„The story behind the image of Steve Jobs“
AppleCare+ oder kein AppleCare+?
Eine der prominenten Fragen, die vor der Veröffentlichung des iPhone X zur Diskussion steht: AppleCare+ oder kein Apple Care+?
Ich persönlich hatte bislang noch nie AppleCare und hätte es in den letzten 10 Jahren auch nur einmal gebraucht1. Ich empfinde 229 Euro – bei einem iPhone-Verkaufspreis von 1.150 Euro (64 GB‑Modell) beziehungsweise 1319 Euro (256 GB‑Modell) – im Verhältnis zu teuer. Die Vorteile von AppleCare+ gelten für zwei Jahre. Sprich: Die Versicherung kostet 10-Prozent des Neupreises.
Die deutlich gestiegenen Reparaturpreise für das iPhone X rufen mir Apples Versicherung aber zumindest einmal wieder in die Erinnerung.

Die Displayreparatur für 321,10 Euro empfinde ich im Verhältnis zum iPhone-Anschaffungspreis als happig. Ein „Sonstiger Schaden“, der von komplett zerstört bis zu einem (möglicherweise simplen) Glassprung in der Rückseite reicht und 611,10 Euro kostet, scheint nach dem größten anzunehmenden Unfall kalkuliert.

AppleCare+ kostet wie gesagt 229 Euro und beinhaltet zwei Reparaturen (innerhalb von zwei Jahren), die deutlich den Preis reduzieren. Die Selbstbeteiligung beträgt 29 Euro beziehungsweise 99 Euro.
Um so bisschen mehr Perspektive auf AppleCare+ zu bekommen, habe ich mir die Details einer klassischen Elektronikversicherung angeschaut2. Generell sind das „All‑Risk‑Versicherungen“, die im Gegensatz zu AppleCare+ auch im Fall von einem Diebstahl oder dem Verlust zahlen.
Klassische Elektronikversicherungen beginnen bei einer Jahresgebühr von zirka 300 Euro. Für diesen Preis sind alle eure (eingetragenen) Elektronikgeräte bis zu einer Gesamtsumme von 20.000 Euro versichert. Sprich: Der iMac, das iPad, die Apple Watch sowie euer Smart TV passen in die Versicherungssumme locker rein. Die Selbstbeteiligung pro Schadensfall beträgt in der Regel 150 Euro.
Konkretes Beispiel: Wenn euch das iPhone X runterfällt, lauft ihr zu Apple und zahlt 611.10 Euro für einen „Sonstigen Schaden“. Dafür bekommt ihr ein neues iPhone und die Elektronikversicherung zahlt euch 611.10 Euro (minus 150 Euro für die Selbstbeteiligung) zurück.
Kleine Beigaben von AppleCare+: ein iPhone-Express-Austausch sowie der 24-Monate-Telefonsupport (an den man sich auch mit Software-Fragen wenden kann).
Bitte nicht falsch verstehen, aber ich gebe hier garantiert keine Empfehlung für oder gegen eine Versicherung. Schon deshalb nicht, weil eine Versicherung für manche Kunden und Kundinnen ein „peace of mind“ ist, den nicht jeder nachvollziehen kann.
Ganz objektiv lässt sich aber festhalten: AppleCare+ deckt jeweils nur ein individuelles Gerät ab, greift nicht im Fall von einem Diebstahl oder Verlust und kann in der Praxis die bequemere (Austausch‑)Methode sein, wenn man sein Telefon unbeabsichtigt zerlegt.
Die klassische Elektronikversicherung deckt dagegen euer gesamtes Equipment ab, zahlt auch bei Verlust oder Diebstahl, klammert aber die Kleinigkeiten aus, die man für Support und möglicherweise eine höhere Kulanz bei AppleCare+ bekommt.
- Und selbst über dieses „eine Mal“ lässt sich streiten. Mir ist mein iPhone 6s – vier Wochen vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 – beim Aussteigen aus dem Auto aus der Tasche gefallen. Der Sprung im Glas auf der Vorderseite zog sich aber nicht einmal bis in den Bildschirm, sondern nur über die weiße Maskierung vom Gehäuserand bis zur Hörmuschel. ↩
- Ich habe weder den Überblick noch die Geduld andere „Handy-Versicherungen“ – beispielsweise von Mobilfunkanbietern – abzuklopfen. ↩
„Zwischen Apps wechseln“ auf dem iPhone X

Wahrscheinlich ist das meine neue Lieblings(wisch‑)geste.
„The First Impression Of The iPhone X“

After a few days with the iPhone X, I can begin to make out its themes. It’s a step towards fading the actual physical manifestation of technology into a mist where it’s just there —a phone that’s “all screen,” one that turns on simply by seeing you, one that removes the mechanics of buttons and charging cables. A decade hence, when it’s time for the iPhone 20 (XX?), we’ll already be on the road to what comes after the smartphone; the X might be a halfway point to that future. And that’s why, despite the fact that the iPhone X at present is no more than a great upgrade to the flagship device of the digital age, I can’t easily dismiss Tim Cook’s effusions that this is more than a just another iteration.
Apple und Tim Cook nennen das iPhone X: „The future of the smartphone“. Oder anders: „The iPhone X sets the tone for the next decade in technology.“
An dieser Aussage stört sich Steven Levy; und an Wireless Charging („which I find mostly useless now“). Es bleibt sein einziger echter Kritikpunkt.
US-Versicherer subventioniert Apple Watch
US-Versicherungskonzern John Hancock bietet seinen Kunden eine Apple Watch Series 3 zum subventionierten Kaufpreis an, wenn diese Käufer über die nächsten zwei Jahre Fitness-Nachweise liefern.
John Hancock, one of the largest life insurance providers, is partnering with Apple to offer all of its new and existing members of its Vitality program a steeply discounted Apple Watch.
The program offers perks and rewards to people who live healthy lifestyles. Any consumer who signs up for the program is eligible to get the device for $25.
Die konkrete Rechnung lautet wie folgt: Der Kaufpreis der Watch (GPS) beträgt 25 US-Dollar (das „GPS + Cellular“-Modell ist teurer). Die monatlichen Zahlungen dezimiert man durch Workouts, die in „Vitality Points“ gemessen werden. Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die 500 dieser „Vitality Points“ pro Monat erreichen, leisten keine Zuzahlung. Pro Tag lassen sich maximal 30 Points erreichen; bei mehreren (Sport‑)Aktivitäten pro Tag zählt nur das Training mit den meisten Punkten.
Der Trainingsaufwand, den ein „Advanced Workout“ liefert, der die maximale Punktanzahl von 30 pro Tag erzielt, ist durchaus streng: 15.000 Steps oder ein Training mit einer Trainingszeit von mindestens 45 Minuten oder eine Körperertüchtigung, die mindestens 300 Kalorien verbraucht.
Unterm Strich trainiert man knapp 5x in der Woche um die Apple Watch über die nächsten 24 Monate komplett ohne Zuzahlung zu erhalten. Das ist physisch und psychisch hart, selbst wenn man von den Einschnitten in die Privatsphäre einmal absieht (was ich nicht tun würde, weil die Trainingszeiten und erzielten Workout-Daten meine Versicherung nichts angehen).

Das konkrete US-Beispiel dürfte uns hierzulande relativ egal sein. Die Idee aber, den Kauf einer Apple Watch mit Fitnessdaten zu bezahlen, wird uns über kurz oder lang auch erreichen (im Moment gibt es lediglich Bonusprogramme an denen man mit Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitskursen teilnimmt).
#077 – Feedbin
Ein akkurat konfigurierter RSS-Reader, mit einer gepflegten Sammlung aus Blog- und Nachrichtenseiten, steckt jeden Facebook- und Twitter-Algorithmus in die Tasche. RSS lebt! Und einer der besten Webdienste, die RSS-Feeds abklopfen, verwalten und aufbereiten, ist Feedbin, den ich mir in dieser Woche thematisch vorknöpfe.
Hier das Intro zur knapp sechsminütigen Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.
Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.
Kostenlos via Apple-Store-App: Plotagraph

Plotagraph (universal; 5.49 €) durfte ich mir zum Start des 10.5” iPad Pro in einer fortgeschrittenen Beta-Version anschauen; den Release im August habe ich irgendwie verpasst. Jetzt gibt es die Software, die subtil Ausschnitte eines Standfotos animiert1, über die Apple Store App (universal, Laden) kostenlos herunterzuladen.
- Leseempfehlung: „Cinemagraphs and Plotagraphs: Understanding the Difference“ ↩
Apple sammelt Talente aus Film und Fernsehen

Apple has scored a coup in Silicon Valley’s increasingly global search for television industry talent, recruiting the highly regarded UK-based broadcasting executive Jay Hunt. […]
Ms Hunt was most recently chief creative officer at Channel 4, during a time when it axed Big Brother, developed Gogglebox and Black Mirror, poached the Great British Bake Off from the BBC, and twice won Channel of the Year at the Edinburgh International Television Festival. […]
Previously, the Australian had served as controller of BBC One, where she was responsible for commissioning hits including Luther and Sherlock. She has also been director of programmes at the UK’s Channel 5.
„Apple hires top UK TV executive to help boost video content“
Recap der letzten Monate: Apple wirbt Zack Van Amburg und Jamie Erlicht (Breaking Bad, Better Call Saul, Justified) von Sony Pictures ab, heuert Matt Cherniss von WGN America (Manhattan, Outsiders) an, bestellt 10 Episoden der Amazing Stories von Steven Spielberg, bietet angeblich mit Netflix um eine TV-Serie mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon, schnuppert an einem Wettstreit mit Amazon um die James-Bond-Filmrechte, zeigt Interesse die ‚Culver Studios‘ anzumieten (dort wurde unter anderem Vom Winde verweht, E.T., Kill Bill und The Matrix gedreht) und reserviert ein Budget von einer Milliarde US-Dollar für „original content“ im ersten Jahr.
Apple sucht nach seinem Game of Thrones; nach seinem House of Cards – einem (ersten) TV-Hit als Beilage für das Apple-Music-Abo.
