Private Betas? Facebook (ver‑)steckt zukünftige Features gerne gleich in der Live-App. Anfang September entdeckte Jonathan Zdziarski Hinweise im Quellcode der mittlerweile eigenständigen Messenger-App, um ‚Geld an Freunde zu schicken‘. Andrew Aude legte nun die Bezahloption, die Mark Zuckerberg im zweiten Quartalsbericht von 2014 erwähnte, weiter offen.
Messenger’s payment option lets users can send money in a message similar to how they can send a photo. Users can add a debit card in Messenger, or use one they already have on file with Facebook. An in-app pincode also exists for added security around payments.
Alle tatsächlich spannenden Details, angefangen bei den Konditionen (Gebühren) über die unterstützten Zahlungsinformationen (teilnehmende Banken, Kreditkarten, etc.) bis zum Release-Fenster (US-only?), bleiben spekulativ. Die Financial Times berichtet schon im April von Zuckerbergs ‚E-Money‘-Initiative, die Partnerschaften mit Geldinstituten einschließt.
Spätestens jetzt macht die Abkapslung des Facebook Messenger (kostenlos; universal; App-Store-Link) von seiner Hauptanwendung sehr viel Sinn.
Eigentlich wollte ich nur schnell „this is a super computer in your hand, what the fuck are you putting it in your pants and sitting on it for!“ von T-Mobile-US-Chef John Legere über das iPhone 6 Plus hören (ab Minute 20), dann bin ich aber am ganzen Interview hängengeblieben.
Sources tell Code/red the company will hold its next special event on Thursday, Oct. 16 — not the 21st. Headlining the gathering: The latest updates to its iPad line, along with those new iMacs that 9to5Mac told us about earlier this week. Also: OS X Yosemite.
WhatsApp verzeichnete im Februar, als Facebook sein Kaufinteresse äußerte, rund 450 Millionen aktive Nutzer; Ende August sind es 600 Millionen. Und WhatsApp hat bis heute keine Desktop- oder Web-App.
Die Begründung, mit der die Wettbewerbshüter dem Aufkauf ohne zusätzliche Auflagen zustimmen, spricht auch das Thema Datenzusammenschluss an, indem sie (mehr oder weniger) offen sagen: Uns doch egal.
The Commission concluded that, regardless of whether Facebook would introduce advertising on WhatsApp and/or start collecting WhatsApp user data, the transaction would not raise competition concerns. This is because after the merger, there will continue to be a sufficient number of alternative providers to Facebook for the supply of targeted advertising, and a large amount of internet user data that are valuable for advertising purposes are not within Facebook’s exclusive control.
But what force taps and the digital crown will not do is make the Watch’s small screen as large as a phone’s. You can’t type out a reply to a message or email. You can’t browse the web for something. You can’t dig through a few months of your email to find a certain one. You can’t mindlessly swipe through Twitter (well, you could, but it’s going to be pretty difficult). That, though, is an advantage the Watch has over the phone. Because it is inherently limited, it also has to be laser-focused on a single purpose, and while using it, you are limited to accomplishing something. It’s a lot harder to lose yourself in a 1.5″ screen than it is in a 4+ inch screen. […]
What I think Apple is trying to do is build a new mode of personal computing on the wrist that is molded from the inherent limitations and opportunities that creates.
Nach ein paar Tagen mit Swype, Fleksy und SwiftKey lernt man Apples Standard-Tastatur zu schätzen. Bislang konnte mich kein iOS-Keyboard aus dem App Store begeistern. Installiert habe ich lediglich TextExpander (4.49€; universal; App-Store-Link); nicht für deren Tastatur, sondern um die dort hinterlegten Textblöcke systemweit zu kopieren. Das spart mir am Desktop jeden Tag enorm viel Tipparbeit und braucht unter iOS endlich keinen App-Wechsel mehr. Außerdem genießt Smile Software, der Entwickler, mein Vertrauen (was ich grundsätzlich als eine gute Minimalanforderung für jede App empfinde, die mit meinen Daten umgeht).
Mit keiner anderen Alternative, von Stack über ScribbleKey bis Minuum oder dem Translator Keyboard, wurde ich bislang warm – Spaßkandidaten wie Phraseboard, PopKey oder Emoji++ einmal ausgenommen. Das liegt zum Teil an den für iOS noch sehr frischen Umsetzungen, andererseits aber auch an den strengen Grenzen, die Apple mitunter holprig aufzieht (kein einheitlicher Button zum Umschalten, keine direkte Auswahl einer Tastatur von Dritt-Tastaturen und unpräzise Warnhinweise).
Josh Centers verfasste gestern den bislang besten Überblick, den ich zur Situation der Drittanbieter-Tastaturen unter iOS 8 gelesen habe.
What does Full Access do, exactly? In the simplest terms, it enables the keyboard to communicate with its host app. There is nothing wrong with this in and of itself. For example, for TextExpander to expand a text snippet, it needs to be able to look the snippet up in its database. But on the flip side, that means that a keyboard can do anything an app can do, include transmit information, like keystrokes, over the Internet.
Unfortunately, this means that we likely won’t see more granular options for keyboard access in the future unless Apple re-engineers how third-party keyboards function.
Das für mich zentrale Zitat aus Grubers exzellentem Apple-Watch-Artikel:
I think Apple Watch is the first product from an Apple that has outgrown the computer industry. Rather than settle for making computing devices, they are now using computing technology to make anything and everything where computing technology — particularly miniature technology — can revolutionize existing industries.
Das moderne Apple bemisst sein Kampfgewicht oft richtig und steigt nur dort in den Ring „wo es die primäre Technologie kontrollieren kann“. Das schließt nicht nur greifbare Produkte ein, sondern auch dessen Industrien. Die Partnerschaft mit IBM ist ein gutes Beispiel. Apple baut iPads nicht für den Geschäftskundenbereich. Apple baut iPads, die man dort (mit der entsprechenden Software) verwenden kann. Sollte der Deal gegen die Wand fahren, verliert Apple kein Produkt. Das Produkt ist abgekoppelt von diesem speziellen Wirtschaftszweig. Es funktioniert autark.
Apple Watch stolpert nicht in die Mode- und Fashion-Industrie, sie betritt bewusst diesen Sektor. Es dürfte ähnlich viel Nachdenken in exakt diese Entscheidung geflossen sein, wie in die Uhr selbst. Doch das Produkt steht für sich alleine, es setzt nicht auf die dortigen Strukturen. Es macht sich nicht abhängig von den dort herrschenden Gepflogenheiten.
A lot of watch people at some point soon will face what I call the „Luddite’s dilemma…“ stick with what you know and love, or brave the promises of the future, with all its uncertainties and learning curves.
Ariel Adams von ‚A Blog to Watch‘ hat Recht, einige Uhrenträger werden vor eine Entscheidung für ihr Handgelenk gestellt: Zeitgeber oder Computer? Für ganz viele andere Uhrenträger ist das keine Frage. Ich komme immer wieder auf Tim Cooks Zitat von der D11 im letzten Jahr zurück.
Ja, auch Uhrenträger dürfen sich angesprochen fühlen, aber Apple Watch nimmt eine Zielgruppe ins Visier, die heute vielleicht eher ein Fitnessarmband trägt.
Und trotzdem wäre es fatal Apple hier zu unterschätzen. Die Firma scheint (auch durch eingekauftes Talent) gelernt zu haben, wie man sich in einer solchen Industrie bewegt.
Apple Watch isn’t a new tech product. It’s Apple’s first product in a consumer category they haven’t entered before, and they’re fully aware of that.
Die erste öffentliche Präsentation nach dem initialen US-Event erfolgte diese Woche in der Pariser Boutique Colette, nicht in einem der beiden eigenen Apple Stores. Ein Signal? Ganz sicher. Eine bewusste Wahl für Europa? Auf jeden Fall!
Das Vogue-Interview mit Jony Ive, in dem er detailliert über Apple Watch plaudert, fand bereits mehrere Wochen vor dem eigentlichen ‚Wish we could say more‘-Event statt. Wann gab es sowas im Hause Apple zum letzten Mal?
Feels nice, doesn’t it?” On my second visit to Cupertino, Ive has finally handed it over: the new Apple Watch. It is more watch than the computer geeks would ever have imagined, has more embedded software than in a Rolex wearer’s wildest dreams. When Ive shows it to me—weeks before the product’s exhaustive launch, hosted by new CEO Tim Cook—in a situation room that has us surrounded by guards, it feels like a matter of national security. Yet despite all the pressure, he really just wants you to touch it, to feel it, to experience it as a thing. And if you comment on, say, the weight of it, he nods. “Because it’s real materials,” he says proudly. Then he wants you to feel the connections, the magnets in the strap, the buckle, to witness the soft but solid snap, which he just loves as an interaction with design, a pure, tactile idea. “Isn’t that fantastic?”
Der exklusive Zugang ist erstaunlich, keine Frage. Robert Sullivan durfte nicht nur über Apple Watch sprechen, sondern sie auch tragen. Und trotzdem finde ich es viel bemerkenswerter, dass die Story erst mehrere Wochen nach der Apple-Veranstaltung erschien. Technikpresse hätte Sekunden nach dem Announcement ‚BREAKING NEWS‘ geschrien. Die Vogue wartete mit ihrem weltweit fast exklusiven Einblick einfach mal drei (!) Wochen.
Bereits die Diskussion um eine fehlende Aussage zur Batterielaufzeit hat gezeigt, das klassische Computerblätter ein Problem damit haben werden Apple Watch zu verstehen.
Eine frühe Veröffentlichung hätte für die Vogue-Leserschaft keinen Unterschied gemacht. Wir alle wissen heute nicht mehr als am 10. September. Cook und Ive betonen seitdem auffällig häufig, das Apple Watch kein Steve-Jobs-Produkt ist, breiten ansonsten jedoch den Mantel der Verschwiegenheit über die neue Produktkategorie. Natürlich auch, um der Konkurrenz keine Ideen zu geben.
Im Frühjahr wird es wesentlich konkreter. Der Launch war auch deshalb untypisch. Er beantwortete beispielsweise nie die Frage nach dem Warum. „Apple baut eine Uhr!“, sagte Tim Cook. Das reichte erst einmal allen aus.
This year, we are told, London Fashion Week went digital. Tellingly, it was more about using social media and online shopping to boost sales than about wearable technology. The reality is that wearable technology is still very much on the margins of fashion.
Apple Watch wird polarisieren. Es ist das erste Apple Produkte, bei dem man einen Preis zahlt, der sich nicht vorrangig durch den Produktwert ergibt – so wie das in der Mode gang und gäbe ist. Egal welchen Anzug du trägst, alle Kleidungsmarken bedeckt (irgendwie) den Körper und erfüllen damit ganz nüchtern betrachtet ihren Job. Der Markenname bestimmt den Preis. Ein Anzug kann zwischen 50 und 5000Euro kosten und sich nur leicht durch Material, Verarbeitung und Schnitt absetzen.
Das besondere an Apple Watch ist, dass die 400 US-Dollar-Version, das absolute Einsteigermodell, die exakt gleichen Technikkomponenten besitzt wie die mehrere Tausend Dollar teure Gold-Ausführung. Keine andere Smartwatch spielt in dieser Lifestyle-Liga. Keine andere Smartwatch will in dieser Liga (bislang) spielen.
Apple wiederum hat sich dagegen entschieden ein Technikprodukt für Technikpeople zu bauen. Es will nicht in einem Satz mit der Samsung Gear Live, der LG G Watch oder der Moto 360 genannt werden. Ob Apple Watch einen signifikanten Einschnitt in der Uhrenindustrie hinterlässt (wovon ich ausgehe) oder nur wenige dieser Kunden tangiert, ist zum jetzigen Zeitpunkt relativ egal, weil die Uhr gleichzeitig in mehren Industrien – von Lifestyle über Mode bis Fitness und Technik – funktioniert. Ein echtes ‚Cross-over‘-Produkt.
Ich verstand das Regelwerk der neuen Familienfreigabe nicht. Deshalb habe ich mir die folgenden Infos zusammengesucht.
Eine Familie umfasst bis zu sechs Personen, die alle ihre individuellen iTunes-Einkäufe (Apps, Musik, Bücher, TV-Sendungen oder Filme) teilen, aber den eigenen Account behalten. Das schließt nicht nur neue Anschaffungen ein, sondern auch alle bisherigen Investitionen.
Alle Familienmitglieder müssen ihren iCloud- und iTunes-Account im gleichen Land haben. Das Land von einem iCloud-Account bestimmt die im Profil hinterlegte Adresse. Sie lässt sich dementsprechend leicht ändern. Ein iTunes-Account ist dagegen fest auf ein Land eingebucht und kann nicht gewechselt werden. Dementsprechend können über ‚Family Sharing‘ auch keine Benutzerkonten aus verschiedenen Ländern zusammengeführt werden.
Maximal 10 Geräte pro Account können Musik, Filme, TV-Serien und Bücher konsumieren (davon bis zu fünf Computer). Für Apps gibt es eine solche Höchstgrenze nicht.
Die Einkäufe von Musik, Filmen und TV Sendungen der einzelnen Familienmitglieder (beziehungsweise eine bequeme Zusammenfassung davon) findet sich in der iTunes-Store-App.
Familienmitglieder können ihre Einkäufe ein- und ausblenden und damit verstecken.
App-Store-Entwickler können selbst entscheiden ob sie für ihre Software der Familienfreigabe zustimmen. Im App Store findet sich unter Informationen ein entsprechender Hinweis. Problem: Apps, die nicht vom Entwickler für ‚Family Sharing‘ freigegeben sind, können auf dem Konto eines Familienmitglieds nicht noch einmal installiert werden. Dies betrifft auch kostenlose Downloads. Gleichermaßen gilt das auch für Apps, die vom Erstkäufer zurückgegeben wurden. Ein sehr nerviges Problem.
Die gesamte Familie greift auf die hinterlegte Kreditkarte des Familienorganisators zu. Alle Einkäufe laufen über seinen Account. Als gültige Zahlungsinformation, um eine Familie zu eröffnen, gilt ausschließlich eine Kreditkarte (bei Problemen den Sicherheitscode und das Gültigkeitsdatum im Apple-Account prüfen). Besitzt der Account des Familienorganisators iTunes-Guthaben, wird dies auch für Einkäufe der Familie verwendet. Eine hinterlegte Kreditkarte ist trotzdem notwendig.
In-App-Käufe müssen immer separat gezahlt werden; iCloud-Speicher und Abos wie iTunes Match ebenfalls. Mit aktivierter Familienfreigabe erfolgen auch diese Käufe über die Kreditkarte des Familienorganisators. (Potenzielles) Problem: Erwachsene Familienmitglieder benötigen keine Zustimmung für Einkäufe, die immer über das Konto des Familienoberhaupts abgerechnet werden.
Der Familienorganisator kann Familienmitgliedern Rollen zuweisen. Ein „Erwachsener“ kann die Berechtigung haben, Kaufanfragen für „Kinder“, freizugeben. Auch Kinder unter 13 können eine Apple ID bekommen. Solche Accounts müssen eine Kaufgenehmigung einholen.
Family Sharing setzt iOS 8 voraus. Ein Account kann nur zweimal im Jahr eine Familie einrichten oder einer Familie beitreten. Sonst erfolgt für diesen Account eine Sperrung von 365 Tagen.
Zusätzliche Funktionen der Familienfreigabe (die aber auch ohne dieses Feature eingeschaltet werden können): Ein Familienalbum, ein geteilter Familienkalender, eine gemeinsame ToDo-Liste (in der App Erinnerungen) sowie die Bestimmung des Aufenthaltsortes über die App ‚Meine Freunde suchen‘.
Die Familienfreigabe schließt keinen Austausch von Adressbuch-Informationen ein.
Familienfreigaben sind im jetzigen Status eine sehr spezifische Lösung für ein stereotypisches Familienbild. Der Dienst beschränkt sich selbst, indem er beispielsweise (noch) nicht vorsieht, das Familienmitglieder separat für ihre eigenen Apps oder TV-Serien zahlen. Schon deshalb braucht man nicht darüber nachzudenken Familienfreigaben in einer Wohngemeinschaft oder im Freundeskreis aufzusetzen.
Das Teilen von Einkäufen im Familienkreis steht eindeutig im Mittelpunkt. Nicht umsonst: Bislang teilten Familienmitglieder (zurecht wie ich finde) ihre App-Einkäufe indem sie ihre Accounts wechselten. Wer damit jedoch einmal begonnen hat, weiß wie nervig Updates sind, die nochmal nach dem Kennwort fragen. Auch die Einstellung ‚Automatische Downloads‘ ist dann nicht mehr zu verwenden, da sie auch die Käufe des Partners oder der Partnerin aufs eigene Gerät pusht. Und da im Standard-Setup die iTunes ID auch gleichgesetzt der Apple ID ist, kann es zu allerlei Problemen bei iMessage, FaceTime und Co. kommen (Stichwort: GameCenter-Spielstände hängen an Papas Apple ID).
Zusammengefasst: Die Familienfreigabe bezieht sich nicht auf iTunes Match, die iCloud-Speicherupgrades oder jegliche In-App-Käufe. Jedes Familienkonto hat ein Oberhaupt dessen Kreditkarte belastet wird; ‚selbst zahlen‘ ist nicht möglich. Geteilte Familienkalender oder Fotoalben, genau wie geteilte Ortsinformationen über die App ‚Meine Freunde suchen’ lassen sich auch ohne eine Familienfreigabe realisieren. Vorteil des neuen iOS-8-Features: kein Account-Wechsel mehr. Jedes Familienmitglied behält seine Apple ID, kann aber alle Apps und digitalen Inhalte (Musik, Bücher, TV-Sendungen und Filme), die bereits ein anderes Familienmitglied gekauft hat, kostenlos nutzen.
Update ➊
Alles was Familienmitglieder kaufen, wird zuerst von ihrem persönlichen iTunes-Guthaben abgebucht. Erst wenn das aufgebraucht ist, wird auf die Kreditkarte des Organisators gewechselt.