Spaß im Weihnachtsmonat. Auch 2012 nehme ich mir vor, 24 Tage lang iOS-Zubehör vor die Videokamera zu zerren. Das Archiv mit den Videos der vergangenen Jahre findet sich auf YouTube.
In diesem Anlauf versuche ich mich a) auf tatsächliche Kaufempfehlungen zu beschränken und b) keine Hardware vorzustellen, die es im iPhoneBlog schon einmal gab – wohlwissend, dass ich beide Regeln verletzen werden.
Falls euch noch Accessoires einfallen, die in diese kleine Serie passen: Erst ein Drittel der 24-Dezember-Tage sind besetzt; kein Video ist vorproduziert. Vielen Dank für euer Interesse.
Mein Fehler. iCloud-Backups von iPhones und iPads übergeben alle eure Accountkennwörter ohne Rückfrage nur dann, wenn die Sicherheitskopie zurück auf das identische Gerät gespielt wird. Das Backup von einem iPhone 4S fragt beim Gerätewechsel auf ein iPhone 5 – nach der Wiederherstellung über iCloud – weiterhin nach allen Passwörtern für Facebook, Twitter und Co.
Auch wenn dadurch das Setup eines neuen oder ausgetauschten iPhones/iPads mehr Zeit kostet, bleibt diese zusätzlich Sicherheitsstufe natürlich sinnvoll, weil nicht nur eine einsame Apple ID alle hinterlegten Online-Logins absichert.
Die Geburtstag-Edition erscheint nächsten Donnerstag für 4.49€.
Im Erscheinungsjahr 2002 beeindruckte mich die siebenteilige Soundtrack-Box (Affiliate-Link). Die meisten Titel daraus finden sich mittlerweile in Rdio– und Spotify-Playlisten.
iTunes 11 bietet die neue Option, iOS-Backups auf iCloud eigenhändig zu verschlüsseln, um nach einer Wiederherstellung nicht erneut alle Passwörter manuell eingeben zu müssen. Zuvor zog man sich die Sicherheitskopien von Apples Servern zwar flott, war anschließend jedoch eine halbe Ewigkeit damit beschäftigt, alle seine Accountkennwörter nachzutragen.
Wer sich diese Zeit zuvor sparen wollte, musste das verschlüsselte Backup von der lokalen Festplatte zurückspielen.
Obwohl die Wortwahl für iPhone und iPad im iTunes-Menü derzeit noch unterschiedlich ausfällt, ist das Ergebnis identisch. Ich habe zwei Geräte zur Überprüfung komplett gelöscht und aus dem verschlüsselten iCloud-Backup wiederhergestellt, ohne anschließend durch lästige Passwort-Parcours zu laufen.
Im Januar 2001 hieß es: ‚Rip. Mix. Burn.‚. 10 Monate später, mit iTunes 2.0, startete der (FireWire-)iPod. iTunes 3.0 verabschiedete sich von Mac OS 9 und führte ‚intelligente Wiedergabelisten‚ ein. Im April 2003 eröffnete der iTunes Store. Podcasts-Abos waren ab Version 4.9 möglich. Der Fauxpas mit dem Motorola ROKR E1 war glücklicherweise schnell vergessen. iTunes 6, nur einen Monat nach iTunes 5, spielte anfangs ein paar TV-Serien und Musikvideos – erst 2007 gesellten sich komplette Spielfilme dazu.
iTunes 7 syncte und aktivierte das erste iPhone. Version 8 bot sich im Herbst vor vier Jahren (!) zum Download an und führte die ‚Genius‚-Playlisten ein, die bis heute nicht richtig funktionieren. iTunes 9 stiefelt mit ‚Home Sharing‚ in ähnlich unbefriedigenden Fußstapfen und an iTunes 10 mit ‚Ping‚ will ich erst gar nicht erinnern…
Fantastical (1.79€; App-Store-Link) ist eine Kalender-App, die zu mir passt, weil sie auf ganz viel Klimbim verzichtet. Das führt zu einer aufgeräumten und verständlichen Benutzerführung, die eine Tagesansicht in den Vordergrund stellt. Ein klassischer Wochenüberblick findet sich hier nicht – gut so.
Fantastical funktioniert ausschließlich im Hochkantformat des iPhones und schafft es alle wichtigen Funktionen einer iOS-Kalender-Software ohne Umwege anzuspringen. Fünf Wochentage, abgebildet in der oberen Bildschirmhälfte, sind an die Listendarstellung darunter gekoppelt – das synchrone Scrollen beider Elemente hilft der Übersichtlichkeit. Cleveres Detail: Fantastical verkürzt die Darstellung wenn mehrere Tage hintereinander terminfrei bleiben. Stichwort: Urlaub.
Lediglich zwei versteckte Gesten muss man kennen. Nummer 1: Ein Fingerzeig auf den Monatsnamen im roten Banner springt aus jeder Ansicht (zurück) auf das aktuelle Datum. Nummer 2: Wischt man von oben nach unten über die weiße Tagesanzeige, rutscht eine Schautafel des Monats sowie eine Suchmaske in den Mittelpunkt. Diese Ansicht beinhaltet Kalenderwochen und surft mit einem Fingerzeig nach links oder rechts durch die angeschlossenen Kalendermonate.
Neben dem minimalistischen Design schlummert das zweite schlagkräftige Argument im Verständnis der Texteingabe, die der Mac-Version (8.99€; MAS-Link) bereits (zurecht) viel Lob und Ruhm einheimste. Eingetippte oder eingesprochene Phrasen schlüsselt die Textanalyse auf. So resultiert aus der Eingabe ‚Mittagessen mit Oma übermorgen um 14 Uhr‚ ein korrekter Termineintrag, der die Satzbauteile ‚Mittagessen mit Oma‚, ‚übermorgen‚ und ‚14 Uhr‚ versteht, trennt und als unterschiedliche Details verzeichnet.
Die fliegenden Buchstaben visualisieren, ob Fantastical den Terminwunsch verstanden hat. Genau wie bei der Desktop-Software ist geschwind nachzuvollziehen, wo sich die Stolperfallen verstecken und welche anderen Formulierungen eher funktionieren. Am Mac habe ich seit Monaten nicht mehr iCal gestartet; Fantastical hat Apples Software dort vollständig abgelöst.
Mein einziger Kritikpunkt: Der iOS-App fehlt eine Standard-Alarm-Option. Ich lebe nicht in meinem Kalender und übersehe durchaus Einträge, die mir nicht direkt auf allen Computern als klassische ’15-Minuten-vorher‘-Erinnerung entgegenspringen. Außerdem zu beachten: Fantastical kann mit Termineinladungen umgehen, diese allerdings nicht selbst anstoßen.
Ein Fazit ist schnell formuliert. Flexibits zerrt eine dieser Anwendungen ins Rampenlicht, denen iOS einen systemweiten Standard-Status zusprechen sollte. Alles was mit Kalendern und Terminen auf dem iPhone zu tun hat, vertraue ich ab sofort Fantastical an.
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es auch als iTunes-Podcast, der mit dieser Episode im Feed erstmals in HD erscheint!
TomTom lenkt mit seiner letzten Update-Beschreibung die Aufmerksamkeit auf das iOS-6-Feature ‚Route‚ in Apple Maps.
Wenn Sie mithilfe der Karten-App von Apple ein Ausflugsziel entdecken, kann Sie TomTom dorthin leiten. Wählen Sie einfach TomTom als Routenführungs-App aus und erleben Sie die Vorteile von Weltklasse-Navigation für Autofahrer.
App-Store-Programme klinken sich hier ein und bieten den Programmwechsel an. Der bereits eingetragene Routenwunsch sollte dabei direkt ins andere Navigationsprogramm übernommen werden. Vorteil: Nur Apps mit Angeboten für die jeweilige Region tauchen in den Vorschlägen auf. Für Zugstrecken in Finnland bietet mir iOS beispielsweise nicht den installierten DB Navigator (kostenlos; App-Store-Link) an sondern eine Software mit lokaler Datenbank.
Zweiter Pluspunkt: Apples Karten verstehen englische oder deutsche Suchbegriffe, die meiner finnischen Bus- und Zug-Anwendung unbekannt sind. So suche ich beispielsweise nach ‚Railway Station Helsinki‘ und übernehme den korrekten Ortspunkt in die finnische Software, die diesen Begriff nicht kennt.
Glücklich platziert ist das Feature trotzdem nicht, wenn TomTom, Navigon und Co. sich unter dem Symbol für die öffentlichen Verkehrsmittel dauerhaft einnisten.