Zwei feste Größen: Lightning und 1136 x 640 Pixel

Apple sind zwei Aspekte für die (zwangsläufig) anstehenden Änderungen im Produktportfolio wichtig: ein Lightning-Anschluss sowie ein 4-Zoll-Retina-Display in jedem Telefon. Deshalb erwarte ich folgenden Produktwechsel für Herbst:

  • iPhone 4 -> Budget iPhone
  • iPhone 4S -> iPhone 5
  • iPhone 5 -> iPhone 5S

Der Fokus des Budget iPhones1 liegt nicht zwangsläufig auf seinem Preis. Es wird kein ‚Billig-Phone‚, das preislich mit dem iPod touch kollidiert. Ich erwartet, dass das bestehende Preisgefüge, mit seinen marginalen Unterschieden zwischen iPhone 4, 4S und 5, bestehen bleibt.

Zur Erinnerung: Im vergangenen Weihnachtsquartal erhielten die älteren iPhone-Generationen fantastische Verkaufszahlen. 100 US-Dollar Rabatt machten hier den Unterschied (auch wenn das Preis-Leistungs-Verständnis aus einer technikaffinen Perspektive nicht verständlich war).

Das Problem ist der 3.5-Zoll-Bildschirm. Apple drängt seine App-Store-Entwickler unmissverständlich auf die neue Displaygröße. Die gleiche Harmonisierung gilt dem Zubehörmarkt, der keine neuen Produkte mehr dem alten 30-Pin-Stecker widmen soll.

IPhoneBlog de Techdy Budget iPhone

Today, we got Apple’s budget iPhone in hands, and we can’t wait to present a photo gallery and a phenomenal video for you to watch.

Chris Chang | Techdy Blog

Bemerkenswert: Das heute veröffentlichte Video stimmt bezüglich der Gehäuse-Farbgebung mit einem früheren Leak von Nowhereelse.fr überein, weist die gleichen Details der ‚iPhone Light‚-Technikzeichnung auf und gleicht einer Beschreibung von Jeremy Horwitz, die er bereits im Januar auf iLounge.com abgab.


  1. Budget iPhone‚ ist natürlich Quatsch. Spekulationen über die Namensgebung für das nächste Mehrspaßdennje-iPhone-Color enthalte ich mich. Farbige Rückseiten, so wie es die ersten Leaks ansagen, klingen jedoch logisch (Individualisierung durch Hüllen, iOS-7-Optik, etc.).

Leichte Sommerliteratur: Bücher und PDFs unter iOS im Sync

Alles synct. Wirklich alles? Bücher und Magazine, die nicht von Amazon (Kindle) oder Apple (iBookstore) stammen, nerven. Regelmäßig.

Als Rezensionsmuster bekomme ich von Verlagshäusern mittlerweile kompakte PDFs, anstatt wuchtiger Papierberge. Crowdgefundete Bücher gibt es komfortabel als ePUB und Humble eBook Bundles sind von Natur aus multiformat und DRM-frei. Das wirft Fragen nach Software auf, die mir meine Belletristik zum bequemen Gerätewechsel zwischen iPhone und iPad von selbst abgleicht. Wo sind die Import-Hürden am niedrigsten und welcher App schaut man auch nach einer längeren Lese-Session noch gerne aufs Layout?

Hier zwei schnelle Empfehlungen um seine dateibasierte Literatur, die sich nicht im üblichen RSS-Netz und von Instapaper einfangen lässt, über alle Geräte abzugleichen.

IPhoneBlog de iBooks Sync

Nach strenger Auswahl verbleibt lediglich iBooks (kostenlos; universal; App-Store-Link) und Readmill (kostenlos; universal; App-Store-Link) noch auf dem Homescreen. GoodReader (4.49 €; iPhone/iPad) lässt sich bei aller technischen Sympathie optisch nicht (mehr) ertragen; DotDotDot (kostenlos; universal; App-Store-Link) sieht speziell auf Retina-Displays nett aus, beschränkt sich aber ausschließlich auf ePUBs. Die Amazon Kindle-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) frisst dagegen keine ePUBs und gleicht den Lesestand für Dokumente, die direkt auf dem Gerät liegen, nicht ab.

Daher, ab zu den Siegern.

iBooks besitzt einen automatischen Sync, der sich auf den Lesestand, die Lesezeichen und abgegebene Kommentare bezieht auch wenn's keine Kaufbücher aus Apples iBookstore sind. Schon gewusst?

Voraussetzung: Das entsprechende Häkchen in den Systemeinstellungen und der identische App-Store-Account (nicht gleichzusetzen mit dem iCloud-Konto).

Apples Leseanwendung nimmt die literarischen Werke klassisch über iTunes Sync entgegen, speist die Dateien aber auch über den 'Öffnen in'-Dialog ein. Das bedeutet: Mit Instashare (kostenlos; universal; App-Store-Link), Dropbox (kostenlos; universal; App-Store-Link) oder Files (2.69 €; universal; App-Store-Link) geht's wesentlich flotter (und obendrein drahtlos). Dem lokalen Netzwerk ist außerdem die Größe der PDF-Magazine oder bildlastigen Bücher schnuppe. Einzige Einschränkung: Kopiert muss das Lesewerk jeweils individuell auf alle beteiligten Geräten.

Zusätzlich besteht über die Mac-Anwendung Digested eine bequeme (wenn auch kabelgebundene) Möglichkeit, die individuellen Kommentare und unterstrichenen Textpassagen komplett zu exportieren – wahlweise zu Evernote oder in ein separates PDF.

IPhoneBlog de Readmill

Readmill ist ’social‘, will vernetzen und digitale Bücher über intelligente Bookmarks und Anmerkungen, die man sich auch von anderen Lesern zur gleichen Lektüre einblenden lassen kann, modernisieren. Modernes Lesen? Ja, irgendwie.

Das Start-up nimmt eBook-Uploads über ihre Webseite entgegen. Alternativ lässt sich auch hier die 'Öffnen in'-Dateifreigabe von iOS verwenden um das Buch in seine persönlich Cloud-Bibliothek zu laden.

Beeindruckt war ich von der Erkennung meiner Uploads. Autor und Titel ordnete der Dienst minutenschnell zu. Für ein einziges PDF in meinen Testlauf funktionierte dies nicht. Manuelles Editieren ist nicht erwünscht; eine Support-Email sollte ich schreiben. Innerhalb von 5 Minuten erhielt ich nicht nur eine Antwort sondern auch die eingefügten Metadaten. Hut ab!

Das quasi-öffentliche Literaturverzeichnis leistet noch weitere Mehrwertdienste. So führt es beispielsweise Buch was man wann liest, wie viel Zeit man investiert und welche Bücher nach den eigenen Lesegewohnheiten noch empfehlenswert sind. Durch die zentrale Dateiablage verstehen sich die Sync-Features von selbst.

Apples Retail Stores verkaufen 20% aller iPhones

IPhoneBlog de New York Apple Store

Even though 80% of iPhones are not sold at Apple Stores, 50% of all serviced iPhones are troubleshooted, repaired, or replaced at Apple Store Genius Bars. Cook reportedly hinted that he would like those numbers to be more in line.

Mark Gurman | 9to5Mac

Die Bedeutung des iPhones in Apples Pro­dukt­port­fo­lio überschreitet seine eigenen Umsätze. Das Telefon ist sowohl Einstiegsdroge (für Macs und iPads) wie auch eine (Ökosystem-)Verbindlichkeit, die in den meisten Ländern durch einen zweijährigen Telefonvertrag entsteht.

Das lediglich 20-Prozent der Apple-Telefone in den eigenen Retail-Stores ausgegeben werden (explizite Angaben zum Online Store fehlen den Informationen aus zweiter Hand), demonstriert die verbleibende Stärke der Mobilfunkanbieter, die einen Verkaufszweig besitzen über den Apple nur minimalen Einfluss ausübt.

Android-Systemfehler: Apps mit Schadcode aber gültiger Signatur

IPhoneBlog de Android Bluebox

A vulnerability that has existed in Android for the past four years can allow hackers to modify any legitimate and digitally signed application in order to transform it into a Trojan program that can be used to steal data or take control of the OS.

Lucian Constantin | Computerworld

Die gute Nachricht: Apps aus Googles Play Store sind nicht betroffen. Die schlechte Nachricht: Apps aus unbekannter Quelle ist es möglich die kryptographische Signatur jeder Anwendung so umzuschreiben, dass sie gegenüber dem System weiterhin als valide gilt.

Bluebox Labs dokumentiert die weitreichenden Folgen des von ihnen aufgespürten (und im Februar an Google berichteten) Bugs in einem Blogpost. Die Sicherheitslücke ist laut eigener Aussage seit Android 1.6 im mobilen Betriebssystem und damit mittlerweile auf einer dominierenden Anzahl von androiden (Smart-)Phones vertreten. In der Update-Pflicht stehen jetzt die Geräteanbieter.

It’s up to device manufacturers to produce and release firmware updates for mobile devices (and furthermore for users to install these updates). The availability of these updates will widely vary depending upon the manufacturer and model in question.

Jeff Forristal | Bluebox CTO

Sprich: Diese Security-Aktualisierungen werden nie kommen. Konsequenz: Wem seine Daten etwas wert sind, bleibt auf unabsehbare Zeit im abgeschirmten 'Walled Garden' des Google Play Stores1.


  1. Wer keinen Play Store auf seinem Telefon findet, so wie auf mehreren Millionen Geräten im asiatischen Markt, hat Pech.

Für registrierte Entwickler: ‚iWork for iCloud‘

Ein (kostenloser) Dev-Account gibt unter beta.icloud.com Zugang zu ‚iWork for iCloud‚ – Apple verschickte heute entsprechende E-Mail-Einladungen. Zahlende Entwickler spielen mit der Beta im Browser bereits seit der WWDC.

IPhoneBlog de iWork for iCloud

Für die systemübergreifende Integration der Office-Apps ergäbe es Sinn, den initialen Verkaufspreis der iOS-Version zu kippen, beziehungsweise die Mac-Software dem Kauf neuer Hardware beizulegen – das iLife-Konzept.

Besides the factor of elegance and the want for an integrated experience leading to the possibility of free iWorks apps on iOS and OS X, we have uncorroborated whispers, in recent months, claiming that Apple has been discussing ways to make its iWork for iOS and Mac apps free at some point in the next year.

Mark Gurman | 9to5Mac

Ähnlich den purzelnden Preisen der Mac-Betriebssystem-Updates, verkauft auch hier Software seine Hardware. Die mobilen Apps von Pages, Numbers und Keynote, für jeweils 8.99 € im iOS-App-Store (Link), sind zweifellos Verkaufsargumente für iPhone und iPad.

Das Apple aber auch kein Problem damit hat nur die Web-Version dem gratis iCloud-Account überzustülpen, erklärt sich aus der Vergangenheit.

Sowohl für die iOS-Apps wie auch die Mac-App-Store-Software der Office-Suite aus Cupertino sind große Herbst-Updates bereits fest zugesagt. Egal in welchem Preisgefüge: iWork bleibt ein strategisches Ass (im Ärmel) gegen andere textverarbeitende und tabellenkalkulierende Programme.

Zufriedene Kunden. Eine gute Strategie.

IPhoneBlog de Boxee

“Samsung has acquired key talent and assets from Boxee,” the spokeswoman said in a statement. “This will help us continue to improve the overall user experience across our connected devices.”

Brian X. Chen / NYTimes.com

Kundenzufriedenheit führt zu Kundenloyalität – eine simple Formel. Unter Tim Cook nehmen die Erwähnungen der Statistiken von Marktforschungsunternehmen (auffällig) zu – von J.D. Power and Associates bis ChangeWave. Zuletzt holte sich Apple diese positiven Zufriedenheitsstudien auch direkt aus Samsungs Südkorea ab – von Naver und dem Korean National Customer Satisfaction Index.

Daran bemerkenswert: Apple besitzt dort bislang keinen Retail-Store. Die über 400 Verkaufsgeschäfte (in insgesamt 14 Ländern) schleusen nicht nur täglich eine Millionen Besucher durch Holztischreihen, sondern tragen maßgeblich zum Kunden-Support bei. Nicht umsonst will auch Samsung keinem sommerjobbenden Teenager mehr im Best Buy das finale Verkaufsgespräch überlassen und versucht dort mit Pop-up-Stores Einfluss zu nehmen.

Insert Moin: „Waren Spiele früher besser?“

IPhoneBlog de Pleasantville

Die Frage ist natürlich Quatsch, aber die Diskussion ihre Zeit wert. Insbesondere wenn man dabei iOS mit dem App Store im Hinterkopf behält.

-> Podcast: Insert Moin #783 | Superlevel.de

App-Store-Abgründe: Geklaute Apps neu eingestellt

IPhoneBlog de Hackers Painters Graham

Jon Lipsky’s Blogeintrag zum 1:1-App-Klau, der ihm mit TouchDraw (7.99 €; App-Store-Link) widerfuhr, erhielt in den vergangenen Stunden viel Aufmerksamkeit. Schön! Schade, das Peter Kelly mit einer fast identischen Geschichte zu UX Write vor einem Monat eher unbemerkt blieb.

Mittlerweile umspannt die Diskussion nicht nur (Grafik-)Assets, Ideen und Portfolio-Fakes (bizarr!), sondern auch vollständige Apps, die kopiert werden und unter anderem Namen (und mit neuem Logo) wieder im App Store auftauchen. Ereignisse in dieser Größenordnung nachzuvollziehen, darf für Apples Prüfungsprozess kein Problem darstellen.

Piracy is a fact of life in the software industry and ultimately there’s nothing you can do to stop it. It would not surprise me one bit to see copies of UX Write on the Pirate Bay or other sites that have apps for downloading to jailbroken devices. But the app store is different – it’s run by Apple, who review every submission to ensure it complies with their rules, and once approved, they earn a 30% cut of every sale. So while I wouldn’t even bother spending time trying to deal with copies posted on torrent sites or similar, the nature of the app store is such that I think it’s reasonable to expect a higher standard from it.

Peter Kelly / UX Write