Awesome Baby Names (1.79€; App-Store-Link) versteckt einen Game Boy Advance-Emulator. Das BIOS und die ROMS landen via iTools im Ordner /Documents. Die ‚geheime‘ Touch-Kombination zur Aktivierung sieht wie folgt aus.
Update: Wie zu erwarten entfernt Apple ‚Awesome Baby Names‚ aus dem App-Store-Angebot.
“Apple did a fantastic job in bringing touch devices to market … They did a fantastic job with the user interface, they are a design icon. There is a reason why they were so successful, and we actually have to admit this and respect that,” Mr Heins said.
“History repeats itself again I guess … the rate of innovation is so high in our industry that if you don’t innovate at that speed you can be replaced pretty quickly. The user interface on the iPhone, with all due respect for what this invention was all about is now five years old.”
Auf der Suche nach ein paar Klicks mutieren diese doch wirklich freundlichen Aussagen von BlackBerry-Chef Thorsten Heins zu Überschriften von bedauernswertem Journalismus: „Thorsten Heins says iPhone is old news„, „BlackBerry CEO Slams iPhone as No Longer Innovative“ und „BlackBerry CEO Says iPhone Is Passé„*.
Obendrein hat er Recht. iOS ist nach dem Start von BlackBerry 10, Ende Januar, mittlerweile das älteste mobile Betriebssystem unter allen noch bedeutenden Mitspielern, verkauft trotz ‚altem‚ Homescreen-Konzept aber immer noch ein paar Geräte.
Fever° ist für die an RSS interessierte Mehrheit keine Google-Reader-Alternative – schon wegen der notwendigen Installation auf dem eigenen Server. Googles Todeserklärung Frühjahrsputz für eine Handvoll Produkte, hat in kleinem Maßstab jedoch auch hier, beim mittlerweile drei Jahre alten Projekt von Shaun Inman, für Aufregung gesorgt.
Wer trotz gut gemeinter WarnungKlarstellung die 23-Euro-Lizenz im eigenen Datenschrank installiert, sei Sunstroke (4.49€; App-Store-Link) als iPhone-Client ans Herz gelegt. Die App ist zusammen mit Reeder (2.69€; App-Store-Link), das seit Version 3.0 auch mit Fever° abklatscht, die derzeit beste Möglichkeit sein Feed-Verzeichnis zu lesen*.
Zugegeben: Die generelle Software-Auswahl, die das ganz persönliche RSS-Archiv in Fever° durchstöbert, ist nicht groß. Am Desktop ist man auf den Browser (oder eine mäßig tolle Fluid-App) angewiesen; ein angepasstes iPad-Programm ist bislang noch gar nicht aufzutreiben. Die fehlende Konkurrenz senkt jedoch keineswegs den Anspruch an Sunstroke, das flink synchronisiert, butterweich scrollt und sich aufgeräumt sowie durchdacht aufstellt.
Ein Alleinstellungsmerkmal von Fever°, der Server-Software-Komponente, läuft unter dem Titel ‚Hot‚. Fever° rauscht hier durch eure Feeds und bewertet auf einer Temperaturskala über welche Themen häufig gesprochen wird. Das ist ideal um sich nach einem onlinefreien Wochenende schnell in die ‚knackig frischen‘ Themen einzulesen. Sunstroke bildet dieses Feature perfekt ab.
Bereits bei Reeder zu schätzen gelernt habe ich die Ein-Finger-Geste um aus einem RSS-Artikel zurück in die Übersicht zu wischen. Damit springt man flott in Beiträge, zieht sich aber genau so schnell wieder zurück. Während die Überschriften der Artikel in der Listenübersicht an einem vorbeifliegen, markiert Sunstroke diese als gelesen. Artikel lassen sich vormerken (‚Saved‚) oder zu Pinboard oder Instapaper schicken. Einzig und allein eine Suche, wie sie über den Browser möglich ist, fehlt.
Google legt den Schalter für Reader Anfang Juli um. Bis dato erwarten uns noch zahlreiche Experimente. Fever° ist mir in Kombination mit Sunstroke sehr sympathisch, weshalb ich meine 350 Feeds vorerst exklusiv dieser Aufstellung anvertraue.
* Lustige Randnotiz vom Sunstroke-Entwickler Anthony Drendel: Der deutsche App Store hat nach Nordamerika bislang die meisten Kopien seiner Software verkauft.
Entgegen der üblichen Gewohnheit, Konkurrenz-Events mit kleinen Software-Updates oder Speedbump-Ankündigungen stillschweigend den Wind aus den Segeln zu nehmen, rief Phil Schiller in der letzten Woche von sich aus zu zwei Interviews. Die Talks mit Reuters und dem Wall Street Journal, zeitlich abgestimmt auf den Vorabend des Galaxy-S4-Musicals, einer Veranstaltung die sich selbst in den Fuß schoss, gingen jedoch komplett nach Hinten los.
Dropbox schluckt Mailbox. Ich bin an dieser Stelle so frei, mich selbst von vor einem Monat zu zitieren.
Keine App setzt deutlichere Zeichen für eine freundliche Übernahme. Sparrow verlangte für sein Produkt Geld; Mailbox skaliert ausschließlich über Accounts. […] Solange jedoch die Prioritäten so eindeutig in Richtung Aufkauf ausfallen und völlig offen ist, wie Orchestra Geld verdienen möchte, ist das für mich als Kunden nicht sehr reizvoll.
PhotosInfoPro (4.49€; App-Store-Link) schreibt Metadaten in Fotos. Schlagwörter, Beschreibungen, Hinweise zu Bildrechten und Ortsinformationen, die volle Bandbreite. Das iPad ist für diese Art der Fotopflege deshalb so optimal geeignet weil es sofort startbereit ist, auf kleinstem Raum, wie beispielsweise im Bus oder Flugzeug, benutzt werden kann und obendrein zehn Akkustunden mitbringt.
Sind die RAWs und JPEGs erst einmal über das Camera Connection Kit (Affiliate-Link) importiert, greift sich die iPad-Anwendung eure Schnappschüsse einzeln oder im Stapel und fragt nach den zusätzlichen Informationen. Der Clou: PhotosInfoPro exportiert neben den Fotos bei Bedarf auch separate XMP-Dateien, ein standardisiertes Format, das alle (von euch eingetragenen) Metadaten zum Foto beinhaltet. Damit bindet man sich nicht an eine spezielle Desktop-Software und kann die Bilder später Lightroom, Aperture oder Photoshop vorlegen.
Fotograf und Buchautor Ben Long hat genau dazu in dieser Woche seinen cleveren Workflow dokumentiert.
PhotosInfoPro can export XMP sidecar files containing all of your metadata. Because of this, limited iPad storage is no longer a problem. I import my raw files into the iPad, tag them and rate them using PhotosInfoPro, then export XMP files and delete the raws from the iPad. Since I have the raws stored somewhere else, I don’t lose any image data. When I get home, I copy the raw files to my computer, then dump the XMP files into the same folder. Now when I open the raw files, all of my metadata will be there.
Wir waren alle faul. Seitdem uns Google im Jahr 2005 die RSS-Frage beantwortete, ist nichts mehr passiert – kein Konkurrent, kein Gegenvorschlag, nicht einmal eine Diskussion. Der Google-Login avancierte zum Schlüssel für alle Feeds. Jeder fasst sich deshalb an die eigene Nase, dass unsere Surf- und Lesegewohnheiten der allesfressenden Suchmaschine nicht ausreichten, einen Gratis-Service quer zu finanzieren.
The truth is this: Google destroyed the RSS feed reader ecosystem with a subsidized product, stifling its competitors and killing innovation. It then neglected Google Reader itself for years, after it had effectively become the only player.
Vorsichtig ausgedrückt: Google trägt seine Mitschuld am Dilemma, weil es seinen eingekauften Dienst nie auf profitable Beine gestellt hat (oder wollte) – von einer Weiterentwicklung ganz zu schweigen. Mir bleibt genau das unverständlich. Meine RSS-Quellen verraten mehr über mich als irgendein soziales Profil. Twitter kennt zwei oder drei Artikel, die ich empfehle; Google liegt mein täglicher Informationsfluss zu Füßen.
Als die ersten RSS-Reader für iOS erschienen (Remember NetNewsWire?), lautete ein häufiger Kritikpunkt: kein Google-Reader-Sync. Nachdem die Monokultur etabliert war, musste man nicht mehr darüber nachdenken – weder als Entwickler, noch als Konsument („Google Reader Over and Out„).
Einzige Konsequenz: Kundenfeindliche Publisher kürzten ihren Lesern den weitgehend werbefreien Informationszugang anstelle sie dort abzuholen. Die heute in Panik herumgereichten Alternativen, von feedly über Fever bis NewsBlur und Netvibes, sind (für die meisten RSS-Leser) keine Hilfe.
Das sich bis Anfang Juli neue Zweitmöglichkeiten entwickeln, bei denen der iOS-App-Store ein ausschlaggebende Position innehat, steht für mich außer Frage („Goodbye Google Reader„). Eins ist nämlich klar: Lediglich der Mittelsmann streicht hier die Segel. Die Inhalte, die Blogs und unser regelmäßiger News-Bedarf bleibt bestehen. Die zwei entscheidenden Fragen lautet nun: Wie konsumieren wir unseren Informationsstrom zukünftig am effizientesten (bzw. kompatibelsten) und wer zieht dabei mit („The RSS Apocalypse„)?
Mit Erfolg spielt man nicht! Teil 1 war in machen Bestenlisten ein Top-10-Hit; Teil 2 von ‚Super Stickman Golf‚ (0.89€; universal; App-Store-Link) schlägt wieder direkt aufs Grün.
Noodlecake implementiert neben neuen Parcours, Powerups und Outfits ein asynchrones Online-Gegeneinander, das auch plattformübergreifend Android-Golfer zum Abschlag auffordert. Der ‚Race Mode‚, ein lokaler Bluetooth-Mehrspielermodus gegen bis zu acht Golfer (oder Online gegen drei Mitspieler), ist iOS-exklusiv.
Die Spielerfolge synchronisieren sich über iCloud; einzig die Retina-Anpassung für große iPads fehlt. Für das iPhone sind die hochauflösenden Grafiken vorhanden, auf dem iPad mini schaut SSG2 absolut okay aus. Die Entwickler argumentieren ihre Entscheidung mit dem 3G-Downloadlimit des App Stores, das mobile Software-Einkäufe über 50 Megabyte nicht zulässt. Ich kann die Verkaufsentscheidung nachvollziehen, finde sie aber nicht richtig.
Trotzdem steht es außer Frage, jetzt nicht sofort am eigenen Handicap zu arbeiten.