Remote Conductor preist sich als ‚All-in-One‘-Fernbedienung für (Mac OS-)Desktop-Computer an. Im Leistungsumfang enthalten ist ein Programm-Launcher, der traditionelle Applikations- und Fenster-Switcher sowie ein gigantisches Multitouch-Trackpad. Letzteres bringt 13 Fingergesten mit, die versuchen der klassischen Computer-Maus ihre Arbeit abzujagen. Eine kostenlose Server-Software verbindet das iPad über eine verschlüsselte Verbindung im (Heim-)Netzwerk mit dem Rechner.
Als primären Anwendungsfall schossen mir sofort Multimedia-Programme wie Plex vor die Augen. Hier eignen sich maßgeschneiderte iOS-Fernbedienungen jedoch oft besser, da Remote Conductor keine individuell zu konfigurierenden Steuerfunktionen wie ‚Play‘ oder ‚Pause‘ mitbringt. Neben dem Starten beziehungsweise Auswählen von Programmen legt man seine Patschhändchen auf das 10-Zoll-Tablet und bekommt eine klassische Trackpad-Bedienung. Ein paar Shortcuts oder Schnellwahl-Tasten (beispielsweise zum Minimieren von Programmen) hätten nicht geschadet. Das Design braucht ebenfalls Arbeit und die Server-Anwendung verhält sich teils wankelmütig. Die Verbindung hat bei mir darunter jedoch noch nicht gelitten.
Insgesamt ein schöner App-Store-Start, für den noch Potenzial nach oben besteht. Eine Server-Applikation für Windows steht zunächst auf der Aufgabenlisten seines Entwicklers. Doch bereits diese Version sollte für eine ausreichend große Personenanzahl Ideen für unterschiedliche ‚Use Cases‘ liefern.
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Stativ-Ersteller Joby stellt im Vorfeld der CES 2011, aus seiner Produktserie GorillaMobile, ‚Ori for iPad‚, eine Kombination aus Schutzhülle und Ständer, vor.
Das iPad sitzt dabei in einer aus Aluminium und Polycarbonat gefertigten Rahmung, die sich in unterschiedlichste Positionen verdrehen lässt. Dabei finden flexible Schreib-, Lese- und Präsentations-Stellungen Beachtung. Im Maximum erreicht der Orgami-Ständer für Apples Tablet eine Höhe von 35 Zentimetern. Hier lässt sich das Display sowohl im Portrait- sowie der Landscape-Ansicht benutzen. Die Hüllen-Innenseite, die dem iPad zugeneigt ist, schützt den Bildschirm mit einer Mikrofaser-Beschichtung. Mit 452 Gramm ist diese ‚Verpackung‘ kein Leichtgewicht. Im Vergleich dazu wiegt das nackte iPad rund 700 Gramm.
Bislang ist nicht dokumentiert, ob sich die Geräte-Halterung, in der die erste iPad-Generation sitzt, austauschen lässt. Engadget stolperte am Vortag des Messebeginns über einen Hüllen-Hersteller, der ein vermeintliches iPad-2-Case in seinem Bestand behauptet. Das darin untergebrachte Prototypen-Mockup zeigt den (möglicherweise) veränderten Größenvergleich zum neuen Gerät.
Lässt sich die 80Euro teure Hülle (plus 15Euro Portokosten aus den USA) nicht austauschen, was sich auch aus ersten YouTube-Eindrücken nicht hinreichend genau erschließen lässt, wäre eine jetzige Anschaffung zumindest zu überdenken.
‚Ori for iPad‘ lässt sich bereits im Joby Online-Store bestellen. Die Auslieferung soll ab dem 15. Januar beginnen.
Der hektische Häuser-Spurt Canabalt für iPhone und iPad erhält in der letzten Nacht (endlich) seine Retina-Auflösung, eine flüssige 60-Frame-Bildwiederholungsrate auf Apples Tablet sowie die lange ersehnte ‚Game-Center‘-Unterstützung.
Der (aktuell vergünstigte) 79-Cent-Titel (App Store-Link) steht seit einigen Tagen unter zwei Lizenzen – getrennt für die Game-Engine sowie den Content – als Open-Source-Projekt auf Github.
Das Spiel hatte sich zwischen dem 22. Dezember und 02. Januar mit fünf hochkarätigen Indie-Titeln zu einem Charity-Ausverkauf zusammengeschlossen. In 10 Tagen kamen beim ‚Indie iPhone Holiday Sale‚ über $100.000 US-Dollar zusammen, von denen 1/3 zur wohltätigen Organisation Child’s Play gelangen.
EA Mobile zückt zwei erste Bildschirmfotos von ‚Dead Space‚ für das iPad aus der (Facebook-)Westentasche. Wer mitzählt, vermerkt eine weitere Ankündigung für einen hochkarätigen, mehrfach ausgezeichneten und in Million-Stückzahl verkauften Videospieltitel für die iOS-Plattform.
Iomega kündigt im Vorfeld der CES 2011 ein iPhone-Backup-Dock an, das Fotos und Kontakte auf einer beigelegten SD-Karte sichert. Durch das Sandkasten-(iOS-)System ist eine komplette Datensicherungen nicht möglich, was die Sinnhaftigkeit der $70 US-Dollar Schale mehr als in Zweifel zieht.
Die beiden Geschäftsräumlichkeiten, in denen das 60-Mann-Team zukünftig arbeitet, werden in Melbourne zusammengelegt. Alle zukünftigen Entwicklungen erscheinen unter dem Firemint-Markennamen.
Mit Blick auf die bereits veröffentlichten Titel sowie die beiden Firmenstrukturen klingt der Kauf, obwohl keine finanziellen Details bekanntgegeben wurden, nach einer (sinnvollen) produktgetriebenen Akquisition.
Im Vorfeld der diesjährigen Consumer Electronics Show, die am 06. Januar in Las Vegas ihren Auftakt feiert, kündigt Eye-Fi, Hersteller von SD-Speicherkarten mit WiFi-Chip, eine Funktion namens ‚Direct Mode‚ an. Damit lassen sich Fotos, die mit einer DSLR- oder ‚Point-and-Shoot‚-Kamera auf einem Eye-Fi X2-Speichermedium – Pro, Connect, Geo oder Explore (Affiliate-Link) aufgezeichnet wurden, gezielt von mobilen Endgeräten abgreifen (via „Wi-Fi access point„).
Leveraging a combination of new technology in Eye-Fi cards and new Eye-Fi mobile apps, Direct Mode enables consumers to bring together the imaging quality of a digital camera and the connectivity of a smartphone or tablet in an unprecedented way.
Derzeit lassen sich digital festgehaltene Bilder ausschließlich über ein gemeinsames WLan-Netz auf den Computer übertragen. Dabei müssen sowohl der Laptop als auch die SD-Karte im gleichen Netzwerk angemeldet sein. Für Unterwegs lässt sich der notwendige (WLan-)Berührungspunkt über ein WiFi-Dongle und die Sofware ShutterSnitch herbeiführen. Eine direkte Kommunikation, die das offizielle Eye-Fi-Programm aus dem App Store (Link) mit einbezieht, würde die Übertragung zweifelsfrei erheblich vereinfachen.
Mit einer funktionierenden Implementation könnte sich Eye-Fi dadurch eine wichtige Position im Kamera-Markt sichern, indem die qualitativ hochwertigen Bilder der ‚Offline-Fotomaschinen‘ in die Online-Welt überführt werden. Professionelle Fotografen könnten ummittelbar nach dem Druck auf den Auslöser ihre Lichtbilder unter freiem Himmel am iPad betrachten. Und auch private Momentaufnahmen wandern so eventuell hochaufgelöst ins Netz und müssen ihre Zeit nicht in komprimierten Pixel-Web-Gefängnissen absitzen.
Die Funktionserweiterung soll als kostenfreies Firmware-Update für alle Eye-Fi X2-Karten „später im Jahr 2011“ zur Verfügung stehen.
Alle naselang geht das Geschrei nach einem haptischen (Spiele-)Joystick für das iPad und iPhone aufs Neue los. Richtig marktreif ist bislang keine Lösung. Neben Bluetooth-Versuchen, einer WiiMote-Anbindung und iControlPad-Prototypen dreht diese Entwicklung den Spieß mit einer findigen Idee um. Der ‚Fling Game Controller‚ von Ten One Design, an dieser Stelle bereits mit Autograph vorgestellt, überträgt die Daumen-Eingabe über einen Plastik-Knopf auf die berührungsempfindliche Glasscheibe. Zwei Saugnäpfe halten das transparente Gehäuse in Stellung.
Falls die Versprechung (und Saugkraft) für die Daumenschale hält (was sie verspricht), dürften App-Store-Freunde von RPGs, Jump’n’Runs und Beat’em-Ups wahrhaft die Fingerspitzen jucken.
Die Vorbestellung läuft am 06. Januar für $25 US-Dollar an. Die verfügbare Stückzahl sowie ein konkreter Liefertermin sind noch unbekannt. Die Portokosten stehen ebenfalls noch nicht fest. Für den ‚Pogo Stylus‘, der ungefähr eine ähnliche Verpackungsgröße erfordert, verlangt Ten One Design als weltweite Lieferung happige $25 US-Dollar.
Aus dem Hause ‚Tasty Pixel‚ stammt eine wahrhaft geschmackvolle Kartenanwendung, die personalisierte Google-(Maps-)Karten erstellt. Die (Reise-)Routen synchronisieren sich über die ‚My Maps‘-Funktion des Suchmaschinen-Anbieters und lassen sich mit individuellen Geo-Koordinaten, beispielsweise eines Cafés oder einer befreundeten Adresse, verzieren.
Insbesondere die ‚antike‘ Aufmachung, dass Offline-Kartenmaterial sowie die ‚Share‘-Features gefallen. Speziell dann, wenn man beispielsweise auf einer (Städte-)Reise oder einem Urlaub nicht einfach nur von A nach B navigieren muss.
Von englischen Wörterbüchern wimmelt es mittlerweile im App Store. Einige Vertreter werden kostenlos verteilt, viele Kandidaten muten ihren Benutzern jedoch visuelle Qualen zu. Das dem nicht so sein muss, beweist Discourse, welches seinen Schwerpunkt auf ein funktionales und trotzdem elegantes Design legt.
Der Funktionsumfang ist mit dem Nachschlagen von Wörtern und Begriffsdefinitionen überschaubar, die Aufbereitung des Vokabulars jedoch gelungen sowie umfangreich. Nach der ‚Wörterbuch-Affäre‚ im Jahr 2009, der sich Phil Schiller sogar in einem offenen Brief widmete, habe ich den Wörterstamm auch dieser Anwendung sicherheitshalber noch einmal überprüft…
Mit piRAWnha reiht sich ein optisch nicht unbedingt beeindruckender Software-Mitstreiter in diese Auflistung von visuell anspruchsvollen Programmen, trotzdem ’schwimmt‘ die App in einer ähnlichen Grafik-Liga. Das Bild-Bearbeitungsprogramm behauptet von sich der einzige Software-Vertreter im App Store zu sein, der mit dem digitalen Rohdatenformat RAW umgehen kann.
Die Bilder gelangen per Camera Connection Kit auf das Apple Tablet und erfahren nach der Belichtungs- und Gamma-Korrektur sowie dem Weißabgleich und der Bildschärfe einen Export als hochaufgelöste JPEG-Datei in die Foto-Bibliothek. Die RAW-Daten bleiben unangetastet. Die iPad-Hardware setzt dem Programm jedoch Grenzen, die sich auf den Arbeitsspeicher der Applikation („Because of the considerable memory requirements for raw development, piRAWnha works best when no other iPad apps are running in the background„) sowie dessen Export-Möglichkeiten („Raw images larger than 15 megapixels will be exported as smaller images that are one-half full-size in width and height, due to the iPad’s memory limitations„) auswirkt.
Colorimeter ist eine Anwendung zum Messen und Vergleichen von Farben. Dabei bestimmt ein mit der iPhone-Kamera aufgenommenes Foto dessen Werte (RGB, RGBhex, xyY, HSV, HSL, CMYK), hinterlegt diesen auf Referenzfarbkarten und bildet Vergleiche mit vorher aufgenommen Bildern.
Über die dadurch erzielte Genauigkeit lässt sich sicherlich zurecht streiten. Wer jedoch nicht den Anspruch auf die Kalibrierung eines Farbmonitors mitbringt, findet einfachere Anwendungsfälle oder testet zuvor die kostenlose iOS-Version (App Store-Link).
Mit iControlBits (1.59€; App Store-Link) schafft es ein natives iPhone-Programm zum (Fern-)Steuern des BitTorrent-ClientsTransmission in den App Store. Die iOS-Software startet, stoppt, entfernt, pausiert und reguliert die Downloads auf Computern unter Mac OS X, Linux und Embedded-Systemen über das RPC-Protokoll.
Durch das in der Desktop-Software integrierte Web-Interface („Enable remote access„) lässt sich bereits mit Bordmitteln die Kontrolle der Download-Verwaltung gewinnen. Die iOS-Software erlaubt einen vereinfachten und schnelleren Zugriff (auf mehrere BitTorrent-Client-Installationen) für die Regulierung der Geschwindigkeit, vermisst gegenüber der Browser-Darstellung jedoch das Hinzufügen neuer Torrent-Dateien. Eine fehlende Sortier- und Filter-Darstellung sowie Peer- und Tracker-Informationen schränken den Funktionsumfang weiter stark ein.
Von Interesse ist die Veröffentlichung der ‚Monitoring-Applikation‘ für BitTorrent-Programme daher primär unter Rückblick auf die App-Store-Geschichte. Apple entfernte mit ‚Drivetrain‚ bereits im Mai 2009 ein natives Programm wieder aus seinem Software-Portal.
Die Begründung lautet damals:
This category of applications is often used for the purpose of infringing third party rights. We have chosen to not publish this type of application to the App Store.
Drivetrain von ‚Squashed Software‚ (ehemals ‚Maza Digital‘) ist mittlerweile über den Cydia Store für Jailbreak-Geräte erhältlich. Bislang hat es keine andere native BitTorrent-Fernbedienung in den App Store geschafft.
Selbst haben meine tapsigen Finger noch kein zierliches Vinyl auf Plattenspielern gestreichelt. Deshalb blieb es nach der Veröffentlichung von ‚djay for iPad‚ Anfang Dezember bei einem bedingt formlosen Hinweis in diesem Blog. Jetzt habe ich jemanden* gefunden, der Ahnung von der Materie hat und sich über die Weihnachtstage ausführlich mit der Musik-Software beschäftigen konnte.
Film und Werbung beweisen: Jeder halbstarke Jugendliche, der was auf sich hält, besitzt einen lässig neben der Matratze stehenden Schallplattenspieler und bringt in seiner Freizeit als DJ diverse Privatpartys zum Beben. Die Wahrheit sieht dann allerdings doch etwas anders aus: CD- und Vinyl-Verkäufe gehen in den Keller während (illegale) MP3-Sammlungen die Festplatten der Rechner füllen. Trotzdem oder gerade deswegen kann heutzutage jeder DJ sein – irgendwie.
Mussten die Discjockeys früherer Tage noch kiloschwere Schallplatten-Sammlungen herumschleppen, mit zum Teil obskursten ‚White Labels‘ glänzen und monatelange Übungen von Klangmischungen an den Plattenspielern erlernen, will heutzutage zahlreiche Software den Einstieg erleichtern. Neben Profi-Anwendungen wie ‚Serato Scratch Live‘ oder ‚Traktor Scratch‘, die eher als komplementäre Erweiterung des klassischen DJs gelten dürfen und zahlreiche neue Möglichkeiten an den Turntables und MIDI-Controllern offerieren, buhlt so selbst ein iTunes mit seiner Funktion „iTunes DJ“ um die richtige Beschallung der nächsten Feierlichkeit.
Doch der Touch-Steuerung sei Dank positioniert sich inzwischen auch High-End-Software mit einer elaborierten Wiedergabelisten-Verwaltung auf dem iPad, die neben Neueinsteigern auch erfahrenen DJs einen Blick abknüpft. Das in diesem Blog bereits kurz vorgestellte, vom Mac bekannte djay der Firma algodriddim, startet einen etwas umfangreicher zu betrachtenden (Neu-)Anfang auf Apples Tablet.
Für den Vinylfreund sehr schön: Das übersichtlich aufgeräumte HUD erinnert unmittelbar an zwei klassische Plattenspieler, dessen Setup dadurch intuitiv zugänglich ist. Auf jedes ‚Deck‘ lassen sich sachdienlich, direkt aus der iTunes-Bibliothek, Songs auswählen. Die in den oberen Ecken angelegten, leider etwas kleinen Lautstärke-Reglern, steuern das Laut und Leise der beiden Kanäle. Neben den Plattenspielern befinden sich ‚Pitch-Fader‘, mit denen sich die Geschwindigkeit des gerade laufenden Songs anpassen lässt. So verquirlen sich zwei Musiktitel ineinander. Noch einfacher soll dies mit dem Sync-Button funktionieren. Dieser erfüllt nach einem mehrstündigen Probelauf tatsächlich einen ordentlichen Dienst, sofern man sehr beatlastige Electro- oder Techno-Tracks mischen will. Ein ‚Cue-Point‘, ab dem der Track auf Druck losrennt und so bessere Einstiegspositionen in den Mix ermöglicht, ist ebenfalls anwählbar. Zuletzt kann man mit dem zentriert platzieren ‚Crossfader‘ zwischen den Songs wechseln. Ein Aufnahme-Knopf zeichnet den persönlichen Vielfalt-Mix auf. An den Plattentellern kann man darüber hinaus ein wenig ’scratchen‘, was sich durchaus gelungen auf der Glasscheibe anfühlt.
Bis hierher macht djay ohne Frage sehr viel richtig: Einfache und zugängliche Funktionalität, wenig Firlefanz wie übertriebene Effekt-Parameter sowie ein an das klassische Setup angelegtes Setting, fädeln am DJ-Verständnis an. Wer sich jedoch an einem solchen Arbeitsplatz mehr als Zuhause fühlt, vermisst mit zunehmender Spieldauer einiges. Die zu kleinen Fader sind nicht ausreichend präzise zu steuern was einer gelungenen Song-Mischung sehr viel Geduld abfordert. Insbesondere kurze Tracks führen sich dadurch händisch nur umständlich zusammen. Ein einziger Cue-Punkt bietet zu wenig Entfaltungs-Spektrum – so ‚cuttet‘ und springt man nicht durch Songs.
Der Optimist würde an dieser Stelle Update-Potenzial vermuten.
Strich drunter: Ist djay eine ernüchternde Software-Dudelei oder die mitreißende Sound-Maschine? Wer mehrstündig auf einer Party auflegt, kommt mit dieser App nicht weit – auch nicht mit Split-Output-Adapter. Das Programm ist lediglich ein schöner Einstieg in die Welt des Plattendrehens, vermittelt jedoch auf einfache Art und Weise dessen Faszination und Spaß.
Wer bereits auflegt, erhält mit djay ein praktisches Tool für unterwegs, um spontan in den Sinn flatternde ‚Mixes‘ zu testen. Ob zwei Songs tatsächlich übereinander gespielt werden können, lässt sich so auszuprobieren. Die Aufnahmefunktion ist tatsächlich ein sinnvolles Notizbuch, um Inspiration für sein nächstes, ‚echtes‘ Set zu erlangen. Zugutehalten muss man djay ohne Frage seinen Preis: Für läppische 20Euro erhält man in der non-digitalen Welt gerade mal eine Schallplatte. Echte DJ-Ausrüstung liegt ohnehin schnell bei mehreren Tausend Euro.
Aus diesem Grund darf man die Touch-Plattformen für das DJing auch nicht so schnell abschreiben: Schon eine ’simple‘ App wie djay zeigt, welche Möglichkeiten im virtuellen Auflegen über das iPad schlummern. Auch wenn die Funktionalität eher auf MIDI-Unterstützung komplexer DJ-Software wie Serato gelegt werden sollte: Die Vorstellung, das iPad in ein DJ-Set zu integrieren, ist zumindest mir nach diesem umfangreichen Testlauf nicht mehr fremd.