Inspiriert durch den heutigen TouchArcade-Beitrag veranstaltete auch ich (m)einen ganz privaten Retro-Vormittag. Der ‚snes4iphone‚-Emulator von ZodTTD läuft neben dem kleinen Bildschirm des Apple-Mobilfunkgeräts natürlich auch auf dem iPad.
Nicht überraschend: Die Displaygröße macht dabei einen enormen (Erlebnis-)Unterschied. Zwar lässt sich das Pixel-Doubling über die Manipulation der Info.plist nicht austricksen, dass interne ‚Smooth Scaling‘ der $5.99 US-Dollar Cydia-Anwendung zieht die Lichtpunkte jedoch trotzdem auf ihre volle Bildschirmgröße.
Snes4iphone liegt immer noch in Version 7.0.0 vor und hat bislang keine spezielle iPad-Anpassung erfahren – ZodTTD bastelt schon an den Icons. Deshalb lassen sich die transparenten Steuerknöpfe auch noch nicht ausblenden. Die Wii-Fernbedienung ist über ihre Bluetooth-Anbindung jedoch weiterhin die bessere Controller-Wahl.
Unkommentierte Impressionen zusammengefasst in einer Videominute:
Über das UrbanFanatics.com-Repository (http://urbanfanatics.com/cydia) lässt sich außerdem die ScummVM-Software in Version 1.1.1 beziehen, die (unter anderem) zum Abspielen der alten LucasArts-Titel einlädt – von Monkey Island bis Day of the Tentacle.
Eine Übersicht der derzeit lauffähigen Cydia-Anwendungen für das iPad wird in dieser Tabelle gepflegt.
Google überarbeitet seine Suchmaske mit einer ausklappbaren Seitenleiste, die sowohl auf dem Desktop als auch für portable Geräte ab sofort zum Einsatz kommt. Die ‚mobile version‘ existiert derzeit nur in der englischsprachigen Darstellung, die sich in der Fußzeile der Webseite („Google.com in English“) umstellen lässt.
Obwohl ich den (Design-)Schritt nachvollziehen kann, die Suchdetails auf „News“ oder „Blogs“ zu spezifizieren, dass neue Layout sieht bei aufgeklappter Sidebar sowohl auf einem Android als auch dem iPhone kaputt aus.
MacRumors stolperte im iPhone Beta SDK über die Code-Zeichenkette „AVCaptureSessionPreset1280x720“, welche einen Hinweis darauf liefert, dass die nächste iPhone-Generation Video-Aufnahmen in 720p (1280×720) produzieren könnte. Das aktuelle iPhone-Modell filmt mit einer Auflösung von 640×480 („AVCaptureSessionPreset640x480“).
Die abgebildete Grafik entspringt einer E-Mail von Quattro Wireless an einen App Store-Entwickler. TechCrunch weist auf die Erwähnung des „proprietary direct link“ hin, über den Apple seinen Anzeigenkunden und dem Developer detaillierte iTunes-Statistiken liefern könnte.
Die Verbindung der Werbeinformation mit dem App Store-Zahlenmaterial, gäbe den iAds einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Reklame-Netzwerken. Das Apple Konkurrenten wie Googles AdMob komplett ausschließt, halte ich auf kurze Sicht für unwahrscheinlich. Durch die Kontrolle der eigenen Plattform und mit einer bevorzugten Behandlung für iAd-Kunden, wäre dies ohnehin zu vernachlässigen.
Das Wall Street Journal berichtet in der letzten Woche von exakter Zielgruppenspezifizierung und eingeplanten Kampagnen-Budgets von $10 Millionen US-Dollar.
Marketers will be able to target ads to groups of users based on consumers‘ download preferences from its iTunes store, according to ad executives. For instance, a marketer could choose to show its ads to people who have downloaded financial applications or reggaeton music, horror movies or comedy TV shows.
Apple is planning to charge advertisers a penny each time a consumer sees a banner ad, ad executives say. When a user taps on the banner and the ad pops up, Apple will charge $2.
Mit „How To: Run iPhone Apps on the iPad Without Pixel Doubling“ erreicht eine nette Spielerei die frühe Jailbreak-Gemeinschaft auf dem iPad. Wer sich an den hochskalierten Pixeln seiner bevorzugten iPhone-Anwendungen auf dem neuen Apple-Gerät stößt, zieht die ‚alten‘ Anwendungen in ein neues Vollbild-Gewand.
Vorraussetzung sind neben dem Jailbreak diese fünf Code-Zeilen, die in der Info.plist (/var/mobile/Applications) für die jeweilige Anwendung hinterlegt werden:
Am bequemsten geschieht das Einfügen des Code-Schnipsels direkt vom iPad aus mit der Cydia-Anwendung iFile (Testversion / $4 US-Dollar). Nach dem Speichern der veränderten Datei muss das Springboard sich kurz sammeln und neu starten. Am schnellsten geht dies durch einen Sprachwechsel in den Systemeinstellungen.
Die inoffizielle Design-Veränderung funktioniert bei Weitem nicht mit allen Anwendungen. Als ‚tauglich‘ dokumentiert wurden Facebook (kostenlos; App Store-Link), Tweetie II (2.99€; App Store-Link), Canabalt (2.39€; App Store-Link) oder Reeder (2.39€; App Store-Link).
In den vergangenen Abendstunden veröffentlichte Apple für Entwickler die iPhone OS 4 Beta 3. Die erste Revision des 361MB-schweren Downloads wurde kurze Zeit später jedoch wieder zurückgezogen, da es Probleme mit „angepassten Installationen“ gegeben haben soll.
Als auffällige Neuerungen stechen die Rotations-Sperre des Bildschirms sowie eine iPod-Steuerung im neuen „Multitasking-Dock“ ins Auge. Die Fixierung der Bildschirms deutete sich bereits in den vergangenen Wochen an, soll in seiner ersten Ausführung derzeit nur die horizontale Position feststellen. Die „Programm-Wechselleiste“, die sich per Doppelklick vom Home-Button aufrufen lässt, ersetzt das blaue Popup-Fenster der derzeitigen Musik-Steuerung aus anderen Programmen.
Die neuen Programm-Ordner, in denen sich Anwendungen bündeln lassen, zeigen einen Zähler für ‚Badges‘ der darin befindlichen Apps an. Die Summe, beispielsweise von ungelesenen E-Mails (in Mail) oder ausstehenden ToDos (in Things), wird dabei kurioserweise addiert.
Apple bleibt auch mit diesem iPhone OS-Update seinem zweiwöchentlichen Veröffentlichungsrhythmus treu. Bis zur WWDC-Entwicklerkonferenz könnten daher noch mindestens zwei neue Aktualisierungen ins Haus stehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das finale iPhone OS 4 einige Wochen später die Einführung einer neuen Hardware-Generation begleitet.
Das es Apple innerhalb des ersten iPad-Verkaufsmonats nicht geschafft hat, seine MobileMe iDisk-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) vom iPhone auf den hochauflösenden iPad-Bildschirm zu portieren, ist ein Armutszeugnis.
Die Wertschätzung gegenüber dem (zahlenden) Kunden scheint bei den Mitbewerbern höhere Priorität zu genießen. Dropbox ist dafür ein (plattformübergreifendes) Beispiel. Der Sync-Service startete vor zwei Jahren als Studenten-Trio und beschäftigt heute mit mageren $7.2 Millionen US-Dollar Risikokapital (plus einem flexiblen Bezahlmodell) stolze 23 Angestellte.
Ernsthaft. Dropbox bietet gegenüber der iDisk eine (für Europäer) schnellere Anbindung, ermöglicht systemübergreifendes Arbeiten sowie mehr „Wolkenspeicher“ zu geringeren Konditionen. Im Cupertino-Kuhstall stehen mit iPhone und iPad zwei absolute „Cash Cows“, für die seine Benutzer einen mobilen Dokumentenzugriff einfordern (müssen). Nicht bald, sondern heute.
Mit iWork.com attestiere ich Apple, dass sie diese Bedürfnisse verstanden habe. Das ändert jedoch nichts an der bislang miserablen und halbherzigen Umsetzung. Daran stoßen sich übrigens nicht nur Profianwender; selbst iPad-Laien ecken recht schnell nach ihrem ersten Pages-Schieb an der beschränkten USB-Sync-Problematik an.
David machts Goliath vor: Apple besitzt, soweit ich das beurteilen kann, mit MobileMe ein (zumindest) finanziell tragfähiges Online-Bezahlsystem. Zusätzliche Funktionalität dürfte den Abonnenten nicht schwer zu ‚verkaufen‘ sein. Die potenzielle Akquisition des jungen Dropbox-Teams, die immer wieder in die Gesprächsrunde geworfen wird, ist meiner Meinung nach mittlerweile nicht mehr optional. Dabei müssen als Kaufgrund nicht einmal Sync-Kompetenzen im Vordergrund stehen.
Die Dropbox-Klitsche führt einen (scheinbar) riesigen Kundenstamm mit aufs Spielfeld und wäre selbst als millionenschwere Geldanlage wertvoller im sicheren Hafen der Infinite Loop aufgehoben, als am konkurrenzbeobachteten TRANSFERmarkt. Apple sollte einmal Nachhilfestunden beim Fußballclub FC Bayern München nehmen, der gute Spieler einfach nur deshalb kauft (und auf die Bank setzt), damit die Konkurrenz sie nicht auflaufen lassen kann.
Die heute veröffentlichte iPad-Version der Dropbox-App (kostenlos; universal; App Store-Link) ist meines Erachtens kein Champions League-Material (Foto-Upload?, horizontale Bedienung stark eingeschränkt, PDF-Ansichten langsam), spielt aber immerhin schon einmal mit. Das kann die zahlende B-Auswahl von MobileMe nicht von sich behaupten.
Die Anwendungsfälle für die Nutzung von Online-Speicherplatz fallen höchst unterschiedlich aus. Während manche Skriptkiddie von Unterwegs ihre iTunes-Bibliothek befüttern, synchronisiere ich mit der Macintosh-Software Hazel automatisiert Dateien und Ordner für eingescannte Dokumente. Das gibt mir nicht nur eine ausgelagerte Kopie der digitalisierten Rechnungen, Geräte-Anleitungen oder Kostenvoranschläge, sondern macht diese auch von Unterwegs einsehbar und zu verschicken.
Für alle, die intensiv mit dem ausgelagerten Dropbox-Speicherplatz arbeiten, ist die iPad-Anwendung schon jetzt ein sehr hilfreicher Mitspieler auf dem eingezäunten Apple-Bolzplatz.