iOS 8 steht ab sofort zum Download! Hier ein paar Detailverbesserungen (+ Video)

Über iOS 8, das ‚Unter‑der‑Haube‘-Update mit diversen Erweiterungen für Entwickler, gibt es jetzt (und in den nächsten Tagen) viel zu lesen. Im ersten Schritt konzentriere ich mich auf ein paar ausgewählte Kleinigkeiten, die ich zum soeben veröffentlichten Update ins Licht schubsen möchte.

(Vimeo)

Das Video1 ist keinesfalls erschöpfend. Dieser Eintrag im MacRumors-Forum diskutiert noch eine Vielzahl weiterer Mini-Neuerungen. Und alle großen Features, von den Funktionserweiterungen für Messages über Family Sharing bis Spotlight, fasst auch Apple.com ganz übersichtlich zusammen. Wer es (viel) ausführlicher mag, liest das Review von Rene Ritchie oder Nick Heer.

  1. Motivationsschübe um noch mehr Podcast-Videos zu produzieren, nehme ich im Austausch für iTunes-Sternchenbewertungen entgegen.  ↩︎

Apple rüstet auf: Zwei-Wege-Authentifizierung auf iCloud.com und für iOS-Backups sowie Einmalkennwörter für Dritt-Apps

Apple vergibt (endlich) individuelle Passwörter für Apps, die auf das iCloud-Konto zugreifen wollen. So muss man beispielsweise Mailbox, der E-Mail-App von Dropbox, nicht mehr sein Hauptkennwort unterschieben (an dem Zahlungsinformationen und Dienste wie ‚Mein iPhone suchen‘ hängen), sondern kann dafür ein Wegwerf-Passwort erzeugen.

Bis zum ersten Oktober bleibt Zeit, App-Store-Apps ein solches Kennwort freiwillig zuzuweisen; danach ist es Pflicht.

Außerdem erfordert die Einwahl auf iCloud.com (endlich) eine zweistufige Bestätigung der Apple ID – insofern man diese aktiviert hat (und das sollte man).

IPhoneBlog de iCloud 2 Faktor

Obendrein bezieht das doppelte Sicherheitsnetz (endlich) auch iCloud-Backups mit ein. Sehr gute Babysteps.

Mit iOS 8 adressiert Apple darüber hinaus die im Sommer kritisierten Diagnosedienste, auf die Jonathan Zdziarski aufmerksam machte.

It appears that the threat of persistent wireless surveillance – my biggest concern – has been sufficiently addressed in iOS 8. Apple has also greatly reduced the exposure of Apple devices to commercial forensics tools. While I’m not yet sure how Apple now controls access to these deeper functions, it does appear that they have been better protected from abuse. Props and thanks to Apple for tackling a very complex and subtle problem that was difficult to explain.

Apple Addresses iOS Surveillance and Forensics Vulnerabilities

„Auf iCloud Drive aktualisieren?“

IPhoneBlog de iCloud Drive Upgrade

Mit iOS 8 stellt Apple von ‚Dokumente & Daten‘ auf iCloud Drive um. Das Upgrade ist nicht zurückzuspulen und ein Daten-Sync zwischen dem alten und dem neuen System nicht mehr möglich. Bis OS X Yosemite in ein paar Wochen aufschlägt, synchronisieren Apps wie Day One oder Clear nicht zwischen iOS und Mac OS (Dropbox als Alternative einmal ausgeschlossen).

Until Yosemite drops, upgrading to iCloud Drive will keep you from syncing devices running iOS 8 and devices running OS X Mavericks. Good news: After you install iOS 8, Apple will ask you if you want to upgrade to iCloud Drive. Tap the button that says “Not Now.” Easy enough, right?

Caitlin McGarry | Macworld

Das Angebot auf iCloud Drive zu aktualisieren, ist bereits heute in der iOS-8-Version für Entwickler prominent platziert. Warnhinweise, die auf eine Inkompatibilität hinweisen, liest gewöhnlich niemand. Sollte es diese Option auch so in das heute erhältlichen Firmware-Update für alle schaffen, wovon ich ausgehe, scheint Ärger vorprogrammiert. Unnötiger Ärger.

Als kostenloser Download: 1Password

IPhoneBlog de 1Password

1Password (universal; App-Store-Link) lässt sich derzeit gratis aus dem App Store laden. Mir ist zwar keine offizielle Ankündigung bekannt (und der hauseigene Twitter-Account hält sich verdächtig bedeckt), ich tippe aber auf eine Freemium-Umstellung.

Mit iOS 8 lässt sich der Passwort-Manager mit Touch ID entsperren und trägt Kennwörter in Webseiten bequem über eine Extension ein. Und auch App-Store-Apps können ihren Kunden den Login vereinfachen. Das App-Update auf die neue Version ist für Bestandskunden kostenlos.

Paper 2.0 by FiftyThree

IPhoneBlog de Paper 2

Version 2.0 (kostenlos; App-Store-Link) unterscheidet mit iOS 8 beim Pencil zwischen verschiedenen Stiftbreiten (‚Surface Pressure‘) und führt Mix ein, eine Plattform um gemeinsam an Zeichnungen zu arbeiten. Seine E-Mail-Adresse kann man bei Interesse bereits jetzt hinterlassen; Einladungen verteilt FiftyThree peu à peu.

Die Umsetzung, zumindest nach einem ersten kurzen Test, enttäuscht meine mittlerweile gehobenen Erwartungen an das Start-up nicht. Sie ist radikal.

The whole thing is based on a sort of utopian vision of digital creativity. Everything in Mix is available for you to rework as you wish, and everything you rework becomes available for others in the same way. […] Unlike, say, Google Docs, Mix doesn’t offer any way to work on things in private. Instead, it’s a free-for-all by design. Every piece inside of it is up for the taking.

Kyle VanHemert | Wired.com

Auch PayPal wirbt für Apple

Januar 2014:

Three payments industry executives tell Re/code that eBay-owned PayPal has been pitching Apple on helping the consumer electronics maker bring its long-rumored payments initiative to fruition. These people, who have spoken to contacts at both Apple and PayPal, say that PayPal is essentially willing to white-label parts of its payment service to be used in an Apple mobile payments system — anything from fraud detection to back-end infrastructure, even possibly down to the processing of payments.

“They’re telling them, ‘We’ll do it in the background,” one of these people said. “Basically, it’s just, ‘We want to be a part of this.’”

Jason Del Rey | Re/code

September 2014:

IPhoneBlog de PayPal

Zu Schulzeiten nannten wir das, was PayPal mit der Buchung einer einseitigen Print-Anzeige in der New York Times gestern hatte, Muffensausen.

The fact that Apple is commanding this much attention from PayPal and financial and business media alike before its product even enters the market is both unsurprising and impressive. PayPal is right to take the challenge from the well-heeled consumer electronics giant seriously, but at the same time deserves praise for not being afraid to throw a few haymakers of its own in the process.

Michael Carney | PandoDaily

PayPals 50 Millionen US-Kunden sind nach dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft zahlenmäßig überrundet. iPhone 6 + 6 Plus werden bis Anfang 2015 weitaus mehr Geräte verkauft haben. Wenn Apple Watch im nächsten Jahr dem Mix beitritt und Apple Pay auch für Besitzer eines iPhone 5, 5c und 5s zugänglich macht (weil es die NFC-Komponente nachreicht), summieren sich noch einmal 200 Millionen potenzielle Kunden hinzu.

Apple Pay wirft für Apple keine laufenden Kosten auf, erarbeitete sich durch die zusätzliche Sicherheit von Touch ID und dem Secure Element gewinnbringende Deals mit Visa und MasterCard, den großen US-Banken und über 220.000 Verkaufsgeschäften.

When Apple announced its payments platform earlier this week, it proudly proclaimed that it had 220,000 retail stores and restaurants on board to accept Apple Pay. What it didn’t note was that a large number of those brick-and-mortar shops have been accepting contactless payments for years. […] “All checkout lanes in all of our stores do have the NFC pads, and we’re already accepting NFC payments as it seems you’ve already experienced,” a spokesperson told Ars. “These same NFC pads can and will accept Apple Pay transactions the moment Apple turns on the service.”

Megan Geuss | Ars Technica

‚Point-of-Sale‘-Zahlungen sind aber nur ein Teil der Geschichte. Die Anbindung ans App-Store-Ökosystem, mit der Möglichkeit innerhalb von Apps mit seinem Fingerabdruck zu shoppen, der anderer Teil. Apple Pay erinnert an das erst kürzlich gestartete ‚One Touch Payment‚ – von PayPal. Nur unkomplizierter, sicherer und mit mehr Anreizen für Entwickler.

Anstelle Apple Pay zu bewerben, insbesondere mit der diskussionswürdigen PayPal-Reputation, sollte der Bezahldienst über Innovationen für Zahlungen im Web nachdenken. Dort, wo die Chancen für sie derzeit besser stehen.

„Block the noise“

Ich liebe die Verzweiflung, den blanken Wahn, in den sich Mitbewerber aber auch Kunden mit jeder neuen Apple Produktveröffentlichung stürzen. So hat Samsung beispielsweise aufgehört die eigenen Geräte zu vermarkten und produziert jetzt nur noch Werbespots, die sagen: „Das hatten wir schon vor vier Jahren!“

Vergessen sind alle anderen Gerätegrößen und Features, die komplett gegen die Wand fuhren (Smart Scroll, Air gesture, etc.).

Das alle Produkte, die Apple im Moment verkauft, gleichzeitig auf dem Schreibtisch von Charlie Rose Platz finden würden, treibt Leute in den Wahnsinn, weil diese Geräte sich eine Aussage anmaßen. Eine Aussage über Ästhetik, Style und Fashion (aber nicht in tausend Variationen kommen). Dieses Jahr lautet die Aussage fürs iPhone: „Bigger than bigger“. Damit kann nicht jeder umgehen.

„We could have done a large iPhone years ago“, sagt Tim Cook und niemand, der auch nur annähernd informiert die Szene verfolgt, bestreitet das. Was sich Apple spart, nicht der Erste, sondern der Beste zu sein, sind Flops. „We ship things when they are ready“, lässt sich über jedes iPhone sagen, aber nicht über jedes Samsung, jedes Sony oder jedes HTC.

Apple macht Sie verrückt

„Aber Steve hat doch gesagt…“ sind einleitende Sätze von Kritik, die nicht unterscheidet zwischen Produkt-Fokus und Reklame-Statement. Jobs war es nie wichtig einen spontanen Marketing-Slogan Jahre später widerlegt zu bekommen. „You can’t get your hand around it. […] No one’s going to buy that“ war seine Aussage über Smartphones größer als das iPhone 4. Als ‚Dead on arrival‘ bezeichnete er 7-Zoll-Tablets während er selbst am iPad mini arbeitete.

Kursanpassungen, sich Trends im Markt hinzugeben (und damit auch Fehler einzugestehen), ist wichtiger als das Geschwätz von gestern. Apple setzt ab und an echte Trends, Trends, die den Markt umkrempeln. In genau so vielen Fällen schwimmt die Firma auch nur mit. Niemand kennt die exakte Strömung oder das zukünftige Kundeninteresse. Dass sie diese notwendigen Kurskorrekturen nie öffentlich eingestehen (genauso wie keine andere Firma mit Börsenwert, Aktionären und Stolz), erzürnt mit erstaunlicher Regelmäßigkeit ein paar Köpfe.

Nehmen wir die NFC-Nummer; seit 2011 eine mögliche iPhone-Komponente. Vorletztes Jahr sagte Phil Schiller: „It’s not clear that NFC is the solution to any current problem. Passbook does the kinds of things customers need today.” und behielt recht (während er weiter an dem damals noch unveröffentlichten Apple Pay arbeitete. Jener Technik, die diese drahtlose Schnittstelle nun nutzt).

Mit der Beschreibung „Block the noise“ kommentiert Tim Cook seine CEO-Fähigkeit auf das übergeordnete Bild zu schauen, anstelle sich in Grabenkämpfen zu verlieren. Dazu gehört auch, eine Handvoll Tech-Hipster auszublenden, die der kostenlose Album-Download von einer der weltweit bekanntesten Bands nicht gefällt. #U2gate ist natürlich nicht ernst zu nehmen, zeigt aber relativ brilliant, wie absurd Apple auf Schritt und Tritt wahrgenommen wird.

Um die Qualität der Produkte hoch zu halten, steht Apple – genau wie die Konkurrenz – vor der Herausforderung, nicht jeder Kritik nachzugehen, weiterhin Entscheidungen für Kunden zu fällen und so schlussendlich auch bestimmte Käuferschichten auszuklammern.

There are a thousand No’s for Every Yes.

iPhone 6 + 6 Plus: vier Millionen Vorbestellungen in den ersten 24 Stunden

IPhoneBlog de Vorbestellungen

Apple today announced a record number of first day pre-orders of iPhone® 6 and iPhone 6 Plus, the biggest advancements in iPhone history, with over four million in the first 24 hours. Demand for the new iPhones exceeds the initial pre-order supply and while a significant amount will be delivered to customers beginning on Friday and throughout September, many iPhone pre-orders are scheduled to be delivered in October.

Apple.com/PR

Übersetzung: Wer bis jetzt nicht vorbestellt hat, stellt sich ab Freitag besser in einem Store an.