„Die beste Software ist die, die man dabeihat?“

Hat man eine TV-Serie tatsächlich angeschaut, wenn man sie nicht trakt?

Auf dem Bild ist ein iPhone zu sehen, auf dem Informationen zur sechsten Episode der zweiten Staffel der Serie "Succession" angezeigt werden. Eine Hand befindet sich neben dem Telefon auf einer zweifarbigen Unterlage, die schwarz und grün ist.

Zugegeben: Ich habe daran zu viel Spaß, obwohl die Trakt.tv-App nur eine dünne Verpackung rund um den Webdienst ist. Mit eingetüteter Wrapper-Software stehe ich gewöhnlich auf Kriegsfuß und frage mich, warum ich es Trakt.tv (Referral-Link) verzeihe.

Ihre iOS-App schickt mich für die erweiterten Einstellungen etwa in den Browser. Deshalb stolperte ich lange Zeit nicht über eine Konfiguration, die mich lange stört: die Sortierung von „Recently Watched“ nach a) dem aktuellen Datum respektive b) dem ursprünglichen Release-Zeitpunkt.

Auf dem Bild ist ein Tablet zu sehen, das die Einstellungen der Website trakt.tv anzeigt. Der Bildschirm zeigt Optionen zur Anpassung von Datums- und Zeiteinstellungen sowie globalen Einstellungen für das Hinzufügen und Sammeln von Filmen und Serien.

Hintergrund: Vor einigen Jahren hatte ich früher angeschaute Filme und Serien nachgetragen. Damit diese „Staffeln und Streifen“ in meiner Statistik nicht alle als „angesehen am 1. März“ verzeichnet werden, änderte ich das Setting. So merkte sich Trakt beispielsweise für „Breaking Bad“ den 21. Januar 2008 – seinen ersten Ausstrahlungstermin – und nicht den wahllosen Zeitpunkt meiner Datenbankpflege.

Für alle Serien und Filme, die ich jedoch aktuell anschaue (und nicht nachtrage), bevorzuge ich eine chronologische Reihenfolge meiner „History“ – etwa für den Fall, wenn jemand nach aktuellen Empfehlungen fragt und ich meine zuletzt angeschauten Serien schnell durchscrollen kann.

Wie zuvor erwähnt: Diese Einstellung existiert, ist jedoch nur über den Browser zu erreichen, weil’s keine komplett native, respektive vollständig implementierte App ist.

Dieses Beispiel hat mich ernsthaft gestört, zog aber nicht den Gedanken nach sich, die Software zu ändern. An Alternativen für Apps, mit denen man seinen Medienkonsum verzeichnet, mangelt es nicht (Sofa, CouchTimes, TV Forecast etc.).

Ich fühle sofort, wenn sich Buttons nicht wie Buttons drücken; wenn Wischgesten ruckeln, (Standard-)Tastenkombinationen nicht funktionieren oder Inhalte verzögert erscheinen, weil sie etwa nachgeladen werden.

Ich weiß allerdings nicht, ob ich unempfindlicher geworden bin, mich mit dem Stand der Dinge abgefunden habe oder ob plattformübergreifende Frameworks schlicht besser werden. Ich merke aber, wie viel egaler mir das im Vergleich zu früher ist.

Ich bleibe ein ausgesprochener Software-Snob, habe generell Probleme mit „Web Apps“ und schnelle Software bleibt schlicht „the Best Software“. Trotzdem summieren sich im Alltag die Fälle, in denen Funktionalität eine Perfektion übertrumpft.

Bei uns im App-Store: ElevenLabs‘ englischsprachige Vorlese-App

Screenshot der iOS-App von ElevenLabs die drei Artikel zeigt.

„Produced by ElevenLabs using AI narration“ – liest man über englischsprachigen Artikeln mittlerweile häufig.

Ihre Reader-App startete im letzten Monat nur App-Store-regionsbeschränkt. Auch mit dem globalen Release rezitiert sie nur englischsprachige Artikel. Ein Teaser verspricht allerdings mehr Sprachen („Stay tuned for 29+ languages“).

Momentan handelt es sich um eine recht knöcherne Showcase-App des populären Text-zu-Sprache-Dienstes. ElevenLabs scheint sich selbst nicht sicher, wie viel Endkund:innen-Geschäft sie ansprechen wollen. Derzeit überwiegen die B2B-Deals.

Trotzdem lässt sich für euch mit eigenen Texten reinhören; ähnlich wie Matter, Omnivore oder dem Readwise Reader.

Screens 5 spricht Tailscale

iPad-Screenshot der Screens-Einstellungen für Tailscale.

Screens now supports direct connections to computers registered with the Tailscale service. Just link your Tailscale account and start connecting effortlessly!

help.edovia.com

Die Connections funkten natürlich schon vorher; jetzt gestaltet sich das erste Set-up aber extrem bequem.

Tastaturbefehl wie ⌘-\ zum schnellen App-Wechsel sowie Shift + Control + CMD + Space für Spotlight muss man sich einmal einprägen. Ich habe sowohl „Adaptive Quality“ sowie „Image Compression“ aktiviert und schlage so zwei Betriebssystemfliegen mit einer Klappe.

#413 – mehr Kleinigkeiten aus iOS 18

Ihre Headliner-Features listet Apple seit einigen Jahren bekanntlich selbst auf; für alle undokumentierten Kleinigkeiten sehe ich mich in der Pflicht.

Und diese (vermeintlichen) Kleinigkeiten, die summieren sich. Auch dieses Jahr.

Hier das Intro zur Episode:
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#412 – für mehr Ordnung im System

Wenn euch gerade die Sonne auf den Bauch scheint, möchte ich das gar nicht unterbrechen. Wenn ihr allerdings nach ein wenig Produktivität lechzt, kann ich helfen.

Für den traditionellen Frühlingsputz ist es zwar zu spät, aber aussortieren kann man immer – wie die folgenden 6 Minuten zeigen.

Hier das Intro zur Episode:
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xSearch sucht gleichzeitig auf mehreren Webseiten

Screenshot der iPhone-App von xSearch.

Eine altbekannte Safari-Erweiterung erhält Multisearch: xSearch öffnet mit nur einer Eingabe etwa fünf Preisvergleichswebseiten (oder findet die Reviews zu Luigi’s Mansion 2 HD gleichzeitig auf drei Videospielportalen).

Komfortabel für Taschen-Tastaturen: Die Browsererweiterung funktioniert ähnlich wie Lenses in Kagi – oder exakt wie Keyword Search, bei der ihr einen „Shortcut“ vor euren Suchbegriff stellt.

„People are trying to limit their screen time. Not me — I love staring at my iPhone, and it feels great.“

I don’t want to be rude, so I try to follow reasonable phone etiquette. I don’t stare at my phone in a restaurant, a movie theater, or while talking to someone. I like my Apple Watch for this reason: It allows me to put away my phone in social situations without worrying I’ll miss an important text or call. I appreciate that there are functions and situations where something other than a phone would be great.

But I don’t want to replace my phone. I don’t want to downgrade to a dumbphone as some act of reclaiming my attention from greedy tech companies. I don’t think my consciousness will ascend to a higher plane if I could only tear myself away from the 2,000-nit light of my iPhone 14 Pro Max. As far as I’m concerned, the smartphone is the apex of humanity’s achievement. I treasure it, I revere it, and I am thankful for it. I don’t look at this amazing gift of the sum of human technology and think, „I’d be happier without it.“

If anything, my only wish is if I could stare at my phone more.

Business Insider | Katie Notopoulos

Business Insider titelt typisch reißerisch. Die Prämisse des Artikels hat sich aber in meinem Kopf festgesetzt.

Screenshot aus dem Film Columbus (2017) mit dem Zitat: „I have a dumb phone, no internet.“

Feature-Phones sind eine Farce, kein Trend. Die Gründe für die Smartphone-Liebe mögen falsch sein, aber es bleibt eine Liebe.

Die einzige Funktion, auf die ich bei meinem iPhone sofort verzichten könnte, wären klassische Telefonanrufe. Unverzichtbar sind dagegen Chats, Videogespräche sowie jede andere Funktion.

Den Umgang mit Smartphones müssen wir größtenteils noch erlernen, aber unseren „Internet communicator“ aufzugeben, ist keine praktikable Lösung.

Facebook, TikTok, Threads und Instagram bleiben gelöscht; WhatsApp stummgeschaltet. In der letzten Woche habe ich 700 Minuten in Matter gelesen, ein paar gute Podcasts gehört und als Urlaubsprojekt jeden Tag einen Film geschaut. Meine RSS-Abos sind komplett konsumiert und ich konnte sogar ein paar Fotos editieren.

Es lohnt, die Zeit in sein Set-up zu investieren – Push-Nachrichten ausschalten, To-dos sortieren und E-Mails blockieren.

Rückfälle sind normal, und ich bin noch weit entfernt vom eigenen Anspruch an meine Smartphone-Nutzung. Aber es gibt hier keine Perfektion, nur eine nicht destruktiv empfundene Nutzung der eigenen Zeit.

#411 – Filterkaffee

Small Talk über das Thema „Kaffee“ funktioniert nicht nur in Finnland als Eisbrecherfrage. Selbst wenn man keine Ahnung davon hat, besitzt jeder eine Meinung. Es bleibt der perfekte Gesprächseinstieg.

Deshalb lasst uns heute einmal über Kaffee sprechen! Einblicke in meine Küche gibt’s hier zwar eher selten, heute machen wir eine Ausnahme.

Hier das Intro zur Episode:
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