[update] WSJ- und Bloomberg-Bericht: Mutmaßungen über Mini-iPhones

IPhoneBlog de Nano

Foto: MacRumors.com

Nach Angaben des ‚Wall Street Journal‘ arbeitet Apple an einer iPhone-Telefonserie, die „halb so groß und kostengünstiger“ im Vergleich zum aktuellen Modell ausfällt. Die zitierte Quelle des Artikels will das Gerät, das unter dem Projektnamen N97 gehandelt wird, „vor einigen Monaten“ gesehen haben. Bereits vergangenen Freitag berichtete der Nachrichtensender Bloomberg ähnliche Aussagen. Die Mini-Version des iPhones soll „um ein Drittel kleiner“ und „ohne Home-Button“ mit „preiswerten Android-Geräten“ konkurrieren. Dass es sich um unterschiedliche Quellen handelt, die mit Bloomberg und jetzt dem Wall Street Journal sprachen, ist bislang nicht bekannt. Nach Urteil des Bloomberg-Berichts könnten sich die Pläne auch „verspäten oder komplett zerschlagen„. Einzig die doppelte Berichterstattung der zwei renommierten Medienhäuser, rechtfertig hier eine (kurze) Erwähnung.

Dabei ist hinlänglich bekannt, dass die Gerüchte um ein voreilig bezeichnetes ‚iPhone Nano‘ alles andere als neu sind und sich bereits seit Winter 2008 in der Diskussion halten. Das Apple mit kleineren Prototypen-Formfaktor herumspielt, ist unstrittig. Die Frage bleibt, welche Unterscheidungskriterien ein neues Gerät gegenüber den aktuell zum Kauf stehenden Vertretern iPhone 4, 3GS und iPod touch erfüllt. Außerdem zu bedenken ist, inwieweit das iOS-Konzept zu dehnen beziehungsweise durch ein ‚geschrumpftes‘ Modell komplett gebrochen wird. Die Stichworte lauten hier beispielsweise Bildschirmauflösung oder App-Store-Kompatibilität.

Neben der Diskussion um einen möglichen Mehrwert sollte außerdem der derzeitige Fokus auf die größere Tablet-Plattform nicht aus dem Auge verloren werden. Apple setzt hier ganz offensichtlich Prioritäten. Sicherlich ist die iPad-Entwicklung nicht umsonst vor dem iPhone erfolgt, wie Steve Jobs im letzten Jahr preisgab. Warum sich das jetzt ändern sollte, findet keine schlüssige Erklärung.

Insgesamt sehe ich nicht, dass sich Apple für eine Preisfrage um die ‚Billig‘-Plätze mit günstigeren Telefon-Vertretern der Branche raufen möchte. Ich denke, die Vorzüge liegen derzeit auf einem anderen Fokus. Dass Experimente mit verschiedenen Hardware-Konstruktionen erfolgen, die ihre Fühler über die gesamte iOS-Plattform inklusive der iPod touch- und Nano-Geräte erstreckt, ist naheliegend. Ein ‚lediglich‘ preiswerteres iPhone-Modell, das sich zusätzlich in die bestehende Produktpalette quetscht, ergibt für mich im Moment keinen Sinn.

Update

Das Wall Street Journal aktualisierte in der vergangenen Nacht seinen oben beschriebenen Artikel. Das Display soll von ‚Bildkante-zu-Bildkante‘ reichen, „signifikant leichter“ gegenüber einem iPhone 4 ausfallen und über Touch-Eingaben sowie zunehmend über Sprach-Navigation gesteuert werden. Der Codename N97 soll nur eine der verwendeten Bezeichnungen sein.

Für iOS-Benutzer sicherlich nicht von minderem Interesse, dass eine Überarbeitung vom MobileMe-Service angeblich zu Steve Jobs „Top-Prioritäten“ zählt.

The new MobileMe file-storage and music service could be available as early as June, depending on the progress of licensing talks that are in their preliminary stages, the people familiar with the situation said. Apple had planned for the service to roll out a year earlier.

‘Scopy‘ – Fotos der Twitter-Timeline

Scopy (1.59 €; App Store-Link) rückt als Twitter-Client für das iPhone die Darstellung von Bildern in den Vordergrund. Das kleine blaue Vögelein, das auf dem Programm-Icon mit Fernweh aus dem Fenster schaut, extrahiert die veröffentlichten Fotos auf eurem Zwitscher-Zeitstrahl. Kurzmitteilungen ohne Foto werden ausgeblendet.

Die Anwendung versteht sich mit diversen Webverweisen von Twitpic über Flickr bis Skitch oder Picplz. Die gesammelten Fotobände lassen sich auch nach Benutzer, Twitter-Suchbegriff oder ‚Trending Topics‘ filtern. Sobald Twitter-User eine Geo-Position übermitteln, klebt sich diese direkt unter den dazugehörigen Tweet.

Scopy ‚fototwittert‘ auch selbst. Die Schnappschüsse lassen sich vor der Veröffentlichung mit Instagram ähnlichen Effekten belegen.

Die Performance der Darstellung hängt von den dahinterstehenden Foto-Gemeinschaften ab. Das rückt Scopy zum Teil in ein schlechtes Licht, wenn es die Timeline verzögert lädt nur weil YFrog nicht durch die Leitung hopsen möchte.

Nichtsdestotrotz liefert Scopy einen angenehm anderen Blickwinkel auf Twitter und die darüber veröffentlichten Bilder seiner Nutzer.

Apropos Twitter: Es gilt derzeit ein wenig im Auge zu behalten, wie und wohin sich die Twitter-Clients orientieren. Internet-Pionier Bill Gross kauft über verschiedene Firmen gerade einige der größten Drittanwender-Programme für den Kurzmitteilungsservice auf.

Nach UberTwitter, Twidroyd, Popurls, Tweetup und EchoFon folgt nun TweetDeck. Rund 30 US-Millionen sollen dafür in Aktien und Barvermögen über den Tresen gewandert sein. Die Konkurrenz aus dem Hause Seesmic behauptet, dass die Firma von Bill Gross damit rund 20-Prozent des weltweiten Tweet-Verkehrs kontrolliert.

‚Greenpois0n‘-Jailbreak RC6 mit Apple TV-Support

IPhoneBlog de Greenpois0n 1

Mit dem Release Candidate 6 erhält der ‚Greenpois0n‚-Jailbreak vom Chronic Dev-Team Unterstützung für die zweite Apple TV-Generation (Affiliate-Link). Unter der aktuellsten Firmware 4.2.1 ist es damit möglich, vollen Dateizugriff zu erhalten, der auch nach einem Neustart vom Gerät nicht verloren geht (‚untethered‚).

Über die Software ‚Seas0nPass‚ war es bereits zuvor möglich, den Jailbreak durchzuführen. Jeder Neustart der kleinen schwarzen Box musste jedoch kabelgebunden erfolgen und das iOS-Image vorab einmalig einem Patch unterzogen werden.

IPhoneBlog de greenpois0n

Der Jailbreak mit ‚Greenpois0n‘ erfolgt über eine Computer-Software für Mac oder Windows, welche in weniger als einer Minute die komplette Prozedur abgeschlossen hat. Die anschließenden Eingaben erfolgen bequem am Fernseher über die Apple TV-Fernbedienung.

Mit vollem Dateizugriff lässt sich Drittanbieter-Software installieren, die den Funktionsumfang stark erweitert. Damit greift die Set-Top-Box beispielsweise direkt auf Netzwerklaufwerke zu und streamt Videoinhalte an die angeschlossene Flimmerkiste. Die Media Center-Programme Plex oder XBMC ersparen die iTunes-Zwangskoppelung und erweitern die Auswahl der verwendbaren Containerformate.

Eine Plex-Installation gestaltet sich beispielsweise so:

  • Terminal: ssh root@IP-Adresse-des-AppleTV
  • Passwort: alpine
  • echo „deb http://www.ambertation.de ./downloads/PLEX/“ > /etc/apt/sources.list.d/plex.list
  • echo „deb http://awkwardtv.dyndns.tv/ stable main“ > /etc/apt/sources.list.d/awkwardtv.list
  • apt-get update
  • apt-get install com.plex.client-plugin
  • killall AppleTV

Der Apple TV-Neustart auch ohne Micro-USB-Verbindung zum Computer funktioniert bei mir genauso problemlos wie die eigentlichen Schritte zum Jailbreak.

Nokia und Microsoft verkünden Partnerschaft

Nokia und Microsoft stemmen sich gemeinsam gegen Android und iOS. Das ist schon jetzt, die Nachricht des Tages. Nach dem kurzen YouTube-Ausschnitt und der ersten Pressemitteilung zu urteilen, scheint die ’strategische Partnerschaft‘ auf Hardware von Nokia und Software von Microsoft hinauszulaufen.

Zwar deuteten bereits Gerüchte eine solche Kooperation an, spätestens nach der Brandrede von Nokia-CEO Stephen Elop war für die Pressekonferenz am heutigen Freitag jedoch alles möglich.

Hier einige der wichtigen Punkte, in denen die Unternehmen sich zusammenschließen wollen.

  • Nokia would adopt Windows Phone as its principal smartphone strategy.
  • Nokia would contribute its expertise on hardware design, language support, and help bring Windows Phone to a larger range of price points, market segments and geographies
  • Bing would power Nokia’s search services across Nokia devices and services, giving customers access to Bing’s next generation search capabilities.
  • Nokia Maps would be a core part of Microsoft’s mapping services.
  • Nokia’s extensive operator billing agreements would make it easier for consumers to purchase Nokia Windows Phone services in countries where credit-card use is low.
  • Microsoft development tools would be used to create applications to run on Nokia Windows Phones.
  • Nokia’s content and application store would be integrated with Microsoft Marketplace.

[video] LG lässt seinen Transformer auf den Apfel los

DirektTransformers

Werbung, die sich weniger mit dem eigenen Produkt sondern mehr mit der Konkurrenz beschäftigt, scheint aktuell voll im Trend zu liegen. Neuster iPad-Mitbewerber ist das G-Slate von LG, das als ‚Optimus Pad‘ mit Android 3.0 nach Deutschland kommt. Spannende Fakten wie Preis und Verfügbarkeit fehlen natürlich – der Mobile World Congress in Barcelona dürfte in der nächsten Woche dazu aufklären. Hardwareseitig gibt dieses Video einen guten Eindruck vom Gerät.

Ob man sich bei LG allerdings einen Gefallen damit tut, sein Dual-Core-Tablet im Zusammenhang mit Spielzeug-Action-Figuren zu stellen, die sich regelmäßig durch schlechte Filme bolzen, bleibt zumindest fragwürdig.

[KlimBim] Sensible Smartphone-Daten, Valentinstag-Verkauf, Anime Icon-Sets, Plaza-Ausstattung und Last.fm-Abo

DirektLost

Für den einen oder anderen immer wieder überraschend: Smartphones enthalten mehr private Daten, als sich das die meisten Benutzer vorstellen können. Von einer vollständigen Verschlüsselung des mobilen Systems sind wir noch weit entfernt.

Das Frauenhofer-Institut zeigt wie aus Angreiferperspektive mit vollem Dateizugriff (Jailbreak) bestimmte Datenbereiche (Wlan-Passwort oder VPN-Zugänge) zugänglich sind. Andere Daten (Kennwörter für E-Mail-Konten oder den Safari-Browser) ließen sich unter iOS 4 dagegen nicht bespitzeln.

Das iPhone ist im umfassenden IT-Kontext eine beliebte Beispiel-Hardware. Für Laptops oder andere Smartphones mit anderem Betriebssystem sieht der Zugriff mit Root-Rechten ähnlich verbesserungswürdig aus.


IPhoneBlog de Capcom

Valentinstag-Ausverkauf: Viele große Spiele-Publisher sind mit an Board – diesmal überraschenderweise ohne Dauer-Rabatthörnchen EA.

…ach, Stopp! Electronic Arts kloppt im US-Store gerade alles für 79-Cent raus…

Hierzulande vergünstigt und (!) erwähnenswert: Titel von Gameloft (App Store-Link), Capcom (App Store-Link) oder Namco Bandai (App Store-Link)

iPhone

iPad


Verdammt clever: Populäre Anime-Charaktere hinter Sets von Programm-Puzzle-Icons zu verstecken, und damit sammelwütigen Fans auf einen Schlag 16 Apps gleichzeitig zu verkaufen.


Intelity’s ICE Touch Premiers at The Plaza Hotel from Intelity on Vimeo.

Hotelwahl einmal anders: Das Plaza in New York legt auf jedes Zimmer ein iPad mit eigener Hotel-App. Angekündigt wurde dieses Vorhaben übrigens schon im Juni 2010.


Musik-Service Last.fm stellt ab dem 15. Februar 2011 auf eine werbefreies Bezahl-Abomodell um. Auf dem iPhone war das Internetradio eines der ersten Musikangebote mit nativer App überhaupt. Zukünftig werden für den Streaming-Genuss am Mobilfunktelefon drei Euro pro Monat fällig.

Die Diskussion um Vor- und Nachteile dieser relativ simplen Neuausrichtung (sowie einer Abwägung der Mitbewerber MOG, Rdio, Rhapsody, Spotify oder Pandora), erstreckt sich in den Kommentaren des Last.fm-Blogbeitrags mittlerweile über 640 Meinungen.

Brandreden und Konkurrenz-Häme: ‚Two turkeys do not make an Eagle‘

IPhoneBlog de VicGundotra

Die Luft wird rauer. Googles Vice-Präsident Vic Gundotra adressiert in seinem Tweet „Two turkeys do not make an Eagle“ eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Nokia und Microsoft. Der Hashtag ‚#feb11‘ verrät dies. Nokias CEO Stephen Elop kündigte für die morgige Pressekonferenz in London nicht weniger als „den Sprung von einer brennenden Plattform ins kalte Wasser“ an.

Die exakte Wortwahl aus dem Android-Lager ist von spezieller Brisanz, weil der vormalige Nokia-Vizepräsident Anssi Vanjoki im Jahr 2005 den Verkauf der Telekommunikationssparte von Siemens Mobile an das taiwanesische Unternehmen BenQ mit genau diesem Ausspruch kommentierte. Wie die Geschichte ausging, ist hinlänglich bekannt.

Doch damit nicht genug: Die ehemalige Nokia-Führungsspitze in Person von Anssi Vanjoki legte sich mit ähnlich geflügelten Worten im vergangenen Herbst mit dem Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View an als die Frage aufkam, warum Nokia nicht auf das Google Betriebssystem zurückgreift. Der gute Mann bezeichnete eine „temporäre Erleichterung“ von finnischen Jungen „who pee in their pants for warmth in the winter“ als keine zufriedenstellende Lösung. Dafür kassiert der finnische Mobilfunk-Konstrukteur nun die Retourkutsche.

In einem solchen Zusammenhang ist immer auch wieder ‚der Klassiker‘ mit und von Steve Ballmer aus dem Microsoft-Lager zu erwähnen, der prominent im Fernsehen platziert, dass iPhone kurz nach dessen Vorstellung im Januar 2007, auslachte. Das sich Redmond lediglich vier Jahre später wieder aus einer Nobody-Position in den Markt zurückkämpfen muss, hatte damals niemand zu denken gewagt.

[game] NBA Jam (+Video)

Midways NBA Jam zelebrierte seine ‚Prime Time‘ Anfang der 90er-Jahre, als Scottie Pippen, Reggie Miller und Detlef Schrempf noch die US-Basketball-Liga beherrschten. Ohne Frage: ‚Boomshakalaka!‘ und ‚He’s on fire‘ waren damals Teil der Popkultur.

Nach diversen Umsetzungen dribbelt sich jetzt dieser, nicht ganz so ernst gemeinte Sportklassiker, auf das iPhone. Und ich muss sagen, das er richtig gut geworden ist. Das ‚2-gegen-2‘-Spielprinzip ohne größeres Regelwerk führt immer noch zu einem pfeilschnellen Hin-und-Her beziehungsweise Vor-und-Zurück. Einzig den 24-sekündigen Angriffszeitraum gilt es zu beachten. Ansonsten kann gestoßen, gepasst und gesprungen werden, wie es euren zwei Protagonisten beliebt.

Die riesigen fotorealistischen Köpfe, die auf den schlanken 3D-Polygon-Körpern wackeln, lassen schmunzeln. Die Hip-Hop-Beats schütteln euer eigenes Haupt gleich mit. Die Retina-Auflösung und die flüssigen Animationen gefallen insbesondere auf einem iPhone 4 oder iPod touch der vierten Generation. Eine HD-Variante für das iPad wird bislang vermisst.

DirektJam *

NBA Jam profitierte bislang in jeder Version durch ein einfaches Steuerungskonzept, das Würfe abwehrt, Bälle den Gegenspielern entwendet und euch kinderleicht zum ‚Dunking‘ durch die Luft fliegen lässt. Das ist auch hier nicht anders, obwohl optional eine Gesten-Steuerung zur Auswahl steht. Trainings-Einheiten am Controller sind daher absolut unwichtig. Trotzdem bieten die drei Knöpfe und ein Turbo-Meter genügend Potenzial, um sich auch langfristig zu Verbessern und Partien nicht nur zu gewinnen sondern zu meistern.

30 Teams, versteckte Spieler, ‚In-App‘-Zusatzpacks sowie unzählige Challenges mit Achievements unterhalten den Solo-Spieler. Leider fehlt bislang jegliche Art von Mehrspielermodus, der wie ein Ball ins Körbchen gepasst hätte.

IPhoneBlog de NBA Jam iTunes

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