Instapaper <-> Readability

Vor einem Jahr fegten furiose 'Read it Later'-Fights durch die Branche. Innerhalb der letzten 12 Monate ereigneten sich einige fundamentale Stellungswechsel, die mich nach fünf Jahren von Instapaper (3.59 €; universal; App-Store-Link) zu Readability (kostenlos; universal; App-Store-Link) übersiedeln lassen.

Ausschlaggebend dafür sind a) der Verkauf von Instapaper an Betaworks und b) Readability's Rückzug aus dem (kostenpflichtigen) 'Publisher-Payment-System'.

Möglich macht mir den nahtlosen Umschwung Pinboard.in, der unabhängige (Backup-)Bookmarkdienst, der sich aus jeder Leseliste eine komplette (Offline-)Kopie aller vorgemerkten Artikel zieht – egal ob ich die Texte zuvor archiviert, gelöscht oder geliket hatte.

IPhoneBlog de Readability

(Readability | iPad)

Mit dem Verkauf von Instapaper an die Inhaber von Bit.ly und Digg habe ich kein religiöses Problem. Es fehlt nun allerdings das Argument, einen einzelnen Indie-Entwickler mit dem bezahlten Download seiner App zu unterstützen.

Ein Redesign von Marco Arment's ursprünglichen Aushängeschild ist überfällig, genau genommen schon seit einem Jahr. Wie schnell Betaworks hier in den Tritt kommt, will ich nicht (mehr) abwarten.

Readability wirkt derzeit insgesamt lebendiger und in seiner Aufbereitung moderner. Beispielsweise zeigt das iOS-Programm die verbleibenden Leseminuten dezent beim Scrollen durch den Artikel in der Randspalte an. Das sind zwar nur grob bestimmte Werte1, bei Artikeln in romanartiger Länge hilft diese Art von 'Standortbestimmung' aber ungemein.

Instapaper fehlt in dieser Ansicht ein solches Feature. 'Fast Pagination' behilft sich mit kleinen Indikatoren, die optisch den iOS-Homescreen-Punkten nachempfunden sind. Nicht selten stimmt diese Angabe jedoch nicht. Um davon nicht überrascht zu werden, muss man sich erst durch alle Einzelseiten blättern. Die Bestimmung der tatsächlichen Textlänge ist für mich ein ausschlaggebender Aspekt welchem Beitrag (in welcher Situation) ich mich zuwende.

Gegenüber Instapaper fehlt der Readability-Software ein Lesestandsabgleich innerhalb von Artikeln. Das bedeutet: Readability springt beim Wechsel auf andere Geräte nicht in den identischen Absatz. Ein legitimer Kritikpunkt auch wenn ich (persönlich) nicht wieder in angelesene Artikel, die ein paar Tage brachlagen, einsteige (einsteigen kann).

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(Instapaper | iPad)

Readability testete in seiner Vergangenheit verschiedene Konzepte. Eine der größten (geänderten) Stoßrichtungen war ihr Publisher-Ansatz. Hier wurde Geld von Lesern eingesammelt und prozentual an Autoren ausgespuckt. Die Verteilung erinnerte an eine Kombination aus Spotify und Flattr2.

Konzeptionell unterscheidet sich Readability damit heute nicht mehr von Instapaper. Das gilt auch für die (unklare) Finanzierung, bei denen ich beiden Firmen skeptisch gegenüberstehe (und deshalb besonders das Pinboard-Backup schätze).

Eindeutig zu wenig Erfahrung besitze ich bislang mit dem aktuellen Text-Parser von Readability. Seit zirka einer Woche speichere ich Artikel (über ein Bookmarklet, das beide Dienste anbieten) und vergleiche das Resultat der extrahierten Auszüge. Aufgefallen sind mir lediglich Kleinigkeiten. Readability findet bei SPON-Artikeln teilweise nicht das Beitragsende und erfasst Text-Spagetti aus Menüs oder Werbung am Seitenende. Instapaper zieht sich gerne mal den Namen eines Blog-Kommentators und trägt ihn als Verfasser des Textes ein. Artikel, die bewusst über mehrere Webseiten gestreckt sind, grasen oft beide Dienste erfolgreich ab.

IPhoneBlog de Readability iPhone

(Readability | iPhone)

Beide Webservices bieten einen ePub-Download und den Versand von Artikeln zu einem Kindle (beziehungsweise der Kindle-App) an. Technisch besteht hier kein wesentlicher Unterschied. Readability punkte jedoch erneut mit einer frischeren Webseite; Instapaper fühlt sich diesbezüglich dezent abgestanden an.

Und genau darauf läuft mein 'Read it Later'-Transfer wohl auch hinaus. Auf ein simples: "Einfach mal was Neues."

  1. Readability erklärt mir auf Nachfrage, dass es sich hier nicht um Einzelberechnungen oder einen lernenden Algorithmus handelt sondern nur um eine durchschnittliche Lesezeit.
  2. Meinen ersten (und einzigen) Scheck über 28 US-Dollar erhielt ich zur Einstellung des Dienstes im Frühjahr diesen Jahres.

Beta 3 mit neuer App-Download-Animation und markanterem Schriftbild

iOS 7 was going to be divisive. There's no way to change something used by not only the most discerning developers and designers on the planet, but hundreds of millions of mainstream people without inviting push back and risking confusion. The alternative is stagnation. The only viable, sustainable solution becomes, when you decide to make a change, to really make a change. To leap ahead.

Rene Ritchie | iMore.com

Mit Beta 3 zurrt Apple seine dynamische Design-Sprache für iOS 7 weiter fest. Die Verwendung von Animationen, beispielsweise der Zoom-Effekt in Ordner hinein und heraus, zeigt nachvollziehbar woher man kommt (und wie man dorthin wieder zurückkehrt) – in dieser Version erstmals mit Speed und damit zum ersten Mal funktional.

Die neue Installations-Grafik erklärt den Download-Prozess und zeigt wann man die heruntergeladene Software verwenden kann. Der bisherige Ladebalken tat sich bei einigen Programm-Icons schwer.

IPhoneBlog de Install

Die Benutzung von Text (seit dieser Version nicht mehr als ‚Helvetica Neue Light‘ sondern vornehmlich ‚Regular‚) ist mitunter verständlicher als ein Button und damit ein wesentliches Stilelement, mit dem sich iOS von den Betriebssystemen seiner Mitbewerber differenziert.

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Andere Kleinigkeiten listet MacRumors auf.

Apples kleines Feature: 5 Jahre App Store

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Wie bereits in den heutigen Morgenstunden angemerkt, würdigt Apple den bevorstehenden fünften Geburtstag (offiziell erst am Mittwoch) mit einigen Meilensteinen aus den letzten Jahren sowie zehn Gratis-Anwendungen prominent auf der App-Store-Hauptseite (Link).

Die dritte Entwickler-Beta von iOS 7

IPhoneBlog de Beta3 ios7

Wie bereits vor zwei Wochen vorgelebt, lässt der Download aus dem Dev-Center noch auf sich warten. Das OTA-Update mit „bug fixes and improvements“ steht jedoch schon bereit.

19:15 Uhr: Der Build 11A4414e für das iPhone 4, 4S, 5, den iPod touch der fünften Generation sowie alle iPads (mit Ausnahme des gewölbten Silberrückens) steht jetzt auch im Entwicklerportal zum getrennten Download bereit.

11. Juli: Deus Ex: The Fall

DirektDeusEx

Eidos-Montreal hat für 5.99 Euro diesen Donnerstag entweder einen großen Hit oder einen totalen Flop an der Hand.

Deus Ex: The Fall, the newly announced iOS extension to the popular sci-fi franchise, is the first installment in a projected series, and will take six hours for a single playthrough. Available for a one-off price, it will also feature in-app purchases.

Martin Robinson | Eurogamer.net

Herbst-Update fürs iPad mini

IPhoneBlog de Nikon

“We want to create a product that will change the concept of cameras,” said Kimura. “It could be a non-camera consumer product.” The president declined to say if the company was developing a mobile phone.

Makoto Kimura (Nikon-Chef) | Bloomberg

Der Bedarf an qualitativ hochwertigen Fotos bleibt; die Bereitschaft dafür ein zusätzliches Gerät mitzunehmen, schwindet. Hinzu kommt: Die dominierende Anzahl unserer Bilder konsumieren wir an einem Bildschirm. Es ist mittlerweile wichtiger ein Foto zu teilen, als es auszudrucken.

Die ‚Foto-Frage‘ betrifft also nicht mehr ausschließlich die Erstellung von hochaufgelösten Schnappschüssen sondern fordert gleichberechtigt Antworten bezüglich ihres Konsums. Weil: Das menschliche Auge gewöhnt sich an Qualität. Auch wer den Unterschied zwischen SD- und HD-TV auf den ersten Blick nicht erkennt: Eine Staffel der eigenen Lieblingsserie in 720p verdirbt die Augen für angestaubte DVD-Güte.

Die Kamera im iPhone ist an physikalische Limits gebunden; Software hilft hier nur sehr begrenzt (als Hardware-Neuerung bekommen wir dieses Jahr eventuell einen besseren Sony-Sensor und Dual-LED-Blitz). Bei Bildschirmen sind Apples Sprünge dagegen größer: Insbesondere in Hinblick auf iOS 7 mit seiner feingliedrigen Schriftart ist ein Retina-Upgrade fürs iPad mini (m)eine sichere Wette.

Zwei feste Größen: Lightning und 1136 x 640 Pixel

Apple sind zwei Aspekte für die (zwangsläufig) anstehenden Änderungen im Produktportfolio wichtig: ein Lightning-Anschluss sowie ein 4-Zoll-Retina-Display in jedem Telefon. Deshalb erwarte ich folgenden Produktwechsel für Herbst:

  • iPhone 4 -> Budget iPhone
  • iPhone 4S -> iPhone 5
  • iPhone 5 -> iPhone 5S

Der Fokus des Budget iPhones1 liegt nicht zwangsläufig auf seinem Preis. Es wird kein ‚Billig-Phone‚, das preislich mit dem iPod touch kollidiert. Ich erwartet, dass das bestehende Preisgefüge, mit seinen marginalen Unterschieden zwischen iPhone 4, 4S und 5, bestehen bleibt.

Zur Erinnerung: Im vergangenen Weihnachtsquartal erhielten die älteren iPhone-Generationen fantastische Verkaufszahlen. 100 US-Dollar Rabatt machten hier den Unterschied (auch wenn das Preis-Leistungs-Verständnis aus einer technikaffinen Perspektive nicht verständlich war).

Das Problem ist der 3.5-Zoll-Bildschirm. Apple drängt seine App-Store-Entwickler unmissverständlich auf die neue Displaygröße. Die gleiche Harmonisierung gilt dem Zubehörmarkt, der keine neuen Produkte mehr dem alten 30-Pin-Stecker widmen soll.

IPhoneBlog de Techdy Budget iPhone

Today, we got Apple’s budget iPhone in hands, and we can’t wait to present a photo gallery and a phenomenal video for you to watch.

Chris Chang | Techdy Blog

Bemerkenswert: Das heute veröffentlichte Video stimmt bezüglich der Gehäuse-Farbgebung mit einem früheren Leak von Nowhereelse.fr überein, weist die gleichen Details der ‚iPhone Light‚-Technikzeichnung auf und gleicht einer Beschreibung von Jeremy Horwitz, die er bereits im Januar auf iLounge.com abgab.


  1. Budget iPhone‚ ist natürlich Quatsch. Spekulationen über die Namensgebung für das nächste Mehrspaßdennje-iPhone-Color enthalte ich mich. Farbige Rückseiten, so wie es die ersten Leaks ansagen, klingen jedoch logisch (Individualisierung durch Hüllen, iOS-7-Optik, etc.).

Leichte Sommerliteratur: Bücher und PDFs unter iOS im Sync

Alles synct. Wirklich alles? Bücher und Magazine, die nicht von Amazon (Kindle) oder Apple (iBookstore) stammen, nerven. Regelmäßig.

Als Rezensionsmuster bekomme ich von Verlagshäusern mittlerweile kompakte PDFs, anstatt wuchtiger Papierberge. Crowdgefundete Bücher gibt es komfortabel als ePUB und Humble eBook Bundles sind von Natur aus multiformat und DRM-frei. Das wirft Fragen nach Software auf, die mir meine Belletristik zum bequemen Gerätewechsel zwischen iPhone und iPad von selbst abgleicht. Wo sind die Import-Hürden am niedrigsten und welcher App schaut man auch nach einer längeren Lese-Session noch gerne aufs Layout?

Hier zwei schnelle Empfehlungen um seine dateibasierte Literatur, die sich nicht im üblichen RSS-Netz und von Instapaper einfangen lässt, über alle Geräte abzugleichen.

IPhoneBlog de iBooks Sync

Nach strenger Auswahl verbleibt lediglich iBooks (kostenlos; universal; App-Store-Link) und Readmill (kostenlos; universal; App-Store-Link) noch auf dem Homescreen. GoodReader (4.49 €; iPhone/iPad) lässt sich bei aller technischen Sympathie optisch nicht (mehr) ertragen; DotDotDot (kostenlos; universal; App-Store-Link) sieht speziell auf Retina-Displays nett aus, beschränkt sich aber ausschließlich auf ePUBs. Die Amazon Kindle-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) frisst dagegen keine ePUBs und gleicht den Lesestand für Dokumente, die direkt auf dem Gerät liegen, nicht ab.

Daher, ab zu den Siegern.

iBooks besitzt einen automatischen Sync, der sich auf den Lesestand, die Lesezeichen und abgegebene Kommentare bezieht auch wenn's keine Kaufbücher aus Apples iBookstore sind. Schon gewusst?

Voraussetzung: Das entsprechende Häkchen in den Systemeinstellungen und der identische App-Store-Account (nicht gleichzusetzen mit dem iCloud-Konto).

Apples Leseanwendung nimmt die literarischen Werke klassisch über iTunes Sync entgegen, speist die Dateien aber auch über den 'Öffnen in'-Dialog ein. Das bedeutet: Mit Instashare (kostenlos; universal; App-Store-Link), Dropbox (kostenlos; universal; App-Store-Link) oder Files (2.69 €; universal; App-Store-Link) geht's wesentlich flotter (und obendrein drahtlos). Dem lokalen Netzwerk ist außerdem die Größe der PDF-Magazine oder bildlastigen Bücher schnuppe. Einzige Einschränkung: Kopiert muss das Lesewerk jeweils individuell auf alle beteiligten Geräten.

Zusätzlich besteht über die Mac-Anwendung Digested eine bequeme (wenn auch kabelgebundene) Möglichkeit, die individuellen Kommentare und unterstrichenen Textpassagen komplett zu exportieren – wahlweise zu Evernote oder in ein separates PDF.

IPhoneBlog de Readmill

Readmill ist ’social‘, will vernetzen und digitale Bücher über intelligente Bookmarks und Anmerkungen, die man sich auch von anderen Lesern zur gleichen Lektüre einblenden lassen kann, modernisieren. Modernes Lesen? Ja, irgendwie.

Das Start-up nimmt eBook-Uploads über ihre Webseite entgegen. Alternativ lässt sich auch hier die 'Öffnen in'-Dateifreigabe von iOS verwenden um das Buch in seine persönlich Cloud-Bibliothek zu laden.

Beeindruckt war ich von der Erkennung meiner Uploads. Autor und Titel ordnete der Dienst minutenschnell zu. Für ein einziges PDF in meinen Testlauf funktionierte dies nicht. Manuelles Editieren ist nicht erwünscht; eine Support-Email sollte ich schreiben. Innerhalb von 5 Minuten erhielt ich nicht nur eine Antwort sondern auch die eingefügten Metadaten. Hut ab!

Das quasi-öffentliche Literaturverzeichnis leistet noch weitere Mehrwertdienste. So führt es beispielsweise Buch was man wann liest, wie viel Zeit man investiert und welche Bücher nach den eigenen Lesegewohnheiten noch empfehlenswert sind. Durch die zentrale Dateiablage verstehen sich die Sync-Features von selbst.