#112 – Zehn Jahre App Store

Mein kleiner Beitrag über das markante Jubiläum der „App Economy”, die Apples App Store gründete und aus finanzieller Perspektive bis heute dominiert, ist dann doch 14 Minuten lang geworden. Ich habe versucht dabei die Erfolge, die großen Zahlen und die Banalitäten auszuklammern und mich auf die Entstehungs- beziehungsweise Entwicklungsgeschichte des Software-Stores zu konzentrieren.

Hier das Intro zur 14-Minuten-Episode:


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„Let’s Move on”: Drei Bewegungstracker-Apps

Drei Monate nachdem sich Facebook im Jahr 2014 WhatsApp einverleibte, übernahm das Zuckerberg-Netzwerk auch das finnische Start-up Moves von Sampo Karjalainen. In der letzten Woche wurde das Ende des Dienstes „zur automatischen und kontinuierlichen Erfassung der eigenen Laufwege und Aufenthaltsorte” verkündet.

Drei Alternativen kann ich zur dauerhaften Aufzeichnung der persönlichen Aktivitäten mit Standort-Verknüpfung empfehlen.

  • Arc App (Laden) von Matt Greenfield startete vor einem Jahr explizit als Alternative für Moves. Ihre Privacy Policy liest sich vielversprechend. Arc verspricht darin eure Bewegungsdaten ausschließlich lokal auf dem iPhone und im persönlichen iCloud-Backup zu speichern. Anonyme (Karten-)Korrekturen, die die App verbessern, lassen sich genau wie die Sicherheitskopien in eurem iCloud-Account ausschalten. Die App und der Service sind kostenlos; eine Finanzierung wird über Patreon versucht.
  • Rego Pro (Laden) – eine Art privates Foursquare – befindet sich weiterhin in aktiver Entwicklung. Das „Bookmarks for places” lässt sich mit zehn Orten ausprobieren und kostet dann einmalig 16,99 Euro. In Rego lassen sich Wegstrecken per GPX-Datei einpflegen; die App konzentriert sich in erster Linie aber auf Örtlichkeiten, die ihr besucht (und zeichnet nicht die Strecken zwischen diesen Locations auf). Wer sowas mit Fokus auf (berufliches) ‚Time Tracking‘ sucht, schaut sich Geofency (universal; 3,99 ) an.

(Vimeo)

  • Gyroscope (Laden) ist mein persönlicher Favorit für die Aufbereitung von allen Gesundheits- und Aktivitätsdaten und seit der Einführung ihrer „Places”-Funktion sogar besser als Moves. Ich benutze die Beta seit Januar und bekomme dort übersichtlich aufgeschlüsselt wo ich wie lange war und mit welchem Verkehrsmittel ich dorthin kam. Jeder Eintrag lässt sich editieren; alle unbekannten Örtlichkeiten kann ich bei Bedarf identifizieren. Bis Moves am 31. Juli die Server runterfährt, kann man in Gyroscope seinen bisherigen Moves-Datensatz importieren.

watchOS 5: Abbiegehinweise nach Verkehrsmittel unterdrücken

(Vimeo)

In watchOS 4 kann man die Navigationshinweise auf der Uhr lediglich an- beziehungsweise ausschalten. In watchOS 5 lassen sich einzelne Verkehrsmittel davon ausnehmen.

#111 – Tipps & Tricks für die iOS-Fotobibliothek (2/2)

Wenn man erst einmal in den Kaninchenbau herabgestiegen ist, der sich die iOS-Fotobibliothek nennt, kann man dort sehr sehr viel Zeit verbringen. Teil 2 meiner Anmerkungen – zu einigen ausgewählten Aspekten der zentralen iOS-Software – ist tatsächlich noch einmal 9 Minuten lang geworden.

Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur Episode:

Hier eine kurze Aufstellung aller im Video genannten Apps:


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iOS 12: RAW-Fotobearbeitung nicht nur am iPad Pro, sondern mit allen aktuellen iPhones und iPads

(Vimeo)

Apples Feature-Page für iOS 12 notierte im Juni:

RAW photo support: Import and manage RAW photos on your iPhone and iPad and edit on your iPad Pro.

Mit der Veröffentlichung der iOS 12 Beta 3 heißt es dort nun:

RAW editing support: You can now edit your RAW images in Photos on iPhone and iPad models with an A9 chip or later.

Es wäre auch sehr unverständlich gewesen, wenn die RAW-Fotobearbeitung nur auf dem iPad Pro möglich wäre.

iOS 12: Fotoweitergabe über temporären iCloud-Link

(Vimeo)

Die logisch Weiterentwicklung für den „Bildertausch über iMessage“ ist die plattformübergreifende Weitergabe von einem oder mehreren Fotos via iCloud-Bildergalerie, die sich nach 30 Tagen eigenständig auflöst.

Mit iOS 12 findet man wahrscheinlich keine guten Gründe mehr seine privaten Fotos über geteilte Dropbox-Ordner oder WeTransfer-Links zu verschicken.

Es ist die iOS-Version von Super Mario Run, die sich für Nintendo lohnt

Nintendos „performance on mobile” hat nach eigener Aussage „not reached a satisfactory profit point”. Aus ihrem letzten Quartalsbericht (PDF) wissen wir: Super Mario Run verzeichnet monatlich rund 20 Millionen aktive Spieler und Spielerinnen. Im hausinternen Vergleich sollen Fire Emblem Heroes und Animal Crossing: Pocket Camp weitaus bessere Zahlen abliefern – sowohl bei der quantitativen Anzahl von Personen, aber auch in punkto Umsatz.

Nintendo ist jedoch gewillt auch zukünftig ihr „smart-device business” mit eigenen Marken zu erweitern um mehr Spieler und Spielerinnen zu erreichen.

Nintendo has collected enough gold coins to earn several hundred thousand extra lives in its first mobile Mario outing. According to Sensor Tower Store Intelligence estimates, Super Mario Run revenue from worldwide player spending has surpassed $60 million on the App Store and Google Play since launching on Apple’s platform in September 2016.

Sensor Tower data shows that about 77 percent of the game’s revenue to date has come from the App Store, where the game was released six months earlier than on Google Play. In the first quarter of this year, the revenue split shifted towards Google’s platform slightly, increasing to 35 percent there.

Nintendo’s Super Mario Run Revenue Dashes Past $60 Million Worldwide

Super Mario Run erschien am 15. Dezember 2016 auf iOS; am 22. März 2017 folgte die Android-Version. Der von Sensor Tower zitierte Vorsprung von „six months” beträgt tatsächlich nur drei Monate. Fieser Detailfehler (für ein Marktforschungsinstitut).

Die Diskrepanz zwischen der Anzahl von potenziellen Kunden und der Höhe an Umsatz – zwischen Googles Play Store und Apples App Store – ist bekannt. Es wird deutlich mehr Geld für iPhone- und iPad-Apps ausgegeben.

Der neue Aspekt, den Super Mario Run jetzt einbringt, betrifft sein Preismodell: „Free-to-Start” und nach vier Leveln wird’s ein Vollpreisspiel. Wenn die Zahlen von Sensor Tower also ungefähr stimmen, dann nehmen iOS-Kunden auch mit Demo-Option (deutlich) mehr Geld für Software in die Hand als die weitaus größere Kundschaft im Google Play Store.

watchOS 5: „Bei Anheben Siri aktivieren“

(Vimeo)

Die Computer-Uhr ist mit watchOS 5 das erste Apple-Gerät, dass auf die Schlüsselphrase „Hey Siri” verzichtet. Dazu hebt man lediglich sein Handgelenk an und spricht das gewünschte Kommando direkt in die Uhr. Die Funktion „Zum Sprechen anheben” lässt sich in den Einstellungen von watchOS 5 natürlich auch deaktivieren.