Apple aktualisierte am heutigen Morgen seinen Online-Shop und änderte die Verfügbarkeit des „iPad Wi-Fi + 3G“ von Ende April auf den 07. Mai. Unklar scheint derzeit, ob die Vorbestellungen der UMTS-Geräte von Ende April früher ausgeliefert werden oder sich alle bereits getätigten Bestellungen verzögern. Der Apple Online Store gibt für das aktuell verfügbare Wi-Fi-Modell eine Lieferzeit von 5-7 Werktagen an. Da der Retail-Verkauf jedoch auf ein anderes Produktlager zurückgreift, ist in vielen Apple Store das Gerät im Laden noch erhältlich.
In der letzten Woche verschob Apple den weltweiten iPad-Start in Deutschland sowie der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Australien, Kanada und Großbritannien auf Ende Mai. Hierzulande wird eine Vorbestellung ab dem 10.05. möglich sein.
Jetzt wo Tweetie II vom Familienoberhaupt Twitter einverleibt wurde, muss man nach unabhängigen Software-Alternativen Ausschau halten. Allein schon aus Prinzip! Dazu passend trudelte am heutigen Tag Icebird (2.99€; App Store-Link) vom 17-jährigen Fabian Kreiser aus Stuttgart in den App Store.
Icebird stibitzt sich viele clevere Design-Anspielungen des ausgestorbenen Birdfeed oder dem akquirierten Tweetie und mischt eigenständig Geschwindigkeit sowie unprätentiöse Aufmachung bei. Tweet-Entwürfe und Twitter-Listen lassen sich direkt vom Hauptbildschirm aus anspringen. Mehrere Benutzerkonten sortieren sich wie Karteikarten nebeneinander und halten die Hierarchie-Ebenen flach.
Icebird verzichtet auf die Integration von verschiedensten Fotodiensten, URL-Verkürzern oder eigenem Push-Service. Diesen Grad von Einfachheit, oben im stummen Video abgelichtet, muss man mögen. Wem ein schneller und unkomplizierten Twitter-Client wichtig ist, bei dem eigene Links und Fotos lieber selbstständig in ’nachhaltigen‘ Webdatenbanken untergebracht werden, bekommt mit Version 1.0 bereits (s)eine Empfehlung.
Was ist für euch das Wichtigste an einem Twitter-Programm auf dem iPhone? Wer mir einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlässt, erhält die Chance auf zwei US-Promocodes für einen kostenfreien App-Download.*
* Danke, Fabian!
Update
Danke für die interessanten Einblicke und eure Teilnahme. Die zwei Gewinner (f4bi + apophazz) wurden per E-Mail mit den Codes versorgt.
Das Dev-Team veröffentlicht mit redsn0w 0.9.5 beta einen ersten öffentlichen Jailbreak für Firmware 4.0, der den Cydia– und Rock your Phone-Entwickler dazu dienen soll, ihre ‚inoffiziellen‘ iPhone-Anwendungen für die große Software-Aktualisierung in diesem Sommer vorzubereiten.
Aus technischer Perspektive verbirgt die ausgenutzte Sicherheitslücke zur Freigabe des Dateisystems keine großen Neuigkeiten. Der jetzt verwendete Exploit wurde bereits zu Firmware 2.x-Zeiten genutzt. Als „Jailbreak-Laboratorium“ kann zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich das iPhone 3G mit der aktuellen 4.0 beta 1-Firmware unter OS X verwendet werden.
Unlocks mit yellowsn0w, ultrasn0w oder blacksn0w gehen nach einem Update verloren. Die Entwickler-Firmware setzt eine gültige Apple-Registrierung voraus um das Telefon zu aktivieren.
Eine Anwendung, die ich bereits intensiv auf dem iPhone ausprobierthabe, nennt sich LogMeIn (23.99€; App Store-Link). Der VNC-Service verbindet das mobile Gerät auf den heimischen Rechner. Den Knotenpunkt stellt eine kleine Server-Software, die sowohl auf Windows- und Mac-Betriebssystemen läuft und sich um alle (möglichen) DNS-Stolperfallen kümmert.
Damit lässt sich von Unterwegs auf den Heimcomputer zugreifen und per übermittelten Tastatur- und Maus-Eingaben dieser Rechner steuern. Mit einer halbwegs schnellen Leitung arbeitete es sich damit „auf Reisen“ sehr eingeschränkt auch vom iPhone aus. Der kleine Apple-Bildschirm limitiert erwartungsgemäß die Möglichkeiten. Trotzdem lassen sich ohne Probleme Download-Aufträge übermitteln (Transmission), Programme-Einstellungen verändern (Twitterjunkie), Render-Jobs (Final Cut) anstoßen oder ein Datei-Upload initiieren.
In den letzten vier Monaten hatte LogMeIn den essentiellen Server-Client unter OS X nicht wirklich Up-to-date, weshalb ich auf RDM+ (7.99€; App Store-Link) umgeschwenkt bin. Mit dem iPad kehrt nun eine „erwachsene“ Version in den App Store, die mit einer neuen Software-Version des Clients kommuniziert. iPhone-Programm und iPad-Adaption laufen als ‚universale‘ Anwendung funktionstechnisch und optisch identisch. Wer bereits LogMeIn auf dem iPhone nutzte, bekommt ohne weitere Kosten die iPad-Version zugesteckt, mit der sich die Fernsteuerung auf einem 9.7-Zoll-Bildschirm noch einmal ganz anders aus dem Handgelenk schüttelt.
Ich bevorzuge den fixierten Mauszeiger, um den das Bildschirmgeschehen kreist. So lässt sich ohne großes Scrollen durch die geöffneten Programmfenster hüpfen. Tastatureingaben gelingen aufgrund des weitaus gelenkfreundlicheren Layouts angenehm.
LogMeIn arbeitete als Produktivitätsanwendung für 23.99Euro mit mehreren Rechner(-typen) zusammen, läuft ‚universal‘ sowohl auf iPhone als auch iPad, bringt eine kostenfreie Basis-Dienstleistung mit, die intuitiv auch für mich als Techniklaie aufzusetzen und zu bedienen ist.
Die Schweizer Schule in Goldenau stellte am heutigen Morgen auf der Re:publica in Berlin ihr „iPhone-Pilotprojekt“ vor, bei dem die Schüler und Schülerinnen für zwei Jahre von der Swisscom ein Apple-Telefon gestellt bekommen.
Das (3G-)Gerät ergänzt den klassischen Lernplan und schult die Kinder der 5. Klasse im Umgang mit neuer Technik, Medienkonsum und erweiterten Recherche-Möglichkeiten. Das Gerät kann während der Schulzeit und darüber hinaus im privaten Bereich genutzt werden. Das Projekt wurde im Vorfeld einvernehmlich in Kooperation mit den Eltern abgesprochen.
Der Feldversuch startete im Jahr 2009 und verzeichnet bereits nach dem ersten Jahre ausgeprägte Erfolge. Durchschnittlich verbrauchen die SchülerInnen pro Monat lediglich 20 Telefonminuten – die Datennutzung steht mit großem Abstand im Vordergrund. Die Ausgabe von Diktaten erfolgt per Podcast. Sprachsoftware hilft bei englischer und französischer Aussprache – über digitale Lernkarten lassen sich Vokabeln verinnerlichen und statistisch erfassen.
Die Geräte werden ohne Filter- oder Zensur-Software an die Kinder ausgegeben und die Energie der Lehrkräfte auf pädagogische Weiterbildung für Medienkompetenz verwendet. Ein gemeinsamer Vertrag zwischen Schülern, Lehrern und Kindern regelt die Eckpunkte.
Diese „moderne“ Gestaltung des Lehrplans rief die Mobilfunkgegner in der Schweiz auf den Plan, die nach einem polemischen Fernsehbericht eine offizielle Beschwerde bei der Schulleitung einlegten. Daraus folgte eine absurde Rechtsstreitigkeit, aus der für die Lehrkörper eine Anklage auf Körperverletzung (Schlagwort: „Strahlenbelastung“) folgte, aber glücklicherweise abgewendet werden konnte.
Das iPhone konnte während seiner bisherigen Einsatzzeit in ganz verschiedenen Lehrbereichen Anwendung finden. Ein direkter (SMS-)Kontakt zum Lehrkörper für organisatorische Absprachen; die Kamera zum Erstellen von Kurzfilmen; digitale Notenblätter für den Musik-Unterricht oder das simple Zeit-Stoppen beim Sportunterricht wollen nicht mehr vermisst werden.
Aus den USA sind häufiger (private) Universitäten im Gespräch, die ihre Studenten mit entsprechendem Equipment ausstatten. Ehrlicherweise beginnt die technologische Sozialisation im Jahr 2010 nicht mit 20 Jahren sondern weitaus früher, weshalb dieses Schweizer Pilotprojekt ein sehr inspirierenden Blick für zukünftige Lehrmethoden darstellt.
Apple verschiebt aufgrund der „unerwartet hohen Nachfrage“ den iPad-Start in Deutschland um einen Monat auf Ende Mai. Das Unternehmen teilt in einer Pressemitteilung mit, dass die internationalen Konditionen und Verkaufspreise am 10. Mai zur Vorbestellung bekanntgegeben werden sollen.
Obwohl wir mehr als 500.000 iPads in der ersten Woche ausgeliefert haben, ist die Nachfrage deutlich stärker als wir erwartet haben und wird voraussichtlich weiterhin unsere bereitgestellten Mengen in den nächsten Wochen übertreffen, da mehr und mehr Leute das iPad sehen und ausprobieren. Wir haben ausserdem eine grosse Stückzahl an Vorbestellungen für das iPad 3G zur Auslieferung Ende April entgegen genommen.
Für den transparenten Countdown und die regelmäßigen Status-Updates gebührt dem norwegische Team Anerkennung. Die zahlreichen PR-Stunts zuvor hätte man sich sparen können.
Da der Opera Mini (kostenlos, App Store-Link) angeforderte Webseiten durch seine heimische Kompressions-Presse schleust, spielt er seine Stärken besonders bei schwachen Internetverbindungen aus. Während der Safari treudoof am oberen Webseitenrand beginnt Logos, Kategorien und Werbung herunterzuladen, priorisiert Opera den (Text-)Inhalt und schiebt die grossen Bilddateien später nach. Über GPRS oder EDGE lädt dadurch beispielsweise das iPhoneBlog wesentlich schneller und der Besucher kann bereits mit dem Lesen beginnen.
Die Benutzeroberfläche inklusive Zoom-Stufen und Menünavigation sind dagegen gewöhnungsbedürftig.
Das größte Problem an Alternativen zu MobileSafari auf dem iPhone bleibt die fehlende Verknüpfung mit anderen Programmen. Webverweise aus E-Mails oder sonstigen App Store-Anwendungen öffnen sich wohl oder übel mit dem Apple-Browser. Eine Einstellung für die Festlegung des ‚Standard-Browser‘ fehlt, weshalb Internet-Sitzungen über Third Party-Apps aktiv initiiert werden müssen.
Von echter Konkurrenz kann daher keine Rede sein. Solange die technischen App Store-Vorgaben erfüllt sind, war es nie eine wirklich Frage, ob es Opera Mini in den iPhone-Produktkatalog schafft. Der Schlüsselfaktor bleibt die fehlende Frage: „Möchten Sie dieses Programm als Standard-Webbrowser verwenden?“.
Shoot’em up-Fans frohlocken: Das japanische Entwicklerstudio Cave veröffentlicht mit Espgaluda II die mobile Portierung ihrer im Jahr 2005 veröffentlichten Spielhallen-Schlacht.
Die Pixeljäger sind Kenner der bildschirmfüllenden Gefechtsorgien. Ihr „Maniac Shooter“-Repertoire zählt Perlen wie DonPachi, DeathSmiles oder Mushihime-sama. Das Spielprinzip nennt sich „Überleben“, die Vorraussetzungen sind ein schnelles Auge und ein geschulter Abzugsfinger. Mit eurem kleinen Weltraumgleiter tänzelt ihr durch kunterbunte Silvesterknaller, die von überdimensionalen Roboter-Gegnern auf euch abgefeuert werden.
Espgaluda liefert rasantes 2D-Scrolling in atemraubenden Feuergefechten, die an den derzeitigen Hardware-Grenzen der mobilen Apple-Geräte knappert. Der Titel läuft im Moment nur auf den iPod touches (32 und 64GB) der letzten Generation sowie dem iPhone 3GS. Die Framerate bleibt trotz hunderten umherfliegenden Geschossen weitgehend stabil.
Ab und zu greift das geschulte Auge ein potenzielles Flackern in den Performance-Werten auf, wenige Hundertstelsekunden später sprüht die Farbenpracht der tödlichen Salven wieder aus allen Ecken. Was Cave hier in ihrer ersten iPhone-Umsetzung auffährt, ist ohne Frage „top-notch“.
Im „iPhone-Mode“ auf leichtester Schwierigkeitsstufe konnte ich innerhalb von 30 Minuten das Spielende erreichen. Die Boss-Fights der unterschiedlichen Level, die Highscore-Anbindung an OpenFeint-Netzwerk sowie die unterschiedlichen Spielmodi (Arcade-/iPhone-Modus) sowie drei Schwierigkeitsstufen halten wesentlich länger bei Laune. Die musikalische Untermalung ist sehr gelungen, versteckt sich an der einen oder anderen Stelle jedoch unnötig hinter den (ebenfalls hervorragenden) Soundeffekten.
Steuerung und optische Präsentation sind aufs Detail stimmig. Diese Art von Shooter-Qualität lässt sich bislang im App Store nur mit der Lupe suchen und trotzdem nicht finden. Espgaluda II sticht jedoch nicht nur in Anbetracht mangelnder Konkurrenz aus dem iPhone-Spielesortiment heraus.