[24-Tage-im-Dezember] Philips M2L Fidelio – 08/24
Dropbox: Bye-bye Mailbox + Carousel
Drew Houston und Arash Ferdowsi:
Building new products is about learning as much as it’s about making. It’s also about tough choices. Over the past few months, we’ve increased our team’s focus on collaboration and simplifying the way people work together. In light of that, we’ve made the difficult decision to shut down Carousel and Mailbox.
Und plötzlich bist du doch wieder nur ein „feature, not a product“.

Dropbox ist großartig, keine Frage. Viel mehr als ein (extrem zuverlässiger) Sync-Service für Dateien ist es aber weiterhin nicht. Mailbox und Carousel waren zwei vielversprechende Ansätze, abseits vom Dateibaum, für die Leute bereit waren Geld zu bezahlen (obwohl die Preise für Onlinespeicher gegen Null tendieren).
Kein 25.000-Song-Limit mehr für Apple-Music- und iTunes-Match-Uploads

Eddy Cue bestätigt die (seit Sommer geplante) Anhebung des Song-Limits der iCloud-Musikmediathek sowie iTunes Match, die zuerst Kirk McElhearn aufgefallen war. Anstelle von 25.000 eigenen Musiktiteln lassen sich nun 100.000 Songs online hinterlegen.
Jedes Mal wenn ich über Apple Music und die (auch weiterhin separat zu buchende) Zusatzkomponente iTunes Match schreibe, muss ich die Unterschiede nachschlagen. Ich glaube, damit bin ich nicht alleine.
Sowohl iTunes Match als auch die iCloud-Musikmediathek gleichen die lokale Bibliothek des Nutzers mit dem Bestand des iTunes Stores respektive des Apple-Music-Kataloges ab: Nur die Stücke, die nicht in Apples Katalog vertreten sind, werden dann zu iCloud hochgeladen. Bei iTunes Match erhält man Zugriff auf die DRM-freien 256-KBit/s-AAC-Dateien des iTunes Stores auch wenn das lokale Original in schlechterer Qualität vorliegt.
Stark vereinfacht: iTunes Match ist ein Backup-Service1; die Upload-Funktion für Apple-Music-Abonnenten stellt die eigene Musik dort lediglich bereit. Mehr Infos finden sich in Apples Support-Dokument: „Informationen zu den Unterschieden zwischen Apple Music und iTunes Match“.
- Keine Audiobücher, keine Lossless-Musik und ein einzelner Song darf nicht über 200 Megabyte groß sein oder länger als 2 Stunden laufen. ↩
[24-Tage-im-Dezember] iPhone Lightning Dock – 07/24
Für Podcaster: Ferrite Recording Studio
Mac OS 10.11 mag keine (meiner) USB-Mikrofone – unter Yosemite funktionier(t)en dagegen alle. Die Probleme sind zahlreich dokumentiert – Hersteller von Audio-Soft- und Hardware raten vom Betriebssystem-Update ab. Ich habe an diesem Fehler bereits eine unzählige Anzahl frustrierender Stunden vergeudet. Zum Glück hat niemand die Zeit dafür gestoppt. Diese Angabe würde mich tatsächlich entmutigen.
Hinzu kommt: Der Betriebssystem-Bug ereilt mich in einem Monat, in dem ich täglich Audioaufnahmen einspreche. Grund genug also, das Thema grundlegend neu zu überdenken.
Und damit betritt das Ferrite Recording Studio (universal; kostenlos) – eine ‚Professional audio recording & multi-track editing‘-App fürs iPhone und iPad die Bühne. Jason Snell schnitt mit Version 1.0 vor drei Wochen eine Podcast-Episode von The Incomparable – bereits im ersten Anlauf problemlos. Er fand alle Funktionen, die er benötigt, abgebildet und stellte die Folge fertig ohne mehr Zeit zu investieren als im Schnitt mit seiner ‚GoTo-‘Software Logic Pro X (200 €; MAS-Link) – ein starkes Statement.

Was zuerst auffällt: Ferrite ist keine Schnitt- und Aufnahme-Software für Musiker, sondern spricht Podcaster und Journalisten an, bei denen sich alles primär ums gesprochene Wort dreht. Das ist eine erfrischende Abwechslung. Viel zu oft hat sich diese Gruppe von Leuten mit Software beholfen, die erstrangig Musik produziert. Wie viele Podcasts laufen heute wohl noch durch Apples GarageBand?
Beispiel gefällig? Ferrite hat eine ‚Bookmark‘-Funktion, die Zeitmarken während Live-Aufnahmen festhält. Als DE-Podcaster sind das natürlich keine Bookmarks, sondern…ihr ahnt es… Kapitelmarken. Wer keine ‚Chapters‘ setzt, nutzt das Feature um sich an Stellen in der Aufnahme zu erinnern, die zu schneiden sind.

Als Mikrofon verwende ich ein RØDE NT-USB, das bereits im letzten Dezember hier im Blog ein Thema war. Mit dem Lightning-USB-Adapter hängt es direkt am iPad Pro – ohne Treiber, ohne Einstellungen. Einfach einstecken, Aufnahme drücken und ins Mikro sprechen. Meine (Gesprächs-)Notizen sind via Split View zur selben Zeit eingeblendet – der Bildschirmplatz am iPad Pro macht es möglich. Ungeschnittene Aufnahmen lassen sich im verlustfreien AIF-Format exportieren; eine in Ferrite zusammengeschnipselte Datei wird als komprimierte AAC-Datei gespeichert.
Das Auseinanderreißen und Zusammensetzen von Audio-Blöcken hatte ich nach ungefähr einer Stunde verstanden. Die App ist spezialisiert darauf Gesprächspause zu kürzen, mehrere Tracks aneinander zu kleben und entsprechende Übergange zu erzeugen – ein erstaunlich großer Funktionsumfang für eine so junge Software.
Nach dem Schnitt schiebe ich den Mix auf iCloud Drive und ziehe ihn in Final Cut. Die ersten fünf Episoden der Videoserie ‚24-Tage-im-Dezember‘ sind genau so entstanden. Und auch für die nächsten 19 Episoden sehe ich keinen Grund von diesem Workflow abzurücken – selbst wenn Mac OS sich tatsächlich zusammenrauft und externe USB-Audiogeräte wieder versteht.
Der initiale App-Store-Download von Ferrite ist kostenlos; ein In-App-Kauf in Höhe von 20 Euro schaltet zusätzliche Effekte wie Noise Gate und Co. frei. Diese Youtube-Wiedergabeliste dient quasi als Tutorial, das man aber eigentlich nicht benötigt um die App zu verstehen.




