E-Books auf dem Weg ins Web 2.0?

Die Grenzen zwischen Büchern, Apps und dem Web verschwimmen. Zusehends. Das richtige Format für seine Texte mit Unterstützung für Musik, Film, Animationen und Schnittstellen zu Online-Services aufzuspüren, wird schwieriger. Auswahl erzwingt Entscheidungen.

Seit einigen Tagen macht ‚Walrus Books‚ mit diesem Demo-Video für ‚Kadath, the guide of the unknown city‚ auf sich aufmerksam.

Walrus Epub Demo#3 – Kadath from Walrus Books on Vimeo.

Ohne Frage: ePUB3 macht ordentlich was her. Was davon in konkreten Produkten allerdings irgendwann übrig bleibt, wird sich zeigen (müssen). Strahinja Marković schreibt für ‚Making epub happen‚ eine grandiose (sowie pessimistische) (NSFW-)Zukunftsaussicht, bei der es mir schwer fällt, nicht ein Dutzend Passagen zu zitieren.

Interactivity in books? My God, how ever did books survive the last five thousand years without JavaScript, ‚video‘, ‚audio‘ and ‚canvas‘? It boggles the mind.

This is what will happen: Publishers start adding crappy JS to their books hoping it will make them „stand out“, „embrace the future“, „fuck goats“ or whatever.

via sigildev.blogspot.com

Eines der ersten E-Books mit Javascript im iBookstore ist “Barcelona Beyond Gaudí” (1.49 €; iTunes-Store-Link) von Liz Castro. Ein ‚Coffee Table Book‚, dem ich überhaupt nichts absprechen möchte, aber die Google-Maps-Integration als brachial nicht sehr elegant empfinde (siehe Video).

Am Ende des Tages bleibt es eine (recht banale) Frage der Abwägung, wo und in welcher Form man publiziert. Nur weil man kann, muss man nicht. Und wenn man nicht kann, sollte man auch nicht.

Seesmic stellt Blackberry-App ein

Seesmic

It’s Falling Apart: Und wenn du denkst, es wird nicht noch dunkler

Effective June 30th, Seesmic will discontinue support for Blackberry in order to focus development efforts on our most popular mobile platforms: Android, iOS and Windows Phone 7.

via Seesmic Blog

Apples Richtlinien: Kein ‚In-App‘-Kaufangebot + kein Web-Link = nicht sehr benutzerfreundlich

IPhoneBlog de Hulu

Trotz kürzlich geänderter ‚In-App‘-Regeln bleibt weiterhin ein Link zum externer (Web-)Kaufangebot untersagt. Das US-Videoportal Hulu Plus entfernte bereits in der vergangenen Woche diesen Abo-Verweis aus seiner Anwendung.

Darüber, sowie angelehnte Themen, diskutierte die ‚Bits und so‘-Runde ihre ersten 15-Sendungsminuten in der aktuellen Folge.

Definitiv ungeklärt bleibt weiterhin, für welche ‚Inhalte‘ Apple diese Regelung vorsieht. Am Beispiel der Hulu-App lässt sich erkennen, dass die Anwendung ohne vorher abgeschlossene Registrierung vollkommen nutzlos ist. Wer das Programm in irgendeiner App-Store-Chartliste findet und herunterlädt, steht anschließend hilflos vor einem nackten Anmeldebildschirm – ohne Link oder (in diesem Fall) weitere Informationen.

IPhoneBlog de Hulu 2

Nach der Formulierung des ausgemusterten Paragraphen 11.13 war der Anbieter zuvor verpflichtet seine Inhalte „zum gleichen oder niedrigeren Preis“ zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang machte die Klausel um den externen Link Sinn – beispielsweise um Fußnoten wie diese zu vermeiden: „Klicken Sie hier, melden sie sich im Web an und sparen 25-Prozent„. Bei komplettem Verzicht auf ein (‚In-App‘-)Kaufangebot ist der untersagte Verweis auf die externe Webseite allerdings unnötige Schikane.

Da jedoch weiterhin ungeklärt ist, bei welchen ‚Inhalten‘ Apple die Grenze zieht (Stichwort: Kindle Store), bleibt der Ausgang dieser Diskussion weiter abzuwarten. Nicht sinnvoll erscheint es mir, den Webseiten-Link für Anbieter zu untersagen, die sich ohnehin ausschließlich extern ‚abonnieren‘ lassen, beziehungsweise Produkte zum Kauf anbieten.

Nuance kauft Noterize

Nuance Communications, Anbieter für Spracherkennungs- sowie Sprachsynthese-Software, kauft sich die iPad-App ‚Noterize‚. Das Programm zum Aufzeichnen und Bearbeiten von Notizen stand seit vergangenem Juni im App Store und verschwand von dort vor einigen Wochen.

TUAW berichtete die Übernahme vor zirka einer Stunde. Robert Stretch, vormaliger Inhaber, bestätigte gegenüber dem iPhoneBlog.de diese Information. Über eine Rückkehr von ‚Noterize‘ in den App Store traf er keine Aussage. Seine neue App ‚PodSpeed‚ (kostenlos; Universal; App Store-Link) steht seit heute zum Download.

Nuance fand im Vorfeld der WWDC etliche Male Erwähnung und war als heißer iOS-5-Kooperationspartner ausgemacht. In einer (angeblich) internen Entwicklerversion von iOS 5 taucht der Firmenname am 12. Juni prominent auf.

TUAW spekuliert, das Noterize als Vorzeige-Software dienen könnte, falls eine Betriebssystem-Integration zur finalen iOS-5-Veröffentlichung im Herbst erfolgt.

via TUAW

Ich habe mir Version 3.4 der Notiz-App gerade noch einmal selbst am iPad vergegenwärtigt und halte das Programm für durchaus präsentabel. Zuletzt fand auch Apple Gefallen daran und spendierte der Anwendung einen Video-Auftritt in der iPad-Reklame ‚Iconic‚.

Internet-Verbindung über Bluetooth ans iPad weitergeben

IPhoneBlog de Bluetooth

Folgende Situation: Sommerurlaub, Hotel-WiFi, MacBook und iPad. Folgendes Problem: Hotel-WiFi lässt euch gleichzeitig nur mit einem einzigen Gerät ins Netz. Ohnehin, sind diese modernen MacBook Airs ohne Ethernet-Anschluss nur beschränkt in der Lage, sich eine angezapfte Internet-Leitung zu teilen.

Lösung: Das iPad per Bluetooth mit dem Air koppeln, einen (PAN)-Anschluss (er-)öffnen und die Internetfreigabe über genau diese Bluetooth-PAN-Leitung aktivieren. Ist ein wenig ‚Klick‘-Arbeit, und mit allen bekannten Blauzahn-Krankheiten behaftet, lohnt im Ernstfall aber.

Huffduffer – Instapaper für Audio

Webservice Huffduffer notiert herrenlose Audio-Dateien aus dem Netz und merkt sich diese für einen späteren Zeitpunkt zum Anhören vor – ähnlich, wie’s Instapaper* für Text tut. Die ‚abzuarbeitende‘ Beitragsliste lässt sich als iTunes-Feed abonnieren und damit auch aufs iPhone übertragen.

Das kommt sehr gelegen, wenn man Audio- und Podcast-Empfehlungen über Twitter bekommt, die man sich nur als Einzelepisode vormerken möchte. Die Entscheidung zum Dauerabo ist bekanntlich nicht leicht. Oft fehlt auch eine grundsätzliche Abo-Möglichkeit. Ähnlich bequem lassen sich damit Podcast-Archivbestände durchstöbern, die nicht mehr im aktuellen Feed auftauchen.

Wenn’s nicht eilt, ist der Podcast-Feed und (derzeit noch) kabelgebundene Datei-Sync ausreichend. Wer jedoch ‚PC free‚ lebt, zieht für seinen RSS-Feed ‚Instacast‚ (oder Mitbewerber) zurate. Dort lässt sich eure persönliche Adresse eintragen und von unterwegs aktualisieren. Schlummert der Feed in eurer iPod-App, lässt sich dieser ohne PC-Synchronisation nicht auffrischen (weil’s zu eurem individuellen ‚Huffduffer‘ logischerweise kein eingetragenes iTunes-Verzeichnis gibt).

* Die Beitragsüberschrift habe ich frech bei @niels_k stibitzt.

New York Post blockiert iPad-Leser

IPhoneBlog de Browser1

Verleger kämpfen mit einem Aufmerksamkeitsdefizit. Nur so lässt sich erklären, warum der App-Store-(Sitz-)Platz, ähnlich der Kiosk-Dauerkarte, mittlerweile eine Art dämonische Anwesenheitsstörung ist. Anders wird (oder will) man anscheinend nicht (mehr) gelesen werden.

Neustes Beispiel: Die New York Post streicht, wie bereits hierzulande die Bildzeitung, den iPad-Zugriff auf dessen Webseite. Wie schon Bild.de sperrt diese Paywall einzig und allein alle Kunden mit der Browser ID ‚Safari (iPad)‘ aus – jedes andere Tablet liest weiter. Wer seinem iPad über ein Drittprogramm ein anderes ‚Label‘ aufklebt, darf seine kostbare Zeit auch weiter den NYPost-Nachrichten widmen…

IPhoneBlog de Browser2

Die neue Deppen-Schranke bricht dadurch auch jeden Link, den die Murdoch-Publikation, beispielsweise über ihre Facebook-Seite, veröffentlicht. Selbst wer das ‚In-App‘-Jahresabo für 60 Euro kauft (22% günstiger als die gedruckte Ausgabe), kann den Webverweisen der konservativen Boulevardzeitung nicht von Facebook aus folgen, weil diese im neuen Browserfenster hängenbleiben. Das der (zahlende) Nutzer für jeden angeklickten Link mit der Aufforderung zum App-Kauf belästigt wird, ist schlicht lächerlich.

Wie lange dauert es wohl, bis auch der letzte Interessent merkt, wie sinnlos ein Klick auf NYPost-Links ist?

‚Battleheart‘-Entwickler über iOS und Android

IPhoneBlog de Battleheart

Knackige Sonntagslektüre: Battleheart-Entwickler Mika Mobile lässt sich über die iOS- und Android-Unterschiede aus. Ein Beitrag, der trotz sehr subjektiver Perspektive den Eindruck von Allgemeingültigkeit (zumindest) vermuten lässt.

I don’t know how it became so widely believed that free, ad-supported apps are the only way to make money on Android…

Battleheart for Android has become a meaningful source of revenue, and has proven that the platform isn’t a waste of time.

Battleheart on Android is currently very high in the android charts (top 50 apps), whereas Battleheart for iOS is not even in the top 200 games anymore, and yet still outselling it.

Ihm gefällt die uneingeschränkte und zeitnahe Freiheit für Aktualisierungen. Ihn frustriert die Gerätevielfalt und der dafür zu leistende Technik-Support.

The most frustrating part about developing for android is actually just dealing with the deluge of support e-mail, most of which is related to download and installation problems which have nothing to do with the app itself, and everything to do with the android OS and market having innate technical problems.

…sowie dessen Abrechnungssystem.

This brings me to another major complaint I have – google checkout. As an android app developer, you have to sign up as a vendor with google checkout, where all transactions take place. This means that you alone are responsible for resolving any billing concerns.

There are days where I just want to pull the plug on the whole thing because I’m sick of 12 year olds (or people with comparable communication skills) trying to convince me they’ve been wronged and I should give them their 3 dollars back.

via Twitter@Arnoldkim

Das Spiel für iPad und iPhone gibt’s im App Store (2.39 €; Universal; Link) und auf dem Android Market. Für Installationsprobleme steht ein FAQ zur Verfügung…


There are two main problems that can occur when trying to get Battleheart up and running on an Android device – failure to download, or failure to install.