iOS 12: Wischgesten für die Vorschau auf iCloud-Dateien

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Die Files-App unter iOS 12 lässt euch durch die Vollbild-Vorschau von allen Dateien in einem Ordner wischen, anstelle jeden einzelnen Aufruf der Voransicht wieder individuell schließen zu müssen.

iOS 12: verbesserter Foto-Import mit dem Lightning auf SD Kartenlesegerät

(Vimeo)

Apples Foto-App bearbeitet unter iOS 12 nun auch RAW-Bilder – zuvor wurden lediglich die dazu passenden JPEGs modifiziert. Ein iPad Pro importiert über das „Lightning auf SD Kartenlesegerät” diese Fotos nun ungefähr dreimal so schnell1.

Bevor man den Import anstößt, lässt sich ersehen wie viel Speicherplatz die importierten Fotos belegen werden. Obendrein lässt sich bestimmen in welches Album der Import stattfinden soll.

Fotos lassen sich vor dem Kopiervorgang in einer Vollbildansicht betrachten und außerdem sortiert die Import-Funktion alle Duplikate – eure bereits einmal überspielten Fotos – in eine getrennte Ansicht.


  1. Mein iPad Pro 9.7” mit iOS 11.4 benötigt 24 Sekunden um vier RAW-Fotos von einer SD-Karte in die Fotobibliothek zu speichern. Das iPad Pro 10.5” mit iOS 12 schafft den gleichen Import – von der gleichen SD-Karte – in 8 Sekunden. 

watchOS 5: Kontrollzentrum + Mitteilungszentrale aus Apps heraus erreichbar

(Vimeo)

Bislang war es nur möglich das Kontrollzentrum und die Mitteilungszentrale vom Zifferblatt aus ins Bild zu ziehen. Mit watchOS 5 erhält man Zugriff auf diese Shortcuts auch während man sich in einer Anwendung befindet.

Das ist eine signifikante Erweiterung. Man stelle sich vor, auch auf dem iPhone könnte man das ‚Control + Notification Center‘ bislang nur über den Homescreen erreichen.

„Fluid Interfaces” bedeuteten das Ende der Home-Taste

Discover the techniques used to create the fluid and dynamic interfaces of iOS and other Apple platforms. Learn how to design gestures and animations that feel intuitive and natural and will make your app delightful.

Designing Fluid Interfaces (WWDC 2018)

Der Homebutton – Apples bedeutsame Idee, die jedes Smartphone nach 2007 übernahm – hielt sich insgesamt 10 Jahre. Die Bedeutung des iPhone X, das den Paradigmenwechsel hin zur Gestensteuerung eingeleitet hat, wurde wahrscheinlich substanziell unterschätzt (weil sich jeder auf „The Notch” konzentrierte).

Der Homebutton kommt garantiert nicht zurück. Am deutlichsten wird dies mit einem Blick auf iOS 12 fürs iPad, das die neuen Gesten des iPhone X adaptiert: Mit dem Software-Update ist der Homebutton dort – mit Ausnahme von Touch ID – quasi überflüssig.

Sir Apfelot [Sponsor]

Seit 2012 schreibt Jens Kleinholz als ‚Sir Apfelot‘ ins Internet. Unter Sir-Apfelot.de veröffentlicht er werktäglich mehrere Artikel rund um iOS, macOS und Gadgets.

Jens bringt 20 Jahre Leidenschaft beim Thema Apple mit, schaut aber auch regelmäßig über den Tellerrand – von Drohnen über Fotografie bis zu Tipps und Tricks für WordPress.

Was ich sehr schätze: Auf Sir-Apfelot.de finden sich nicht nur News-Artikel, sondern regelmäßig aktuelle Ratgeber, Tipps und Anleitungen. In der Rubrik „Frag’ Sir Apfelot!“ wird explizit um Fragen von Lesern und Leserinnen gebeten, die mit ihren Anliegen beim Support oder in Foren nicht weiterkommen. Die Antworten auf die zugeschickten Fragen führen oft zu Blogposts, von denen dann alle profitieren.

Die Beiträge auf Sir-Apfelot.de fallen häufig umfangreich aus, weshalb es sinnvoll sein kann sich die längeren Artikel in der neuen App zum Blog als Favoriten vorzumerken. Die App-Store-Software ist ein erfrischendes Beispiel für eine Publikation, die absolut aufgeräumt und deshalb sehr übersichtlich daherkommt. Der Download ist natürlich kostenlos (App-Store-Link).

Großen Dank an Jens und Sir-Apfelot.de für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

„Behind the Messy, Expensive Split Between Facebook and WhatsApp’s Founders”

Das Wall Street Journal zerlegt die Trennung zwischen den WhatsApp-Gründern Brian Acton und Jan Koum mit Facebook:

Mr. Zuckerberg assured Messrs. Koum and Acton at the time that he wouldn’t place advertising in the messaging service, according to a person familiar with the matter. Messrs. Koum and Acton also negotiated an unusual clause in their contracts that said if Facebook insisted on making any “additional monetization initiatives” such as advertising in the app, it could give the executives “good reason” to leave and cause an acceleration of stock awards that hadn’t vested, according to a nonpublic portion of the companies’ merger agreement reviewed by The Wall Street Journal. The provision only kicks in if a co-founder is still employed by Facebook when the company launches advertising or another moneymaking strategy.

Wall Street Journal | Kirsten Grind | Deepa Seetharaman

Die Details lesen sich vernichtend – in erster Linie für „Mr. Zuckerberg”. Entweder fehlen ihm grundlegende (Lebens‑)Prinzipien oder er hat bei der Übernahme des Chat-Netzwerks, das unter Facebook-Herrschaft von 450 Millionen auf 1.5 Milliarden Nutzer anwuchs, schlicht gelogen. Beides lässt ihn nicht gut aussehen.

Weitaus bedenklicher erscheint mir jedoch die Leichtfertigkeit, mit der Facebook seine 22-Milliarden-Blockbuster-Investition als Ass im Ärmel verspielt. Anstelle WhatsApp, ein bei der Übernahme profitables Unternehmen, die notwendigen Ressourcen für mehr Wachstum zu geben, sabotiert Zuckerberg seine eigene Firma, die sich „respect for your privacy” auf die Fahnen schrieb (und in der anhaltenden Krise ein nützliches Aushängeschild abgeben würde).

Brian Acton resigned in September; Koum stayed on until the end of April. In leaving before November of this year, Acton gave up some $900 million; Koum gave up about $400 million. You need to be really unhappy at work if you’re willing to quit a job that’s effectively paying you some $60 million per month, and from which you basically can’t be fired.

Slate | Felix Salmon

Man muss sicherlich keine Sympathien für Koum und Acton aufbringen, die aus freien Stücken ihren ‚anti-werbung, pro-privacy‘ Messenger an eine der insgesamt zwei großen Werbebuden verkauft hat. Man darf sich allerdings selbst einmal fragen, was mir WhatsApp unter neuer Führung noch wert ist.

Laut den WSJ-Recherchen drängt Facebook für WhatsApp auf das ‚Instagram‘-Monetarisierungsmodell, das mit personalisierter Werbung mehr Geld einspielen soll. Ist das das Ende ihrer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung? Vielleicht.

Vielleicht ist das aber auch egal, weil wenn man seinen privaten Text-Messenger (WhatsApp) und seinen öffentlichen Fotoservice (Instagram) in Finanzierungsfragen über einen Kamm schert, demonstriert das bereits wie wenig Stellenwert private Kommunikation hat.

#107 – mein erster Blick auf iOS 12

Es hat ein paar Minuten Stunden gedauert bis ich mich (mit mir selbst) auf 10 Features einigen konnte, die es in mein erstes Video über iOS 12 schaffen sollten. Die Anzahl der Neuerungen ist verdammt groß und im Moment noch nicht ansatzweise zu überschauen (unabhängig der vielen Kleinigkeiten, die sich über den Sommer noch ändern werden). Neue iOS-12-Fundstücke spült es derzeit täglich ins Netz, weshalb ich mir zum Auftakt zehn Kandidaten herausgepickt habe, die ich persönlich schlicht interessant finde.
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog. Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

Podcasts, Walkie-Talkie und Web Content in watchOS 5

WatchOS 5 ist die erste Software-Aktualisierung für Apples Uhr, die ein Modell aufgrund seines Alters aus dem Update-Zyklus kickt. Die allererste Watch bekommt das Update im Herbst nicht mehr. Mit Blick auf die Fähigkeiten der ersten Hardware ist das nicht verwunderlich (und obendrein ein vorzüglicher Grund beim ersten Re-Design des Screens mit neuer Hardware wieder einzusteigen).

Drei Funktionen stechen für mich von watchOS 5 hervor: Podcasts, Walkie-Talkie und Web Content.

Podcasts

Es bleibt abzuwarten was der „Background audio mode” für Entwickler von Podcast-Apps aus dem App Store beinhaltet (und ob damit ein Download von individuellen Folgen auf die Uhr eingeschlossen ist). Es wäre wünschenswert.

Bislang konnte ich nur Apples offizielle Podcast-App auf der Uhr ausprobieren. Dort lassen sich Audio-Angebote (via Siri) abonnieren und wiedergeben. Es ist (bislang) nicht ersichtlich welche Episoden sich die Uhr vom iPhone für die Offline-Wiedergabe überspielt, aber es findet definitiv eine Übertragung statt (ohne das die Uhr dabei am Strom hängen muss). Die Abspielposition synchronisiert sich wie zu erwarten mit euren anderen Geräten. Sollten Podcast-Feeds gemischt aus Audio- und Videobeiträgen bestehen, zeigt die Uhr lediglich die Audio-Episoden an. Die Podcast-App auf der Uhr besitzt außerdem eine Komplikation fürs Zifferblatt, die jedoch lediglich die App startet.

Podcasts auf der Watch hat das Potenzial zu einer Vorzeigefunktion von Apples Armbanduhr zu werden.

Walkie-Talkie

Ein ‚Walkie-Talkie‘-Feature stand bereits in den Werbebroschüren der allerersten Apple Watch. Nun schaffen es die ‚FaceTime Audio‘-artigen Kurznachrichten zwischen zwei Teilnehmern anscheinend in den Herbst-Release.

Gelegentlich bin ich Fan von Sprachnachrichten – immer dann, wenn man eine gewisse Stimmlage für eine ausgewählte Nachricht transportieren will, die als Text-Message sonst nicht rüberkommt (Diktierte Nachrichten muss man in der Watch-App auf dem iPhone aktivieren). Eine ‚Push-to-talk‘-Funktion ist davon aber noch einmal explizit zu trennen, weil sie eher einem Anruf ohne dauerhafte Verbindung ähnelt.

Auf Events, Demonstrationen oder wenn man in einer Autokolonne versucht sich abzustimmen, hatte ich mit Freunden in den letzten Jahren dafür immer mal wieder dedizierte Funkgeräte in Gebrauch. Richtig umgesetzt könnte die Watch in Zukunft hier einspringen.

Web Content

Der Apple-Watch-Bildschirm ist klein, aber er ist nicht zu klein um ‚Quick-Look‘-artig in einen Weblink reinzuschauen, den man (beispielsweise) über iMessage erhalten hat. Dass dies bislang nicht ging, war erzürnend.

Ich plane zwar nicht komplette Webartikel über die Watch zu lesen, aber ich hätte vor 10 Jahren auch nie vermutet, dass ich inzwischen den Großteil des Internets auf 5,8 Zoll konsumiere.

Ohne eine Anpassung meinerseits klappt die Darstellung von iPhoneBlog-Artikel über watchOS 5 bereits sehr zufriedenstellend.