das radio ist tot

Das Radio ist tot, lang lebe das Radio!

Mit MobileScrobbler wird sich die Medienlandschaft für den Hörfunk radikal ändern. Okay, vielleicht nicht MobileScrobbler selbst, aber deren Konzept, welches im Hörfunkbereich seit guten 70 Jahren – angefangen mit dem populären Volksempfänger – (beinahe unverändert) besteht.

Als erstes wird das Geschäft mit den „Charts- und Popshows“, die einen Hit nach dem anderen rauspfeffern ohne irgendwelche qualitativen Inhalte zu liefern, kräftig durchgeschüttelt werden.

MobileScrobbler liefert euch nämlich Last.fm in die Hosentasche – und nicht nur für Bewertungen der eigenen Musik sondern seit der neusten Version auch die Musik selbst. Wer nicht weiß, worum es dabei geht surft jetzt sofort dort hin und schnuppert Zukunftsmusik:

-> http://www.last.fm/

Und da können die Musikkonzerne versuchen, noch so viele Services wie Pandora regional zu beschränken oder ganz dicht zu machen. Stellt euch drauf ein, das ist das Internet und die Zukunft ist bereits da dort!

-> http://dev.c99.org/MobileScrobbler/

In Finnland ist UMTS schneller als WLAN

Vor ein paar Wochen hat der iPhone Infoblog ein interessantes Video veröffentlicht, dass zeigt das in der Realität das iPhone mit UMTS Mobiltelefonen leicht mithalten kann. Zu begründen ist dies vermutlich mit einer Kombination aus Betriebssystem + CPU.

Ausgehend davon, habe ich ein paar eigene Forschungen (unter nicht wissenschaftlichen Gesichtspunkten) angestellt mit dem Ziel folgende Fragen zu beantworten:

„Wie schnell sind die Geräte über WLAN?“

„Was ist das Limitierende? Die Leitung? Die Hardware oder das OS?“

Das Ergebnis ist keine große Überraschung. Das E61 versagt als Mobile Internet Device™. Offenbar gehört halt doch ein bisschen mehr dazu als eine schnelle Leitung um eine gute mobile Internetlösung zu sein.

Und weil ich schon dabei war hab ich noch zwei weitere Tests durchgeführt. Einen JavaScript-Benchmark und einen CSS-Test. Beides ist zunehmend wichtig für flinkes surfen.

Versuchsaufbau

Mir ist bewusst das dieser Versuchsaufbau einige Unwägbarkeiten enthält, doch für eine grobe Messung sollte es ausreichen.
Die beiden Tests über EDGE/UMTS wurden jeweils bei „maximalem“ Empfang der Geräte durchgeführt.

Die Probanden im Detail

Nokia E61

Das E61 ist ein Nokia der Symbian Series 60 3rd Edition. Also das Neueste was Nokia derzeit im Angebot hat. Das selbe OS findet sich auch auf anderen bekannten Nokia Geräten wie beispielsweise dem N95. Das Gerät will mit seiner Kennzeichnung „E“ im Geschäftsumfeld punkten. Wie mittelmäßig ungeeignet es eigentlich ist, merke ich erst jetzt wo ich sehe, wie weit die Technik inzwischen ist. Auch wenn es anders klingt, hat das Gerät jedoch nicht von Anfang an verloren. Schauen wir doch einfach mal wie es sich schlägt.

Technische Details:

  • Wi-Fi 802.11 b/g
  • Symbian OS 9.1, Series 60 UI
  • Texas Instruments OMAP 235 MHz CPU (ARM compatible)

Zum Vergleich sei hier noch einmal das oft zitierte N95 erwähnt, das jedoch nicht im Praxistest zur Verfügung stand, weshalb lediglich angemerkt werden soll, dass das Display nochmals kleiner ist als beim E61 und jenes schon eher ein Notfall Browser darstellt. Kein – fairer – Vergleich zum iPhone. Dennoch hätte das N95 vom Speed vermutlich einen Tick besser abgeschnitten, da die CPU ein bisschen schneller tackert (332 MHz)
Apple iPhone

Das Apple iPhone ist rein subjektiv schon einmal deutlich schneller. Auch auf dem Papier ist es besser ausgestattet. WLANtechnisch sollten jedoch beide Geräte gleich schnell sein. Wie das E61 unterstütz das iPhone 802.11 g. Also Brutto 54.000 kB/s.

Technische Details:

  • Wi-Fi 802.11 b/g
  • MacOS Basis – Firmware 1.1.2
  • ARM1176JZF – 412 MHz ( max. 600 – 700 MHz)

Zu den EDGE Tests sollte man Anmerken, dass hier systembedingt starke Schwankungen auftreten können. Denn bei EDGE beansprucht ein Teilnehmer einfach mehrere Kanäle der Zelle. Sollte an dieser Zelle viel los sein, kann das Gerät theoretisch auf GPRS Tempo zurückfallen.

Die Ergebnisse

Hier zunächst mal alle Ergebnisse in der Übersicht.

E61 WLAN E61 UMTS iPhone WLAN iPhone EDGE Laptop WLAN Laptop UMTS
Test 1: Download 10 MB File 284s (36 kB/s) 233s (44 kB/s) 17s (620 kB/s) 826s (20,8 kB/s) 12s (817kB/s) 235s (43,9 kB/s)
Test 2: wieistmeineip.de n/a * n/a * 666 kB/s Down / 494 kB/s Up 23 kB/s Down
4 kB/s Up
1.123kB/s Down
1068 kB/s Up
n/a ***
Test 3: dsl-speed-messung.de 1,07 Mbps (136 kB/s) n/a ** 5,29 Mbps (677 kB/s) n/a ** 6,91 Mbps (884 kB/s) n/a **
Test 4: Java Script Test 77 seconds 43 seconds 1 second
Test 5: CSS Performance 1580 ms 1135 ms 104 ms
AVG Download Speed 104 kB/s 654 kB/s 22 kB/s 941 kB/s (7530 kbit/s)

* konnte leider auf dem E61 nicht durchgeführt werden. Der Test hing auch beim 10. Versuch für immer beim Upload der 2 MB. Offenbar kann der Browser das nicht.
* * zeigt leider völlig abstruse Werte an. zwischen 8 und 20 Mbit/s. Von daher sind auch die Messungen im WLAN über diese Seite mit vorsicht zu genießen.
*** Bricht mit Fehler ab

Grundsätzlich kommt das iPhone erschreckend nahe an ein Laptop heran. Das E61 hatte meist schon Probleme mit den teils aufwendig gestalteten Testseiten.

Test 2 und Test 4 konnten auf dem E61 leider nicht durchgeführt werden. Mal stürzte der Browser ab und mal das ganze Handy.

Wenn man nett ist – und das sind wir doch (!) – und die (recht zweifelhafte) Messung von Test 3 mit dem selben Gewicht einfließen lässt wie den Download des 10 MB Files, kommt man auf 104 kB/s beim E61. Über WLAN! Verglichen mit den 654kB/s des iPhones ist das Faktor 6. Betrachtet man nur den Download des 10 MB großen Files ist das iPhone sogar 17 mal schneller.
Noch schockierender sind die 32kB/s über WLAN mit dem Nokia wenn man sich die 44kB/s bei UMTS ansieht. Das Nokia ist offenbar über UMTS schneller als über WLAN. Wir haben den Test sowie alle anderen mehrfach wiederholt.

Bei den beiden Browser-Benchmarks zeigt sich, das beide Geräte die selbe Engine verwenden (WebKit) und vermutlich nur die CPU der limitierende Faktor ist. Hier sind nur Unterschiede festzustellen, die wohl auf die langsamere CPU des Nokias zurückzuführen sind. Auf diese Tests habe ich bei UMTS/EDGE verzichtet.

Fazit – Das iPhone macht seine Sache sehr gut. Es würde deutlich mehr von UMTS profitieren als das E61, welches seltsamerweise über WLAN sehr langsam ist. So gesehen enttäuscht das Nokia maßlos. Die WLAN Fähigkeit ist absolute Verschwendung in diesem Gerät. Hier muss Nokia deutlich nachbessern. Im Endeffekt bestätigen die Tests bereits was bekannt war: Das iPhone ist derzeit das beste Handy zum surfen (Usability) und kommt im WLAN beim Tempo der Hardware an die Leistungen eines „normalen“ Computers heran. Das ein UMTS Nokia und ein EDGE iPhone beim Laden von Seiten gleich auf liegen hat ja schon das Video von iPhone Infoblog gezeigt. Was noch erwähnt werden sollte ist das der Browser mit Joysticknavigation und das kleine Display des E61 das surfen zur Qual machen. Das Gesamtprodukt stimmt einfach nicht.

P.S.: Ja, wir sind Fans des Gerätes – deshalb hat dieser Blog auch den Namen iPhone in der URL. Trotzdem bleibt ein selbst durchgeführter Benchmark, ein selbst durchgeführter Benchmark – wer uns andere Zahlen liefert, darf gerne mitdiskutieren.


Anmerkung: Mit diesem zweiten dritten Artikel möchte ich gerne offiziell „Kyrios“ als Gastschreiber auf diesem Blog begrüßen. Nicht, weil ich gerade in den letzten Wochen Tagen meiner Diplomarbeit hänge, sondern vor allem weil ich über fachkundige Weitergabe von Wissen – wie dem oben aufgeführten – für dieses Blog, sehr begeistert bin.

Mehr „Manpower“ bedeutet mehr „Content“, bedeutet mehr „Kommunikation“ = mehr Gut!

In diesem Sinne: „Herzlich Willkommen!“

85k bill

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Photo: ahhyeah (cc)

Stories von hohen iPhone-Rechnungen hatten wir hier ja schon zur Genüge. Vornehmlich war dies von Amerikanern bedingt, die sich im Ausland auf ihre ‚Daten‘-Flatrate verlassen hatten.

Mit Version 1.1.1 konnte man EDGE-Roaming dann ja abschalten, und unzählige Geschichten von stapeldicken Telefonrechnungen schienen ein Ende zu haben. Bis, ja bis ein Kanadier doch nochmal alles toppte.

‚Nobody told him‘ berichtet die BBC, das er seinen (wieder einmal) ‚Daten‘-Flatrate-Tarif nicht als Modem-Ersatz benutzen kann. Dabei geht es aber gar nicht um das iPhone, aber trotzdem um eine ziemlich hohe 85.000 Dollar-Rechnung.

via BBC

Worauf ich hinaus will. Die T-Mobile Flatrate, die man hierzulande erwirbt, gilt nur für das iPhone. Die Benutzung der SIM mit einem anderen Gerät wird separat abgerechnet. Ob es Einstellungen gibt, die das verhindern, ist mir nicht bekannt.

Außerdem ist die Abschaltung, bei zu hohen Telefonrechnungen vom Provider, anscheinend einer Willkür ausgesetzt. Der Kanadier beklagte, das er normalerweise bei Rechnungen über 100 Dollar eine Benachrichtigung bekommt – dies bei den $85k aber nicht geschehen ist.

Ich persönlich wurde gerade von einem Leser informiert, das einem ihm bekannte Frau die 1.000 EUR-Rechnungsgrenze überschritten hatte.

EDGE, always ON bei einem Unlocked iPhone OHNE entsprechenden Tarif ist halt mies. Ach so, und Benachrichtigungen gab es hier auch nicht.

SonicSim

DirektSonicSim

10 Dollar and you are good to go?

Der Ersatz für die TurboSIM ist aktuell eine Lösung aus Dual SIM Card + Reader/Writer und ein paar Programmierkenntnissen. Es wird bestätigt, das diese Lösung derzeit für Geräte „out of the box“ mit FW 1.1.2 und dem beängstigenden 4.6 Bootloader, funktioniert.

Nebenwirkungen bislang unbekannt – über Wackler und Inkompatibilität habe ich noch nix gelesen. Auch wenn das Prozedere umfangreich erscheint, zerschießt man sich so zumindest nicht die Baseband.

-> http://mxweas.com/2007/12/make-your-own-turbo-sim-sonic-sim-exposed/

Persönliche Erfahrungsberichte werden gerne angenommen.

Update: Ganz vergessen! Scheint – wie damals die SuperSIM – nur mit V1-Karten zu funktionieren. Diese waren in Deutschland kaum verbreitet, wodurch diese „Methode des Fremd-Netzbetreibers“ ausgeschlossen werden dürfte.

proof of concept

video-recording-monster.png

Beeindruckend, was die Entwickler von ‚inoffizieller‘ Third-Party-Software für das iPhone alles OHNE Developer-Tools oder exakte, technische Spezifikation von Apple auf die Beine stellen – konstante Begleiter auf der ‚zweiten‘ Seite meines iPhones sind derzeit ein VNC-Client, iFlickr, Wallpaper und Simplify.

Jetzt ist ein „proof of concept“ aufgetaucht, der Video-Aufnahmen (so bewegte Bilder, ihr wisst schon) mit der iPhone-Kamera möglich machen soll. Derzeit ist die Aufnahmedauer noch auf 5 Sekunden beschränkt, und das File verbleibt danach nur im temporären Speicher, doch dies ist bestimmt mal eine Erwähnung wert – auch wenn man sich einen Blick darauf – vor einer Alpha/Beta-Phase – bestimmt sparen kann.
Vielleicht rüstet Apple dieses Feature ja selbst per Software-Update in 2008 nach – doch ich werde immer gespannter auf die Entwicklungsumgebung. Im Februar ist es soweit?

-> http://monsterandfriends.com/?q=node/50

mit dem iphone ins kino

apple-werbespots.png

Eben lief auf MTV eine neue – logischerweise deutschsprachige – iPhone-Werbung. Irgendwas mit Kino, Spaß haben und dort Hinfinden.

Noch ist nix Online. Weder bei Apple noch auf YouTube, weshalb mich diese Beitrag Morgen früh daran erinnern wird – nochmal danach zu suchen. Den ganzen Abend WerbeFernsehen zu schauen, tue ich mir nicht an.

Sachdienliche Hinweise sowie Rätselraten um den „Titel“ des Spots bitte in den Kommentaren.

grobmotoriker

DirektLangweilig

Ich weiß wirklich nicht, wie lange wir noch mit solchen Zerstörungsvideos belästigt werden sollen. Scheint ein Trend dieses Jahr zu sein – und wirklich Keiner lässt sich was Neues einfallen.

Okay, die Bikini-Frau mit dem Vorschlaghammer und der Mixer-Typ waren (anfangs) lustig – bei diesem Video ist es keine Schmach einfach abzubrechen.

via iphonetest.computerwoche

Gerüchteküche: Vodafone 100.000 iPhones

Zahlen,Zahlen,Zahlen

Uns wurde soeben von einem mysteriösen Informanten – aus Vodafone Unternehmenskreisen – zugespielt, dass in deren Netzwerk über 100.000 iPhones unterwegs sind. Weltweit.

Vodafone, das waren die mit der Einstweiligen Verfügung, und die Zahl ist natürlich nur ein Gerücht – Zahlen sind aber angesagt im Moment, weshalb wir noch ein paar Weitere rausblasen können.

700 iPhones verkauft T-Mobile angeblich pro Tag wobei man dazu sagen muss dass die Quelle hier die FTD ist, die sich ja bekanntlich gerne mal beim Thema iPhone verspekuliert. Auf der anderen Seite hört man das angeblich jeder fünfte Neukunde bei T-Mobile sich für ein iPhone entscheidet, so ein Sprecher von T-Mobile. Rechnet man das hoch kommt man auf 3500 Neukunden für T-Mobile jeden Tag. Klingt zumindest halbwegs realistisch.

Eine schon etwas ältere Zahl ist die 30.000. Soviele iPhones will die France Telecom laut einer Pressemitteilung in den ersten 7 Tagen nach der Einführung verkauft haben.

AT&T hat bis zum Anfang der ‚Holiday Season‘ anscheinend knappe 1.400.000 Geräte in den USA abgesetzt – wovon jedes fünfte (zirka 18 Prozent) ohne den dazu gehörigen Vertrag verkauft wird. Das schlußfolgert zumindest Peter Oppenheimer, Apples Finanzchef. Und der muss es wissen.

via fscklog

Je nachdem welchen Angaben man über die Produktionskosten des Gerätes sowie deren Gewinnbeteiligung von den Mobilfunkunternehmen Glauben geschenkt werden darf, dürfte das iPhone die Haushaltskasse von Apple kräftig aufpolieren – nicht umsonst liegt der Börsenkurs derzeit bei schlappen 188 Dollar.

Ach, und was macht eigentlich Debitel? 15 Minuten Ruhm – mehr wurde nicht versprochen.