Eigentlich wollte ich ja das vergoldete iPhone verlinken, was jetzt schon fünfzig Mal durch das Internet gekreist ist. In diesem Zusammenhang erscheint mir dieser vertrauenswürdige Service jedoch viel sinnvoller, der sich darum kümmert das verloren gegangene iPhone zu Ihrem Besitzer zurückgelangen.
Es besteht ja immer noch ein reges Bedürfnis an einer deutschsprachigen Tastatur und Bedienoberfläche. „dragon-tmd“ hat eine komplette Lösung zusammengezimmert, die sich unter dem Namen „iDeutsch“ bereits reger Beliebtheit erfreut.
Und eigentlich sollte demnach hier ein kurzer schmerzloser Empfehlungs-Link stehen, es kam dann aber doch alles anders als erwartet. Nach 2 Stunden Mittagspause hatte ich 2 gefühlte Lebensjahre verloren. Nun, und das sei vorweggenommen, sitze ich erstmals – seit 1.1.1 draußen ist – WIEDER vor einem wiederhergestellten iPhone.
Das waren meine ersten Schritte:
Download des Paketes, verbinden mit Transmit auf das iPhone
Navigation in das Verzeichnis /
Alle Dateien aus dem Paket, entsprechend der Unterordner „auf das iPhone einsortiert“ und überschrieben.
Und dann passierte das:
Ein Apfel und kein Startvorgang
Das habe ich gelernt:
Wenn man auf dem iPhone in der Ladeschale bei geöffnetem iTunes 25 Sekunden lang den Start- + Home-Button gedrückt hält, fordert das Telefon einen Restore.
Dieser geht offiziell natürlich NUR in Verbindung mit einem Update auf die Firmware 1.1.1 – das soll natürlich nicht stattfinden daher
iPhone Firmware 1.0.2 herunterladen und den Restore (Wiederherstellen)-Knopf in iTunes mit gedrückter Optionstaste (auf dem PC ist es Shift) betätigen und dann
das eben heruntergeladene .ipsw-File auswählen
Wenn das iPhone wiederhergestellt ist, kann man bedenkenlos das Backup einspielen. So bekommt man seine SMS, Telefon-Statistik, Kontakte, etc. wieder zurückgespielt.
Aber wer kann mir nun erzählen, was ich beim Kopieren der „deutschen“ Daten auf das iPhone falsch gemacht habe?
Update: Vielen Dank an die ganzen Kommentare. Nach einem weiteren Restore, den ich jetzt auf „halber Backe“ abgesessen habe, ist es vollbracht. Die Lösung? Unbedingt Cyberduck verwenden und einfach die drei heruntergeladenen Ordner mit den Original aus „/“ überschreiben (Zitat Tearsen: brutal überschreiben!).
Erster Eindruck: Stabil wie nix gutes, bei ausgeschalteter Autokorrektur. Die Sprach des Systems habe ich aber gleich wieder zurück ins Englisch geführt -> das geht aber nur mit Transmit. Verrückte Welt.
Das Problem der fehlenden – zu synchronisierenden – Notizen lässt mich nicht los. Es kommt bei mir öfters vor, das man mal sein Passwort für den 20zigsten Email-Account an einem fremden Rechner braucht, oder den Amazon-Login von unterwegs nutzen möchte. Sidenote erweist mir bislang auf dem MAC gute Dienste für allerlei Notizen, ist jedoch a) zu unsicher für brisante Daten und b) seit über einem Jahr nicht aktualisiert worden.
Daher habe ich mich auf dem Markt umgesehen und 1Passwd von Agile Web Solutions gefunden. Das ist ein sehr hilfreiches „Passwort Manager“-Tool, das für die unterschiedlichsten Webseiten, die unterschiedlichsten Passwörter speichert und diese nur durch ein „Master-Passwort“ zugänglich macht.
Das heißt, man muss sich nicht merken welchen dubiosen Namen + Login man sich bei Hotmail gegeben hat, sondern nur das „Hauptkennwort“. Natürlich funktioniert das auch mit allen anderen Seiten, auf denen man sich täglich einloggt. Und wer kennt es nicht, wenn der Cache + Chronik von Firefox / Safari flöten geht, sucht man sich mühsam die Passwörter wieder zusammen?
Was meistens zur Folge hat, sind gleichartige oder meistens die selben Kennwörter. Das ist nicht gut, da – ganz banal – unsicher.
Jut, auf dem MAC ist 1Passwd eine echte Hilfe, da man nach der Eingabe des Hauptkennworts nur noch 1 Klick vom Login entfernt ist, soweit dieser einmal hinterlegt wurde. In Version 2.5, die sich gerade in der dritten Beta-Phase befindet, ist jedoch ebenfalls eine iPhone-Synchronisation möglich. Die Funktionsweise wird von den kanadischen Entwicklern sehr schön in ihrem (bebilderten) Blog erklärt.
Prinzipiell läuft es jedoch darauf hinaus, das alle Informationen aus 1Passwd (Logins, Kreditkarten, Identitäten, Notizen) in ein Safari Bookmarklet mit 448bit Blowfish-Verschlüsselung abgelegt werden und nur über das „Masterpasswort“ erreichbar sind.
In der Praxis funktioniert das bei mir ganz hervorragend. Einigen Umbrüchen fehlt es bei längeren Adressen noch an kürzeren Darstellungen und ein direkter Login ist (noch) nicht möglich (obwohl das Safari auf dem iPhone wahrscheinlich gar nicht erlaubt).
Für 30 Dollar eine wirklich gute Anschaffung, wenn man einen gesicherten Zustand aller seine Passwörter und persönlichen Notizen für nötig hält.
DirektErklärt (Telefon-Funktion via Downgrade funktioniert NICHT)
Um den Erwartungen der Leser einmal zu entsprechen, hier mal ein kurzer Beitrag zum Stand der Dinge, da es mir derzeit so vorkommt als ob es viele „Interessenten“ für einen iPhone-Import gibt. Das mag verschiedene Gründe haben, die bei der Telekom und den „unklaren“ Bedingungen beginnen und ganz banal im „effektiven“ Dollar-Kurs enden.
Um jedoch viele Fragen, die mir privat per Email gestellt werden (und die ich versuche zeitnah zu beantworten), zu beantworten vielleicht ein kleiner Rundumschlag.
Alle iPhones ab Woche 39 werden mit der Firmware 1.1.1 ausgeliefert. Das ist der Verpackungsrückseite zu entnehmen, bei der die Serien-Nummern beispielsweise so anfangen: 7R739. Die fett gedruckte Zahl 39 ist dabei die Produktionswoche – alles was größer ist, kommt definitiv in und mit neuster Version.
Mit dieser aktuellen Firmware, ist grundsätzlich erst einmal vieles schwieriger, wenn man davon ausgeht keinen offiziellen AT&T-Vertrag abzuschließen. Die inoffiziell empfohlenen Tools funktionieren nicht mehr und um überhaupt das iPhone für Musik- und Surfaktivitäten nutzen zu können ist ein sogenanntes „Downgrade“ nötig.
Was derzeit jedoch nicht funktioniert ist ein Software-Unlock für die Telefon-Funktion. Die TurboSIM-Lösung, die ich vor dem aktuellen Software-Unlock im Einsatz hatte soll (nach Foren-Angaben) wieder funktionieren – ist und bleibt jedoch „Frickelarbeit“. Das war schon lustig zu seiner Zeit, doch noch einmal würde ich mich derzeit nicht durch das Prozedere wühlen.
Da das iPhone Morgen in vier Wochen die hiesigen Läden erreicht, halte ich kurzfristige Importe für nicht sehr empfehlenswert. Ich gehe davon aus, das der Vertragsabschluss, wie bereits in Amerika, via iTunes geschehen wird. Möchte man dann keines der empfohlenen T-Mobile-Pakete buchen, sprechen wir über sonstige Möglichkeiten zu gegebener Zeit noch einmal.
Derzeit würde ich mich zurücklehnen und Tee trinken mir einen iPod Touch mitbringen lassen.
Update: Um die Firmware herauszubekommen, kann man folgende Tastenkombination wählen:
Open Emergency Call menu
Type 3001#12345#
Press on Green Phone button
Go to Versions tab
And look, what you have in your lovely Apple’s toy:
03.12.06_G – the 1.0.0 firmware
03.14.08_G – the 1.0.1 and 1.02 firmware
04.01.13_G – the 1.1.1 firmware
Alexander (aka Scorpios33) adds:
04.02.04_G – 1.1.1 Apple Store’s original firmware, differs from an 1.1.1 upgrade.
Ich schieb‘ mal gleich vorweg, das ich kein großer „Fernsehgucker“ bin. Natürlich bin ich ein Kind der dazugehörigen Generation in deren Höchstzeiten man einfach vor dem Einschlafen 2-3 Stunden Lebenszeit „mit der Glotze“ verbrannt hat.
Ich kam jedoch davon los und habe derzeit (fast) alle TV-Anbindungen aus meiner Wohnung entfernt und benutze nur noch für ausgewählte Sendungen einen TV-Stick von TerraTec. Die dazu benötigte Software heißt EyeTV von Elgato. Die sind für TV-Software auf dem MAC so etwas wie Microsoft in der IT oder McDonalds für Fastfood. Es gibt nix anderes.
Entgegen der Vergleichspartner aus den anderen Branchen, macht Elgato jedoch ausgesprochen hochwerte Produkte. Davon haben Sie mir zwei zukommen lassen, die eyeTV Diversity (Dual DVB-T TV-Tuner) + die passende Software EyeTV 2.5.
Beides habe ich mir in den letzten Tagen einmal genauer angeschaut und natürlich speziell die neuen Funktionen in Sachen iPhone abgeklopft. Vorweg geschickt sei da dies hier auch nicht weiter ausgeführt wird, das die Kombination aus Hardware und Software ultimative stabil und komfortable Anwenderfreundlich ist – TV auf dem MAC bitte nur so!
Aber um die hier relevanten Features abzudecken. Nachdem man seine TV-Sendung aufgezeichnet hat, kann man mit nur einem Knopfdruck den Export ins passende iPhone-Format auslösen ohne sich um irgendwelche kryptischen Codec-Geschichten zu kümmern. Nach der Codierung wird ein entsprechender Verweis in iTunes unter TV-Sendungen hinterlassen, so dass diese gleich zur Synchronisation bereitsteht. Das ist ein Arbeitsablauf, der beeindruckt und übrigens auch funktioniert, wenn iTunes nicht geöffnet ist.
Aber das nur für unterwegs. Wenn man daheim auf der Couch sitzt, kann man sich über das heimische WLan seine eigenen Aufnahmen auf das iPhone streamen lassen. Elgato nennt das Wi-Fi-Access, welches man in den Einstellungen anschalten kann und dann eine entsprechende Adresse mitgeteilt bekommt, die beispielsweise so aussieht: http://192.168.2.102:2170/eyetv/. Diese surft man in Safari an, oder lässt sich bequem von EyeTV aus eine Email schicken, deren Link man dann einfach nur anklicken muss. Unglaublich? Nö, das funktioniert wunderbar wenn man den entsprechenden Port (2170) in der Firewall durchlässt.
Das erspart lästige Sychronisationen, wenn man doch eh nur im heimischen Netz unterwegs ist – Apple schaut hier mal schön zu! Wenn man außerhalb des Hauses zu tun hat, verweise ich auf eine schöne bebilderte Anleitung von MacNews, die den TV-Content auch über das Internet zugänglichen machen.
Die Software alleine kostet 80 EUR, ist beim Kauf der erwünschten Hardware jedoch schon dabei. Fairer Deal, tolle Technik, wenn der Content im Fernsehen nicht so unterirdisch schlecht wäre.