#005 – Copied

Copied synchronisiert und verwaltet systemübergreifend die Zwischenablage vom Mac (8 Euro), iPhone sowie iPad (universal; kostenlos).

Microsoft: „We’re scaling back, but we’re not out!“

Put even more simply, from the perspective of the Windows phone enthusiast, nothing has really changed: Microsoft will continue to artificially prop up the platform you love, and you can continue using the devices and maybe even buy new devices in the future. For the rest of the world—and seriously, this is like 99.9 percent of the population now, unfortunately—you can safely continue to ignore Windows phone. As you have always done.

Paul Thurrott | „Windows Phone: The Morning After“

Rückblickend zeigt sich die Überheblichkeit noch deutlicher, mit der Steve Ballmer plante sich eine Smartphone-Plattform zu shoppen – sechs Jahre nach Android und iPhone.

Differences emerged over the move into hardware, according to people familiar with the matter. Gates didn’t agree that the world’s largest software maker should produce its own mobile devices, and Ballmer was hurt that Gates didn’t back him, the people said. […]

Ballmer was so loud that day in June his shouts could be heard outside the conference room, people with knowledge of the matter said. He’d just been told the board didn’t back his plan to acquire two Nokia units, according to people with knowledge of the meeting.

„Microsoft’s Nadella Manages Legacy of Ballmer-Board Split“

Ballmers letzter Einkauf in seiner Position als Microsoft-Chef war (erheblich) teurer als die 5.4 Milliarden Euro, die an Nokia flossen. Durch Ballmers Re-Organisation, einen Monat vor seiner Rücktrittserklärung (er blieb danach noch fünf weitere Monate im Amt), benötigte Satya Nadella seine ersten zwei Jahre um Microsofts Weichen neu zu stellen (was meiner Meinung nach ganz vielversprechend anläuft).

Die exakten Details, die das „streamlining of smartphone hardware business“ bei Microsoft beschreiben (Business-Kunden, ernsthaft?), sind nicht interessant. Microsoft findet sich mittlerweile in einem Topf mit Blackberry und Amazon Fire.

Ich selbst hatte nie großes Interesse an einem eigenen Windows Phone (obwohl ich drei Telefone, die mir einen ‚Blick über den Tellerrand‘ erlaubten, besitze). Die Lumias boten sich seinerzeit aber sporadisch als zugänglichere Alternative gegenüber Android an.

Diese Zeiten sind nun vorbei.

„The 2 Spotify Charts You Need To See“

iPhoneBlog.de_Spotify_Quartalszahlen

Für jeden Dollar den Spotify einnimmt, fließen 83 Cent zurück an die Labels. Das ist ein problematisches Kerngeschäft.

Maybe if/when Spotify gets to 50 million subscribers it will feel it has enough clout to compel rights holders to rethink licensing economics. Perhaps it will take Spotify getting to a 100 million to make that happen. Perhaps it will never happen. But if it doesn’t, the economics of streaming will remain so broken that only companies with ulterior business objectives will remain viable players, enter stage left streaming’s Triple A: Apple, Amazon and Alphabet (Google). The labels need to ask themselves whether that is the streaming future they want…

Music Industry Blog

Apple nimmt Krypto-Experte Jon Callas unter Vertrag

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Apple Inc, which has resisted pressure from U.S. law enforcement to unlock encrypted iPhones, this month rehired a top expert in practical cryptography to bring more powerful security features to a wide range of consumer products.

Jon Callas, who co-founded several well-respected secure communications companies including PGP Corp, Silent Circle and Blackphone, rejoined Apple in May, an Apple spokesman said.

„Apple rehires prominent security pro as encryption fight boils“

Callas ist mit Silent Circle, Blackphone und PGP nicht nur technisch eine große Hausnummer, sondern gleichzeitig auch ein öffentliches Statement von Apple über ihre verschärften Anstrengungen in puncto Computersicherheit, Datenschutz und Verschlüsselung.

Final Fantasy IX

Final Fantasy IX (universal; 20.99 €) ist f*cking fantastic – nicht nur das Spiel an sich, sondern auch die iOS-Umsetzung.

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Silicon Studio Thailand hat viel Liebe zum Detail in die Auftragsarbeit von Square-Enix gesteckt. Mein persönlicher Final-Fantasy-Lieblingsteil erhält zu seinem 15. Jahrestag die iOS- und PC-Umsetzung, die es verdient.

Das beinhaltet MFi-Controller-Support, einen (manuellen) iCloud-Speicherstand-Sync sowie eine (automatische) QuickSave-Funktion. Wir legen unsere Finger auf ein altehrwürdiges PlayStation-RPG mit echter Touch-Steuerung – ganz ohne ein aufgemaltes Steuerkreuz.

Egal auf welcher Bildschirmgröße: Final Fantasy IX bewahrt sich sein Original-Bildformat und spendiert obendrein graphisch überarbeitete Charakter-Modelle, höher aufgelöste Cut-Sequenzen und streckenweise aufgemöbelte Hintergrundkulissen.

GamesBeat: Was any work done to enhance the original’s prerendered backgrounds?

Sakamoto: The backgrounds for most of the maps have actually been replaced by hi-res versions of the 2D data used in the original PlayStation version. But because the screen resolution on recent smartphones is so high, it’s hard to tell that the backgrounds have been replaced, which is a shame.

„The challenges of porting Final Fantasy IX to Android and iOS“

Ich habe die Geschichte von Zidane, Vivi und Prinzessin Garnet auf dem iPhone 6s begonnen, die überwiegenden Anzahl der Spielstunden aber auf dem 9.7” iPad Pro reingesteckt.

iPhoneBlog.de_Final_Fantasy_IX

Der Port bringt eine Handvoll Funktionen mit, die beim Ausflug ins steampunkige Königreich Alexandria allerlei Zeit sparen. So lassen sich Zufallskämpfe abschalten und Gold, Power und Gegenstände (unwiderruflich) aufs Maximum drehen. Bei Final Fantasy VII hatte ich diese permanente Einstellung kritisiert; mittlerweile sehe ich ein, dass man auf diese Art nerviges Aufleveln umgeht und auch Spieler und Spielerinnen abholt, die ansonsten ihre Lust verloren hätten. Und mir ist es 100 Mal wichtiger, dass jemand die tolle Geschichte erlebt als frustriert das Spiel vom iPhone zu löschen.

Final Fantasy IX gehört übrigens zu der (kleinen) Gruppe von Spielen mit hervorragender deutscher Sprache – inklusive bayrischem Dialekt und vielen humorvollen Verwendungen von Satzzeichen („zefix!“). Hauptverantwortlich war damals Josef Shanel, der anschließend für Titel wie Kingdom Hearts oder The Legend of Zelda: The Wind Waker textete.

Final Fantasy IX kann man also nicht nur mit deutschen Bildschirmtexten spielen, man sollte es sogar genauso erleben…oder ums noch unmissverständlicher zu formulieren: Spielt Final Fantasy IX!

#004 – Launcher 2

Launcher 2 (universal; kostenlos) startet als Widget meine Lieblings-Apps – direkt aus der Mitteilungszentrale. Das hat grundlegend mein Homescreen-Layout geändert.

Microsoft trennt sich von der Marke ‚Lumia‘

iPhoneBlog.de_Lumia

Microsoft will continue to develop Windows 10 Mobile and support Lumia phones such as the Lumia 650, Lumia 950 and Lumia 950 XL, and phones from OEM partners like Acer, Alcatel, HP, Trinity and VAIO.

News.Microsoft.com

Microsoft verkauft das (unbedeutende) Feature-Phone-Geschäft an Foxconn und verabschiedet sich im gleichen Atemzug von der (derzeit einzig bedeutenden) Windows-Phone-Produktmarke ‚Lumia‘.

Gerüchte sprechen von einem nächsten Anlauf unter dem Label ‚Surface Phone‘.

Gboard: eine iOS-Tastatur von Google

Googles erste iOS-Tastatur, die auf den geekigen Namen Gboard hört, ist ganz ausgezeichnet. Allerdings lässt sie sich im Moment nur im US-Store (Link) – mit US-Autokorrektur – herunterladen und kämpft mit den Limits, die Apple den App-Store-Keyboards vorschreibt.

iPhoneBlog.de_Gboard

Google kontrolliert das Open-Source-OS Android durch seine Services; unter iOS ist die Suchleiste, mit der Google Geld verdient, zu viele Klicks entfernt. Da helfen auch eigene Apps oder eine gekaufte Voreinstellung nur begrenzt.

Ein eigenes Keyboard ist eine clevere Portfolio-Erweiterung, obwohl Apples Auflagen hoch sind und die technische Umsetzung aus Cupertino immer noch schwach ausfällt.

Eine Gboard-Suche ähnelt einer Websuche, unterscheidet sich aber in einigen Punkten signifikant. Beispielsweise findet man darüber keine Ads, keine bezahlten Suchergebnisse und keine Tweets oder App-Download-Empfehlungen.

Darüber hinaus spart sich Google jegliches Tracking und verzichtet auch auf die Speicherung des Suchverlaufs. So schreibt es Google in die App-Beschreibung; so glaube ich es ihnen. Selbst wenn man wollte, kann man seinen Google-Account nicht mit Gboard verknüpfen.

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Gboard kratzt an allen Ecken und Grenzen, die Apple auferlegt. Der Zugriff aufs Mikrofon, wenn er erlaubt wäre, könnte so etwas wie Google Now ermöglichen. Im Moment ist jede Diktat-Funktion ausgeschlossen (weshalb ich für Spracheingaben weiterhin Apples US-Tastatur installiert habe).

Apples Keyboards erlauben es über 3D Touch den Cursor präzise – auch über große Textfelder hinweg – zu setzen. Google muss sich mit einer Wischgeste behelfen, bei der man mit dem Finger über die Leertaste rutscht um in einer Zeile die Schreibmarke zu platzieren (was aber erstaunlich gut funktioniert).

Keyboards von Drittanbietern aus dem iOS-App-Store sind ein anschauliches Beispiel dafür wie schwierig es ist die richtige Balance zwischen einer Dienstleistung, die Daten anreichert und analysiert, sowie einem grundlegenden Datenschutz zu finden. Es ist die gleiche Diskussion, die bereits zum Release von Google Photos geführt wurde.

Das App-Store-Keyboards aber auch nach 20 Monaten noch nicht einmal technisch rund laufen (verzögertes Aufspringen, Ruckler beim Start von Spotlight, etc.), sagt mir, dass Apple bei der Frage „Mehr erlauben oder nach wie vor einschränken?“ noch keine Antwort gefunden hat.

So wie es jetzt ist, kann es aber nicht weitergehen. Kurioserweise ist es Googles Gboard, dass diesen Misstand am deutlichsten aufzeigt.