Der Multi-Protokoll-Client Fring (kostenlos; App Store-Link) für Chat-Kommunikation und VoIP-Telefonie, bringt in Version 3.0.0.4 Video-Anrufe auf das iPhone.
Fring ist vornehmlich durch seine Skype-Implementation bekannt, mit der man aus dem heimischen WiFi-Netz jetzt auch Anrufe mit Videoübertragung empfangen und initiieren kann. Das geht derzeit auf dem Apple-Telefon nur einseitig, so das man seinen Gesprächspartner (mit Kamera) auf dem kleinen 3.5 Zoll-Display betrachten kann. Sich gegenseitig in die Augen anzuschauen, funktioniert am iPhone (auch aufgrund der Gerätekonstruktion) noch nicht.
Wer auf auf eine Jailbreak zurückgreifen kann, erhält mit ‚3G Unrestrictor‘ die inoffizielle Freischaltung, Video- und Telefon-Gespräche auch über ein schnelles UMTS-Netz in durchaus passabler Qualität zu führen.
Anfang August durften wir einen ziemlichen exklusiven Blick auf die WiiMote, eine Bluetooth-Kopplung der Nintendo-Fernbedienung mit dem iPhone, von Matthias Ringwald werfen. Die Emulatoren-Szene in Person von ZodTTD hat sich dem Thema jetzt angenommen und spielt über den M.A.M.E.-Emulator, der mittlerweile Firmware 3.0-kompatibel ist, Sega’s Rennspiel ‚Hang-On‘.
In diesem Zusammenhang darf ruhig noch einmal das iControlPad Erwähnung finden, das mittlerweile über 1.5 Jahre im Gespräch ist, jedoch nichts mehr als unzählige Ankündigungen erfahren hat. Auch wenn immer wieder neue Videos von Prototypen auftauchen…
Microsoft’s Suchmaschine ‚Bing‘ führt das Schlagwort ‚Twitter‘ an zweiter Position seiner Top 10-Liste für das Jahr 2009. Damit verliert der Kurzmitteilungsdienst nur knapp gegen Michael Jackson. Folgescherze verkneife ich mir an dieser Stelle…
Die Spitzenplatzierung nimmt der Begriff ‚Twitter‘ dagegen erfolgreich beim ‚Global Language Monitor‚ für 2009 ein, und verweist ‚Obama‘ oder ‚H1N1‘ auf hintere Positionierungen. Das ist alles auch total unwichtig, zeigt jedoch die ungebremste Popularität des Webdienstleisters, der sich auch im App Store die entsprechenden Clients zum komfortablen Absetzen der 140-Zeichen gegenübersehen.
Dabei sticht als positive Neuerungen das Anlegen, Verwalten und Editieren der Listen-Funktion heraus. Die Twitter-Eigenschaft ist erst seit dem letzten Monat implementiert und kann beispielsweise dazu genutzt werden, Arbeitskollegen in Gruppen zusammenzufassen. Vom iPhone aus lässt sich einsehen, in welchen Listen ihr selbst geführt werdet.
Noch einen Tacken neuer ist die ‚überarbeitete‘ Retweet-Funktion. Damit scheint man im Hause Twitter den selbsterschaffenen Auswüchsen (‚RT‘ oder ‚via‘) Einhalt gebieten zu wollen. Man kann lange diskutieren wie ‚intelligent‘ die neue Funktion eingearbeitet wurde wenn ‚fremde‘ Retweet-Menschen in der eigenen Zeitleiste auftauchen. Die Tweetie II-Visualisierung mit der kleinen Profilbild-Komposition und dem pinken Eselsohr ist jedoch sehr gelungen.
Nach Birdfeed hält jetzt auch die Geotagging-Funktion Einzug in Tweetie, die zuerst über die eigentliche Twitterseite aktiviert werden muss. Das geht ganz genehm vom iPhone aus, das danach den Benutzer bei jedem Tweet entscheiden lässt ob er den Entsendungsort der Nachricht mit übertragen möchte.
Als (graphische) Verfeinerungen setzen sich Zeitsprünge im Zeitstrahl visuell ab, und lassen euch ältere Tweets nachladen. Außerdem kann über eine API Twitter-Spam direkt melden.
Insgesamt eine große Aktualisierung, die zum jetzigen Zeitpunkt der Desktop-Anwendung bereits um 140 einige Hundertmeter hinterherhinkt entfleucht ist.
In der iPhoneBlog-Redaktion gehen nicht unzählige, aber durchaus einige Soundsysteme ein und aus, die keine Blogbetrachtung erfahren. Im Jahr 2009 kann man sich leider nicht mehr dadurch auszeichnen, eine Dock-Schnittstelle und ein iPhone-Logo auf der Schachtle zu haben. Bis auf wenige Ausnahmen, wie beispielsweise dem B&W Zeppelin Soundsystem, bleibt mir (persönlich) der Nutzen von diesen räumlich stark eingeschränkten 08/15-Klangpegeln verschlossen. Aber das nur am Rande.
Die Sonos S5-Lautsprecher verfolgen einen komplett anderen, sehr vernetzten, Ansatz. Als Alleinstellungsmerkmal der 400€-Box, die zwei Hochtöner, zwei Mitteltöner und ein Subwoofer hinter ihrer Blende verbirgt, gilt das Netzwerk. Zwei oder mehr der Sonos-Boxen bilden untereinander ein sogenanntes Mesh-Netzwerk.
Dabei kommunizieren die Lautsprecher mit- und untereinander, so dass ohne Probleme neue Exemplare der designkargen Klangkörper in den Haushalt integriert werden können. Mindestens eine, der ansonsten drahtlosen Gerätschaften, muss mit einem Router oder Switch verbunden werden. Wenn eure ‚Internetbox‘ an einem unwegsamen Ort platziert wurde, hilft die 100€-treue ZoneBridge, die einen ersten Verbindungsanstoß aufbaut.
Sonos verfolgt damit konsequent den Ansatz der ‚Mehr-Raum-Beschallung‘. Die Boxen können durch die Netzwerktechnologie und dessen Signalweitergabe auch große Strecken in Häusern überbrücken und ohne elendigen Echoeffekt, synchron Musik in unterschiedlichen Räumen wiedergeben. Bei Bedarf kann jedoch auch die Küche fetzige Rockmusik hören während im Schlafzimmer beruhigendes Ambiente läuft.
Die Lautsprecher sind damit extrem flexibel aufzustellen. Die Beschallung mit einem einzigen Gerät kann locker ein 25 Quadratmeter-Zimmer beschallen. Sowohl tiefe Bass-, als auch ausfallende Höhenklänge verarbeitet die 4 Kilobox wirklich hervorragend.
Musik
Doch woher kommt die Musik?
Bei der kinderleichten Einrichtung, die jeder hinbekommt, der es schafft innerhalb von zwei Minuten zwei Tasten zu drücken, wird zuerst nach seiner iTunes-Bibliothek gefragt. Es können jedoch auch NAS-Laufwerke (SMB) oder alle anderen Orte auf internen oder externen Festplatten angegeben werden. Einen echten Mehrwert schafft Sonos mit Kooperationen von Internet-Musikdienstleistern. In Deutschland ist dabei neben Last.fm die Napster-Integration hervorzuheben.
Ohne Anmeldung und ohne eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, gewährt man dem Sonos-Kunden einen 30-tägigen Testlauf zwischen den zirka 8 Millionen Songs der Musik-Flatrate. Wer die Begeisterung danach teilt, kann für rund 10€ seine bezahlte Mitgliedschaft antreten. Obwohl ich mir hier noch mehr musikalische Zusammenstellungen von den eigentlichen Benutzern wünschen würde wie dies beispielsweise bei Spotify der Fall ist, bleiben die Möglichkeiten unbegrenzt. Ein echter Genuss, zwischen den Charthits, Mitarbeiter-Wiedergabelisten und Genres zu surfen und diese drahtlos an das heimische Boxensystem zu schicken.
Während in den USA nach Rhapsody, Sirius Radio oder Pandora am Start sind, darf darauf gehofft werden, das sich Sonos noch mit anderen Musik-Streaminganbietern in ein Boot setzt. Beziehungsweise sollten sich die Anbieter von Inhalten einmal darüber klar werden, das man im Internet keine Ländergrenzen mehr benötigt.
Würde ich mir die Lautsprecher leisten (können), würde ich mir auch eine entsprechende Musik-Flatrate leisten.
Sonos bietet nicht seit Gestern Lautsprechersysteme für mehrere Räume an. Was früher mit einer proprietären Fernbedienung gesteuert wurde, übernimmt heutzutage die iPhone-Anwendung. Und wenn ihr dachtet, das bislang schon alles Muskelpakete präsentiert wurden, lässt sich hier noch einmal ein richtiger ‚Sixpack‘ entdecken.
Die kostenlose Anwendung kann ganz ohne Computer die Gerätschaften einrichten und unterschiedlichen Sound mit unterschiedlichen Lautstärken auf mehrere Geräte verteilen. Entgegen meinen ersten Vermutungen bei einem solch komplexen Funktionsumfang, navigiert sich die App pfeilschnell. Möchte man auf ganz hohem Niveau meckern, sollte eine UI-Designer hier noch einmal entschlacken und die Lernkurve herabsetzen. Manche Menüpunkte machen in der Praxis keinen Sinn beziehungsweise benötigen Übersichts-Kategorien wie ‚Musik‘, ‚Radio‘ oder ‚Einstellungen‘, die von überall am Bildschirm zugänglich sind.
Wirklich kinderleicht lässt sich eine Wiedergabe anstoßen, die Napster-Musikdatenbank durchwühlen oder die (lokale) Musiksenderliste bespringen. Während man am iPhone danach ganz normal weiterarbeitet, telefoniert oder E-Mails schreibt, funktioniert der ‚re-connect‘ (meistens) ohne spürbare Verzögerung.
Erstaunlich!
Fazit
Das Sonos S5-Paket macht Freunde an allen Ecken. Wer sich eines der voluminös-klingenden Soundblaster neben seinen Computer stellt, versorgt über den Line-In das gesamte Mehrfamilienhaus mit Klangkompositionen. Obwohl sich für einen solchen Anwendungsfall die Installation von AirportExpress-Geräten + ein paar No-Name Lautsprecher sicherlich preiswerter gestalten, bekommt man von Sonos ein ‚Rundum-glücklich‘-Paket auf ganz hohem Niveau. Dem steht der aufzuwendende Preispunkt sicherlich in nichts nach. Damit es nicht zu sehr im Portmonee schmerzt, kann man die Lautsprecher schrittweise dazukaufen.
Jemand der keine Lust auf das Verlegen von Kabeln hat und nicht von einem angeschalteten Computer seine Musik in die Welt drückt, sollte sich ein wenig Platz auf dem Wunschzettel zu Weihnachten lassen.
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Das aktuelle iPhone 3GS-Modell trägt als interne Bezeichnung das Kürzel ‚iPhone2,1‘. Dieses tauchte erstmals Ende Januar 2009, zu Zeiten des iPhone 3G mit Firmware 2.x, in einer entsprechenden Konfigurationsdatei auf. Jetzt fischten ‚die Statistiker‘ von PinchMedia aus den Aufzeichnungen der iBart-Anwendung (1.59€; App Store-Link) für (und im) öffentlichen Nahverkehr von San Francisco eine ‚iPhone3,1‘-Typennotation.
Die Geräte-ID für ein mögliches iPhone-Nachfolgermodell ist nicht unbekannt und befindet sich bereits seit dem 19.März 2009 in den News und Plisten der (Beta-)Firmware.
Die eigentliche Neuigkeit, basierend auf dieser MacRumors-Meldung, ist daher der Umstand, das sich bereits möglicherweise eine kommenden Apple Hardware-Generation im Cupertino Pendler- und Einzugsgebiet herumtreibt.
Apropos herumtreiben.
Am gestrigen Samstag startete der offizielle iPhone-Verkauf in Südkorea. Der dortige Apple-Mobilfunkpartner heißt KT, bezahlt zirka 40.000 Mitarbeiter und hält die größten Geschäftsanteile für lokale Telefonie und Hochgeschwindigkeits-Internet.
Seit dem 22.November nimmt KT Vorbestellungen für das iPhone 3GS entgegen. Die Angaben über dessen Höhe zum Erstverkaufstag im LG und Samsung dominierten Territorium, schwanken zwischen 50 und 60.000 Einheiten.
Den Verkauf des ersten iPhone-Geräts in Südkorea startete der 25-jährige Student Huh Jin-seok nach 26 Stunden in der Warteschlange. Das iPhone ist nach Angaben auf der Apple-Webeseite damit weltweit in 86 Ländern verfügbar.
Wer sich bis zum heutigen Abend ein paar vergünstigte Apple- und Zubehör-Produkte sichern möchte, profitiert vom jährlichen ‚Black Friday‘-Ausverkauf. Die Rabatte gelten bis zum 28.November 00:59 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Gespart wird beim Kauf von iMacs, MacBook Pros, iPod nanos, iPod touches, dem Apple TV oder der Time Capsule.
Auch diverses iPhone-Zubehör, angefangen bei Kopfhörern, Lautsprechersystemen bis hin zu Taschen oder Akku-Packs, ist am heutigen Tag preiswerter abzugeben.
Wer unseren Affiliate-Link auf die Apple-Webseite benutzt, unterstützt mit jedem Einkauf das iPhoneBlog. Recht herzlichen Dank dafür!
Auch im App Store senken etliche Entwickler zu diesem Freitag nach Thanksgiving ihre Preise. Hier könnt ihr mit der Benutzung dieses Affiliate-Links uns mit eurem Einkauf unterstützen.
Das FreeAgent DockStar von Seagate gleicht in Kombination mit dem iPhone einer lokalen Dropbox, die Zuhause unter eurem Fernseher steht. Oder in eurer Abstellkammer. Oder in der Küche. Wie man das auch immer mag. Aber fangen wir aber ganz von vorne an.
Seagate vereint im weißen Plastik-Dock einen USB-Hub mit drei Anschlüssen und einer Netzwerkschnittstelle. Dazu kommt an der Oberseite ein passgenauer Mini-USB-Knotenpunkt für eine FreeAgent Go-Festplatte. Der 2.5 Zoll-Datenträger ist in verschiedensten Farben mit derzeit 640GB erhältlich.
Die – besonders für diesen Artikel – spannende Neuerung ist jedoch die Lizenzierung der Pogoplug-Technologie, die alle Festplattendaten im Netzwerk (egal ob Zuhause oder von Außerhalb) in den (iPhone-)Zugriff rückt. Die futuristischeschicke pinke zweite Pogoplug Hardware-Generation erreicht Mitte Dezember ’09 die Marktreife und wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres in Deutschland erhältlich sein – derweilen nehmen wir gerne mit der stilsicheren Seagate-Modifikation Vorliebe.
Die (Netzwerk-)Technologie ist identisch und als allgemein sehr benutzerfreundlich einzustufen. Nachdem ihr das Gerät aufgestellt und es mit einem Router oder einer Netzwerk-Weiche verbunden habt, kann die Konfiguration unter my.pogplug starten. Hier können die Daten der Festplatte eingesehen, Ordner (für Freunde) freigegeben oder Windows-Gruppen eingerichtet werden. Das Dock nimmt über die USB-Anschlüsse auch weitere Festplatten oder mobile Datenträger auf. Die Speicherlösungen können mit verschiedensten Dateisystemen wie Fat32, NTFS oder HFS+ daherkommen.
Neben der Weboberfläche sind für Linux, Windows und den Mac auch native Programme verfügbar, die eure angeschlossenen NAS-Laufwerke auch direkt in das Betriebssystem eurer Wahl einbinden. Die HDDs verhalten sich dann wie lokal angeschlossene Laufwerke. Je nach Geschwindigkeit des Drives und eures Netzwerks liegen die Transferraten im haushaltsüblichen Mittel. Große Geschwindigkeits-Einbrüche konnte ich auch mit verschiedenen Dateigrößen, die ich dem Laufwerk zum Fraß vorgeworfen haben, nicht feststellen.
Ein Problem hat das NAS-Laufwerk, wenn es softwareseitig nicht ‚Ausgeworfen‘ sondern direkt von der Dockingstation abgezogen wird. Die Pogoplug-Software erkennt nach einem solchen Vorfall kein (oder nur ein ‚read-only‘) Laufwerk, mit dem man gezwungen wird einen direkten Draht zum Desktop-Rechner zu suchen. Unter Mac OS muss dann das Festplattendienstprogramm ran und die Zugriffsrechte reparieren. In einem privaten Haushalt, der durchaus einmal von Stromschwankungen (und kleinen Kindern) betroffen sein kann, wirfst dies definitiv die Frage über dessen Praxistauglichkeit auf. Es bleibt die Hoffnung, dass sich ein Update dem Problem annimmt.
iPhone-Anbindung
Die kostenlose iPhone-Anwendung im App Store (Link) bietet den Zugriff auf die heimische Festplatte vom mobilen Gerät. Dabei können iPhone-kompatible Dateiformate gelesen, abgespielt und heruntergeladen werden. Dies beinhaltet beispielsweise PDFs, MP3s, JPGs oder MP4-Videodateien. Über eine stabile UMTS-Verbindung ist es damit ohne Probleme möglich, einen Videostream anzuwerfen wenn dieser auf der Festplatte bereits in der richtigen Auflösung vorliegt.
Für unterschiedliche Qualitätsstufen und eine ‚on-the-fly‘ Konvertierung empfehle ich jedoch für Filme und Serien weiterhin Air Video – auch wenn dazu ein aufgeweckter Rechner notwendig ist.
Was mir gefällt ist der Bilder-Upload aus der iPhone-Photobibliothek. Leider fehlt eine Warteschlange, so dass derzeit nur ein Bild pro Übertragung hochgeschoben werden kann.
Die Seagate-Lizenzierung unterscheidet sich vom Original-Pogoplug durch eine jährliche Abo-Gebühr für den Zugriff der Daten über das Internet. Beim Kauf des DockStars ist die Gebühr für 365 Tage inklusive, danach soll ein Jahresbeitrag von rund 30 Dollar – für den Zugriff von Außerhalb der eigenen vier Wände – anfallen.
Fazit
Das FreeAgent DockStar und die FreeAgend Go-Festplatte sind stilsichere Hardware. Das einjährige Pogoplug-Abo ist für alle diejenigen interessant, die ihre Daten nicht auf einen US-Server der Dropbox platzieren wollen und trotzdem einen komfortablen Netzwerkzugriff auf die heimische Festplatte wünschen. Ob die Mitgliedschaft über das erste (mitgelieferten) 365 Tage-Paket hinaus erwünscht ist, und ob sich daher der Original-Pogoplug ohne weitere Abo-Gebühren aber mit einem leicht höheren Anschaffungspreis rechtfertig, kann nur prophetisch beantwortet werden. Was wir nicht tun wollen…
Softwareseitig ist noch Einiges abzuarbeiten. Sowohl die iPhone-Anwendung gehört abgeschliffen. Und auch das ‚Problem‘ mit dem plötzlichen Ausstecken von Festplatten und der notwendigen Reparatur von Zugriffsrechten muss behoben werden. Für den Abruf von kleineren Dokumenten wie PDFs, Photos oder Musikdateien lässt sich der iPhone-Anwendung durchaus gut verwenden.
Das aktuelle Hardware-Paket aus Festplatte und Dock bietet ein vernünftiges Verhältnis von Preis und Leistung. Privatanwender freuen sich über einen unkomplizierten Sync-Service mit Fernzugriff auf ihre Dateien.
Die Reviewmuster sind uns von Tech Depot zur Erstellung dieses Testberichtes zur Verfügung gestellt worden. Der Online-Shop richtet sich an gewerbliche Einkäufer und jeden, der mit einem Gewerbeschein die etwas günstigeren Konditionen beziehen kann. Dort lassen sich derzeit ab Lager sowohl DockStar als auch die FreeAgent Go-Festplatte bestellen, weshalb wir an dieser Stelle gerne darauf verweisen und uns für die Unterstützung bedanken!
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Bart Decrem legt sein iPhone bei Tageslicht grundsätzlich selten aus der Hand. Mit dieser aufgeworfenen Behauptung sollte er zumindest über unsere Interview-Zeit im Apple Store München Recht behalten. ‚The Dutchman‘, wie er im amerikanischen Silicon Valley genannt wird, fingerte aufgeweckt, fast neugierig mit zielbewusstem, unabrückbarem Blick, auf einem abgegriffenen 3GS herum. Dabei jongliert der ‚Entrepreneur‘ in den Mittdreißigern das Hundertdollar-Telefon durch die Luft, wie man es nur selten von Besitzern dieser Gerätegattung sieht. Nach wenigen Minuten ist jedoch klar, warum diese flinken Gelenke uns eine musikalische App Store-Fingerübung wie TapTap bescherten.
Trotz Tapulous-Chefsessel ruht sich ‚Decremental‚ nicht auf den Lorbeeren und dicken Cupertino-Schecks aus. Er ist ein begeisterter Profi seines Fachs. Im Gespräch merkt man nur selten, das einige seiner Antworten ‚geschäfts-konform‘ und nicht zum ersten Mal wiedergegeben werden. „Users love the App Store“ ist eines dieser entwendeten Steve Jobs-Zitat, mit dem Decrem seine Antwort zum Apple-Genehmigungsprozess beginnt. Es ist „nicht alles optimal“ aber „in the big picture“ hat Apple eine „sichere, zuverlässige, saubere und kompatible Benutzerschnittstelle“ geschaffen. Nutzer laden deshalb soviel Programme, weil sich mittlerweile der Gedanke durchgesetzt hat, hier bekommt man „keine pornographische, inkompatible, spy- oder virenverseuchte Software, die dein Gerät beschädigt“.
Geschäftsschädigende Raubkopien seines Rhythmus-Programms, welche derzeit in vielfältigen (Musik-)Geschmacksrichtungen von Gaga über Coldplay bis Metallica vorliegen, fallen nicht unerheblich aus. Dabei gibt es wenig Unterschiede, „ob ein Programm $0.99 oder $4.99 kostet“. Mit zunehmenden ‚In-App-Verkäufen‘ von neuen Song-Paketen ist dies seiner Meinung nach jedoch nur ein temporäres Problem. Bis die Wandlung überstanden ist, hat sich seine Firma ein nettes Konzept überlegt. Schlägt eine TapTap-Programmroutine mit der Hilfe eines Online-Check auf unlizenzierten Code, drückt Tapulous diesem Benutzer haufenweise Klickwerbung hinter die iPhone-Glasscheibe.
Kein Hinweis, kein Aussperren. Einfach viel mehr blinkende Werbebanner. „Benutzer sind und bleiben die wichtigsten Mitspieler“. Die Frage, „wie man Sie zu (zahlenden) Kunden macht, musst du dir selbst stellen und nicht Ihnen“.
Aktuell spielen zweidrittel seiner 18 Millionen-Kundschaft auf dem iPod touch. „Das, was YouTube für Videos ist, bietet der App Store an Unterhaltung mit Programmen“. Decrem vergleicht die App Store-Spielwiese gerne mit der Google-Videoplattform: Zwei riesige Entertainment-Areal auf denen „gestöbert, ausprobiert, heruntergeladen und weiterempfohlen“ wird.
Mit dem vorausschauenden Blick von einem Jahr in die Zukunft, prophezeit ‚Mr TapTap‘ den überwiegenden App Store-Programmkatalog als kostenfrei mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten. Obwohl der Kampf um begehrte Bestenplätze im App Store-Stadium härter wird. „Vor einem Jahre konnte man mit wenigen OpenGL-Kenntnissen ein verkaufsfähiges Spiel auf die Beine stellen“.
Die „Eintrittspreise“ (cost of entry) ins App Store-Geschäft sind mittlerweile wesentlich höher und erfordern die Aufstellung von sozialen Bestenlisten, Push-Servern und aktuellen Zusatzinhalte. „Das ist vielleicht ein natürlicher Entwicklungsprozess bei der Etablierung einer Plattform, trotzdem wird das Geschäft viel kompetitiver“. Und teurer.
2010 will Decrem mehr Mobilfunk-Plattformen bedienen und sich weiteren Musikentwicklungen widmen. Und das, obwohl er bereits gründlich von seinem persönlichen Droid-Kauf bei Verizon abgeschreckt wurde. „Weder das Mobilfunk-Einkaufsgeschäft noch der ‚Android Marketplace‘ sind Orte, an denen man gerne Unterhaltungsware nachfragt. Dieses Erlebnis hat Apple sowohl im lokalen Geschäft als auch mit dem App Store perfektioniert“.
Tapulous genießt die luxuriöse Position nicht in Werbung investieren zu müssen und alleine vom Media-Buzz über Twitter, Facebook und Weblogs ihren Marktanteil verteidigen zu können. „Da [persönliche] Mundpropaganda heutzutage digitale Medien verkaufen (oder auch nicht), würde es nicht verwundern wenn Apple seinen 50-Prozent-Marktanteil ohne Probleme auch in Zukunft aufrechterhält“.
Wie sich TapTap’s Erfolge in Zukunft verhalten, hängt unter anderem mit der Musik-Lizenzierung zusammen. Auf Nachfrage verrät Decrem das diesen Geschäftsbereich zwei Personen für Tapulous betreuen. Ein Anwalt und ein Geschäftsmann, die ihn immer wieder daran erinnern, dass „bei all der Mühe und dem Aufwand“ die Musik seine komplette Geschäfts-Grundlage darstellt. „Ohne Musik und ohne neue Songs gibt es kein TapTap“!
Es bleibt abzuwarten was Decrem in den nächsten Jahren noch für uns parat hält. Seine bisherigen Biographie liest sich beeindruckend. Mit 13 Jahren erste DJ-Erfahrungen in Belgien, dann Störenfried in der Schule mit anschließender Anwaltslaufbahn. Nach seiner Co-Gründung von Eazel wanderte nach dessen Schließung die Hälfte seiner Belegschaft zu Apple und stellte das Kernteam der Entwicklungsabteilung vom Safari-Browser. Er hingegen beteiligte sich am Mozilla Firefox-Start und entwickelte dann selbständig den ’sozialen Webbrowser‘ Flock.
„Die Hälfte der TapTap-Anwendung besteht aus Browser-Zeug. Ohne Safari oder Firefox würden wir in einer ganz anderen Welt leben.“ Mit diesen Worten legt Bart Decrem sein iPhone, nur zum Aufstehen von der Genius-Bar aus der Hand, um dann ein wenig reflektierend hinzuzufügen: „Ohne Firefox und Safari wäre auch mein Lebenslauf ein anderer. Und sicherlich auch der vom iPhone.“