Tipp: Schriften installieren

(Vimeo / YouTube)

Mit Adobe-Abo installiert man Schriften über die Creative-Cloud-App. Berkeley Mono oder IBM Plex bekommt man (beispielsweise) über Fontcase ins System, während man Ulysses zusätzliche Schriftarten über AirDrop zuwirft.

#355 – mein Foto-(Work-)Flow

Dedizierte Digitalkameras bereiten (mir) viel Spaß; ihre Fotos fügen sich jedoch nicht so mühelos in die etablierten Workflows der iPhone-Fotos. Wie ich die Zusammenführung für mich löse, habe ich in dieser Woche dokumentiert.

Hier das Intro zur fünfeinhalbminütigen Episode:

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„Cocoon is Saying Goodbye“

With a heavy heart, we’re sharing the news that Cocoon will be discontinuing its services a few weeks from now on June 1, 2023.

In August of 2021, the team behind Cocoon was acquired by Substack. We’ve been able to keep the app up and running for the small group of users relying on Cocoon to share their lives with close friends and family for almost two years, but we’re approaching the point where it’s becoming unsustainable to maintain a high quality experience.

The Cocoon Team

Cocoon war unser „privates Plätzchen für den Familienkreis“ – ein werbefreies Mini-Netzwerk im Stil des genialen Path oder viel zu schnell aufgekauften Quill.

Diese Art von Apps verschwindet. Sie wurde zermahlen zwischen geschlossenen Gruppen in großen Netzwerken auf der einen Seite, und primär textbasierten Chat-Apps andererseits.

Cocoon und Path teilten sich ihre extreme Liebe zum Design, wie auch die Finanzierungsprobleme – anders als (in beiden Belangen) WhatsApp. Dort ließen sich nicht nur Fotos posten und auf Fotos reagieren, sondern auch URLs und Check-ins (à la Foursquare) vermerken. In Gruppen mit örtlich getrennten Personen war es immer extrem nett zu lesen, wenn in der Timeline vermerkt war: „Person A und Person B waren zusammen“.

Es wurde auf Threads verzichtet, sodass man automatisch an allen Ereignissen aus seiner vertraulichsten Gruppe teilnahm und Gesprächsfäden nicht zerrissen. Allem voran war es visuell dort sehr angenehm.

2x Screenshots der iMessage-Gruppe.

Meine Familie wechselt nun zu Apples Nachrichten-App. Obwohl die Apple-App allen bekannt ist, fühlt es sich trotzdem wie ein kleiner Kulturschock an.

Für iMessage sprechen seine nativen Apps, die absolute Verständlichkeit (nach jahrelanger Nutzung) sowie eine garantierte Softwarepflege. Spoiler: iMessage wird kein Finanzierungsproblem bekommen.

Um ein Gruppengespräch von den anderen (tagtäglichen) Nachrichten abzusetzen, pinnt man es (seit iOS 14) an den oberen Bildschirmrand und gibt der Gruppe einen Namen sowie ein Foto.

Ich hoffe, Apple arbeitet insbesondere an mehr Funktionen für Gruppen-Chats in iMessage – von einer visuellen Abhebung zu anderen Textnachrichten (farbige Hintergründe?), über mehr Tapbacks, der Möglichkeit seinen Gruppen eigene Hinweistöne zuzuteilen und Gruppen (unterschiedlich lang) stummzuschalten.

Oft war es jedoch der Kontext, der Path und Cocoon in unserer Runde so wertvoll machte: Die Apps zeigte an, wer sich aktuell ebenfalls in der App befand – mit der Option, schnell durchzurufen. Außerdem war es möglich, einen (niedrigen) Akkustand des Gesprächspartners einzusehen. So wunderte man sich nicht, wenn urplötzlich keine Rückmeldung mehr erfolgte. Abgeschlossene Workouts und besuchte Örtlichkeiten lieferten Metainformationen, über die man am Leben der Anderen teilnahm (und mir bereits jetzt schon ein wenig fehlt).

Tipp: App-spezifische Einstellungen

(Vimeo / YouTube)

Ich störe mich nicht grundsätzlich an „individuellen App-Einstellungen“ – ganz im Gegenteil. Allerdings versteckt die zerstreute Umsetzung diese hilfreichen Funktionen.

Final Cut Pro (App-Store) oder Final Cut Pro (Mac-App-Store)?

Mir fällt es nicht schwer, zwischen iPadOS und macOS zu unterscheiden. Beide Betriebssysteme bringen eigene Stärken und individuelle Schwächen; entsprechend sitze ich gleichermaßen gerne vor dem iPad und meinem Mac mini.

Sich beide Geräte zu leisten, ist eine extrem privilegierte Position. Das darf als Kritikpunkt häufiger im Mittelpunkt stehen. Tut es aber oft nicht. Kritisiert wird dagegen, dass das eine Werkzeug nicht wie das andere Werkzeug funktioniert.

Apples Pressefoto von Final Cut Pro auf dem iPad.

Mit Final Cut Pro und Logic Pro schlägt in zwei Wochen nun Software im App-Store auf, die sich (unter identischem Namen!) seit über einem Jahrzehnt im Mac-App-Store verkauft. Trotzdem wird es nicht die gleiche Software sein, wie Apple ausdrücklich betont.

Final Cut Pro und Logic Pro für iPad bieten völlig neue Interfaces für Touch Nutzung, die es Anwender:innen ermöglichen, ihre Arbeitsabläufe mit der Unmittelbarkeit und Intuitivität von Multi-Touch zu verbessern. Final Cut Pro für iPad bietet Videoproduzent:innen eine Reihe leistungsstarker Werkzeuge zum Aufnehmen, Bearbeiten, Fertigstellen und Teilen von Videos — alles von einem tragbaren Gerät aus.

Die Pressemitteilung reißt einige Unterschiede an – vom integrierten Kameramodus über „Live Drawing“ mit dem Apple Pencil bis zu Multi-Touch-Reglern.

Entsprechend ihrer Plattform sehen die iPad-Apps auch nicht wie die gleichnamigen Anwendungen auf dem Desktop aus. Obendrein könnte der Kontrast zu iMovie und GarageBand nicht größer sein: Apples neue Pro-Apps versprechen eine komplexe Bedienoberfläche. Mit Blick auf die Screenshots ist das für mich im Moment die spannendste Erkenntnis.

Apples Pressefoto von Logic Pro auf dem iPad.

Auch das Preismodell ist zeitgemäß. Matt Birchler hat darüber bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt.

While you can argue $299 amortized over many years means it’s cheaper to pay a big lump sum up front, but it’s also far more accessible to have an app that asks for less money at a time. […]

By setting the entry point to $5/month or $50/year, it lets people ease into the video and audio editing world better. After all, it’s easier to justify spending $5/month start a YouTube channel and see if you can make it, vs committing to $300 and praying you do so that you make your money back. That’s true if you’re in your 30s like me, and it’s way more true of someone in in their 20s or teenage years.

Mit Blick in die (ferne) Zukunft befinden sich iPadOS und macOS natürlich auf Kollisionskurs. Ultimativ ist es nicht sinnvoll, zwei Systeme zu pflegen. Aber dieser Zeitpunkt ist noch nicht heute.

Heute laufen stolpern, mehr schlecht als recht, ein paar iPad-Apps über macOS. Und wenn Apple wollte, könnten sie macOS als virtuelle Maschine – als App – für iPadOS anbieten. Für eine Handvoll Arbeitsabläufe würde ich mir das wünschen, weiß aus tagtäglicher Erfahrung aber auch, wie begrenzt praktisch die Nutzung von dem derzeitigen Desktop-Betriebssystem am iPad ist.

Deshalb sind diese Pro-Apps eine absolute Bereicherung für Apples gesamtes Ökosystem. Final Cut und Logic aus dem App-Store stehen nicht in Konkurrenz zu Final Cut und Logic aus dem Mac-App-Store. Sie sind ein frischer Blick auf etablierte Software, die gegenseitig von einander lernen.

Man darf, nein man sollte, von Apple eine mutige Weiterentwicklung beider Betriebssystem verlangen. Aber man kann das auch tun, ohne ständig die Konkurrenz-Diskussion zu führen.

#354 – ein Dutzend neue Apps

Manchmal braucht es den befreienden Rundumschlag. Über die letzten Wochen und Monate hatte sich hier eine breite Palette von Apps angesammelt. Ihre kleinen, aber netten Funktionen mussten nun unter die Kamera.

Hier das Intro zur Episode:

iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Alle Abonnent:innen bekommen jede Woche ein neues „Gewusst-wie”-Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zu einer ganz besonderen Community in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

„Apple bringt Final Cut Pro und Logic Pro auf das iPad“

Screenshot zeigt 2x iPads - einmal mit Final Cut Pro und einmal mit Logic Pro.

Die Pro Apps bieten leistungsstarke, für das iPad entwickelte Funktionen und machen es zum ultimativen mobilen Studio für Video- und Musikproduzent:innen. […]

Final Cut Pro für iPad unterstützt zudem die Möglichkeit, in iMovie für iOS erstellte Projekte zu importieren, und iPad Nutzer:innen können ihre Final Cut Pro Projekte auf einen Mac exportieren. […]

Logic Pro für iPad unterstützt Roundtrip Funktionen, sodass sich Projekte einfach zwischen Logic Pro für Mac und iPad verschieben lassen. […]

Ab Dienstag, 23. Mai werden Final Cut Pro und Logic Pro für iPad im App Store für 4,99 Euro pro Monat oder 49 Euro pro Jahr mit einem einmonatigen, kostenlosen Probeabo erhältlich sein. Final Cut Pro ist mit iPad Modellen mit M1 Chip oder neuer kompatibel und Logic Pro wird für iPad Modelle mit A12 Bionic Chip oder neuer verfügbar sein.

Apple.com/Newsroom

Die WWDC-Keynote steht in weniger als vier Wochen an. Anscheinend ist dort keine Zeit mehr für eine solche Monsterankündigung.

Update:

Video

LoveFrom, Serif

Auswahl an Buchstabenbeispielen der Schriftart LoveFrom, Serif.

LoveFrom Serif was created by much of the same design team behind Apple’s San Francisco (the font you see across your iPhone, Apple Watch, and MacOS). The typeface debuted in LoveFrom’s logo (a wordmark reading “LoveFrom,”). Later it appeared in a Terra Carta seal and charter made for the advancement of design education. It subsequently showed up in the emblem for the coronation of King Charles III, and most recently in both the headline and body copy of Make Something Wonderful, a book of collected speeches, interviews, and correspondences, all in Steve Jobs’s own words.

Mark Wilson | Fast Company

Jony Ive nennt die Schriftart ihr „erstes Produkt“. Mehr Hintergrund zur Typografie verspricht ein Event am 27. Juni in San Francisco: Unexpected Baskerville: The Story of LoveFrom Serif.