Gestern Nacht als ‚Bits und so‚-Pick von Kollege Becker vorgestellt (bislang nur im ReLive), heute an dieser Stelle mit wiederholter Empfehlung für alle Trakt.tv-ler: das (erst) zwei Wochen junge checkTrakt (kostenlos; App-Store-Link).
Bestes Feature: die zentral platzierte NextUp-Ansicht. Hier lässt sich einsehen welche Episode in einer Staffel als Nächste ansteht. Damit behält man die Übersicht beim Wechsel der DVD-Scheiben, bekommt für aktuell laufende TV-Shows aber auch den kommenden Erstausstrahlungstermin mitgeteilt (und kann die Folge mit wenigen Taps als gesehen markieren).
Spielfilme verwaltet checkTrakt (noch) nicht – ich persönlich nutze Trakt.tv ohnehin nur für TV-Shows. Allerdings fehlt mir die Übersicht was meine befreundeten Kontakte derzeit schauen (‚Friend Activity‚), so wie uTrakt diese beispielsweise aufführt.
Eine faire Frage, die Cook auf der Bühne nicht "aushandeln" wollte und mit den bekannten "I don't like lawsuits any more than I did last year. But I don't want copying. This is about values at the end of the day." Floskeln beantwortete.
Bedrohlicher als diese (uninteressanten) Kleinkriege sind die anhaltenden Gefechte mit PatentverwalternTrollen wie VirnetX, die das (vermutlich vorschnelle) Steve-Jobs-Versprechen für FaceTime als offener Standard ausbremsten.
The VirnetX case might also shed some light on why FaceTime isn’t open. When introduced in 2010, it was said that FaceTime would become an open standard. Many have speculated as to why that was. It may be that Apple found that they could not legally open FaceTime when some of the technology behind it was not industry-standard and under someone else’s patents.
VirnetX klagt seit 2010 (wiederholt auch gegen Cisco und Microsoft) und bekam von einem US-Bundesbezirksgericht in Texas (natürlich!) 386 Millionen US-Dollar zugesprochen – ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Forderung. Das Urteil und die Strafzahlung gegen Apple wurde im Februar bestätigt.
Die Rechtsstreitigkeiten mit Cupertino betreffen auch Patente um VPN-Technologie, die beispielsweise in iOS 6.1 zum Einsatz kommt. Apple kündigte über ein Supportdokument entsprechende Anpassungen an.
Dann gewann jedoch Cisco gegen den Patentverwerter und halbierte damit dessen Aktienkurs. Und auch Apples Support-Schrift kommentiert seitdem hoffnungsvoll:
This is an update to an article describing potential changes to the behavior of VPN On Demand due to a lawsuit by VirnetX.
Apple no longer plans to change the behavior of the VPN On Demand feature of iOS 6.1 for devices that have already been shipped.
Star Wars: Knights of the Old Republic (8.99€; App-Store-Link), ja, der BioWare-Titel von vor 10 Jahren, einer der wenigen Lizenz-Hits aus diesem Universum, spielt ab sofort am iPad (mini).
IGN gehört am heutigen Tag das exklusive Preview – mit guten Noten für die Portierung von Aspyr. Und 148Apps.com rahmte bereits die ersten 30 Spielminuten für YouTube.
Getting around can be a struggle, but this brilliant roleplaying game shines brightly on a mobile screen.
Playing Star Wars: Knights of the Old Republic on the iPad is like curling up with a dog-eared copy of a beloved book. It’s a more personal and immediate means of tripping through a galaxy far away a long, long, long, long time ago.
Rodeo Games versteht es rundenbasierte Strategie-Erlebnisse aus Top-Down-Perspektive in Szene zu setzen. An Hunters 2 (4.49€; universal; App-Store-Link) habe ich mich abgearbeitet (aber nie darüber geschrieben); Warhammer Quest (4.49€; universal; App-Store-Link) nuckelt seit gestern ständig am iPad-Akku. Und das, obwohl ich mich im ‚Games Workshop‚-Universum nie zuhause fühlte.
Zuallererst ist es die stimmungsvolle ‚Pen & Paper‘-Brettspielatmosphäre, die mit einer tragenden Sound-Deko, gut übersetztem (deutschen) Textwerk sowie mittelalterlicher Stadtkulisse und feuchtem Höhlenklima eine Prise Pathos über den Bildschirm kippt.
Mit vier Kämpfern, ein axtschwingender Zwerg, ein Barbar mit Schwert sowie ein zaubernder (!) Magier und ein bogenschießender Elf, zieht ihr durch dunkle Gemäuer und schnetzelt Orks und Goblins. Das Würfelglück entscheidet für beide Seiten wie blutig die Treffer ausfallen. Eine zusammenhängende Geschichte lese ich nicht. Die Erzählstruktur der episodenhaften Abschnitte ist jedoch stimmig.
Goldtaler, die das Training für die nächste Erfahrungsstufe der Horde bezahlen, finden sich nicht in Schatztruhen sondern werden in den zentral platzierten Kämpfen erworben. Das hört sich nicht nur repetitiv an, das ist es auch. Und trotzdem macht es ungeheuer Spaß – ähnlich dem Aufleveln in Diablo-Dungeons.
Clever eingebunden ist das Ausrüstungsmenü, das sich durch die Drehung des iPhones oder iPads über die Portrait-Position aufklappt. Um iCloud-Savegames kümmert sich Warhammer Quest automatisch – sogar innerhalb von Dungeons. Einen Mehrspielermodus halte ich für eine sichere Update-Wette – er würde nur zu gut hierher passen.
Streiten lässt sich (wie immer) über die Wertigkeit der In-App-Käufe. Zusätzliche Krieger (Erzmagier, Trollslayer und Priester) sowie ein Add-On, das eine neue Region mit zusätzlichen Städten, Dörfern und Feinden freischaltet, bedürfen keiner Diskussion.
Die Goldtaler-Pakete, im Bündel zu 2.69€, 8.99€ oder 26.99€, nehmen euch einige Grinding-Stunden ab. Ohne erspielte Erfahrungspunkte, die es nicht einzukaufen gibt, geht’s jedoch nicht weiter. Mit fortlaufender Spielpraxis gibt es dann aber auch wieder Geld – ‚ausbalanciert und gerecht‘ ist dazu mein Eindruck nach den ersten vier (von insgesamt 25+ versprochenen) Spielstunden.
Für jährlich 17Euro ist Feed Wrangler von David Smith eine vielversprechende Google-Reader-Alternative – ohne Ordner, mit intelligenten Streams.
Das RSS-Projekt, als One-Man-Show betrieben, blickt auf erst vier (turbulente) Wochen zurück. Seit der ersten (Beta-)Stunde liegt dort auch eine Kopie meines Feed-Sammelsuriums. Das Problem: "Feed Wrangler is its backend." Das Web-Interface ist trotz fehlender Tastatur-Steuerung akzeptabel1; die iOS-Apps (kostenlos; universal; App-Store-Link) sind allerdings Notlösungen (um nicht komplett ohne Software-Support die Reise zu starten).
Doch Third-Party-Support nähert sich. Und damit könnte der RSS-Aggregator zu einer echten Empfehlung avancieren.
It looks like Feed Wrangler’s next chapter will be focused on helping 3rd Party developers integrate with the API. The range of developers that are working on adding Feed Wrangler support to their apps is stunning. It looks like there will be great coverage across most platforms. While I can’t talk about specific apps quite yet, I don’t think anyone will be disappointed by the integrations coming soon.
Ungewöhnliche Gangart: Ohne (Presse-)Aufregung nimmt Apple den iPod touch der vierten Generation aus dem Programm und ersetzt ihn durch eine 4-Zoll-Retina-Variante (mit 16GB) ohne rückseitige Kamera.
Damit entspricht das Gerät dem iPod touch der fünften Generation, das einen Dual-Core A5-Prozessor, doppelten Arbeitsspeicher, Lightning-Stecker, WiFi mit 5GHz und Bluetooth 4.0 in sich trägt.
Wer auf die 5-Megapixel iSight (die zusätzliche Farbauswahl und das Armbändchen) verzichtet, spart gegenüber der 32GB-Version des größeren Bruders im US-Store 70 US-Dollar. Der deutsche Apple-Online-Store spuckt noch keinen Preis für das modifizierte Gerät aus.
10:13 Uhr – 239Euro kostet das 16GB-Modell und ist damit 80Euro preiswerter als der 32GB-Touch.
Phoenix Wright Ace Attorney Trilogy HD (kostenlos; universal; App-Store-Link) bündelt die ersten drei Nintendo-DS-Spiele der Serie in einer iOS-Compilation, mit der Capcom im vergangenen Jahrzehnt eine popkulturelle (Cosplayer-)Sensation auslöste.
Das 'Point-and-Tap'-Detektiv-Adventure liegt nicht nur ‚retina-remastered‘ vor sondern dreht sich auch je nach Ausrichtung des iPhones oder iPads in eine spielbare Position – sehr löblich. Dagegen ärgerlich: Widescreen-Support für das iPhone 5 fehlt und auch am iPad ist der Bildschirm nicht vollständig ausgefüllt. Ein schwarzer Rahmen zeugt von einer schludrigen Umsetzung der Handheld-Hits. Auch ein Spielstand-Sync über iCloud bleibt Capcom den Beweis schuldig.
Die ersten zwei Kreuzverhöre der ersten Episode als Strafverteidiger sind gratis. Danach kostet euch der Juristen-Job 14.99Euro oder jeweils 6Euro pro Einzeltitel – fair. Insbesondere wenn man bedenkt welche Summen gebrauchte DS-Module auch heute noch erzielen.
Extrem unschön: Ace Attorney twittert Fortschritte ohne Rückfrage. Dagegen hilft es den Account-Zugriff gleich beim ersten App-Start zu verbieten oder diese Rechte später im Menü wieder abzuklemmen.
Und trotzdem: Die englischsprachigen Graphic Novels bleiben auch mit ein paar Videospieljahren im Rücken noch ein Genuss. Heftig überzeichnet, vollblütige animiert. Wer sich bislang um die episodischen Geschichten gedrückt hat, ist spätestens jetzt angehalten sich dem Gerichtssimulator zu stellen.
Die Idee für The Magazine (kostenlos; universal; App-Store-Link) entstand aus ausgekoppelten Instapaper-Leseempfehlungen und entwickelte sich unter Glenn Fleishman, in seiner Rolle als Chefredakteur, zu einer sich selbst tragenden iOS-Publikation (die gerade einmal 80 Artikel zählt).
Instapaper istverkauft. Und auch von The Magazine tritt Marco Arment heute zurück und übergibt an den bereits die Geschehnisse leitenden Glenn Fleishman.