[cydia-app] ScreenSplitr + DemoGod

demogod.png

Ende Januar haben wir an dieser Stelle den VNC-Server Veency vorgestellt um das Videobild des iPhones an den Computer zu übertragen. Noch ein bisschen angenehmer wird das Thema mit der Software-Kombination aus ScreenSplitr und DemoGod.

Das zuerst erwähnte ScreenSplitr ist nicht neu und durchlief bereits einen langen Weg der Jailbreak-Entwicklung. Im Weblog des Entwicklers Plutinosoft sind die einzelnen Stolperfallen und Erfolgsmeldungen sehr schön dokumentiert. Seit der offiziellen Veröffentlichung am 19. Januar 2009 erfreut sich das Stückchen Cydia-Software bereits großer Beliebtheit und wurde sogar schon an Auto-Radios mit Display betrieben.

Mit DemoGod (Zip-Download) gesellt sich jetzt eine Mac-Software zum Paket-Bundle, die als Betrachtungsprogramm für das iPhone-Display am Computer dient. Eingebettet in eine elegante iPhone-UI zeigt der Viewer den aktuell-übertragenen iPhone-Bildschirm, sobald sich beide Programme im gleichen WLan befinden und gestartet wurden.

Weitere Konfigurationsdateien sucht man vergebens.

Die kleinen Verzögerungen bei der Bilddarstellung müssen der Latenz des WLans und der undokumentierten API, die zum Einsatz kommt, zugerechnet werden. Einen kurzen Einblick für alle Interessierten, habe ich auf Video festgehalten.

Video

Nicht unerwähnt soll da dieser Stelle die Jailbreak-Software TVOut sein, die ebenfalls eine Bildübertragung zwischen iPhone und Display zusammenschustert. Die Framerate ist gegenüber ScreenSplitr deutlich höher, trägt diesen Vorteil jedoch schonungslos auf dem Rücken von Stabilität und Kompatibilität aus. Trotzdem kann Blick auf die MobileSubstrate-Erweiterung keinesfalls schaden und bietet wie ScreenSplitr und DemoGod hervorragende Funktionalität für alle diejenigen, die es benötigen.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

3x neue iPhone-Werbespots – Itchy, Office und Student

DirektItchy

DirektOffice

DirektStudent

Neue iPhone-Werbespots mit bekanntem Konzept. Ich kannte keine einzige der vorgestellten Applikationen.

-> http://www.apple.com/iphone/gallery/ads/

[soon] Google Voice Mobile

DirektGoogleVoice

Der Suchmaschinen-Dienstleister Google überarbeitete bereits vor gut einem Monat seinen Service Google Voice und stürmte damit an die Öffentlichkeit.

Die Dienstleistung, die sich ehemals GrandCentral schimpfte und vor rund zwei Jahren akquiriert wurde, vereint bei Bedarf alle eure Telefon-Nummern unter einer Dach-Kennziffer. Funktionen wie die Transkription von Sprachnachrichten, ein umfassendes SMS-Management oder internationale Gespräche gegen kostengünstige Gebühren klingen auch für jeden Endverbraucher spannend. Datenschützer horchen ebenfalls auf.

Auch das iPhone soll mit einer Version des noch geschlossenen VoIP-Services bedacht werden. Neue Registrierungen nimmt Google noch nicht entgegen, tritt jedoch durch seine Ankündigung schon jetzt in direkte Konkurrenz zum Platzhirschen Skype.

Die ‚Telefon-Umleitung durchs Internet‘ hatte sich unter anderem der ‚New York Times‘-Journalist David Pogue angeschaut und als sehr ‚vielversprechend‘ eingestuft.

via Cult of Mac

Skype und das VoIP-Dilemma

Manchmal bedauere ich es, dass große Mobilfunk-Konzerne so schmerzfrei mit ihrer Außendarstellung umgehen. Durch eine unsägliche Preispolitik, mindere Service-Qualität und unnötigen Angebots-Paketen haben sich innerhalb der letzten Jahre ausnahmslos alle deutschen Telefonie- und Internet-Provider einen schlechten Ruf erwirtschaftet.

Wenn man jedoch kommunikativ am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte, muss man zwangsläufig zwischen Pest oder Cholera am vogelwildem Treiben der Mobilfunkanbieter teilnehmen. Frischen Wind bringt in diesen Dauersturm der VoIP-Client Skype, welcher mit der Veröffentlichung einer nativen iPhone-Applikation in der letzten Woche international Aufmerksamkeit erhaschte.

Innerhalb von zwei Tagen verzeichnete das Programm schätzungsweise eine Millionen kostenloser Downloadssechs erfolgreiche App Store-Klicks pro Sekunde.

picture-23.png

Die Veröffentlichung war jedoch getragen auf einer Welle der Empörung. Die deutsche Presseabteilung von T-Mobile verkündete im gleichen Atemzug, das VoIP-Programme nicht ihre Mobilfunkleitungen passieren dürfen.*

Im Telekom-WiFi von Zuhause darf zwar telefoniert werden, unterwegs benutzen wir aber bitte die geschenkten Vertrags-Freiminuten. Sollten diese aufgebraucht sein, beträgt der Minutenpreis je nach Tarif 0.29 € in einer 60/1 Taktung.

Im Skype-Weblog äußerte sich ein Berater der Ebay-Tochter empört, schreit öffentlich Wettbewerbsverzerrung und vermutete zuerst gar einen April-Scherz.

Is Deutsche Telekom playing an April’s Fool joke at the expense of Skype users in Germany?

This is a real shame: many other operators around the world know very well that people want to use innovative Internet applications, like Skype, and that’s the reason they pay their ISP to access the Internet in the first place. On top of that, there is no technical justification for this arbitrary blocking of Skype, and it represents a barrier to online business put in place by a private company just because they can, because they control access to the Internet.

via share.skype.com

Bestehende Vertagsklauseln hin-oder-her: Die Mobilfunkbranche steckt in einer mit der Medienindustrie vergleichbaren Krise. Es wird sich mit Bangen an uralte Vertriebswege geklammert und die unaufhaltsame Lawine der Weiterentwicklung übersehen. Obwohl man selbst bereits große Teile seiner Telefongespräche über die Internetleitungen zugunsten von Kostenersparnissen versendet, soll der Kunde doch bitte weiterhin seinen Standardpreis abdrücken. Vielfalt unerwünscht.

Ich verstehe, dass alteingesessene Firmen ihren Markt schützen wollen und müssen.

Skype ist ebenfalls eine Firma, die am Muttertropf hängt und darauf angewiesen ist Geld zu verdienen. Das, was sie in ihrem Weblog-Beitrag als ‚open network‘ bezeichnen, widerspricht (noch) komplett dem aktuell verwendeten Protokoll.

Trotzdem bleibt der Wunsch sich aussuchen zu können, wem ich mein Geld gebe. Und das wäre in diesem Fall nicht die Firma, die ihre Kunden mit einem Papierstapel von Kleingedrucktem bedroht.

* iPhones mit Jailbreak installieren ‚VoIPover3G‘ zur Aufhebung der UMTS-Telefonsperre. Skype führt derzeit mit der aktuellen Beta-Firmware 3.0 für Entwickler, Telefongespräche auch über das Mobilfunknetz ohne eine Modifikation zu erfordern. Obwohl T-Mobile angekündigt hat, die Skype-Nutzung auch aus deren Hotspots zu verhindern, lassen sich hier über WiFi immer noch Gespräche absetzen. Ob eine technische Einschränkung im breiten Stil überhaupt durchsetzbar ist, bleibt abzuwarten.

Stephen Colbert twittert vom 3G

Video

Stephen Colbert spricht mit Twitter-Mitbegründer Biz Stone.

Seine Zwischendurch-Tweets vom iPhone prädestinieren ihn nicht nur als iPhone-Maskottchen, eine Abstimmung über die Namensgebung der nächsten iPhone-Generation würde er bestimmt auch gewinnen

Erste Anleitungen der iPhone-Programmierung

Die Schwarmintelligenz im Netz agiert teilweise sehr eigenartig.

In den vergangenen Tagen ist aus jeder noch so feuchten Online-Ecke über den ‚Stanford iPhone Development Course‘ in iTunes U (Link) geschrieben worden. Das einstündige Video mag zwar neu veröffentlicht sein, die entsprechenden PDFs aus dem letzten Semester finden sich jedoch seit Oktober 2008 im Internet.

Na gut, jetzt gibt also auch – wie bereits angekündigt – Video.

stanford.jpg

Doch Stanford ist hier sicherlich kein Vorreiter: Die Universität von Utah stellt bereits fleißig Video- und PDF-Materialien auf die iTunes-Plattform (Link). Und auch New Jersey kündigt für das Frühjahr 2009 entsprechende Vorhaben an.

utah.jpg

Ich selbst habe von der erforderlichen Programmiersprache Objective-C bis zu den Entwickler-Werkzeugen wie XCode überhaupt keine Ahnung. Meine Podcast-Kollegen ‚The Coding Monkeys‚, die bereits einige iPhone-Projekte auf ihrem Buckel haben, raten als Ersteinstieg jedoch immer wieder zum Taschenbuch von Aaron Hillegass.

Mit den dort angelesenen Grundlagen darf man sich dann durch zahlreiche Online-Tutorials, Foren und Weblogs kämpfen:

index_tools.png

Sinnvolle Link-Ergänzungen nehme ich gerne in diese sicherlich nur ausschnittshafte Liste auf.

[app] Berlin Trip Planner

Aus aktuellem (und persönlichem) Anlass sei an dieser Stelle die wirklich großartige Applikation ‚Berlin Trip Planner‘ (kostenlos; App Store-Link) vorgestellt.

Was am Ende letzten Jahres noch ‚Fahr-Info Berlin‘ hieß, kurzfristig in ‚Berlin Trip Planner‘ umbenannt wurde, und jetzt wieder als ‚Fahr-Info Berlin‘ im App Store auftaucht, hatte in der Vergangenheit einige Reibereien mit dem Berliner Verkehrsverbund auszustehen.

Alle Urheberrechts-Streitigkeiten der im Fahrplan integrierten S- und U-Bahn, Bus sowie Tram-Netzpläne scheinen jedoch ausgeräumt. Grund genug, erneut auf die wirklich gelungene Navigation durch das öffentliche Verkehrsnetz der Hauptstadt hinzuweisen.

Video

Das Programm kann auf euer Adressbuch zugreifen um sich potenziell-erwünschte Haltepunkt-Informationen herauszuziehen. In einer Art ‚Live-Suche‘ werden jedoch auch alle eingetragenen Verkehrsstationen gefunden, können favorisiert und nach Abfahrtstafel und Uhrzeit genutzt werden.

Da Berlin nun wirklich kein Dorf wie München ist, tut es gut seine aktuelle Position automatisch ermitteln zu lassen und von dort alle verfügbaren Reisemöglichkeiten zur angestrebten Endhaltestelle präsentiert zu bekommen.

Sowohl Bewohner als auch Besucher der Hauptstadt greifen kostenlos im App Store zu.

fahr-info-iTunes.jpg

-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Firmware-Gerüchte: 802.11n + Video-Bearbeitung + 3.2 MP-Kamera

Seitdem sich die erste Beta-Version der anstehenden Firmware 3.0 in den Händen der Entwickler befindet, wird darin fleißig herumgestochert. Drückt und pikt man lange genug auf die P-Listen und Dateibäumen ein, fallen ein paar wagemutige Gerücht-Klumpen heraus.

Mit der Veröffentlichung erste Screenshot-Galerien stand eine Debatte über die mögliche Video-Funktionalität der iPhone-Kamera im Raum. Auslöser ist ein Bildschirmphoto, das die Upload-Möglichkeit eines Videos zu MobileMe zeigt.

_Upload Video_ Screen Suggests Video Capabilities in Next iPhone - Mac Rumors.jpg

Jetzt kommt aus den Firmware-Untiefen ein Gerücht über mögliche Video-Bearbeitungsfunktionen direkt am mobilen Gerät hervorgekrochen. Die ‚iMovie iPhone Edition‘ sozusagen. Etwas mehr als den Start- und Endzeitpunkt festzulegen sowie das Video in ein vorbereitetes ‚Theme‘ zu pressen, kann ich mir mit der aktuellen Hardware-Lage jedoch nicht vorstellen.

via MacRumors

Für gelungene Videoaufnahmen vielleicht bestimmt notwendig: Neue Kamera-Sensoren mit mehr Pixelstärke. DigiTimes berichtet über die angeblich aufgegebene Apple-Bestellung von 3.2 Megapixel CMOS-Sensoren.

Lifehacker - Take Psychedelic Pictures with Your iPhone - Camera phones.jpg

Photo: Lifehacker

Die derzeit verbaute CMOS-Technologie ist eher langsamerer Natur und produziert bei Bewegung im Bild faszinierende psychedelische Effekte. Zu bedenken bleibt jedoch, das mehr Megapixel nicht zwangsläufig bessere Photos bedeuten. Aufgrund der flachen Bauweise des iPhones bleibt die Kompensation der fehlenden Objektive eine große Herausforderung.

via fscklog

Dieses Wochenende wurde außerdem die Unterstützung des aktuellen WiFi-Funkstandards 802.11n neu aufgewärmt. Unter der Bezugnahme auf die vorangestellten Gerüchte macht sich die schnelle Dateiübertragung vom iPhone zum Mac oder AppleTV natürlich gut.

AppleInsider deutet mit einem Bildschirmphoto auf den neuen Broadcom-Chipsatz mit der Bezeichnung BCM4329.

AppleInsider | Next-gen iPod touch, iPhone to support low-power 802.11n.jpg

Während die aktuellen iPhone-Chips (BCM4325) lediglich im überlaufenden 2.4GHz-Netz mit 802.11b/g unterwegs sind, dürfte der abwärts-kompatibele N-Standard die schnellere Datenübertragung großer Dateien (beispielsweise Filmdateien) oder eine drahtlose iTunes-Synchronisation (man darf jawohl noch träumen) in den Bereich der technischen Möglichkeit rücken. Ein Geschwindigkeitsvorteil bei der Verwendung des mobilen Safari oder beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet ist dadurch keiner Verbesserung ausgesetzt.

via AppleInsider

Summiert man den Brei der Gerüchteküche zusammen, entsteht in Cupertino also gerade ein iPhone, das Videos mit einer tollen 3.2 MP-Kamera aufzeichnen, schneiden und pfeilschnell im Netzwerk verteilen kann…

Insgesamt bleibt es jedoch dabei: Gerüchte fördern nichts handfestes, außer (erst einmal) tollen Ideen hervor.