Apples exklusiver US-Mobilfunkpartner AT&T gibt am heutigen Donnerstag seine Geschäftsergebnisse für das vergangene Quartal bekannt.
AT&T’s third-quarter integrated device growth included 5.2 million iPhone activations, the most iPhone activations ever in a quarter. This is 62 percent more than the previous quarterly record of 3.2 million activated in the second quarter of 2010. Approximately 24 percent of those activations were for customers who were new to AT&T.
Während in Q2/2010 3.2 Millionen iPhone-Aktivierungen verbucht wurden („a company record“), kletterte die Anzahl über den Sommer auf 5.2 Millionen. Im Vergleich zu den 14.1 Millionen Geräten, die Apple in ihrem Quartalsbericht am Montag verzeichnete, bleibt der prozentuale US-Anteil bei zirka einem Drittel. Entsprechend dem bereits länger anhaltenden Trend fällt die Quote für Neukunden von 27- auf 24-Prozent.
Vornehmlich sprechen diese Zahlen (noch) nicht für einen möglichen Einfluss von der sich ankündigenden CDMA-Konkurrenz des iPhone 4 sondern für einen zunehmend wachsenden Anteil von Apples Mobilfunkgeschäft im globalen Markt.
Unter dem Strich bleibt: 5.2 Millionen aktivierte iPhones in lediglich einem Quartal ist das bislang höchste Ergebnis, das AT&T in Zusammenarbeit mit Apple verbuchen konnte. Mit Spannung darf die Entwicklung bei einer möglichen Beendigung des Exklusiv-Deals in Amerika verfolgt werden.
Der kleine Transport-Heißluftballon ist zurück. Bereits über ein Jahr liegt die Erstveröffentlichung von ‚Blimp – The Flying Adventures‚ (1.59€; App Store-Link) auf dem iPhone zurück. ‚Blimp HD‚ ist die aufgebohrte Version eines tollen Titels mit stark vernachlässigtem Aktualisierungs-Zyklus. Das letzte Update der iPhone-Version stammt aus dem Oktober 2009. Zweifelhafte Gründe, jetzt zur hochaufgelösten 10-Zoll-Umsetzung zu greifen. Trotzdem bleibt das Plattform-Geschicklichkeitsspiel seinen Ausflug wert.
In 20 liebevoll überarbeiteten Welten dirigiert man über zwei unterschiedliche Steuerungs-Methoden das miniaturisierte Fluggerät. Höhlen, Wälder und schneebedeckte Bergabhänge zeichnen das Ambiente. Der linke Daumen übernimmt die Navigation auf der X-Achse und lenkt euer Gefährt von rechts nach links. Mehr heiße Luft pustet ihr zum Aufstieg in die luftigen Höhen über den berührungsempfindlichen Digital-Button an der rechten unteren Bildschirmecke. Auch eine Neigungssteuerung per Accelerometer ist möglich und funktioniert meines Erachtens wesentlich besser als die Touch-Knöpfe. Gefühlvolle Neigungen treiben den roten Ballon von einer Ecke in die andere. Dabei signalisieren aufleuchtende Kreiswellen, auf welcher Plattform ein Arbeiter abzuholen ist, beziehungsweise wo dieser nach dem Transport weiter tätig sein möchte.
Spezial-Objekte wie Zeitkapseln oder Gesundheitspacks werden auf den Flugstrecken geschwind mit eingesammelt. Diese sind dringend notwendig, da ihr eure Auftragsflüge auf Zeit absolviert und mit einer schwindenden Lebensanzeige kämpft. Felsvorsprünge, andere Luftraum-Gegner und explodierende Fallen dezimieren eure Statusleiste. Diese muss jedoch unbedingt bis zur letzten Landung einen positiven Wert aufweisen, um nicht den kompletten Fortschritt zu verlieren und das Level neu beginnen zu müssen.
Drei Schwierigkeitslevel, ein zurückhaltender aber passender Soundtrack sowie eine Statistik-Erfassung der Spielzeit, vernichteten Widersacher und den ‚verbrauchten‘ Leben, lässt euch die knackigen Welten auch mehrmals spielen. Eine fehlende Game-Center-Unterstützung, irgendeine Art von Mehrspielermodus sowie neue Milieus hätten nicht geschadet und verhindern die Höchstwertung.
Für 2.99€ schnuppert man bei Blimp HD trotzdem gerne rein. Das Gefühl, nur etwas mehr als eine retuschierte Neuauflage zu bekommen, bleibt hingegen. Ob man sich jedoch auf ein Update verlassen sollte, bleibt bei dieser iPhone-Vergangenheit zumindest fragwürdig.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Zu Apples gestrigem Spezial-Event existiert nach dem hervorragenden HTTP-Live-Stream mittlerweile auch das Podcast-Downloadangebot mit 911 Megabyte (iTunes-Link). Darin enthalten sind die Ankündigungen zum neuen MacBook Air (Affiliate-Link*), Mac OS X 10.7 (Lion), iLife ’11 (Affiliate-Link) und ‚FaceTime for Mac‚. Als Stream ist die 90-minütige Veranstaltung unter diesem Link abzurufen.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einer $20 Millionen US-Dollar-Akquisition, mit der sich Electronic Arts, aktuell weltgrößter Spielepublisher, das Software-Unternehmen Chillingo einverleibt.
By acquiring Chillingo, EA Mobile is increasing its market leadership on the Apple platform as well as reaffirming its position as the world’s leading wireless entertainment publisher,“ EA spokeswoman Holly Rockwood said in a statement
Das Software-Verlagshaus zeigte sich vornehmlich in jüngerer Vergangenheit für App-Store-Hits wie Helsing’s Fire (0.79€; App Store-Link), Guerrilla Bob (2.39€; App Store-Link), Knight’s Rush, MiniGore oder Radio Flare Redux verantwortlich. Auch das unangefochtene iOS-Highlight Angry Birds (0.79€; App Store-Link) vertreibt die in Großbritannien ansässige Firma.
Nachdem der Reuters-Bericht impliziert, dass sich EA durch den Kauf auch die zweifellos populäre Franchise der fliegenden Vögel seines finnischen Entwickler-Studios einkassierte, dementiert Rovio-Mobile über Twitter.
Gegenüber TechCrunch sagte Rovio-Häuptling Peter Besterbatka: “We’re remaining an independent company and are continuing full speed ahead. This sale has no impact on us, as Chillingo is just a publisher of the iPhone and iPad games, and that’s it.”
Chillingo betätigt sich außerdem am Software-Vertrieb für Windows Mobile, RIM sowie der Sony PSP oder den Nintendo-Plattformen DSiWare und WiiWare. Des Weiteren betreiben sie den Game-Center-Konkurrenten ‚Crystal‘ als soziales Netzwerk zum Austausch von Highscore-Listen und Leaderboards für iOS-Titel.
Erst in der vergangenen Woche kassierte die japanische Firma DeNA den App-Store-Spieleproduzenten ‚ngmoco‚ ein, der ebenfalls sein eigenes Spielenetzwerk namens ‚Plus+‘ in die Übernahme mitbrachte.
Mit ‚FaceTime for Mac‘ veröffentlicht Apple am heutigen Abend eine erste Beta-Version der Videotelefonie für Mac OS 10.6. Diese verknüpft die bereits 19 Millionen verkauften iOS-Geräte (iPhone + iPod touch 4.Gen mit mindestens iOS 4.1 und WiFi-Verbindung) in eine Bild-in-Bild-Telefonschaltung mit dem Computer. ‚FaceTime‘ integriert sich nicht entgegen den Erwartungen in Apples Kommunikations-Programm iChat sondern tritt als eigenständige Applikation auf.
Der 14MB-Download greift nach der Installation auf angeschlossene und integrierte Web-Kameras wie die Apple iSight (ab sofort anscheinend offiziell „FaceTime-Kamera“) oder (beispielsweise) einer Logitech Vision Pro zurück und bedient sich des Adressbuchs für die Kontaktauswahl. Ohne zusätzliche Konfiguration, über eine hinterlegte Apple ID oder eine Standard-E-Mail-Adresse, lassen sich Videoanrufe zwischen FaceTime-Benutzern (sowohl Mac-Computern als auch mobilen iOS-Geräten) initiieren. Ist die gleiche E-Mail-Adresse in ‚FaceTime for Mac‘ sowie einem iPod touch hinterlegt, klingeln beide Geräte.
Das heutige Apple-Event ‚Back to the Mac‘ um 19 Uhr (MEZ) streamt über einen HTTP-Livestream von Apple.com auf eine iOS-Hardware ab Firmware 3.x oder ein Mac OS X 10.6-System. Da die Aufmerksamkeitsspanne der kleinen Internet-Welt sich bereits seit mehreren Stunden auf dieses eine Thema reduziert hat, und der Tunnelblick noch bis zum morgigen Donnerstag anhalten könnte, hier eine gedankliche Leichtigkeit.
‚Super Twario‚ (1.59€; App Store-Link) folgt dem eigenen Twitter-Zeitstrahl während man im (Super-Mario-)Jump’n’Run-Stil ein kleines Häschen über den Bildschirm scheucht – „Tweet, Reply und Retweet“ sowie eine Game-Center-Unterstützung natürlich inklusive. Der Idee gilt die Aufmerksamkeit.
Nach den zahlreichen (und hauptsächlich zahnlosen) Gerüchten und Spekulationen um eine mögliche CDMA-Version vom iPhone-4-Modell in den vergangenen Monaten, nähern wir uns der nächsten Mutmaßungs-Phase mit möglichen Prototypen und Detail-Thesen. Bereits am Montag berichtet ‚The Boy Genius Report‘ aus „einer ihrer soliden Apple-Quellen“ über ein bereits im Code aufgeführtes iPhone 3,2 Modell im „AP“-Test-Stadium. Das soll die letzte Kontroll-Periode vor der Produktion von finaler Verkaufshardware sein.
Am 11. August berichtete John Gruber auf Daring Fireball:
It’s certainly not in production yet, and hasn’t reached DVT status (device verification test — like Gray Powell’s infamous stolen unit), but it is, a few little birdies claim, at EVT (engineering verification test). That’s one step below DVT, which is one step below production.
Als Termin handelt die Gerüchteküche weiterhin den Jahresanfang 2011. Damit wäre zwar das Weihnachtsgeschäft verpasst, dass nächste Quartalsergebnis jedoch gesichert. Da sich Apple derzeit wenig Sorgen machen muss, die (zweifelsfrei hohen) Erwartungen der nächsten Geschäftszahlen zu erfüllen, wäre eine Verlagerung ins Q2/2011 nur von Vorteil. Die Zeitspanne bis zu einer nachfolgenden iPhone-Generation im späten Sommer 2011 wäre (meiner Meinung nach) immer noch ausreichend. Es bleibt zu bedenken, dass Apple die auslaufende iPhone-Generation generell weiter im Verkauf bestehen lässt. Das iPhone 4 würde sich als CDMA-Version demnach auch über einen iPhone-5-Start hinaus in den Geschäften befinden. In der Vergangenheit erprobt: Die Verkäufe vom iPhone 3G verliefen auch nach dem iPhone-3GS-Start gewinnbringend. Ebenso verkauft sich das iPhone 3GS (scheinbar problemlos) weiter, auch wenn derzeit das iPhone 4 allseits Anklang findet.
Zu beachten: Eine mögliche CDMA-Variante des Apple-Telefons erregt besonders in den US-Blog ihre Aufregung. AT&T steht seit drei Jahren in der Kritik, in Nordamerika schlechtere Performance als die Verizon-Konkurrenz zu bieten. Ob und wie das Mitstreiter-Netz in den Ballungszentren einem Ansturm von mehreren Millionen datenhungrigen iPhones Stand hält, bleibt im Moment noch unbeantwortet.
Der US-zentrierte Blickwinkel ist global betrachtet jedoch nur die halbe Wahrheit. Die veraltete CDMA-Technologie ist auch in China (China Telecom) und Indien (diverse Mobilfunkanbieter) populär. Insgesamt keine kleinen Märkte. Asymco.com ermittelte kürzlich über 500 Millionen potenzielle (Neu-)Kunden. Ohne Frage: für diesen denkbaren Abnehmerkreis lohnt sich eine eigene Produktionsstraße.
Für mich steht außer Diskussion, dass ein mögliches Januar-Gerät optisch identisch zu den jetzigen Modellen ausfällt. Der Artikel von ‚The Boy Genius Report‘ bestätigt dies indirekt, will zusätzlich jedoch von einem Simkarten-Einschub wissen, der untypisch für CDMA-Telefone wäre.
CDMA carriers in the U.S. require proprietary handsets that are linked to one carrier only and are not card-enabled. To upgrade a CDMA phone, the carrier must deactivate the old phone then activate the new one.
Für möglich wird erachtet, dass der SIM-Platzhalter für eine Roaming-Mobilfunkkarte im Ausland vorgesehen ist. Der berichtete Prototyp kann jedoch schlicht und ergreifend auch nur dem GSM-Modell angelehnt sein. Ein Zwitter-Smartphone auf CDMA- und GSM/HSPA-Technologie scheint technisch bereits bewerkstelligt, mit Blick auf Apples konservativer Adaptionsrate in der Vergangenheit, ist dies jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Wir erinnern uns an das iPhone Classic, das auf Datenübertragungen aus einem EDGE-Netz setzte, obwohl UMTS bereits im Markt verfügbar war. Apple schien sich damals dem erhöhten Stromverbrauch über die schnelleren UMTS-Geschwindigkeit unsicher.
Im Weblog eines bislang absolut unbekannten Richy Rich, welches erst seit Juni 2010 mit insgesamt 89 Einträgen existiert (!), sollen angeblich erste Fotos vom CDMA-Telefon gezeigt werden. Als Quelle dient ein vietnamesisches, nicht näher spezifiziertes Reparatur-Geschäft. Den unscharfen, vornehmlich mit Wasserzeichen versehenen Bildern, fehlt bis auf ein paar Display-Einblendungen jedoch jeglicher Hardware-Hinweis, der die CDMA-Behauptung stützt.
Das jedoch mehr und mehr Informationen über eine iPhone-Telefonvariante beim US-Anbieter Verizon Wireless mit CDMA-Technik an die Öffentlichkeit dringen, dürfte weder Apple noch dem Mobilfunkpartner schaden. Falls sich Apple, wie in weltweit allen Märkten mit mehreren großen Mobilfunkanbietern, von der Exklusivitäts-Vermarktung verabschiedet und seine Umsätze auf die Stückzahl von verkauften Einheiten setzt, dürften die Vertragsdetails auch in den USA schon unterschrieben vorliegen. Peter Oppenheimer erwähnte in den Erläuterungen zu den Quartalszahlen Q4/2010, dass die Strategie von einem mehrköpfigen Vermarktungsmodell bei diversen Anbietern international sehr erfolgreich sei.
Es spricht (meiner Meinung nach) wenig dagegen, eine CDMA-Variante vom aktuellen iPhone-4-Modell in die dafür geeigneten Märkte zu werfen. Ohne Sperenzchen und ohne wesentliche Neuerungen. Einfach solange Abverkaufen, bis die Nachfrage gestillt ist. Mit einer möglichen fünften iPhone-Generation im nächsten Jahr, welche auf die UMTS-Nachfolgetechnologie LTE setzen könnte, darf dann spekuliert werden.
Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben soll, dass im Nachsatz des Artikels von ‚The Boy Genius Report‘ das iPhone 5 als im Stadium „EVT“ (engineering verification test), einem Schritt unter „DVT“ (device verification test), bezeichnet wird.
Bevor Verwirrung aufkommt: Das hier eingebettete Bewegtbild entstand nicht mit der ‚TiltShift Video‘-Software (1.59€; App Store-Link), die im Folgenden Erwähnung finden soll. Der Effekt fällt jedoch ähnlich ‚miniaturisiert‘ aus. Außerdem entstammen a) die Aufnahmen meiner Heimatstadt Bremen und b) ebenfalls einer iPhone-Kamera.
‚TiltShift Video‘ ist ein erster, noch nicht fehlerfreier Angriff, um dem von Fotos bekannten Effekt, auch auf bewegtes Film-Material anzuwenden. Ausprobieren schadet nicht. Sein Entwickler Fidel Lainez hat uns zusätzlich mit vier US-Promocodes ausgestattet, die ich gerne gegen einen Kommentar an euch weiterreiche.
TweetDeck CEO Iain Dodsworth sieht für sein Programm die Markt-Zersplitterung durch unterschiedliche Hardware-Geräte mit verschiedenen Google Betriebssystem-Versionen als kein Problem an. Das mag für eine Anwendung mit plattformübergreifendem Adobe-Air-Hintergrund jedoch auch nicht ungewöhnlich sein…
Der iOS-Jailbreak ‚greenpois0n‚ ist mittlerweile in Revision 4 auch als Mac- und Linux-Download verfügbar und ‚knackt‘ obendrein das iPod-touch-Modell der zweiten Generation.
Angeblich griff George Hotz, der ‚greenpois0n‘ mit seiner ‚limera1n‘-Veröffentlichung zuvorkam, auf Comex‚ ‚Untethered‘-Heck zurück, um einen (weiteren) eigenen iBoot-Level-Exploit für zukünftige Geräte in der Hinterhand zu behalten.