#379 – ein Dutzend neue Apps

Ich freue mich immer, wenn sich zwölf erwähnenswerte Apps zusammenfinden. Das Video, das diese Software allerdings vorstellt, ist dann trotzdem jedes Mal überraschend aufwendig.

Vielleicht liegt’s daran, dass es zwölf Apps sind …?!

Hier das Intro zur Episode:
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„Scary fast“

Wenn Apple ’nen Event filmen will, sollen sie ’nen Event filmen. „Scary fast“ traf jedoch nicht den gewohnten Mix aus einer informativen, ausbalancierten sowie unterhaltsamen Produktankündigung.

Die Veranstaltung war hart auf 30 Minuten und 30 Sekunden begrenzt. Drei Prozessoren, eine neue Gehäusefarbe und ein aktualisierter iMac hatten jedoch Probleme sie zu füllen. Es gab schlicht zu wenig zu zeigen.

Apple lädt eigentlich nur zu Veranstaltungen, wenn’s was zu sagen gibt. Sie überlegen sich extrem genau, wann sie um Aufmerksamkeit bitten. Deshalb schaut eine relativ breite Zielgruppe weiterhin diese Infomercials; deshalb erzeugen sie ausnahmslos Medieninteresse.

Aber wer fühlte sich gestern Nacht voll umfassend abgeholt?

Bentobox-Grafik der M3-Chip-Familie.

Auch mein erster Gedanke war: „Das hätte eine Pressemitteilung sein können!“ Das Problem an meiner Schnellschuss-Aussage: Niemand liest Pressemitteilungen. Wenn Apple seine Story über die neue (erstmals zur gleichen Zeit veröffentlichte) M3-Chip-Familie erzählen will, scheint es ein Zeichen der Zeit, dies zwangsläufig in Form eines Videos zu tun.

Hinzu kommt: Themen wie Prozessoren und dessen Fähigkeiten lassen sich schwierig visualisieren. Wenn Apple auch die optische Präsentation nicht aus der Hand geben möchte, müssen sie das Video-Spiel – das Spiel mit Videos – weiterspielen. Und nicht nur das: es müssen vorproduzierte Videos sein: Themen wie Vision Pro, AI und Spacial Audio sind live (in Person auf einer Bühne) nicht mehr sinnvoll umzusetzen.

Auch wenn meine inhaltliche Event-Kritik steht: Niemand hat bis zur letzten Sekunde einen qualitativen (Bild-)Unterschied erkannt. Es gab keinen einzigen Moment, der für mich die Visuals infrage stellte. Alles sah wie immer aus, und trotzdem gab es einen gigantischen „Mic-drop“-Moment.

Abspann-Grafik mit „Shot on iPhone“-Schriftzug.

„Shot on iPhone“ – all presenters, locations, and drone footage.

finity.

Eine weitere Apple-Arcade-Empfehlung: finity.

Verschiebt Reihen und Spalten wie auf einem einseitigen Rubiks Würfel. Sortiert mindestens drei gleichfarbige Steine aneinander, die sich daraufhin auflösen. Neue Blöcke füllen freie Felder jedoch sofort wieder auf. Benötigt ihr zu viele Züge, sperren sich einzelne Reihen und Spalten, bis ihr festgesetzt seid.

Finity auf einem iPhone 15 Pro Max in den Händen von meinem Sohn.

Haptik und Sound sind Grund genug, sich hier wiederholt freizuspielen. Wer jemals mit Fingerspitzen am mechanischen Zahlenknopf eines Tresors fummelte, weiß, wie befriedigend sich das Verschieben der digitalen Puzzle-Kacheln hier anfühlt.

Und ähnlich einem Panzerschrank agiert ihr in finity überlegt, nicht hektisch. Sonst ist nach wenigen Zügen euer Spielfeld blockiert. Und Bonussteine, die euch aus verfahrenen Konstellationen befreien, sind a) arg begrenzt und b) nur vorübergehend entlastend.

iPadOS 17.1: Audioausgabe übers externe Display oder die internen iPad-Lautsprecher

Steckt ein externer Monitor am iPad, gab es bislang keine Möglichkeit, auf die internen Lautsprecher von Apples Tablet umzuschalten. iPadOS 17.1 ändert das. Neben der AirPlay-Audioausgabe lässt sich der Sound jetzt auch über die iPad-Speaker ausgeben.

Das war bislang ein (größeres) Ärgernis, weil externe Displays keine (oder im Vergleich zum iPad sehr schlechte) Lautsprecher haben.

Bild zeigt Kontrollzentrum mit Audioausgabe zwischen iPad und Display.

Ich konnte das Umschalten der Audioausgabe an einer Handvoll Displays erfolgreich nachvollziehen; nur Apple Studio Display bietet mir kurioserweise diese Option nicht – weshalb ich diese Neuerung in meinem Video aus der letzten Woche übersah.

#378 – iOS 17.1

Alle wissenswerten Infos über Apples gestrigen Update-Tanz – für iOS, iPadOS, watchOS und tvOS – konnte ich auf knapp 6 Minuten zusammendampfen.

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Für heimatlose Videodateien: Outplayer

Was IINA für macOS ist, ist Outplayer für iOS/iPadOS: ein moderner und schnörkelloser Player für einzelne Videos.

Bild zeigt iPad Air mit Outplayer von oben.

Gelegentlich lade ich etwa TV-Beiträge über MediathekView. Die will ich jedoch in keiner Plex- oder Infuse-Bibliothek ablegen, sondern direkt nach dem Anschauen wieder löschen.

Dafür benötige ich nicht nur ein Plätzchen, sondern eine Software, die die gängigen Videoformate und Container versteht, aber optisch aufgeräumt und ansehnlich bleibt. Das ist nicht unbedingt eine übliche Kombination.

Outplayer merkt sich natürlich eure letzte Abspielposition. Um sekundengenau eine Stelle in Videos aufzuspüren, legt und kippt ihr lediglich den Finger auf der Bildschirmmitte.

Wischt ihr dagegen auf der linken Bildschirmseite nach oben respektive nach unten, ändert sich die Helligkeit. Die gleiche Geste auf der rechten Hälfte des Screens verstellt die Lautstärke.

Outplayer gibt Videos außerdem in höherer Abspielgeschwindigkeit wieder, lädt separate Untertitel-Dateien nach, läuft in der Bild-in-Bild-Darstellung und knipst Screenshots.

Comic-Reader „Panels“ bindet sich in Version 3 ans iCloud-Drive

Schiebt Comics in einen iCloud-Drive-Ordner und lest von jedem eurer iPhones/iPads daran weiter. Das ist die größte Neuerung in Version 3 von Panels, meiner bevorzugten App für eigene Bilderbücher – abseits der Flatrate-Dienste von Marvel, DC Universe und Comixology, seit April 2020.

iPad Air mit Panels-App von oben fotografiert.

Schon zuvor synchronisierte sich euer Lesestand; die tatsächlichen Dateien mussten bis jetzt jedoch lokal vorliegen.

Für mich war dies das fehlende Puzzleteil. Nun schenke ich mir die Übertragung von anderen Onlinespeicherplatzdiensten respektive AirDrop. Sobald ein CBR-, CBZ- oder PDF-File in einem (selbst bestimmten) iCloud-Ordner liegt, zeigt sie Panels in seiner Bibliothek.

Wer lieber lokal kopiert und nur auf einem einzigen iPad schmökert, kann problemlos auf der (einmal gekauften) Version 2 verbleiben – Abonnent:innen nutzen ohnehin die App in vollem Umfang (inklusive der liebevollen, aus Apple Books bekannten „Umblätter-Animation“). Aber auch Version 3 steht ohne Abo zum Einmalkauf.

Mujjo’s „Shield Case“

Mujjo ist ein jährlicher Garant für exzellente Lederhüllen –wahlweise mit oder ohne Kreditkartenfach. In diesem Jahr umhüllt jedoch ihr brandneues „Shield Case“ mein Pro Max.

Bild zeigt Mujjo-Case in Hand.

Wenn’s angemessen ist, greife selbst ich zu einer Hülle – etwa beim (Outdoor-)Sport oder wenn das Telefon in einem Käfig klemmt. Team Hüllenlos ist keine Religion.

Das „Shield Case“ ist zwar eine Fingerkuppe höher und breiter als Apples FineWoven, aber massiv stabiler. Die Lippe des steifen Rahmens greift über den Displayrand, und lässt euch das Telefon kopfüber auf Tischplatten legen, ohne dass dabei der Bildschirm die Platte berührt.

Die Einfassung ist aus diesem Grund am kopfseitigen Lautsprecher/Mikrofon minimal ausgespart. Ich betone dieses kaum sichtbare Detail, weil’s die Aufmerksamkeit zeigt, die bei der Case-Konstruktion eine Berücksichtigung fand.

Mein bunter Mix aus USB-C-Kabeln passt obendrein durch die Ausstanzung für den neuen iPhone-Anschluss. Das gilt ganz gewiss nicht für jede USB-C-Strippe, aber Apples Case gibt hier bemerkenswert weniger Spielraum.

Bild zeigt Vergleich Mujjo-Case vs FineWoven.

Das Mujjo-Testmuster erreichte mich drei Tage bevor (!) Apple sein neues iPhone überhaupt ankündigte. Während viele Hüllenhersteller mit einem solchen Produktionsvorsprung zur eigenen Sicherheit den Action-Button komplett knopflos ließen, war Mujjo mutiger: An der Action-Button-Position sitzt ein richtiger Knopf, der obendrein befriedigend KLICKT.

Die Wahl für matte Plastikbuttons verstehe ich hier allerdings nicht. Mujjo’s Case-Knöpfe waren seit Jahren auf Augenhöhe mit den Metallknöpfen, die Apple in seine Hüllen setzt. Die alten (leicht glänzenden) Metallknöpfe wären mir hier lieber.

Apropos Rahmen: Das Case ist oben und unten abgerundet, seitlich jedoch konkav. Ich empfinde es in seiner matten Optik als angenehm griffig. Trotzdem gleitet es weiterhin mühelos in Hosen- oder Jackentaschen und merkt sich obendrein keine Fingerabdrücke.

Der rückseitige Buckel beschützt massiv die Kameraobjektive. Selbst wenn man wollte, liegen die Linsen nirgends mehr auf.

Mir ist das nicht wichtig, weil die Objektiv-Abdeckung aus Saphirkristall nicht zerkratzt. Ich kann jedoch nachempfinden, wenn man sich daran stört; auch wenn’s unbegründet ist.

Bild zeigt Hülle von der Seite.

Ein Prägedruck auf der hochwertigen Schiebeschachtel, eine elegante Mikrofaser der Innenseite sowie die MagSafe-Kompatiblität – inklusive der unauffälligen Gravur des Herstellernamens – runden das Gesamtbild ab. Mujjo Cases sind auch deshalb gute Geschenke, weil sie verstehen ihren Wert richtig zu präsentieren.