Couch: ein Exil für Ex-Pocket-Leser:innen

Ich bin nicht böse, sondern enttäuscht – sage ich zu den Kids, wenn ich richtig böse mit ihnen bin.

„So let me say this…“: Pocket, ich bin weiterhin sehr enttäuscht von dir. Heute kam eine erneute E-Mail-Erinnerung über das Inbox-Ende:

On May 22, we shared some important news with you: after much thought, we’ve made the difficult decision to shut down Pocket, our save-for-later and content discovery app.

You’ll be able to keep using the app and browser extensions until July 8, 2025, and you’ll be able to download your saved articles (including URLs, titles, notes, and highlights) through our Export Page until October 8, 2025. After that date, all Pocket accounts and data will be permanently deleted.

Ich weiß nicht, was es kostet, aber vermutlich könnte man die Pocket-Server aus der Kaffeekasse weiter bezahlen. Die kurze Frist erschwert außerdem seriöse Übernahmeangebote.

Egal. „Mark all as read.“ Strich drunter, umgeblättert und Couch installiert.

A digital tablet displaying an article titled "The Office Turns 20: An Oral History of Season 1 From the Writers Who Shaped It", with a photo of the cast in a room, and a list of articles including "Portrait of ChatGPT as a Young Artist: Vauhini Vara on Voice, Tech, and Using AI in Writing" and "Addicted to OnlyFans? Why Men Are Paying So Much Money". The tablet is set on a blurred background with artistic lighting.

Das ehemalige Später-Lesen-Frontend für Pocket hat sich in den vergangenen Wochen besonders kräftig ins Zeug gelegt und bietet inzwischen unbegrenzten Platz im iCloud-Sync-Exil. Außerdem lassen sich die Datenbanken anderer Lesezeichendienste und Link-Sammelstellen importieren.

Couch nimmt euch selbstverständlich nicht die Entscheidung zum Lesen ab; dafür müsst ihr euch immer noch selbst entscheiden. Die Software aus Wien schafft jedoch eine Umgebung für Lesefreu(n)de.

Secure ShellFish: mein „Terminal“ auf iPadOS läuft auf einem Remote-Mac

Benötige ich eine Kommandozeile auf iPadOS, verbinde ich mich über Secure ShellFish per SSH zur MagicDNS-Tailscale-Adresse auf dem Mac mini – etwa für Gemini CLI.

Screenshot of the Gemini interface on a laptop screen, displaying the word "GEMINI" in pixelated blue, pink, and white text. Below are usage tips and a prompt field for typing a message or file path, along with status information about a sandbox and error.

Free and open source, Gemini CLI brings Gemini directly into developers’ terminals — with unmatched access for individuals.

Gemini CLI: your open-source AI agent

„Netflix to remove over 20 mobile games including Monument Valley Trilogy and Hades“

iPad displaying the Netflix Games page, with a large red "N" logo, the word "GAMES" below, and text describing exclusive mobile games.

Netflix Games has had a rough 9 months. While there have been some successes, the relatively new division has experienced major executive changes, the cancellation of projects, and the removal of numerous games from both the mobile and TV library. The bad news continues as we’ve got word that over 20 games are scheduled to depart in July 2025, with highlights including all three Monument Valley games, Carmen Sandiego, and the critically acclaimed Hades.

What’s on Netflix | Kasey Moore

Für einen kurzen Moment entstand der Eindruck, dass Netflix sein Kernversprechen erweitert. Neben dem Motto „es gibt immer etwas zu schauen“ etablierte sich die Idee: „Es gibt immer etwas zu spielen.“ Diese Hoffnung schwindet nun, wenn man die Crème de la Crème an spielerischer Unterhaltung kickt – so wie schon bei Apple Arcade.

Games sind grundlegend international, binden ihr Publikum (zeitlich) länger und sind so viel preiswerter als die halbgaren „Blockbuster“, für die Netflix in den vergangenen Jahren bekannt wurde.

Der Streaminganbieter unterlag offenbar der irrigen Annahme, dass die Fans einer Serie auch dazugehörige Spiele-Adaptionen mögen. Dass das selten funktioniert, ist Videogames-Know-how aus den 90er-Jahren.

Allem voran aber fehlt Controller-Hardware. Alan Kay formulierte einst: „People who are really serious about software should make their own hardware.“. Für Netflix stellt das zwar ein komplexes Problem dar – anders als etwa für Apple, doch sie haben nicht einmal den Versuch (beispielsweise durch Kooperationen) dafür unternommen.

Unanfechtbar universell: Apples Alpine Loop

Das Alpine Loop startete im Herbst 2022 in den Farben „Starlight“, „Orange“ und „Green“. Apple ersetzte das Portfolio ein Jahr später mit den Farben „Indigo“, „Olive“ und „Blue“. Im Herbst-Line-up von 2024 verblieb „Indigo“; die zwei anderen Farben wurden mit „Navy“, „Dark Green“ sowie „Tan“ getauscht – Bandbreite führt weiterhin die beste Übersicht.

Nur die drei neuen Armbandfarben können auch mit dunklem G-Haken aus Titan bestellt werden – passend zur Ultra 2 in „tiefschwarz“.

Mit Ausnahme ihrer Farbe sind die drei Generationen des Armbands identisch. Jedes Jahr wurden die Armschlaufen jedoch farblich eine Spur dunkler. Kein Wunder: Besonders die erste Ausführung von den zwei Gewebeschichten ohne sichtbare Naht verschmutzte zu leicht.

Auch nach zweieinhalb Jahren mit der Apple Watch Ultra finde ich die Auswahl an Armbändern insgesamt noch zu gering. Speziell das Alpine Loop überzeugt jedoch auf ganzer Linie.

Close-up of a silver smartwatch with an orange-accented rotating crown, secured to a wrist by a gray and blue fabric strap with a brushed metal clasp. The person's arm and dark clothing are also visible.

Es macht jeden Sport und die anschließende Dusche mit. Ich seife es dort kräftig ein und lasse es anschließend an der Luft trocknen. Bisweilen tauche ich es in ein Glas mit einer Corega-Prothesenreiniger-Tablette.

Die Ösen sind bis heute keinen Millimeter ausgeleiert; es trägt sich weiterhin „NATO strap-style-angenehm“.

Beim Kauf ist die Länge zu beachten. Idealerweise sitzt der Haken nicht auf der Unterseite eures Handgelenks, sondern seitlich, um ein Aufliegen auf Tischen oder Laptops zu vermeiden.

Für alles, was mit Gewichten im Fitnessstudio zu tun hat, drehe die Uhr auf die Innenseite von meinem Unterarm – ohne ein Verrutschen zu befürchten.

Den Haken angewinkelt einzuhängen bleibt optisch und in der täglichen Praxis ein besonders Merkmal. Das Alpine Loop ist durch und durch ein Sportarmband, geht aber auch mit Hemd und Sakko durch. Es ist unanfechtbar universell.

Sommer 2025: (m)eine kompakte (Reise-)Stromversorgung

In unserer Familie bin ich der „Master of Charge“ und zuständig für alle (Strom-)Kabel. So sieht unser platzsparendes Set-up für den gerade laufende Kurzurlaub aus.

Overhead shot of various electronic charging devices laid out on a gray textile surface, including a travel charger labeled "Reiseladegerät," a power bank, a Qi2 MagSafe charging pad, a watch charger, a multi-cable, a lightning cable, and a USB-C cable.

Herzstück ist der Satechi Travel Charger – inklusive 4x flotten USB-C-Ports, gar nicht günstig, aber absolut zukunftssicher und mit internationalen Adaptern.

Als zentrale Stromtankstelle erspart er viele einzelne Netzstecker. Er ist stark genug für Laptops, iPads und lädt mein 16 Pro Max im Handumdrehen. Für mich trifft er den besten Kompromiss aus Größe + Leistung. Er ist mein Nachfolger von diesem Wandladegerät und ich habe keine sonstigen Anmerkungen.

Die Powerbank von UGREEN dient als mobile Steckdose – transportabel innerhalb der Wohnung. Sie fesselt nicht an eine bestimmte Wandsteckdose im Raum und über das Display behalte ich die Ladevorgänge im Blick.

„Mobil im Haushalt“ ist aber nicht zu verwechseln mit „mobil unterwegs“: In (Hand-)Taschengröße sichert daher diese Qi2-MagSafe-Powerbank von ESR (Affiliate-Link) den Strombedarf.

Ich bevorzuge kurze, flache Kabel, die nicht verknoten – wahlweise in den Geschmacksrichtungen USB-C oder Lightning (Affiliate-Link). Trotzdem habe ich noch ein geflochtenes USB-C-Kabel in Unterarmlänge dabei: für alle Geräte, die man eingesteckt betreibt.

Backup-Kabel ist ein kurzes inCharge XL, weil auch diese Familie noch viele Jahre den „Lightning-Lifestyle“ vor sich hat – von den iPhones der Kids bis zu deren AirPods.

Die Apple Watch bleibt mein Auflade-Ausreißer. Nicht schnell, aber kompakt: dieses USB-C-Watch-Dock ist meine Wahl.

#461 – NAS

Das Auslagern von Daten ist ein (guter) Grund für ein NAS. Gleichzeitig ist ein solcher Dateiserver aber auch eine eigenständige Linux-Computerbüchse, auf der ihr Apps installiert, die dann nicht auf dem Mac laufen (müssen). Diesen spielerischen Aspekt hatte ich arg unterschätzt.

Hier das Intro zur Episode:
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AltStore PAL: Clip überwacht die iPad-Zwischenablage

iPad screen displaying the Mastodon social media platform website with a post announcing Clip 1.2 app availability and features, alongside a screenshot of the Clip keyboard interface on an iPad and iPhone, and various clipboard history and settings of the Clip app.

AltStore PAL statt iPhone Mirroring – zumindest vorerst. In der EU lässt sich über den alternativen App-Marktplatz nun die fürs iPad angepasste Version von Clip laden – ein Clipboard-Manager, der insbesondere mit iPadOS 26 und der neuen Fensterverwaltung hilfreich wird.

Auf jede Änderung der Zwischenablage reagiert Clip mit einer Benachrichtigung. Wischt man diese Notification nach unten, findet ein Vermerk statt – wohlgemerkt ohne App-Wechsel (Tipp: Supercopy for Safari). Um die Einträge zurück in die Zwischenablage zu kopieren, muss man Clip allerdings in den Vordergrund holen.

Mir fehlt dort eine Option die Überwachung der Zwischenablage temporär zu pausieren (ohne die App komplett zu schließen), alle Einträge auf einmal zu löschen sowie die Möglichkeit, mit nur einem Klick (Doppelklick?) den Inhalt zurückzuholen.

Ab Heute: EU-Energielabel für Smartphones

A graphic explaining a European energy label for smartphones and tablets, detailing the scale of energy efficiency classes (A-G), energy efficiency of the product (C), battery endurance (15h 35min), free fall reliability, battery endurance in cycles, repairability class, and ingress protection rating (IP68).

Ecodesign requirements will apply to smartphones, feature phones, cordless phones and slate tablets placed on the EU market from 20 June 2025 onwards. Energy Labelling requirements will apply from the same date for smartphones and slate tablets. These rules do not apply to tablet computers, to products with flexible main display (roll-up), and to smartphones for high security communication.

The regulations focus on measures to extend product lifetime (reparability, upgradability, battery life). The increase in average lifetime, e.g. from 3.0 to 4.1 years for a mid-range smartphone, implies a decrease in annual sales, with the same stock.

European Commission

Die EU-weit geltende Kennzeichnungspflicht, die auch Informationen über Reparierbarkeit und Updategarantie beinhaltet, gilt für alle zukünftig erscheinenden Telefone.

Streitigkeiten zwischen Herstellern und Reparaturverbänden sind wir gewohnt; beide Seiten bringen legitime Argumente in diese Diskussion ein. Die Pentalobe-Schrauben im iPhone 4 erzeugten etwa eine gigantische Kontroverse; heute nutzen viele Hersteller dieses Schraubenkopfprofil.

Wenn sich der Klebstoff für den Akku des iPhone 16 jetzt auch mit einer 9-V-Batterie lösen lässt oder das iPhone 15 von beiden Seiten öffnet, ist das ein Gewinn für Kunden, hilft (preislich) aber auch Apple. Preisdeckel für Ersatzteile hätten dagegen nicht weh getan, sind derzeit aber nicht in der Verordnung vorgesehen.

Die Forderung nach verbindlichen Zusagen zu Software-Updates erachte ich in einer etablierten Produktkategorie, so wie Smartphones, als schlicht richtig. „Parts Pairing“ steht dagegen nur im negativen Kontext, obwohl es eine große Hilfe auf dem Gebrauchtmarkt ist.

Apple sieht sich oft im „Right to Repair“-Fokus. Egal, ob gerechtfertigt oder nicht: „Industry-leading“ erwartet ich auch hier von ihnen.