Während an diesem Wochenende die Flugrichtung für viele App-Store-Entwickler ‚San Francisco‘ lautet, findet sich in diesen Stunden auch die offizielle iPhoneOS-Anwendung über das WWDC-Programm auf der Downloadseite von Apple ein. Registrierte Teilnehmer könnten unter Angabe ihres Logins, mit dem die Tickets erworben wurden, unter https://developer.apple.com/wwdc/app/ die Adhoc-App beziehen.
Die WWDC beginnt am Montag um 19 Uhr unserer Zeit, mit der Keynote von Steve Jobs. Wir begleiten an dieser Stelle selbstverständlich alle erwähnenswerten Vorkommnisse.
Tom Bihn ist ein kleines, familiäres Unternehmen aus Seattle, das seit über 20 Jahren Taschen entwirft und schneidert. Das ‚Messenger Bag‘ Ristretto ist eine speziell für den iPad-Transport ausgelegte Tasche, die sich in dieser Form erst seit einigen Monaten im Sortiment des US-Herstellers befindet. Macworld.com stellte der Umhängetasche aus Nylon bereits hohe Empfehlungsschreiben aus, was deren Verfügbarkeit nicht gerade zuträglich war.
Ich trage seit Mitte Mai, das in verschiedenen Farbkombinationen erhältliche ‚Sackerl‘ mit mir spazieren, und kann – trotz hohen Importkosten von insgesamt 150€ – ebenfalls nur Gutes berichten.
Eine schaumstoffartige Innentasche bringt passgenau das iPad, inklusive Apple Case, unter. Zwischen dem gefütterten Innenleben und der vorgelagerten Abtrennung, lässt sich (zusätzlich) noch ein MacBook Air unterbringen. Dies ist dann zwar von der Taschenseite aus einsehbar, lässt sich jedoch durchaus in dieser Kombination verwenden. Im ‚Vorraum‘ finden kleine Wasserflaschen, iPhones, Geldbörsen und Schlüssel Unterschlupf.
Die Verarbeitung ist erstklassig. Der ‚Absolute Shoulder Strap‘, ein verstärkter Tragegurt für $30 US-Dollar Aufpreis, lohnt, obwohl ich das ‚Standard-Trageband‘ nicht im direkten Vergleich gesehen habe. Alle (Plastik-)Schnallen und (Metall-)Riemen wirken extrem robust, was die Tasche für mich derzeit zur ersten Wahl macht. Trotzdem kneift der Preis. $110 US-Dollar sind zwar vollkommen akzeptabel, die zusätzlichen $40 US-Dollar Versand und 20€-Einfuhrumsatzsteuer schmerzen jedoch.
Zumindest solange, bis man die Tasche in der Hand hatte.
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Der ‚Muster-Code‘ für die Implementation des Tron-Trailers, der 3D-Fotogalerien oder den bildschirmfüllenden Virtual Reality-Rundumblicken verweist auf die Entwickler-Webseite „Safari Technology Demos„. Mozilla Firefox– und Google Chrome-Benutzer bekommmen diesen deutlichen Hinweis vor die Nase gesetzt.
Während sich Smokescreen, ein Flash-Player in JavaScript, derzeit im Nachrichtenlicht suhlt, sollte die Aussagekraft des HTML5-Schaukastens von Apple nicht unterschätzt werden. Die „Sweet Solution“ war ein paar Jahre zu früh dran, trotzdem bin ich weiterhin der festen Überzeugung, dass sich ein Großteil der derzeitigen (nativen) App-Store-Programme auch im Browser realisieren lassen würde. Ob ein (bezahlter) ‚Marktzugang‘ hier auch zu (er-)schaffen ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wie dem auch sei: Eine ‚App-Store-Öffnung‘, mit dem ‚Verzicht auf die Eingangskontrolle‘, hält sich weiter hartnäckig (in den Medien).
In der letzten Nacht schaltete Apple die Version 1.0 für das iPhone frei. Durch aufgemotzte Grafiken spielt sich das Karten-Legespiel, das 2001 den Deutschen Spielepreis absahnen konnte, jedoch auch auf dem iPad bereits sehr anschaulich. Der jetzige Einführungspreis von 3.99€ wird im Laufe des Jahres für die ‚universal‘ Version, die angepasst auf beiden (und zukünftigen) Apple-Geräten läuft, auf 7.99€ angehoben.
In Carcassonne bildet sich durch das Legen von digitalen Kärtchen eine Landkarte aus Städten, Klöstern und Wiesen, die mit eigenen ‚Gefolgsleuten‘ zu besetzten sind und dadurch das Punktekonto füllen. Im Sattel des Garten- und Landschaftsbaumeisters besteht der Kniff in einer vorausschauenden Planung, wie und in welche Richtung man die ländlichen Gefilde weiter ausbaut. Dabei tritt man gegen den Computer oder menschliche Hobby-Architekten an, die sich über ein lokales Netzwerk (Bluetooth / WiFi) duellieren, oder in Mehrspieler-Internet-Partien (per Push-Benachrichtigung) ihre Züge absolvieren.
Ich werfe bereits seit mehreren Beta-Versionen meine Brettspielkarten und Spielfiguren ins Geschehen. Carcassonne hat sich in den vergangenen Monaten zu einer sehr liebevollen Umsetzung des Brettspielklassikers entwickelt, der technisch, optisch und spielerisch für dieses strategische Genre an der oberen App-Store-Messlatte kratzt.
8-Bit-Pixelhaufen und minimalistische Soundeffekte befördern dieses ‚elektronische Geduldspuzzle‘ schnurstracks in die alternative App-Store-Ecke. eBoy, die „Godfathers of Pixel“, sind jedoch mehr als ein zusammengewürfelter Klumpen von Bildelementen sondern seit 1997 eine eigene Kunstform.
Die farbenfrohen, komplexen und durchweg abgedrehten Suchbildern der deutschen Vektorgrafiker fanden ihren Weg schon auf Poster, T-Shirts und in Kunstgalerien. Die eBoys haben dabei ohne Fragen einen kleinen Teil moderner (Pop-)Kultur geprägt und bringen jetzt 100 Level der isometrischen 3D-Effekte auf das iPhone.
Dabei müssen die unterschiedlich geschichteten Kompositionen durch Neigen des Bildschirms zusammengestückelt werden. Das ist sehr, sehr eigentümlich und bekommt von mir trotzdem eine sehr, sehr große Empfehlung!
Randall Stevenson, Chef des US-Mobilfunkkonzerns AT&T, ist ein lustiger Typ. Wie es mit seinen Apple-Verhandlungen um die Aufrechterhaltung der exklusiven Provider-Bindung in den USA steht, ist weiterhin offen beziehungsweise nicht öffentlich. Bereits geklärt ist hingegen, dass er für seinen Konzern – zeitlich passend zur WWDC und einer (möglichen) Ankündigung zur nächsten iPhone-(Videochat-)Generation – die Mobilfunktarife ändert.
Dabei entfällt die unbegrenzte iPad-Datenflat für $29.99 US-Dollar und wird durch einen $25 US-Dollar 2GB-DataPro-Tarif ersetzt. Überschreitet der Nutzer diese Volumengrenze, fallen pro verbrauchtem Gigabyte nochmals $10 US-Dollar an. Aus dem $14.99 US-Dollar-Tarif für 250MB wird ein DataPlus-Tarif für $15 US-Dollar, der einen Datenverbrauch von 200 MB deckt. Wer diese ‚virtuelle‘ Grenze mit dem iPad überschreitet, bekommt für erneute $15 US-Dollar nochmals 200MB ’spendiert‘.
AT&T selbst gibt an, das 65% ihrer (Smartphone-)Nutzer weniger als diese 200 Megabyte im Monat verbrauchen. 98% dieser Gruppe der (Smartphone-)Nutzer sollen weniger als 2GB an Transferdaten umsetzten. Die ‚obskuren‘ Rechnungen, wie viele E-Mails und Webseiten sich mit dem angebotenen Datenvolumen aufrufen beziehungsweise empfangen lassen, fallen hier zugunsten des Mobilfunkanbieters einmal unter den Tisch – sonst wird es nicht nur ungenau sondern vor allem peinlich. Wer seinen Datenverbrauch in den USA unter die Lupe nehmen möchte, surft zu ‚The Mac Observer‚.
Im selben Atemzug verkündet man eine ‚Tethering‘-Option, die nur für DataPro-Kunden zu buchen ist und mit monatlich $20 US-Dollar extra zu Buche schlägt. „iPhone-Tethering soll verfügbar sein, wenn Apple sein OS 4.0 auf den Markt bringt„. Das ist nicht nur extrem spät (Tethering funktioniert seit Firmware 3.0), sondern preislich auch extrem unattraktiv weil kein separates Datenvolumen im Angebot mit enthalten ist.
Nach derzeitigen (unbestätigten) Aussagen gelten die ‚überarbeiteten‘ Tarife erst einmal nur für ’neue‘ Kunden. Das bisherige AT&T-Klientel darf natürlich jederzeit auf einen neuen Tarif umsteigen. Sowie es im Moment aussieht, kann die bisherige AT&T-Kundschaft (auch bei einem Upgrade auf ein neues Gerät) bei den alten Tarifstrukturen verbleiben. Wer jedoch die Tethering-Option buchen möchte, muss auf den DataPro-Tarif wechseln.
Insgesamt handelt es sich, aus meiner entfernten Perspektive, um eine regelrechte Ohrfeige von AT&T gegenüber Apple. Die iPad-Tarife sind seit der Geräteeinführung Anfang April erhältlich und lassen besonders die Cupertino-Ankündigung vom Januar 2010 schlecht aussehen. Jobs bezeichnete die Tarife damals als „breakthrough prices“. Eine so rasante Änderung dieser Tarifstruktur, die John Gruber von Daring Fireball mit „the good outweighs the bad“ bewertet, kann Apple jedoch nicht schmecken.
Mit nur einem exklusiven Mobilfunkanbieter in den USA, sieht sich das iPhone weiterhin ‚externer‘ Kritik ausgesetzt. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, das Apple (trotz konstanter Gerüchtelage) damit beginnt CDMA-Telefone zu fertigen, dürfte Cupertino mit dieser Pattsituation sehr unzufrieden sein.
Apropos unzufrieden: Unser ‚lustiger‘ Randall Stevenson bekam auf seine gestrige Tarif-Ankündigung zwei ‚freundliche‘ Kunden-E-Mails von einem gewissen Giorgio Galante. Diese elektronischen Briefe gingen an seine ‚private‘ Postbox.
Thanks for making the switch to a Sprint HTC Evo an even easier decision. I don’t think even Steve Jobs can spin 2GB for $25/month as a good thing for the consumer. […]
Ein AT&T-Mitarbeiter meldete sich daraufhin bei Galante und drohte bei weiteren Zuschriften mit rechtlichen Konsequenzen. Gesprächsauszüge liegen als Audiodatei vor…
Vor (fast) genau 12 Monaten warfen wir einen detaillierten Blick auf die iPhone-Fingerfarbenmalerei Color Splash (1.59€; App Store-Link). Auf dem größeren iPad-Bildschirm macht das Einfärber der eigenen Lichtbilder noch einmal mehr Freude.
Eure Schnappschüsse lassen sich aus der Bibliothek in das Programm laden und werden dann mit einem Grauschleier überzogen. Mit euren Finger lässt sich die ursprüngliche Farbe zurückbringen, womit sich Teile der Fotografie hervorheben lassen. Nicht jedes Foto eignet sich für eine solche ‚Aufwertung‘; für viele Bilder lässt sich jedoch genau durch diesen Effekt eine Aufnahme erst perfektionieren.
Durch einen Doppel-Tap kann zwischen farbigen und grauen Pinselstrichen hin- und hergeschaltet werden. Das Verstellen der unterschiedlichen Strichgröße kann man sich durch eine tiefe Zoomstufe fast sparen und (er-)wischt jede graue Ecke im Bild. Wer sich nicht sicher ist wie ‚vollständig‘ man übermalt hat, verwendet die Maskenfunktion, die alle bisherigen Fingergesten rot einfärbt. Bei Bedarf lässt sich auch in einen Modus wechseln, der die Position des Malstiftes anzeigt.
Insgesamt bleibt Color Splash eine farbenfrohe App, die genau für einen Fotoeffekt geeignet ist, diesen aber besonders ‚prächtig‘ aufbereitet.
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Neben unzähligen Fotografien von potenziellen Bauteilen der nächsten iPhone-Generation, tauchten in den letzten Wochen auch vermehrt ‚weiße‚ Gehäuserahmen auf.
MacRumors zieht zwei weitere Fotos aus der Trickkiste, deren Modell- und Identifikations-Nummern noch mit Platzhaltern versehen sind aber durchaus einer Produktionsserie von iPhone-Prototypen entstammen könnte. Obwohl ein Angebot von weißen und schwarzen Modellen für die nächste iPhone-Generation naheliegt, steht uns ein eindeutiger Beweis (wahrscheinlich) bis nächsten Montag aus.