Eine Gratis-App, die mich viel Geld kosten wird: Mit Kickstarter for iPhone (kostenlos; App-Store-Link) wühlt man sich noch einfacher durch den gewaltigen Ideenstrudel und stößt Projektfinanzierungen an.
Im Winter 2008 erhielt ich meinen ersten Spotify-Account – den Ersten vergisst du nie. Nach vier Jahren wechsle ich nun die Lager. Die ersten drei Testmonate von Rdio haben mich überzeugt. Das Zünglein an der Waage: die iOS-App.
Rdio auf iPhone und iPad (kostenlos; universal; App-Store-Link) ist seinem älteren Konkurrenten um Meilen voraus. Die Adjektive schlicht, durchdacht und stilvoll übertrumpfen aus allen Design-Perspektiven die angestaubte Optik des Musik-Streaming-Urgesteins, der seit Monaten Jahren jegliche Veränderung scheut. Im Gegensatz dazu: Rdio erhielt erst am gestrigen Mittwoch einen neuen Shortcut, bei dem sich durch einen längeren Fingerdruck ein elegantes Untermenü ausrollt. Solche Experimente wagt der Spotify-Riese nicht (mehr).
Die iOS-Anwendung tut sich bei mir als ausschlaggebendes Kriterium hervor weil der Musikdienst in den heimischen vier Wänden seine Beats ohnehin direkt durch die Sonos-App (endlich mit der überfälligen iPhone-5-Anpassung) pumpt. Die Desktop-Clients bekomme ich daher so gut wie nie zu Gesicht. Doch selbst als intensiver Nutzer der Mac-Programme käme Spotify nicht besser weg. Mit dem iTunes ähnlichen Miniplayer und der abgestimmten Minimal-Optik punkte ‚in meinen Augen‘ Rdio auch hier.
Außerdem nett: Der Underdog bietet eine Art Remote-Transfer-Funktion, bei dem die Mac-App die Songs auf dem iPhone ändert – oder umgedreht. Über den Button ‚Stattdessen hier abspielen‚ zieht man die aktuelle Wiedergabe auf ein anderes Gerät um. Dazu ist es nicht notwendig die Musikstation, die ich gerade verlasse, zu pausieren. Es ist also egal wo der Musikstrom läuft, innerhalb meines Accounts kann ich ihn beliebig von Gerät zu Gerät schubsen – ohne regelmäßige Warnhinweise ertragen zu müssen.
Klar, alles kann sich ändern. Ein Redesign oder ein simples Update nutzt die Gunst der Stunde und wirft alle meine vorherigen Absätze an Beschwerden über den Haufen. Aber genau dafür pflegen wir monatlich kündbare Abos. Und schon deshalb ist die Musik-Flat für Spotify im Telekom-Netz, bei der man sich mindestens für drei Monate verpflichtet, keine wirkliche Option. Ganz abgesehen von den Aspekten der Netzneutralität – auch wenn ich nachvollziehen kann, das es reizvoll ist sich diesen ‚Unterwegs-Traffic‘ bei gleichem Preis zu sparen.
Wichtiger Hinweis zu Rdio: Monatspakete bucht man günstiger über die Webseite – die In-App-Preise sind frech überzogen.
Und ja: Eine Gegenüberstellung des (sich ständig verändernden) Songkatalogs ist nicht zu leisten. Es ist ohne Frage ein wichtiges Kriterium (Spotify gibt offiziell 20+ Millionen Musiktitel in ihrem weltweiten Werbeprospekt an; Rdio ist mit 18+ Millionen dabei), aber nur der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend.
Beim Design und im Umgang mit der App fällt mir eine Wahl jedoch nicht schwer. Rdio liegt hier weit in Führung, auch wenn ich die unzähligen Webseiten mit vorgefertigten Spotify-Playlisten vermisse.
Twitter verteilt am heutigen Vormittag einen Schwung neuer Twitter-Archiv-Downloads – auch meine Accounts (@iPhoneBlog und @iPhoneBlog_Link) sind diesmal mit dabei. Die gesammelte Datenbank aus allen euren Kurzmitteilungen lässt sich als Zip-Datei in den Einstellungen auf der Webseite anfordern.
Die bequemste Art und Weise seine komplette Tweet-Sammlung griffbereit zu halten (im meinem Fall sind es 10.697 Mitteilungen seit dem 18.01.2008), ist Tweet Library (4.49€; universal; App-Store-Link), das einen Archiv-Import über Dropbox zulässt.
Die App ist clever genug um keine doppelten Posts – insofern man die Anwendung bereits als Kurator seiner Tweet-Historie zuvor verwendet hat – einzupflegen.
Die Suchfunktion, nach Schlagworten, Hashtags oder anderen Nutzern, ist Gold wert. Winziger Wermutstropfen: Die Kalender-Ansicht, die Tweets nach individuellen Tagen aufschlüsselt, reicht bei mir ’nur‘ die letzten zwei Jahren zurück.
I was a founder of the original xBox project at Microsoft and gave it its name. […] the past 5 years, and the last year in particular, have been simply painful to watch.
xBox’s primary critical problem is the lack of a functional and growing platform ecosystem for small developers to sell digitally-/network-distributed (non-disc) content through to the installed base of xBox customers, period.
Die komplette Abrechnung von Nat Brown ist sehr clever.
Im Gegensatz zu Microsoft und Sony muss Apple in diesem Jahr keine neue Hardware vorlegen um seinen zweiten Fuß in die Wohnzimmertür zu stellen. Alleine in den vergangenen drei Monaten floss eine Milliarde US-Dollar an iOS-Entwickler – an Interesse und einem funktionierenden Ökosystem für Software mangelt es (bekanntlich) auch nicht.
Daher ist es keine Kunst festzustellen: Es fehlt (lediglich) ein Apple-TV-SDK.
Update: Ein Event im März steht aber derzeit nicht auf der Agenda.
Real Racing 3 erreicht den App Store in Neuseeland und sollte bis zum morgigen Donnerstag, soweit alles nach Plan verläuft, als Freemium-Download über die iTunes-Server in unsere Region springen.
„There’s an(other) App for that„. Peak Texteditor? Nein, noch lange nicht. Write (0.89€; App-Store-Link) führt ein paar clevere Ideen im Umgang mit kurzen Notizen, die ständig und überall anfallen, ins Feld.
Genau wie seine Kollegen Drafts und Scratch, die bei mir bislang als Ersatz für Apples gelbe Post-it-Docs dienten, startet Write aus dem Kaltstart pfeilschnell mit einem leeren Dokument. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern verliert die App jedoch seine bisherigen Aufzeichnungen, die sich über eine Wischgeste als Dateiliste auffalten, nicht aus den Augen. Standardmäßig betitelt die Anwendung ihre Textdateien mit dem aktuellen Datum sowie der Uhrzeit. Das wird schnell unübersichtlich wenn man nicht den Aufwand betreibt, eigene Titel zu vergeben. Drafts macht’s besser indem es die ersten Wörter des Eintrags als Beschreibung verwendet.
Der Dropbox-Sync ist Pflicht. ‚Pull to Save‚ und ‚Pull to Delete‚ sind nette UI-Spielereien (die sich optional abschalten lassen). Wer seinen (temporären) Zettelkasten allerdings regelmäßig aufräumt, weiß die Shortcuts zu schätzen. Da die Einträge individuell beim populären Onlinedienst liegen, lassen sich alle Dokumente (in verschiedenen Versionen) später immer wieder zurückholen.
Bestes Feature der Tastatur: das Cursor Trackpad. Einmal angetippt, lässt sich die Schreibmarke buchstabengenau ansetzen – egal wo ihr auf dem Bildschirm herumfingert. Neben dem ‚Cursor Mode‚ existiert außerdem ein ‚Selection Mode‚, der ohne aufwendige Platzierung der Tastaturmarke ganze Absätze kennzeichnet (um diese beispielsweise zu löschen oder mit einer Markdown-Formatierung zu versehen).
Der Nachtmodus, die Quicklook-Option sowie die Volltextsuche sind schmuckes Beiwerk von Write, das in dieser ersten Version bereits einen hervorragenden Eindruck hinterlässt.
Tim Cook trommelt eine Stunde bei Goldman Sachs für $AAPL, erzählt dabei (wie erwartet) nichts Neues und der Apple-Aktienkurs taucht anschließend ab – alles beim Alten sozusagen.
Eine seiner oft wiederholten Lieblingsbeschreibungen, die exzellent die Unterschiede zur Konkurrenz ausdrücken aber ebenso treffend den Disconnect zu den Analysten beschreibt, fällt auch diesmal in der Runde aus Fragen und Antworten.
„Data is very clear that iPad is popular and people use them more. I’m not sure what people are doing with these other tablets. We want people to use our products, not just buy them. Our relationship starts there…it doesn’t end there.“
Des Weiteren legte Cook nachvollziehbare Perspektiven bezüglich des ‚natürlichen Limits des iPhone-Wachstums‚ vor, beantwortete Rückfragen nach der eigenen Produktkannibalisierung und steckt (erneut) den Tablet-Markt gegenüber dem PC-Geschäft ab.
Und so reagierte Samsung am Wochenanfang auf ähnliche Zukunftsfragen gegenüber der New York Times.
“We get most of our ideas from the market,” said Kim Hyun-suk, an executive vice president at Samsung, in a conversation about the future of mobile devices and television.
Wie bereits angedeutet: Plex löst Air Video ab. Die Media-Server-Software bringt a) alle Geräte zur Wiedergabe von TV-Serien unter einen Hut (iPhone, iPad + Apple TV), b) verpackt den Desktop-Datei-Dschungel aus Listen und Ordnern in eine angenehme Couch-UI und c) merkt sich Episoden und Staffeln meiner Shows, die noch ungesehen auf der Festplatte schlummern.
Insgesamt stellt der Plex Media Server im Zusammenspiel mit seinen iOS-Programmen (4.49€; universal; App-Store-Link) die komplettere Lösung im Umgang mit TV-Aufzeichnungen dar.
Ein elementares Puzzleteil, das sich bei mir über die vergangenen Monate als absolut robust entpuppte, ist die Kennzeichnung von bereits angeschauten beziehungsweise noch ausstehenden TV-Episoden innerhalb einer Staffel. Air Video fehlt eine solche Funktion gänzlich. Das bedeutete: Nach jeder ‚abgearbeiteten‘ Folge markierte ich im Finder die Videodatei farblich. Natürlich wurde das a) regelmäßig vergessen und b) ist diese Kennung über die iOS-App von Air Video nicht einsehbar.
Beim parallelen Konsum mehrerer Serien, bei denen komplette Staffeln auf der HDD verweilen, ist ein transparenter ‚Zählerstand‘ nicht nur eine Bequemlichkeit sondern ein tatsächliches Feature.
Relativ neu in meinem Setup ist das Trakt.tv-Plugin, das beim gleichnamigen Webdienst vermerkt, welche neue Folge als angeschaut gilt. In jüngerer Vergangenheit benutzte ich zur manuellen Kennzeichnung bislang uTrakt (1.79€; universal; App-Store-Link). Abgesehen von einem kleinen Bug funktionierte der gegenseitige Abgleich bislang zufriedenstellend – auch wenn’s einen Moment dauert bis der ‚Seen it‚-Banner auf dem Trakt.tv-Konto auftaucht. Da der Plex Media Server jede dieser Aktivitäten abwickelt, ist es nicht ausschlaggebend auf welchem Gerät man konsumiert – der Sync steht.
Apropos Geräte. Am Fernseher baumelt bei mir ein Apple TV der zweiten Generation mit Jailbreak. Die aktuelle Plex-Installation (0.11.0b2) funktioniert überwiegend akzeptabel. In (für mich nicht nachvollziehbaren) Abständen nimmt sich die aufgehakte Apple-Box eine Auszeit und startet einmal neu durch. In seltenen Fällen läuft die Audio- und Videospur bei der Wiedergabe auseinander. In diesen Fällen hilft es (zuverlässig), einmal ins Menü zu wechseln und dann erneut (an der letzten Abspielposition) anzusetzen.
Als Fernbedienung benutze ich die iOS-App Rowmote (0.89€; universal; App-Store-Link) – ohne speziellen Grund, nur weil es geht (und ein iPhone oder iPad immer in Griffweite liegt).
Doch es braucht keinen Apple TV mit Jailbreak! Die AirPlay-Wiedergabe über die Plex-iOS-App funktioniert verlässlich und ist ab und an sogar die nervenschonendere Lösung weil die Navigation durch die TV-Shows direkter verläuft.
Letzter Tipp: Der Plex Media Server erkennt Serien eigenständig und ordnet mit beeindruckender Genauigkeit der Show die korrekten Zusatzinfos aus dem Netz zu. Eine rudimentäre Benennung reicht für populäre Sendungen oft aus. Sollte doch einmal Nachrüst- beziehungsweise Korrekturbedarf bestehen, füttert iFlicks (17.99€; MAS-Link) sorgsam den Videodateien ihre Metadaten (und wandelt bei Bedarf auch das Format).