‘Reduce’ verkleinert Bildbibliotheken
“Hier besitzt jeder Blogpost ein Bild!”
Schreibe ich meine Texte auf dem iPad oder iPhone, stolpere ich bei dieser selbst auferlegten Regel über zwei Probleme. Zuallererst geht es um die (exakten) Abmessungen der Screenshots, Fotos oder Grafiken. Mein aktuelles Layout lässt nur Abbildungen zu, die innerhalb der maximalen Breite von 626px verbleiben. Schwierigkeit Nummer 2: Die Illustrationen müssen in einer akzeptablen Dateigröße vorliegen um schnelle Ladezeiten (über das Mobilfunknetz) zu gewährleisten und sollten außerdem nicht unnötig die monatlichen Traffic-Limits ärgern.
Reduce (1.79 €; universal; App-Store-Link) löst beide Probleme, auf die ich bislang im App Store keine andere (brauchbare) Antwort erhielt.

Die Foto-Software von Tobias Wiedenmann verkleinert (Blog-)Bilder auf den Pixel genau und bietet obendrein die Möglichkeit, eine Qualitätsstufe (nach Kilobyte-Größe oder JPG-Kompression) zu wählen. Da jedes Foto eigene Eigenschaft mitbringt, die man für das beste visuelle ‘Preis-Leistungs’-Ergebnis beachten kann, ist diese Auswahl wichtig. Einen Screenshot der Siri-UI lässt sich beispielsweise kräftig komprimieren ohne später auf einem Retina-Display in den Augen zu schmerzen. Stehen detailreiche und farbenfrohe Abbildungen aus iOS-Spielen auf der Agenda, gilt es die JPG-Güteklasse hochzuhalten.
Reduce fehlt bislang noch ein Info-Button, der über die aktuelle Dateigröße informiert sowie anzeigt, welche Datenmenge nach der Verkleinerung zu erwarten ist. Eine solches Upgrade steht jedoch bereits auf der Dev-To-Do-Liste. Zwischenzeitlich behelfe ich mich mit einem Abstecher zu Apples iPhoto (4.49 €; universal; App-Store-Link), das sich auch ums Zuschneiden kümmert, wenn ich beispielsweise nur einen Screenshot-Ausschnitt im Blog unterbringen möchte.
Reduce ist eine einfach zu verstehende App, die simple Einstellungsprofile mitbringt, sich derzeit noch etwas behäbig mit sehr großen Bildbibliotheken tut (zugegeben, ich beherberge über 3000 iPhone-Fotos), für meinen Bedarf jedoch perfekt funktioniert.
Tumblr versteht Panoramas

Derbe schick: (iOS-6-)Panoramafotos auf Tumblr. Seit Weihnachten besitzt die Mikroblogging-Plattform auch eine angepasste iPad-App (kostenlos; universal; App-Store-Link).
‘Posts’ – ‘WordPress-Blogger’ am iPad horchen auf
Ich mag die WordPress-App für iOS; hübschere Alternativen, um vom iPad oder iPhone aus diesen kleinen Online-Spielplatz hier zu pflegen, lassen mich natürlich hellhörig werden. Die Tablet-App ‘Posts’ (11.99 €; App-Store-Link) kam unerwartet und springt mit Version 1.0 gleich aus dem Stand auf Augenhöhe. Pico, das Apple-Design-Award-Softwarestudio vom verkauften Subversion-Client ‘Versions‘, widmet sich damit Bloggern auf den Plattformen Blogger.com, WordPress.com sowie allen eigenen WordPress-Installationen.

Im App Store ist Blog-Software auch nach vier Jahren noch eine seltene Spezies. Blogsy ist als Mitbewerber zu erwähnen; die (neue) Tumblr-App auch. Viel mehr ‘Prime-Time’-Kandidaten schafften es bislang nicht zu internationaler Aufmerksamkeit. Viele Autoren scheinen die unüberschaubare Anzahl von Text-Editoren für ihre Online-Artikel zu nutzen – Copy & Paste sei Dank. Die offiziellen Anwendungen von WordPress, Tumblr und Blogger sind obendrein gratis. Viele Gründe also, keine Blog-Software zu schreiben. Pico tat es trotzdem. Das ist mutig.
Das erste Ergebnis spricht mich optisch an. Posts räumt unnötige Menüeinträge aus dem Weg und wählt ansprechende Grafiken und Schriften. Bereits geschriebene Artikel breiten sich sehr ansehnlich auf einem Zeitstrahl aus – auch wenn’s hier bei schnellen Fingerbewegungen noch ruckelt.
In einer Detail-Ansicht lassen sich die abgegebenen Leserkommentare begutachten – auch für Blogs, die die Diskussions-Plattformen Disqus verwenden. Einzige Einschränkung: Direkte Antworten schlagen im eigenen WordPress-Kommentarsystem auf. Wer auf Disqus oder ähnliche Dienste setzt, kann als Blogbetreiber daher in ‘Posts’ nicht direkt antworten. Wer den eigenen WordPress-Kommentardienst verwendet, hat keine Probleme.

Dies ist (erst) der zweite iPhoneBlog-Artikel, der komplett mit der neuen Blog-Software erstellt, bearbeitet und veröffentlicht wurde. Der Server-Sync zeigt sich sehr zügig und die App stabil. Die Integration von ‘Tags’ ist (für mich) gewöhnungsbedürftig, da die App wenige Schlagworte für Beiträge bevorzugt. Ich vergebe dagegen gerne viele Suchbegriffe. Geschrieben wird in einem WYSIWYG-Editor oder direkt in HTML. Die Integration von Bildern ist im Gegensatz zur Konkurrenz sehr übersichtlich und mit guten Optionen zur Formatierung. TextExpander-Support fehlt.
Mein erstes Zwischenfazit: “Das Auge schreibt mit.” Bereits der ‘Look & Feel’ hebt Posts unter die beschränkte Auswahl an iOS-Blog-Software, die es zu beachten gilt. Killer-Kriterien, die eine 12-Euro-Ausgabe sofort rechtfertigen, fehlen. Posts fühlt sich allerdings nach Spaß an, nach einer App, die man gerne verwendet.
Update: Im Laufe dieses Vormittags änderte sich der Preis auf aktuell 7.99 € (App Store-Link).
(Danke, Tim F.!)
‘Diet Coda’ fühlt sich durch Webseiten-Code

Dieses Blog finanziert meinen Lebensunterhalt. Ein großer finanzieller Anteil stammt von vielen verschiedenen Werbepartnern, die sich auf fünf eindeutig gekennzeichneten Reklameplätzen einbuchen. Bei den ständigen Änderungen im Webseiten-Code hilft mir ab heute Diet Coda (7.99 €; App Store-Link), das iPad-Web-Werkzeug von Panic.
Dessen Untertitel, “Make quick web fixes on the go“, beschreibt dabei perfekt meinen Anwendungsfall. Zugegeben: Meine Ansprüche sind sehr simpel. Und trotzdem konnte ich bislang nie zu einer iPad-Lösung finden, die den Wechsel dieser Codeschnipsel von unterwegs bequem aufzieht.
Diet Coda schickt sich an, für diese schnellen ‘Fixes’ im HTML-Untergrund dem Mac noch mehr Konkurrenz zu machen. Nicht selten höre ich von Kollegen, dass sie ihre Macs ‘nur zur Sicherheit’ einpacken, falls mal wieder ein Plugin ausschert oder ein Banner-Code die Ladezeit des Blogs in den Keller reißt. Ob Diet Coda zukünftig so viel Vertrauen einspielt, und sich im Fall der Fälle diesen Problemen zuverlässig annimmt, muss erst noch bewiesen werden. Der Ersteindruck ist jedoch exzellent*.
Panic war so clever und koppelt den Editor mit seinem SSH-Terminal, das sich bereits als eigenständige App namens Prompt (5.99 €; universal; App Store-Link) ein Platz auf meinem Homescreen gesichert hat. Außerdem lässt sich das iPad-Programm als Vorschau-Bildschirm für Coda 2 (39.99 €; MAS-Link), das ebenfalls heute erschien, verwenden.
Wer mehr zur Desktop-Version lesen möchte, tut dies bei Team Soell.

Wenn man Panics Softwarepolitik in den vergangenen Jahren verfolgt hat, weiß man, dass die (nur heute geltenden) Einführungspreise kein leeres Versprechen sind. Günstiger als der eintägige 50-Prozent-Rabatt wird es in den kommenden Monaten nicht.
* Bei deutscher iOS-Systemsprache kann keine neue Webseite angelegt werden. Nach der initialen Einrichtung lässt sich vom englischen Betriebssystem jedoch wieder zurückwechseln. Panic weiß ohnehin Bescheid.
[app] WordPress (update)
WordPress endlich auf dem iPhone – das native Admin! Mein erster Eindruck hier natürlich direkt vom iPhone gebloggt.
Aufgeräumtes Interface; gelungener Transaktion Transfer aller Kategorie und letzten Blogeinträge; komfortable Integration von Bilder zum Beitrag; keine Einstellungen eines WUSIWYG-Editors; es fehlt die Möglichkeit Links einzufügen: Entwürfe werden nur lokal gespeichert, können also nicht am Mac ‘weitergeschrieben’ werden; verschiedene Blogs können ‘beliefert’ werden.
Insgesamt ein sehr positiver Eindruck. Ich drücke jetzt mal auf senden…
**
Weiter vom Mac…
Das senden des Beitrages war nicht sehr intuitiv. Man muss den Status von ‘Draft’ (Entwürfe) auf ‘Veröffentlicht’ umstellen – es fehlt ein Button ‘jetzt raushauen’. Was dann am Blog ankommt, kommt ohne Umlaute.

Nicht schön. Trotzdem ist die Bildintegration gelungen. Es findet eine Art Lightbox-Plugin Verwendung, das den Bilder einen ‘Vergrößerungs-Effekt’ aufs Auge drückt wenn man darauf klickt. Trotzdem fehlt mir das setzen eines Links sehr, da WordPress für das iPhone noch nicht über die Suchfunktion des AppStores oder iTunes (!) gefunden wird.
Hier also ganz exklusiv der Link für euch:
torte und kerzen
Torte und Kerzen zwei Tage vor Weihnachten!

Der iPhoneBlog.de wir 1 Jahr alt und möchte auf diesem Weg – dem typischen ‘ich-poste-mal-was’-Weg – Danke sagen.
Danke für 365 Tage kommunikativen Austausches, Mitlesens und Teilhabens. Für eingesandte Tipps und Freude an nicht ganz so ernst gemeinten Beiträgen. Danke, das Ihr Interesse am ältesten deutschsprachigen iPhone-only-Weblog hattet, das nicht nur amerikanische News übersetzt hat, sondern auch mit privaten Beiträgen punkten konnte. Danke, das ihr jeden Tag hier hinsurft und/oder den Platz im Feed-Reader weiterhin freihaltet. Danke, für über dreieinhalbtausend Kommentare in 846 Beiträgen.
Ach, ich sag’s kürzer: Heute sind wir 1 Jahr hier zusammen.
Danke!







