noch 3 monate exklusiv

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Photo: Héctor Milla (cc)

Noch 3 Monate, dann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das iPhone auch hierzulande erhältlich sein. Nach den ersten 30 Stunden waren in Amerika 270.000 Geräte verkauft. Die PR- und Marketing-Arbeit war unglaublich – trotzdem ist der Apple-Kurs nach Bekanntgabe dieser großen Zahl um 4% eingebrochen; aber bei 140 Dollar pro Aktie immer noch auf einem Allzeithöchststand.

In den europäischen Herbst-Genuss werden vorerst nur „ausgewählte Länder“ kommen. Das bedeutet umgangssprachlich: absatz- und bevölkerungsstarke Länder. Neben Deutschland ist von Frankreich und Great Britain die Rede – Asien und „der Rest“ wird sich wohl bis 2008 gedulden müssen.

Update: Engadget spricht aktuell von einer Fehlinterpretation des europäischen Release. Neuer Termin soll Ende Quartal 4 des Jahres sein – was Weihnachten bedeuten würde.

Bastelarbeiten

DirektAuseinandergenommen

via pdaparts

So sieht also ein professioneller Auseinanderbau des iPhones aus.

Man schaut sich die wenigen Bestandteile an, die das eigentliche Gerät ausmachen und fühlt sich an die unzähligen Meldungen über Gewinnmargen erinnert, die in den letzten Wochen die Runde gemacht haben. Von „Apple-Abzocke“ mit „55% Gewinn“ ist darin oft die Rede. Ich habe bewusst keinen Link gesetzt; die Verantwortlichen sollten ihre eigenen Berichte kennen – obwohl ich mir bei manch einem Medium wünschen würde, das diese auch ihre Quellen kennen.

Einige sehr interessante Gedanken hat Daring Fireball zu diesem Thema verfasst, der – lustigerweise – genau meine Vermutung aus dem Januar wiederspiegelt.

Um’s kurz zu fassen: Alles Bullshit So einfach ist die Rechnung nicht.

verbunden

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Die Idee ist so alt, wie die Idee von Daten-Flatrates für mobile Geräte.

Als O2 eine WAP-Flatrate anno 2000 auf den Markt brachte gab es erste Hacks diese Flatrate auch zum Surfen über den Laptop zu nutzen. Dazu war eine Kabel- oder Bluetooth-Verbindung zwischen dem Mobilfunkgerät und dem Computer, sowie allerlei Browser und Terminaleingaben von Nöten. Für 5 EUR Aufschlag zum normalen Vertrag konnte man dann in GPSGPRS-Geschwindigkeit auch richtige HTML-Seiten ansurfen. Ganz großartig (technisch, nicht praktisch).
Doch auch in Zeiten in denen ein mobiles Endgerät, wie beispielsweise das iPhone, einem Computer nur in wenigen Features nachsteht, sind diese Ideen nicht verschwunden. Und so gibt es bereits jetzt einen doch sehr technisch anspruchsvollen Weg, die Daten-Flatrate von AT&T auf dem iPhone via Laptop zu nutzen.

-> cre.ations

iDummies

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Point and Click für Dummies. Point and Click für alex.

Obwohl es bislang unterschiedliche Aussage darüber gibt „wie“ und „wie gut“ das Tool funktioniert.

via hackintOsh

Und für Klingeltöne gibt es selbstverständlich noch dies.

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via MYiPhone

Diese Spielkinder

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via hackintOsh

Das Kopfhörer-Problem

Das Kopfhörer-Problem wollte ich eigentlich hiermit lösen:

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Aber a) Man bekommt den TTY-Adapter derzeit hier noch nirgends und b) das Mikrofone + die coole Steuerung direkt am Kopfhörerkabel würde entfallen. Ist dies also die Alternative?

DirektGebastelt

kabellos

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Für $129 kann man sich jetzt ein zierliches Blauzahn-Headset kaufen. Das kommt auch schon mit dem „iPhone Dual Dock“ sowie dem „iPhone Bluetooth Travel Cable“.

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Natürlich kann man diese beiden Accessoires auch einzel kaufen. OHNE Bluetooth-Headset.

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Warum man dies jedoch machen sollte, weiß ich nicht. Man hat dann nämlich kein Bluetooth-Headset. Nur das Zubehör. Egal, jedenfalls ist das jetzt lieferbar – Flickr bietet die ersten „Orgien des Auskleidens„.

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via fscklog

verkaufsfläche

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Die derzeit große (deutsche) iPhone-Diskussion ist zweifelsfrei bestimmt durch die möglichen Verkaufspartner hierzulande. MediaMarkt oder Karstadt treiben gerade die Sau durchs Dorf bringen sich derzeit gerne selbst ins Gespräch.

Themenwechsel: Vor meinem inneren Auge stapeln sich gerade unweigerlich Vergleiche von „Pest oder Cholera“ sowie „Sommerurlaub im Irak oder in Guantánamo„.

Natürlich wünsche ich mir einen großen Erfolg für das iPhone und noch viel mehr, das unzählige Menschen von dem Gerät begeistert sind. Doch es gibt Grenzen. Emotionale Grenzen. Ich fühle mich unbehaglich bei dem Gedanken, das ein 48jähriger Verkaufsleiter namens Harald das neue „Berühr-Handy“ zwischen Schlüpfer-Schnäppchen und staubigen Gardinen feilbietet.

Genauso missfällt es mir das iPhone bei einer Verkaufskette zu wissen, die es alleine durch ihre Platzierung der Apple-Produkte in den FutterVerkaufströgen schafft, eine versteckte Missachtung auszudrücken. Wagt man es doch, einen der hippen 22jährigen Ausbildungsabbrecher anzusprechen säumt sich Inkompetenz mit jetzt offensichtlich zu Schau getragenen Missachtung.

Was ich sagen möchte? Bitte Apple! Die offiziellen Stores wären ein Segen.