Der Pressekodex fordert ‚für eine Nachricht mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen‚: John Paczkowski bestätigte für AllThingsD soeben Apples September-Termin zur Vorstellung der nächsten iPhone-Generation, den Rene Ritchie für iMore.com heute Morgen zuerst ansagte.
iMore was first to report that the company has scheduled a special event for Wednesday, September 12, and now we’ve confirmed it as well. Sources tell AllThingsD that Apple is currently planning an event for that week.
Update: Auch Jim Dalrymple bestätigt mit seinem gewohnt wortkargen „Yep“ den Termin der Veranstaltung sowie den möglichen Verkaufsstart am 21. September.
Der asiatische Reparatur-Shop iLab Factory, heute mit einer Hi-Res-Bildergalerie zum vermeintlich neuen iPhone, gehörte bereits im Februar zu den ersten Quellen, die ein iPad-‚2048×1536‚-Display abfotografierten.
Im Mai entsprang iLab.cc ein iPhone-Blueprint, der einen größeren Telefon-Bildschirm und die versetzte FaceTime-Kamera vorwegnahm.
Im Mai publizierte Daniel Hooper ein Touch-Textsprung-Konzeptvideo. In den darauffolgenden Monaten hüpften einige Schreibanwendungen diese Idee an. So auch WriteUp (2.39€; universal; App Store-Link). Den schlanken Text-Editor für iPhone und iPad jedoch auf dieses Feature zu reduzieren, wäre unangemessen.
Im Gegensatz zu anderer App-Store-Software funktioniert die versprochene ‚Wischgesten‘-Unterstützung hier exzellent – Fingerspitzengefühl vorausgesetzt. ‚Gewischt‘ wird horizontal und vertikal, was kleine und große Textbrocken flink markiert. Ein bemerkenswerter Vorteil gegenüber Apples Textauswahl: Zwei oder drei Finger wischen direkt über der Bildschirmtastatur und verdecken damit nicht die bereits geschriebenen Worte.
Es gibt jedoch auch Fingergesten über dem eigentlichen Textfeld. Ein ‚2-Finger-Swipe‘ nach links widerruft die letzte Eingabe. Jeder, der sich schon mal über eine unsinnige Autokorrektur geärgert hat, atmet auf. Im Vollbild reicht ein einzelner Fingerzeig an den linken oder rechten Displayrand um den Cursor nur einen Schritt zu bewegen.
Aber wie eingangs bereits betont: WriteUp ist mehr als ein netter Gesten-Editor, der auf Dropbox seine TXT-Dateien ablegt. Die Anwendung enthält eine Versionsverwaltung, die automatisch unterschiedliche Zwischenstände speichert und bei Bedarf wiederherstellt.
Genau wie Writing Kit teilt sich die Textverarbeitungssoftware den iPad-Bildschirm auch mit einem Browserfenster – ideal für Web-Recherche. TextExpander hilft bei umfangreicher Tipparbeit und Shortcuts zu OmniFocus, Tumblr, Mail oder die Nachrichten-App leiten geschriebene Worte wieder aus der App heraus.
Klar gibt’s auch Stolpersteine. Ich hatte vereinzelt Probleme beim Verschieben von Textdateien in Ordner. Auch die Einblendung der iOS-Tastatur ‚verschluckte‘ von Zeit zu Zeit die letzte Textzeile. WriteUp scheint mit diesem Bug jedoch nicht allein. Dürfen wir iOS den Patzer in die Schuhe schieben?
WriteUp erhielt erst vor zwei Tagen ein Software-Update und ist derzeit 40-Prozent günstiger aus dem App Store zu laden.
Apple kauft das US-Unternehmen AuthenTec, die sich Netzwerk-Sicherheit, persönlichem Datenschutz auf Mobilfunkgeräten sowie (weltweit führenden) Techniken zur Fingererkennung verschrieben haben. Neben den Software- und Hardware-Technologien besitzt die in Florida ansässige Firma einen breiten Patentpool, aus dem Apple sich bis nächstes Frühjahr die Rosinen herauspicken darf.
The two companies have entered into an agreement on IP that gives Apple the right to acquire “non-exclusive licenses and other rights” on AuthenTec hardware, software, and patents. For that, Apple will hands over $20 million, after which it has 270 days to license certain technologies for up to $115 million.
Nachrichtenagentur Reuters berichtet: Apple zahlt für die Übernahme insgesamt 356 Millionen US-Dollar. Das entspricht 8 US-Dollar pro Aktien, die aktuell für 5 Dollar gehandelt wird. Das Unternehmen mit 230 Angestellten besteht seit 1998 und ging im Juni 2007 an die Börse.
Die zweite Mini-Information aus der heutigen Börsenmitteilung von AuthenTec ist eine schriftlich festgehaltene Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen:
[AuthenTec] will perform certain non-recurring engineering services for Parent [Apple] for product development and will receive payment of a total of up to $7.5 million for performance of the development work. New intellectual property resulting from the services is to be owned by Parent [Apple].
Klar wirft Apple Ressourcen auf Passbook (Stichwort: Near Field Communication) und gestaltet die grundlegende Idee vom digitalen Portemonnaie aktiv mit. Apple kauft jedoch keine schlüsselfertigen Produkte, wie bereits die gezielten Übernahmen für die iOS-6-Kartenanwendung gezeigt haben.
Mehr Rechtsstreits, mehr Fotos von iPhone- und iPad-Prototypen. Hübsche Zeitdokumente, die aber genauso im Produktkeller vieler anderer Firmen schlummern. Klar, keine zwei anderen Touch-Geräte prägten die aktuelle Telefon- und Tablet-Kultur nachhaltiger. Jedes neue Körnchen an Informationen über ihren Lebenslauf, darf begeistern.
Bemerkenswert an den Bildergalerien der alten Ideen ist allerdings nicht die iPod-Ähnlichkeit, die Form, Farbe oder der Schnitt. Es ist Software, die unter dem Hardware-Mantel als treibende Kraft den Produkterfolg begründete und weiterhin sicherstellt.
Google Earth (kostenlos; universal; App Store-Link) bekommt „3D-Bilder“; ausgewählte Städte machen den Anfang. Boston und Rom beeindrucken (mich). Durch die hohe Zoomstufe kratzt die dreidimensionale Vogelperspektive sogar am Maps-Alleinstellungsmerkmal Street View, weil man Hausfassaden erkennt.
Apples Flyover schaut im Vergleich zwar verspielter, für den alltäglichen Gebrauch jedoch unpraktischer aus. Aber ist es nicht genau dieser zweckmäßige Nutzen, den ich von einem Navigationsprogramm erwarte? Hubschrauber-Rundflüge gibt’s auf YouTube.
Nicht verwunderlich, trotzdem anmerkenswert: Die neuen ‚Ansichten‘ erscheinen zuerst auf den mobilen Geräten und erst später in Googles Desktop-Software.
Ich gestehe: Für Telltale’s Grafik-Abenteuer kann ich mich begeistern – von Back to the Future über Hector bis Puzzle Agent. Und obwohl Jurassic Park hinter meinen Erwartungen zurückblieb, stimmt die Qualität von den bislang veröffentlichten iOS-Titeln überproportional oft. Wie auch jetzt, um diesem kleinen Beitrag sein Fazit vorwegzunehmen.
The Walking Dead verpasste ich als Comic*, liebte die erste Staffel als US-TV-Serie und genoss die Steam-Version der ersten Episode am Mac. Die erzählte Geschichte, nicht selten in langen Videosequenzen, richtet sich an ein erwachsenes Publikum – ein sehr erwachsenes Publikum. ‚A New Day‚ (3.99€; universal; App Store-Link) für iPhone und iPad rückt, identisch zur Konsolen- und PC-Fassung, Protagonist Lee Everett in den Mittelpunkt.
Die Serie besteht aus fünf Episoden, die sich schon jetzt als In-App-Kauf vorbestellen lassen aber erst in den nächsten Monaten erscheinen. Ich habe so meine Zweifel, ob Apple hier bei der Genehmigung korrekt hingeschaut hat. Egal.
Was ich Telltale Games für seine atmosphärische Zombie-Apokalypse nicht ohne Kritik durchgehen lassen, ist der fehlende Spielstand-Sync über iCloud. Die ‚Autosave‘-Datei kurz auf einen Server zu schieben, ist kein Umstand.
Lob gibt’s dagegen für die gelungene Touch-Steuerung. Am Computer fiel nicht nur mir der Tastatur-Zwang negativ auf: Auch KollegeIsik kritisierte im Frühstücks-Podcast von @manuspielt und @NeoNacho die Steuerung des Charakters. Beide Audio-Besprechungen sind eine Empfehlung (1/2). Da die Casts jedoch unverblümt Plots und Höhepunkte vorwegnehmen, lege ich euch erst das Game und dann die zwei Podcast-Folgen ans Herz.
Dies ist kein Review von Mountain Lion, Mac OS 10.8, sondern lediglich ein kurzer Hinweis auf dessen Veröffentlichung, die jetzt, in dieser Minute, stattfand. Das Betriebssystem-Update kostet 15.99Euro (Mac-App-Store-Link). Wer über meinen Link kauft, unterstützt das iPhoneBlog.de. Herzlichen Dank dafür!
Update-Pflicht, habe ich da richtig gelesen? Ja, zumindest wer ein iPhone und/oder ein iPad besitzt. Die Programme Notizen, Nachrichten, Erinnerungen sowie der gesamte iCloud-Auftritt sind bereits vier Kaufgründe, die sich nicht ignorieren lassen. Wer noch auf 10.6 rumhängt, kann direkt auf 10.8 springen. Ob der eigene Computer generell für diese OS-Aktualisierung geeignet ist, verrät Apple hier.
Für (wirklich) alle anderen Informationen, die man über Mountain Lion nie wissen wollte, verweise ich mit Genuss auf das ArsTechnica-Review von John Siracusa, das ebenfalls in diesen Minuten online geht. Klick.
Update: Auch OS X Server steht zum Kauf bereit (15.99€; MAS-Link).
Update II: Keynote (15.99€; MAS-Link) springt auf Version 5.2, Pages (15.99€; MAS-Link) blickt mittlerweile auf Version 4.1 und Numbers (15.99€; MAS-Link) zählt Version 2.2.