„Hey Siri, fire the shutter!”

Der Kamera-App Halide (6,99 ) kann man den Siri Shortcut „Fire the Shutter” zuweisen, und dann durch den Sprachbefehl ein garantiert wackelfreies Foto knipsen lassen.

Das Video, aus dem das eingebettete GIF entstand, musste ich um 50-Prozent in seiner Abspielgeschwindigkeit reduzieren, damit man den flotten Vorgang überhaupt erkennt.

via Sebastiaan de With

Shortcuts.

Mit iOS 12 erreicht die Shortcuts-App (universal; Laden) das iPhone und iPad. Über eine bereits installierte Workflow-Installation wird drübergebügelt.

Als thematischen Einstieg kann ich das YouTube-Video von Matthew Cassinelli empfehlen. Wer komplett unbedarft ans Thema schreitet, wird seinen schnell gesprochenen Beitrag vielleicht zweimal schauen müssen.

Darauf aufbauend kann man mal in Apples ‚Shortcuts User Guide‘ klicken oder den (bezahlten) ‚Field Guide‘ von David Sparks kontaktieren.

Um jedoch erstmal ein Gefühl für die neuen Automationen in iOS zu bekommen, würde ich persönlich mir zuallererst die ‚Workflows‘ aus der integrierten Galerie anschauen oder die bereits gebauten Shortcuts aus r/workflow oder auf Sharecuts.app ausprobieren. In einem nachfolgenden Schritt kann man dann damit beginnen diese fertigen Automationen an den eigenen Bedarf anzupassen.

Streaks 4.0

Als ich vor 12 Tagen meine #one Episode über die iOS-App Streaks (universal; 5,49 ) in Version 3 veröffentlichte, wusste ich bereits von Version 4. Ich erfuhr die Vorankündigung von seinem Entwickler ‚Crunchy Bagel‘ exakt in der Minute, in der mein Video aus Final Cut Pro exportiert wurde. Manchmal gibt es blöde Zufälle…

Da das Software-Update für bestehende Kunden jedoch kostenlos ist und ich die Vorabversion über TestFlight ausprobieren konnte (um mindestens zu kontrollieren ob mein zu diesem Zeitpunkt unveröffentlichtes Video in wenigen Wochen komplett überholt ist), hatte ich keine Probleme danach im WordPress-Backend den Button ‚Publish‘ zu drücken.

Streaks macht wirklich viel Freude sich neue Gewohnheiten anzueignen beziehungsweise sich unerwünschte Gepflogenheiten abzutrainieren.

„An oral history of Apple‘s Infinite Loop“

The first time I ever saw someone outside a lab carrying an iPod was Steve, right after the announcement. He was walking, iPod in hand, be-bopping across the quad. He had the hugest smile on his face.

Steven Levy | Wired.com

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Audioschnitt am iPhone und iPad mit Ferrite 2.0

Manchmal wünschte ich mir mehr Podcasts schnipseln zu müssen, weil ich dann noch häufiger das fantastische ‚Ferrite Recording Studio‘ (universal; Laden) benutzen könnte. Nichtsdestotrotz: Für jede Videofolge von #one, die mit einem Voiceover unterlegt ist, nutze ich das Schnitt- und Aufnahmeprogramm für Audiodateien. Meinen persönlichen Workflow hatte ich zum Jahresbeginn hier dokumentiert.

Und weil ich die iOS-App zumindest jede zweite Woche verwende, bestand schon deshalb keine Diskussion ob ich das freiwillige In-App-Upgrade, das 16 Euro für Bestandskunden kostet, klicke. Und das, obwohl für meinen Anwendungsfall in diesem Update kaum relevante Funktionen dazugekommen sind. Ferrite 2 Pro nimmt nämlich stärker Audioproduktionen ins Visier, die regelmäßig erscheinen und mit Projekt-Templates und Voreinstellungen schneller von der Hand gehen.

„Today at Apple” – die Apple-Music-Playlist aus den Apple Stores

Nicht neu, aber eine Erinnerung wert: Sucht ihr in Apple Music nach „Today at Apple”, findet sich dort eine täglich aktualisierte Wiedergabeliste mit allen Songs, die an diesem Tag in den weltweit über 500 Apple Stores spielen.

watchOS 5: Aktivitäts-Wettbewerbe

Die neuen Aktivitäts-Wettbewerbe in watchOS 5, über die man sich mit Freunden und Freundinnen ab nächster Woche duelliert, hatte ich unterschätzt: Diese 7-Tage-Wettkämpfe sind simple, aber durchdacht. Kollege Becker hat mir erneut beim Ausprobieren geholfen.

Pro Tag ist es in einem solchen Aktivitäts-Wettbewerb möglich insgesamt 600 Punkte zu erreichen. Es gibt jeweils einen Punkt pro erreichtem Prozent der drei Ringe entsprechend eures Tagesziels. So wird es möglich auch Freunde herauszufordern, die ein viel höheres Bewegungs- und Trainingsziel für sich selbst veranschlagen.

Wenn sich beide Teilnehmer an allen Tagen der Wettbewerbswoche jeweils 600 Punkte erarbeiten, ist immer ein Unentschieden drin. Die Berechnung ist jedoch stramm gesetzt: In der Praxis brauche ich mindestens eine tägliche Sportaktivität um diese Punktezahl tatsächlich zu erzielen. Wenn ihr kein Umzugshelfer seid oder den ganzen Tag schwere Postpakete zu Haustüren schleppt, müsst ihr wahrscheinlich auch an jedem Tag in der Wettbewerbswoche einem ‚Workout‘ nachgehen. Die Herausforderung belohnt also die Regelmäßigkeit und nicht das einmalige 3-Stunden-Training.

Die Punktevergabe ändert die Dynamik im Zweikampf, bei der ein Teilnehmer nicht am letzten Tag mit einem absurden Bewegungsziel den Wettbewerb noch von hinten aufrollt. Der Fokus auf das tägliche Punkte-Ziel hat mich ungeplant an einigen Abenden doch noch von der Couch geholt, weil man sich die Punkte ja nicht nachträglich erarbeiten kann. Weil maximal nur 600 Punkte pro Tag möglich sind, kann man sich in der Challenge aber auch nicht gegenseitig hochschaukeln und ungesund viel Sport betreiben.

iPhone Xs, Xs Max oder iPhone Xr?

Die erfreuliche Nachricht des gestrigen Abends: Die Gerüchte und Leaks, die auch dieses Jahr nicht ausblieben, nahmen sehr wenig von den iPhone-Ankündigungen vorweg. Komplett verwunderlich ist das nicht: Apples Telefone erleben in diesem Jahr eine Revision, bei der allem voran die internen Komponenten (Dual-SIM, LTE Advanced, 512 GB Speicher, IP68, A12-Prozessor, Achtkern Neural Engine, Bildsignalprozessor, Akku, etc.) sowie die Software (Face ID, Smart HDR, Bokeh-Effekt mit Tiefen-Kontrolle, etc.) verbessert wurden. Solche Details tauchen selten in den typischen Leaks (aus der ‚Supply Chain‘) auf.

Das Xs und Xs Max sind substanzielle Updates. Das wird insbesondere dann deutlich, wenn man sich vor Augen führt, wer diese Geräte kauft. Spoiler: Es sind nicht in erster Linie die Kunden, die bereits ein iPhone X im letzten Jahr erwarben. Vielmehr sind es Leute, die bis jetzt ein iPhone 7 oder noch ältere Telefone verwendet haben.

Apples Ziel ist es nicht seinen Kunden jedes Jahr ein neues Telefon zu verkaufen, sondern vielmehr einen Taschencomputer mit dem man hoffentlich so zufrieden ist, dass der nächste Taschencomputer auf jeden Fall wieder ein iPhone wird.

Um das Xs und Xs Max richtig einzuordnen, muss man einen Blick auf das neue iPhone Xr werfen. Anders als das iPhone 5c – vor fünf Jahren – steht es nicht in zweiter Reihe. Trotzdem existieren substanzielle Unterschiede: Ein LCD-Screen erreicht nicht die Qualität von einem OLED-Bildschirm. Die Punktdichte von 326 ppi liegt deutlich unter den 458 ppi vom Xs und Xs Max. Die dickeren Bildschirmränder sind für geschulte Augen deutlich zu erkennen und Aluminium kann Stahl beim Gehäuse nicht die Stirn bieten. Und das rückseitige Kamerasysteme ohne Teleobjektiv ist die wahrscheinlich am deutlichsten erkennbare Differenz.

Und obwohl die Unterschiede nachvollziehbar sind, stimmen die Kernaspekte zwischen iPhone Xs (Max) und Xr überein. Es beginnt bei FaceID, zieht sich über die moderne Gestensteuerung und reicht bis zum identischen A12-Bionic-Prozessor. Mit diesen ‚Specs‘ wird das iPhone Xr für viele Jahren die Nase gegenüber der Konkurrenz vorne haben. Es ist realistisch anzunehmen, dass Android-Smartphones, die erst im nächsten oder übernächsten Jahr erscheinen, bestenfalls auf Augenhöhe des iPhone Xr ziehen.

2018 ist also nicht nur das Jahr von drei neuen iPhone-Modellen, sondern auch das Jahr indem Apple erstmals zwei Highend-Modelle ihres Telefons einführt. Im letzten Jahr war man bereits nahe dran, aber das iPhone X torpedierte schlussendlich doch ein (sehr gutes) iPhone 8 (Plus).

Natürlich ist es Apple auch dieses Jahr nicht komplett egal welches Modell ihr kauft, und eine gewisse Kannibalisierung zwischen den verschiedenen iPhones ist nicht auszuräumen. Relevant ist auf lange Sicht für Apple jedoch nur eure Antwort auf die Frage: „Kauft ihr nach dem iPhone wieder ein iPhone?”

Und die Chancen auf eine positive Antwort wurden in diesem Jahr mindestens verdoppelt.