WhatsApp hatten wir alle auf dem Radar; LINE (kostenlos; App-Store-Link) und WeChat (kostenlos; App-Store-Link) sind uns fremd. So geht es zumindest mir. Die sozialen Netzwerke aus Asien, mit bunten Stickern und mehreren hundert Millionen Nutzern, werden als Taktgeber der nächsten Mobilfunkgeneration gehandelt.
Ben Thompson betont die Substanz des Phänomens in der ersten Podcast-Stunde von 'The Talk Show', Episode 72. Beispielsweise ist es nur bedingt der Direktverkauf von Stickern an Kunden, der Geld einspielt. Vielmehr sind es die Deals mit großen Marken wie Coca-Cola oder Starbucks, die über einen gebuchten Zeitraum ein eigenes Aufkleber-Set bereitstellen (und so eine direkte Kundenbeziehung aufbauen).
LINE und WeChat sind nicht nur Messenger, sondern (auf dem Weg zu) eigene Plattformen. Die Chat-Dienste kassieren Provision für App-Empfehlungen und bieten auch eigene Games an.
Im Podcast-Gespräch fallen außerdem ein paar Gedanken zum Kaufpreis (den Thompson mit 40 US-Dollar pro WhatsApp-Nutzer als akzeptabel bezeichnet) sowie Facebooks Übernahme-Motivation: den Optionswert auf Messaging.
Das hier ist wohl eine der wenigen offiziellen Facebook-Präsentationsfolien, auf der sie nicht selbst als führender 'Graph' angegeben sind.
Entgegen seinem Titel "$19B doesn’t make it brilliant" führt Hamish McKenzie ein paar ähnliche Argumente für die Akquisition an, pocht jedoch darauf, dass sich WhatsApp zu mehr als nur einem Chat-Dienst entwickeln muss.
For $19B, Facebook has bought a lot of user attention and neutered a potential threat to its social graph. What it hasn’t bought is the future of the consumer internet. That is being built elsewhere.
Der Artikel erschien Samstag. Am Montag kündigte WhatsApp-Gründer Jan Koum einen Sprachdienst und damit seine Ambitionen als Skype-Konkurrent an.
Eine Frage, die für mich prominent im Raum steht, bislang aber noch wenig Beachtung fand: Wie verhalten sich die zwei (oder drei) dominierenden mobilen Betriebssystem mit ihren App Stores als Gatekeeper gegenüber den heranwachsenden Chat-, Gaming- und Payment-Schwergewichten?
Der US-Sicherheitsdienstleister FireEye berichtet am gestrigen Abend von einer Sicherheitslücke für iOS-Hintergrundprozesse.
We have created a proof-of-concept "monitoring" app on non-jailbroken iOS 7.0.x devices. This “monitoring” app can record all the user touch/press events in the background, including, touches on the screen, home button press, volume button press and TouchID press, and then this app can send all user events to any remote server, as shown in Fig.1. Potential attackers can use such information to reconstruct every character the victim inputs.
Dan Goodin bemerkt eine geänderte Formulierung, die darauf hindeutet das FireEye seinen Machbarkeitsnachweis scheinbar auch erfolgreich an Apples Review-Prozess vorbeischleusen konnte.
Der Blogpost verdient in erster Linie Beachtung durch das Renommee des Sicherheitsunternehmens, das durch den aktuellen Zukauf von Mitbewerber Mandiant, für über eine Milliarde US-Dollar, abermals stieg.
„Viel schlimmer kann es kaum kommen“ – Apple dürfte die Hintergründe zur desaströse SSL-Sicherheitslücke, die mit iOS 7.0.6 am Freitag geschlossen wurde, für Mavericks aber bislang nur versprochen ist, gerne mit zusätzlichen Informationen unterfüttern. In diesem Fall wäre ein Statement angebracht.
Der letzte Homescreens-Artikel im Video-Format kam nur so mäßig an – zurück zur Linkliste also.
Seit iOS 7, nur echt vor einem tiefschwarzen Hintergrund, bin ich komplett auf eine einzige Homescreen-Seite umgestiegen, stopfe alle Apps in eine Handvoll Ordner und starte die nur weniger benutzten Anwendungen meistens über die Spotlight-Suche.
iPhone 5s
Gesamtwert der iPhone-Apps (inklusive meiner In-App-Käufe, ohne Abos): 290.50€.
Bastion (4.49€), Oceanhorn (7.99€), Steam Mobile (kostenlos), Castle of Illusion (8.99€), Jet Set Radio (2.69€), Final Fantasy 6 (14.49€), Eliss Infinity (2.69€) und Metal Slug 3 (3.59€).
iPad Air
Gesamtwert der iPad-Apps (inklusive meiner In-App-Käufe, ohne Abos): 341.83€.
The World Ends with You (17.99€), God of Blades (2.69€), The Wolf Among Us (4.49€), Grand Theft Auto: San Andreas (5.99€), Sine Mora (2.69€), République (4.49€), rymdkapsel (3.59€), XCOM: Enemy Unknown (17.99€), Ankh-Morpork (12.99€), Blackbar (2.69€), 2k Drive (5.99€) und Shadow Blade (1.79€).
On Wednesday, TestFlight announced it would be terminating Android support as of March 21, for example, while also announcing that it was discontinuing its TestFlight SDK. According to support documentation, only existing teams will be able to continue to upload builds with the SDK.
Sollte sich das derzeitige Hörensagen als zutreffend herausstellen, bleibt zu hoffen das Apple nicht erst jetzt damit beginnt, eine Test-Suite zum Ausrollen von Beta-Software anzudenken.
Ich habe nicht Buch über meine Presse-Bemusterungen der letzten Jahre geführt. Gefühlt teilen sich die Einladungen zum Test neuer Apps für iPhone und iPad aber 50:50 zwischen TestFlight und HockeyApp auf.
Viele Artikel sind in den vergangenen zwei Tagen über WhatsApp geschrieben worden. Die überflüssigsten Kandidaten davon tragen das Wort „Alternativen“ im Titel. Machen wir uns nichts vor: Niemand wechselt, niemand löscht nach der Facebook-Übernahme seinen Chat-Account. Instagram hat die Entwicklung, vom Aufschrei über die Empörung bis zum Verstummen, bereits vor zwei Jahren präzise vorgelebt.
Wer schon davor eine offene Diskussion über Sicherheitslücken, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und das Thema Datenschutz als wichtig erachtete, fand bereits den Messenger seiner Wahl – von (dem meiner Meinung nach sperrigen) Threema bis zur (unpopulären) Direktnachricht im App.net-Netzwerk (beispielsweise über Whisper). Ein Teil der Unzufriedenheit, mit der die 19-Milliarden-Akquisition bei der dominierenden Mehrheit aller Kunden aufgenommen wurde, ist nicht den fehlenden „Alternativen“ geschuldet. Vielmehr ist es das Überangebot.
Fakt ist: Es existiert nicht das eine transparente, quelloffene, bis zur Haarspitze verschlüsselte Chat-System, das gleichzeitig von Millionen Menschen genutzt wird, so dass man dort bereits alle seine Freunde findet. Und die Aussichten auf ein solches System sind illusorisch.
Chat-Dienste kosten Geld; gleichzeitig will niemand dafür bezahlen. Wer erinnert sich noch an den medialen Wirbelsturm, den WhatsApp auslöste, als der Service nach einem jährlichen Euro fragte?
Größter Kostenpunkt des ehemaligen Start-ups waren zu Beginn die SMS-Bestätigungen für eine Anmeldung. In den Dimensionen der Facebook-Tochter spielen derzeit nur WeChat und LINE. Folgt dem plattformübergreifenden Dreiergespann in Zukunft noch jemand?
Koum and Acton were using cutthroat SMS brokers like Click-A-Tell, who’d send an SMS to the U.S. for 2 cents, but to the Middle East for 65 cents. Today SMS verification runs the company about $500,000 a month. The costs weren’t so steep back then, but high enough to drain Koum’s bank account.
Der grundlegende Denkfehler, der derzeit die Gemüter erregt, findet sich im Glauben, mit nur einem einzigen Messenger alle seine Kontakte zu erreichen. „Wenn wir nur den einen Chat-Client bauen, der alles kann, dann…“
„Dann was?“
Nein. Es ist und bleibt immer ein Kompromiss, ein Abwägen. Wie viele Daten stelle ich im Tausch gegen die kostenlose Vernetzung einer Firma zur Verfügung? Wie hoch sind meine eigenen Investitionen für eine sichere Kommunikation? Welches Schmerzpotenzial bringe ich für unbequeme aber sichere Chat-Gespräche auf? Wie viele Sticker-Angebote ertrage ich?
Wichtige Fragen, zweifellos. Ganz ganz ganz vielen Millionen WhatsApp-Nutzern war aber bestimmt die simple Kontoeröffnung, ohne Passwort, sondern über die eigene Rufnummer, viel wichtiger als sie sich anmeldeten. Die Technik-Presse sitzt nicht selten dem Irrglauben auf, dass sich das beste System (mit den meisten Features) durchsetzt.
Was bleibt ist nicht nur der Kompromiss zwischen Chat-Diensten, sondern auch der Kompromiss, gewisse Leute nur über bestimmte Wege zu erreichen. Kommunikationsstränge teilen sich zwangsläufig. Für die Familie sind es bei mir die iMessages; die Podcast-Crew tauscht sich über App.net aus. Ich habe ernsthaft Freunde, die sind nur über Skype-Chat zu erreichen…
Die Empörung der Übernahme von Whatsapp ist daher eigentlich nur der Frust, sich mit den eigenen Kommunikationsgewohnheiten auseinandersetzen zu müssen.
Jet Set Radio (2.69€; universal; App-Store-Link) bleibt eine ordentliche Fingerverrenkung. Sega spendiert seinem Skate-Graffiti-Klassiker aus alten Dreamcast-Zeiten jetzt jedoch eine iOS-Controller-Unterstützung, die beim größten Manko, der Touch-Steuerung, nachbessert.
Ich freute mich im Sommer 2012 enorm über die Ankündigung. Die Neuveröffentlichung dieser Smilebit-Produktion im anschließenden Winter kehrte jedoch die Gameplay-Trägheit und die ungenaue Kollisionsabfrage, die das Original bereits so markant auszeichnete, noch wesentlich deutlicher hervor. Ein iOS-Gamepad, insbesondere die dedizierten Schultertasten, helfen jetzt durchs fiktive Cel-Shading-Tokio. Ähnlich entgegenkommend sind die Buttons bei der Justierung der gewöhnungsbedürftigen Kamera.
Mit einem nostalgischen Augenzwinkern konnte musste ich Jet Set Radio bereits vor zwei Jahren wegen seinem Style und seinem Soundtrack kaufen. Mit iOS-Gamepad-Support ist der farbenfrohe Neo-Punk-Ausflug in Shibuya, der nach 14 Jahren keine Alterserscheinung zeigt, nun auch spielbar.