Jedes Spiel und jedes Programm, das ihr aus der AppStore-Bibliothek auswählen könnt, kann einer individuellen Benutzer-Bewertung mit Sternvergabe unterzogen werden wenn man dieses gekauft bzw. die kostenlose Version heruntergeladen hat. Wer als Entwickler oder potenzieller Käufer einer Applikation den gesamten, weltumspannenden Überblick der dafür abgegebenen Kommentare erhalten möchte, greift auf ein kleines Webprogramm zurück.
Da jedes iPhone-Programm seine eigene individuelle ‚Application ID‘ besitzt (die lange Nummer, die sich im Direkt-Link verbirgt), können damit alle internationalen Testberichte und kleinen Bewertungs-Schnipseln auf einmal abgerufen werden. Da es immer wieder länderspezifisch Programme gibt, die einer umfangreicheren Review-Bewertung unterzogen werden (gegenüber dem deutschsprachigen AppStore), kann man sich so vor dem Programm-Kauf eine Tendenz von Meinungen aneignen.
Das dafür verwendete Skript, ist zum allgemeinen Download freigegeben und darf nach Belieben auch angepasst werden.
Schon seit längerer Zeit wollte ich mich – vornehmlich aus persönlichem Interesse – der Instant Messenger-Thematik zuwenden. Das AppStore-Programm BeejiveIM, welches mit einem sehr hohen Einstiegspreis vor einigen Wochen in den News landete, gab dazu den Ausschlag. Dieses Wochenende wird in den westlichen Regionen dieser Welt Halloween gefeiert, Beejive ist für zwei Tage ‚On Sale‘, und ich finde endlich den passenden Anlass für ein paar kurze Gedanken.
An diesem Wochenende bekommt ihr – für immer noch happige 10,49€ – mit BeejiveIM einen Instant Messenger, der sich mit euren AIM-, MobileMe-, MSN-, Windows Live-, Yahoo-, GoogleTalk-, MySpace-, ICQ- und Jabber-Accounts unterhalten kann – mir persönlich fehlt in dieser umfangreichen Liste alleinig Skype.
Preis
Zuerst, und bevor wir überhaupt und nur ansatzweise über die Funktionalität sprechen können, muss das Konkurrenz- und Preissegment bearbeitet werden. IM-Freunde sind kostenlose Clients gewöhnt, keine Frage. Dabei gilt es jedoch zu unterscheiden, zwischen Multi-Protokoll-Messengern und den Single-Clients der dazugehörigen Dienstleister.
Mit dem OpenSource-Projekt Adium ist die Mac-Welt vorzüglich versorgt. Auf der mobilen iPhone-Plattform sehe ich derzeit fünf – für die hiesige Region relevante – Chat-Clients und bitte korrigiert mich wenn ich jemanden übersehen habe: MobileChat, Palringo Instant Messenger und AIM, Fring und WebMessenger (alles iTunes Download-Links).
Bedienung
Mit einer iChat-angelehnten Optik, macht Beejive sowohl fürs Auge als auch für die intuitive Bedienung eine sehr gute Figur. Verschiedene Farben, lassen euch die Gesprächspartner unterscheiden, die transparenten Textfelder erlauben ein sehr angenehmes Tippen und die kleinen Gesprächsblasen lassen auf den ersten Blick erkennen, welche Unterhaltungen noch geöffnet sind.
Man kann den einzelnen Accounts einen unterschiedlichen Status zuweisen, eine Favoriten-Liste mit den persönlich wichtig erachteten Personen erstellen, und in den Einstellungen unterschiedlichste Konfigurationen vornehmen wie was und wo angezeigt werden soll – dabei gibt’s so Späße wie ‚Shake to Switch Chats‘ oder den ‚Push Email Alert‘.
Verbindung
Ich muss vorwegschicken, dass ich bislang nicht der größte Chat-Freund bin. Doch gerade mit den persönlichsten Kontakten, macht es mir ungemein Spaß auch von unterwegs aus zu kommunizieren. Das Programm arbeitet selbst unter GPRS-Verhältnissen angenehm unkompliziert ‚online‘ und sendet Textnachrichten flott über die ansonsten lahmende Leitung.
Der bislang größte Wermutstropfen besteht natürlich darin, das Apple es bislang versäumt hat seinen ‚Push-Notification-Dienst‘ an den Start zu bekommen um – wie in diesem Fall erstrebenswert – auch Chat-Nachrichten zu erhalten, wenn man sich gerade nicht im Programm befindet. Die Entwickler schaffen diesem temporären Problem Abhilfe, indem sie den oben erwähnten ‚Push Email-Alarm‘ anbieten, der bei mir ausgesprochen gut funktioniert. Beejive speichert die geöffneten Kommunikationsverläufe, bietet aber noch keine Emotions-Unterstützung an.
Da mir der Vergleich zu den oben aufgeführten Konkurrenten fehlt (Palringo ist durch das Sicherheitsrisiko negativ im Gespräch), wäre ich sehr daran interessiert, wer eine Lanze für die weitaus preisgünstigeren Applikationen bricht!
Mit Falling Sands (0.79 Cent; iTunes-Download), dem kleinen Sandkastenspiel aus alten ‚Installer‘-Zeiten, schafft die ansonsten auf Emulatoren spezialisierte Entwicklerschmiede ZodTTD, den AppStore-Sprung.
Jetzt wurde Quake, der John Carmack-Klassiker, als kostenfreie Portierung zur Überprüfung an Apple gesendet und hofft auf eine baldige Veröffentlichung.
Die Musik für den PC-Welthit wurde übrigens von einem gewissen Trent Reznor beigesteuert. Der ist vielleicht dem Einen oder Anderen durch seine kleine Band Nine Inch Nails bekannt? Zumindest hat ihn die Musikindustrie recht gut kennengelernt, als er Anfang des Jahres sein Album Ghosts I-IV unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlichte.
Der clevere Schachzug, 13 seiner Songs in das Rhythmus-Spiel Tap Tap Revenge, NIN Edition (Hersteller Tapulous) zu integrieren, bringt ihm und seiner Band erneut Online-Aufmerksamkeit.
So, bevor sich am heutigen Freitag die komplette Online-Meute das Maul über ‚Opera und dessen AppStore-Zutrittsverweigerung‘ zerreißt, vielleicht an dieser Stelle mal ein paar weiterführende Gedanken.
Der Sachverhalt ist relativ einfach und es ist mir unverständlich, wie es darüber zu Diskussionen kommen kann:
Mr. von Tetzchner [Opera CEO] said that Opera’s engineers have developed a version of Opera Mini that can run on an Apple iPhone, but Apple won’t let the company release it because it competes with Apple’s own Safari browser.
Apple ist ein börsennotiertes Unternehmen, das Rechenschaft alleinig gegenüber seinen Aktionären abzulegen hat und sich wirtschaftlich entwickeln muss. Wir sprechen hier nicht über eine Non-Profit-Organisation, die eine Charity-Wunschveranstaltung organisiert, um sich so über die Jahre zu schleppen. Auch für den Computerhersteller aus Cupertino gelten keine anderen Regeln im Markt, als für jedes andere Unternehmen – nennt sich freie Marktwirtschaft, machen Viele und funktioniert so lala.
Wirft man also solch ein Produkt, zur lebenserhaltenden Wertsteigerung auf diesen vielzitierten Markt, gilt es alles daran zu setzen auch kommerziellen Erfolg damit zu haben. Ohne Erfolg gibt es kein Produkt und ohne Produkte keine Firma. Und mit dem Wort ‚ALLES‘ wird jede Produktdarstellung nach Außen bezeichnet. Man kann sich öffnen, muss jedoch sein Produkt und ‚ALLES‘ was damit zu tun hat, beschützen.
Die Cocktailparty
Jetzt kommt da so ein Opera-Mini-Browser daher. Als Gast. Und um mal etwas bildlicher zu werden: Als Gast auf eine Cocktailparty, bei dem der Gastgeber eingeladen hat und lediglich darum bat, nicht exakt die selben Speisen mitzubringen, die er bereits vorbereitet hat. Alle Gäste halten sich daran und die Party nimmt ihren erfolgreichen Lauf. Zu später Stunde schlägt jedoch dann genau der Gast auf, der meint seine eigenen Köstlichkeiten mitbringen und anbieten zu müssen – natürlich die gleichen Cocktailwürstchen wie der Veranstalter.
Und damit am Morgen danach nicht die Cocktailwürstchen des Gastes das öffentliche Bild der gesamten Party bestimmen, werden Besucher, die sich nicht an die Regeln des Hauses halten, gebeten zu gehen. Da können die Cocktailwürstchen noch so gut sein.
Konkurrenz
Um wieder aufs Computer-Business zurückzukommen, soll noch einmal an das Mac-Geschäft Gravis und deren integrierte T-Mobile Verkaufsecken erinnert werden. Die Kooperation sieht vor, dass dort iPhone-Verträge abgeschlossen werden können, was der Anbieter von iPods und iMacs nicht zu leisten vermag. T-Mobile steuert als Gast eine Leistung bei, die den Rahmen des gesamten Geschäftes vergrößert. T-Mobile würde in diesen integrierten Kooperations-Shops jedoch nie anfangen ihre eigenen Windows-Kisten und eeePCs über den Ladentisch zu verkaufen.
Das kann man alles ganz schrecklich und kommerziell finden, doch mit diesen Vorgaben meint Apple, ihr eigenes Ökosystem – den AppStore – zu schützen und funktionieren zu lassen. Wer diesen Regeln nicht unterliegen mag, wechselt die Plattform.
* Ich fühlte mich nach dieser ausschweifenden Darlegung, da ich – an diesem noch ziemlich jungen Tag – über manch weltfremde Perspektive gestolpert bin…
Nächsten Dienstag wählt Amerika – soviel zur völlig neuen Information an diesem Donnerstagmorgen. Ich hoffe meine Leser, die berechtigt sind an den USA-Wahl teilzunehmen, wissen was zu tun ist!
Asterope ist niedlich, kostet normalerweise 2.49€, kommt ab heute aber mit einem reizvollen Freifahrtschein. Euer kleines Raumschiff navigiert ihr mit einen Greifarm durch die Asteroiden-bespickte Weite und lenkt so euren Kurs in Richtung Ziel.
Um die Worte AT&T und freies WiFi in einen gemeinsamen Satz zu stopfen, bedarf es…Mut.
Was die offiziellen T-Mobile iPhone-Kunden hier in ‚good old Germany‘ als durchaus schnelle Standardverbindung an zirka 8.000 Hotspots – vom Verkaufstag des iPhone Classics an – genießen konnten, ist in Amerika nicht ganz so leicht. Lange sollte es kommen, dann wieder nicht oder nur gegen eine zusätzliche Gebühr, jetzt ist es da. Freies WLan über das AT&T-Netz im Starbucks oder Barnes and Nobles um die Ecke für alle iPhone-Kunden.
John Gruber bemängelt jedoch die Umsetzung (Verbindung mit Wi-Fi Hotspot; Eingabe der persönlichen Telefonnummer; Text-Nachtricht mit URL-String; Klicken dann Surfen) und verweist auf User agent spoofing.
Ich liebe (mittlerweile) meinen drahtlosen iPhone-MacBook-Sync über den kostenpflichtigen MobileMe-Service von Apple. Wer seine Kontakte und Kalendereinträge gerne über die Luft zu Google übertragen möchte, nutzt NuevaSync, das hier schon mehrfach in den Kommentaren Erwähnung gefunden hat.
Rogers Wireless, der iPhone-Mobilfunkanbieter in Kanada und dortiger (fast) Monopolist, veröffentlicht Verkaufszahlen für das iPhone 3G, welches sich dort seit Juli im Verkauf befindet. 255.000 Geräte gingen dabei in 3 Monaten über die Ladentische – 191.000 waren davon Neukunden, die sich für die dort übliche dreijährige Vertragslaufzeit entschieden haben.
Als T-Mobile-Kunde mit einem iPhone-Vertrag kann man noch bis Morgen – Freitag den 31. Oktober – zwei kostenlose MultiSIM-Karten bestellen, um seinen Datentarif beispielsweise in einem vorrätigen HSDPA-Stick am Computer zu verwenden.
Aus genau welchem Grund man Office-Dokumente am iPhone bearbeiten möchte, mag ich hier nicht orakeln. ‚Documents To Go‘, ein alter Bekannter aus grauen Palm-Pocket-PC-Zeiten, möchte irgendwann und zu irgendeinem Preis diese Funktionalität aufs Apple-Telefon hieven.
Seit einigen Tagen arbeiten ausgewählte iPhone-Entwickler bereits mit einer BETA-Firmware, die als 2.2 bezeichnet wird. Langsam sickern dazu auch an die Außenwelt neue Informationen über anstehende Eigenschaften durch.
Historie
Zum Start des iPhone 3Gs vor über 3 Monaten wurde Firmware 2.0 eingeführt. Die größte Neuerung stellte zweifelsfrei der AppStore dar. Stabilität und Synchronisation waren unter aller Kanone. Auch kleinere Updates 2.0.1 und 2.0.2 konnten Abstürze und ewig lange Backup-Zeiten nur teilweise beheben.
Firmware 2.1 kam am 12.September so gut wie ohne Neuerungen, behob jedoch alle Mängel seiner Vorgänger und läuft nach einem subjektiven Gefühl derzeit allgemein recht stabil und zuverlässig. Zeit, mit einem wieder größeren 2.2-Update, Funktionen weiterzuentwicklen bzw. neu zu implementieren.
Google Maps
Bereits am letzten Wochenende legte eine Quelle Bildmaterial über ein aufgemotztes Google Maps offen – ‚Street View‘, erweiterte Straßennavigation für Fußgänger sowie zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten seinen Aufenthaltsort mitzuteilen standen dabei auf dem Programm.
In der Test-Warteschlange folgen nun diese Innovationen:
Ein veröffentlichtes Bildschirmphoto zeigt die Aufforderung einer Programm-Bewertung mit bis zu fünf Sternen, wenn man diese von seinem Gerät entfernen möchte. Gerade vor wenigen Tagen hatte Apple kleine iTunes-Änderungen integriert, die eine Abgabe von ausformulierten Kurz-Reviews im AppStore erst erlaubte, wenn man das zu bewertende Programm gekauft bzw. heruntergeladen hat.
Welchen Stellenwert der ‚5-Sterne‘-Bewertung – falls diese in der vermuteten Form implementiert wird – in Zukunft zufällt, bleibt offen. Fest steht, dass die Kommentare im AppStore sowie die ‚Chart-Position‘ wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung darstellen, sich in der jetzigen Form jedoch nicht als ausreichend befriedigendes Beurteilungssystem präsentieren. Die Bestenliste wird derzeit alleine durch die Download-Zahlen bestimmt – Google Earth schoss demnach wenig überraschend von Null auf Eins innerhalb weniger Stunden. Aus eigener Erfahrung ist gerade ein Programm-Überblick mit ähnlicher Funktionalität schwierig in iTunes zu recherchieren.
Des Weiteren machen Gerüchte (und ein Screenshot) die große Blogrunde, das Podcasts auch direkt vom iPhone aus abonniert werden können. Komplett unbeantwortet dabei bleibt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch in welcher Form der Download angestoßen werden kann. ‚Get More Episodes…‘ könnte daraufhin deuten, dass ältere Folgen von bereits abonnierten Podcasts ’nachgeladen‘ werden können.
Gut möglich wäre jedoch meiner Meinung nach auch, dass im mobilen iTunes-Store neben der Musik die Such- und Download-Funktion für Podcasts integriert wird. Alles was sich nicht in iTunes befindet und eine manuelle RSS-Adresseingabe erfordert, wird wohl außen vor bleiben müssen.
Das mobile Abonnieren der Audio- und Video-Podcasts nahm Mitte September große Diskussionsräume im iPhone-Universum ein, als das Programm Podcaster sich nicht für den AppStore qualifizierte. Der Autor hatte nach dem PlatzVerweis sein Programm für $10 per Ad-hoc-Netzwerk verteilt und verkauft derzeit (nachdem ihm Apple auch diesen zweiten Vertriebskanal geschlossen hat) jetzt für $5 via Cydia seine Applikation.
Home-Button
Als Drittes und letztes Feature-Gerücht, munkelt man derzeit über eine weitere Belegung des Home-Buttons. Dieser soll durch schnelle 3fach-Betätigung von egal welcher Springboard-Seite auf die Erste zurückhüpfen. Bei mehr als drei/vier Homescreen-Blättern, eine sinnvolle Zeitersparnis auch wenn ich meine am häufigsten verwendeten Programme immer in der unteren Menüzeile platziere.
Derzeit noch in der BETA-Testphase, steht uns der Fernwartungs-Dienst LogMeIn ab Dezember in einer iPhone-Version ins Haus. Man könnte das Projekt als „Back to my Mac without MobileMe“ beschreiben, bei dem man ohne komplizierte Konfiguration und Portfreigabe (so zumindest die Aussage der Entwickler) ungebunden und von überall auf seinen heimischen Rechner (Win/Mac) zugreifen kann.
Der ‚Remote Access‘-Service LogMeIn ist im Desktop-Bereich schon länger etabliert, weshalb man dem iPhone-Programm – für die kleine aber feine Fernsteuerungssoftware – gespannt entgegenfiebern darf.
Der Funktionsumfang ist laut Herstellerbeschreibung schon einmal beachtlich:
Der ‚Ein-Klick-Zugriff‘ sowohl auf PCs und Macs für den Abruf der Dateien und Programme
Eine Liste der verfügbaren Computer in der Übersicht „My Computers”
Volle Tastatur-, Maus, Zoom- und Scroll-Funktionen via TouchScreen
Sicheres Ablegen der Login-Informationen
Optionen für den sicheren Zugriff auf den Remote-Computer wie beispielsweise des Blockieren der Remote-Tastatur und das Schwarz-Schalten des Remote-Bildschirms, so dass Benutzeraktionen nicht beobachtet werden können.
Wer jetzt schon Interesse am BETA-Test hat, kann sein Glück versuchen und sich auf der LogMeIn Hompage dafür vormerken lassen.