel noch auf euch warten. Ohne all diese Extras muss der kostenfreie Pendant auskommen (App Store-Link), bietet euch jedoch eine gute Möglichkeit den temporären Lesezeichen-Service auszuprobieren.

So viele Spiele drängen durch das schmale Öffnungstor des App Stores, da müssen sich die selbstproduzierten (Video-)Reviews auf ausgewählte Titel beschränken. Als ‚Lückenfüller‘ sei an dieser Stelle ein kurzer Spiele-Überblick gegeben, die ich selbst ausprobiert habe aber nicht einzeln vorstelle.

Anfang der 90-ziger Jahre lautet in meinem Freundeskreis die wichtigste Frage: „Mario oder Sonic?“
Während ich persönlich immer auf der Nintendo-Einwechselbank Platz nahm, gewann der flinke Igel auch bei mir über die Jahre an Popularität. Trotzdem sind lediglich nur die ‚alten‘ Titel der Pre-Dreamcast Zeiten wirklich gut.
Das jetzt portierte Sonic The Hedgehog-Original (4.99 €; App Store-Link) beeindruckt mit schneller, farbenfroher Grafik und enttäuscht herb mit seiner Steuerung. Es bleibt zu hoffen, das sich irgendein Third-Party Anbieter mit dem Vertrieb von haptischen iPhone-Controllern auseinandersetzt, die mit Firmware 3.0 über die Dock-Schnittstelle angesteuert werden können.
Das übergelagerte Berührungs-Steuerkreuz ist bei diesem rasanten Spiel komplett unbenutzbar und setzt zwei Portionen Glück voraus, um überhaupt heil durchs erste Level zu schlittern.

‚Car Jack Streets‘ (0.79 €; App Store-Link) gibt es dieses Wochenende vergünstigt im App Store. Der ‚Grand Theft Auto‘-Klone will sich mit Payback (iPhoneBlog-Review) messen, konnte mich Seinerzeit jedoch nicht begeistern. Auch hier hapert es für mich an der unpräzisen Steuerung und einem ‚gewöhnungsbedürftigem‘ Spiel-Einstieg.

1995 veröffentlichte Interactive Binary Illusions ein Point & Click-Abenteuer, welches mit dem fünf Jahre zuvor erschienenen LucasArts-Titel wie Monkey Island oder Indiana Jones vergleichbar ist. 2004 erhielt die Dschungel-Reise des ehemaligen MS-DOS Spiels als Freeware eine erneute Veröffentlichung. Mit Hilfe der Virtualisierungs-Software ScummVM kann der Titel auch heute noch auf allen Plattformen gespielt werden.
Vor einigen Wochen wurde eine kostenfreie ‚Flight of the Amazon Queen‘-Version in den App Store eingestellt, um gleich darauf wieder zurückgezogen zu werden. Jetzt taucht der Titel als 3.99 €-Bezahlversion (App Store-Link) wieder auf.
Wo er in der Zwischenzeit abgeblieben war, bleibt bislang ein Rätsel.

Nach TapTap 1 + 2, Dance, NIN und Coldplay, folgt jetzt die Dave Matthews Band (3.99 €; App Store-Link). An zehn Liedern der amerikanischen Jamrockband dürft ihr eure musikalischen Fingerspiele auf dem iPhone ausspielen.
Zu TapTap von Tapulous sollte eigentlich alles gesagt sein. Auch diese Umsetzung greift mit neuem Musik-Material auf altbekannten Code zurück. Mit der Firmware 3.0 sollten diese Einzelveröffentlichungen in den nächsten Monaten abnehmen und die Option beherbergen, innerhalb eines Musik-Spiels einzelne Titel nachzukaufen.
Shift, ein grandioses Puzzel-Spiel in Schwarz und Weiß, das seine Ursprünge in einer Flash-Version findet. ‚Armor Games‘ hat jetzt, das sich um 180° drehende Spielprinzip, in eine iPhone-Anwendung (0.79 €; App Store-Link) gestopft. Auch eine kostenlose Lite-Version (App Store-Link) gibt es zum Ausprobieren.
Zum Abschluss noch ein kurzer Verweis auf das niederländische Unternehmen Distimo, welches als einer von vielen Kandidaten versucht, die App Store-Geschehnisse in Statistiken zu quetschen. Qualität und Herkunft der Erhebung sind wie immer mit Vorsicht zu genießen, tragen jedoch als Mosaikstein zum Gesamtbild bei.
Distimo verzeichnet über die ‚populären‘, im US-App Store gelisteten, Programme einen generellen Preisrückgang von 7.9 Prozent. Dieser ist auf einen Anstieg der $0.99 Applikationen zurückzuführen. Bezahlte Programme verbleiben länger als kostenfreie Anwendungen in den Hitlisten. 24 Prozent der Programme aus den Bestenlisten, sind innerhalb des letzten Monats aktualisiert worden. Dies führte in den häufigsten Fällen zu einer nicht unwesentlichen Verbesserung der Platzierung.

Der aktuelle April-Report steht für alle Interessierten zum Download bereit.
via iphone-fan