Facebook‘s Neujahrsvorsätze

The research shows that when we use social media to connect with people we care about, it can be good for our well-being. We can feel more connected and less lonely, and that correlates with long term measures of happiness and health. On the other hand, passively reading articles or watching videos — even if they’re entertaining or informative — may not be as good.

Based on this, we’re making a major change to how we build Facebook. I’m changing the goal I give our product teams from focusing on helping you find relevant content to helping you have more meaningful social interactions.

Mark Zuckerberg

Facebook verspricht diese Änderungen seit Jahren – ohne Wort zu halten. Jetzt steht Zuckerberg erstmals mit eigenem Namen dahinter. Und er besitzt weiterhin das ausschlaggebende Aktienstimmrecht, weshalb ich tatsächlich an einen bevorstehenden Wandel für das soziale Netzwerk glaube.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mein persönlicher Facebook-Feed ist ein Desaster. Dort werden mir nicht nur überwiegend Personen vorgesetzt, dessen Aktivitäten mich nicht interessieren, sondern vornehmlich deren (für mich!) noch uninteressanteren Links.

Natürlich könnte ich die Arbeit reinstecken und Beiträge ab- beziehungsweise aufwerten. Wenn Facebook mehr über mich wüsste, würden sie meine Filterblase flauschiger auspolstern.

Mit dem derzeitigen Fokus, bei dem „brands und media“-Inhalte aber einen dominanten Teil meiner Timeline bespielen (dürfen), schnürt das jede Motivation ab. Den Deal mit der personalisierten Werbung gehe ich bewusst ein (wenn ich dort unterwegs bin). Das konstante Geschachere mit Artikel und (Werbe-)Videos, die mir ungefragt vorgesetzt werden wenn deren Anbieter dafür bezahlt, nimmt mir allerdings jeglichen Ansporn die Plattform überhaupt zu nutzen.

Fürs iPhoneBlog.de betreibe ich selbst eine Facebook-Seite (weil man es Lesern und Leserinnen so einfach wie möglich machen möchte). Für gefühlt jeden dritten Link, den ich dort teile, bekomme ich eine „This post is performing better than XY% of your other posts“-Mail. Darin werde ich aufgefordert, Geld einzuwerfen um mehr Leute zu erreichen.

Notwendig ist das, weil selbst ein „Like“, ein „Abonnieren“ oder das „Seite gefällt mir“-Däumchen nicht zwangsläufig dazu führt, dass man alle Posts von einem „Brand“ zu sehen bekommt:

Durch das hochgradig präzise Targeting, mit dem man sich als Publisher aussuchen kann wer Artikel vorgesetzt bekommt, hat sich Facebook eine Echokammer gebaut, die ihnen viel Geld einspielt, aber inzwischen um die Ohren fliegt. Und ich glaube es ist tatsächlich realistisch, dass Facebook diesen Geldhahn (weiter) zudreht und damit das Medienbild – von Fake News bis zu Clickbait-Überschriften – abermals drastisch verändert.

Facebook besetzt mit WhatsApp, Instagram und ihrem eigenen Messenger drei Sparten, die wie eine Faust aufs ‚Social Network‘-Auge passt. Dagegen ist Facebook.com – die Webseite und ihre App – aber derartig vom Kurs abgekommen, das Mark Zuckerberg nicht nur leicht nachjustieren muss. Und als erstes werden das die Publisher zu spüren bekommen.

#086 – Videoleap

Den Auftakt für #one im Jahr 2018 macht eine App für Videobearbeitung, die sich Videoleap (universal; Laden) nennt. Sie stammt von einem Team, dass zuvor die Fotobearbeitung Enlight (universal; 3,49 ) gebaut hat – einen echten App-Store-Hit.

Im Gegensatz zu Enlight ist Videoleap mit weitaus weniger Tamtam gestartet, aber mit genauem Blick auf die App nicht weniger beeindruckend.

Hier die 54-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

Streaming über Ländergrenzen: Fernsehen mit Zattoo nun auch im EU-Urlaub

Ich wiederhole mich, aber eins der besten Features von Zattoo (universal; Laden) ist tvOS. Auch für das normale TV-Programm verbleibt man auf Apples Benutzeroberfläche und muss sich nicht mit dem Umschalten zwischen verschiedenen Eingangsquellen am Fernseher herumärgern.

Meine Family (in Bremen) hat gerade ihr zweites Abojahr begonnen (100 € / 12 Monate). Sie nutzen zwar mittlerweile auch die Aufnahmefunktion und das zeitversetzte Anschauen von Sendungen, primär bereitet ihnen aber die überflüssige TV-Fernbedienung (und die beendete Beziehung zur mäßigen Benutzerführung ihres Philips Fernsehers) große Freude.

Die besagte Familie ist dieser Tage zu Besuch bei mir in Finnland und kann dank neuer EU-Verordnung ihr TV-Programm auch hier anschauen:

Die sogenannte EU-Portabilitätsverordnung gilt seit dem 1. Januar 2018 in allen EU-Ländern und bezieht sich auf kostenpflichtige digitale Dienste, die bei vorübergehendem Aufenthalt im EU-Ausland genauso wie im Heimatland genutzt werden können. Das bedeutet, dass Streaming-Dienste wie eben Zattoo die Möglichkeit gewähren, den Service auch im Ausland zu nutzen.

Zattoo.com

Gestolpert bin ich an diesem Absatz über die Formulierung „vorübergehend“. Eine kurze Nachfrage bei Zattoo ergab: Die EU-Verordnung spezifiziert noch nicht genauer wie viele Tage am Stück der „kostenpflichtige digitale Dienst“ genutzt werden kann. Gegebenenfalls definieren zukünftige Gerichtsurteile den expliziten Zeitraum, den im Moment die Anbieter selbst festlegen.

Bluetooth-Tracker ‚Tile‘ schließt Kooperation mit Kopfhörer- und Koffer-Herstellern

Tile, the world’s leading smart location company, today announced expansions to the Tile Platform with several new partnerships, delivering on its vision to build a world where everyone can find everything that matters.

Tile, kennt ihr.

Zu den neuen „Partnern“ zählen unter anderem Bose (Kopfhörer), Samsonite (Koffer), Boosted Boards (Skateboards) und Propeller Health (Asthma Inhalatoren). Damit beschreitet das ehemalige Kickstarter-Projekt einen Weg, der sich von eigener Hardware entfernt und einer integrierten Software-Lösung zuwendet – die natürlich weitaus besser skaliert. So wird ein Schuh draus.

Neben solchen Hardware-Partnern arbeitet man außerdem mit den ersten Verkehrsknotenpunkten zusammen, so wie dem ‚San Jose International Airport‘.

“We partnered with Tile to help travelers find their lost items in near real-time, which means a lot when you’re rushing to catch a flight. In just a few weeks since installation, we’ve already seen Tile same-day found rates increase to nearly 95%.

GlobeNewswire

„The Future of Transmit iOS“

Quick summary:
▪ We are suspending the sale of Transmit iOS very soon
▪ Revenue was not enough to cover development — we won’t sell something we can’t actively develop
▪ This does not affect Transmit 5 for Mac. It’s doing extremely well
▪ This also does not affect Coda iOS and Prompt iOS, both of which are still going strong
▪ We really hope to bring it back someday in some form

Cabel Sasser

Ich habe Transmit (universal; 10.99 ) für iOS 8 im Herbst 2014 einmal gekauft und bis heute (meistens vom iPad aus) benutzt. Zum Glück kann ich zukünftig Coda (universal; 27.99 ) für meine rudimentären Blog-Edits zu Rate ziehen.

Trotzdem: Solche hochkarätigen App-Store-Abgänge, die auch ein Aushängeschild für iOS als Betriebssystem sind, schmerzen.

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MiniCast: Podcasts auf der Apple Watch

Es bleibt ein Hack, ein Umweg, den Apple alleine abkürzen könnte (sich dem Thema aber bis watchOS 4 so überhaupt nicht gewidmet hat).

Bis wir also ganz offiziell das Podcast-Verzeichnis auf der Watch durchstöbern (oder einzelne Folgen vom iPhone aus an die Uhr schicken), bleiben nur Lösungen von App-Store-Drittanbietern.

MiniCast (Laden) transferiert neben Watch Player (1,09 ) oder Workouts++ (Laden) einzelne Podcast-Episoden mithilfe des iOS-Share-Sheets auf die Apple Watch – um einzelne Episoden auch dann anzuhören, wenn das iPhone einmal nicht in Reichweite liegt.

Die Übertragung dauert. MiniCast auf dem iPhone übergibt lediglich den Namen der Episode und dessen URL an die Watch. Apples Uhr zieht sich dann eigenständig – aber eher schnarchend – das File von dem jeweiligen Podcast-Server. Solche Downloads lassen sich beispielsweise aus Apples Podcast-App, Pocket Casts, Overcast oder Castro anstoßen.

MiniCast übergibt für bereits angespielte Podcast-Episoden bislang nicht die Abspielposition an die Uhr. Jede Folge startet dementsprechend ganz von vorne.

MiniCast ist leicht verständlich, optisch aufgeräumt und mischt sich nicht in eure Podcast-Ordnung auf dem iPhone ein. Ihr abonniert nichts doppelt, ihr verwaltet keine zusätzlichen Feeds: Ihr benutzt weiterhin eure bevorzugte Podcast-App und schickt bei Bedarf einzelne Episoden auf die Uhr.

Wenn ich jetzt nicht jeweils 5 bis 10 Minuten pro Download einer Episode einplanen müsste – was wohlgemerkt alleine Apple ändern kann – wäre die Umsetzung, so wie sie MiniCast vorschlägt, bereits ein sehr gelungener Start.

Mini-Kratzer auf dem Apple-Watch-Gliederarmband? So schmirgelt ihr die weg.

Wer eine stattliche Summe in Apples Link Bracelet investiert hat, und das Gliederarmband von kleinen Schrammen befreien will (die im Laufe der Benutzung ganz selbstverständlich entstehen), folgt diesem Ebay-Link.

Ich bin mir sicher, es gibt noch viele andere Möglichkeiten für die Pflege der Edelstahl-Legierung, aber dieses Pad habe ich selbst erfolgreich ausprobiert.

Batteriewechsel unabhängig von Apple-Store-Diagnose

Apple has since independently confirmed to MacRumors that it will agree to replace an eligible battery for a $29 fee, regardless of whether an official diagnostic test shows that it is still able to retain less than 80 percent of its original capacity. The concession appears to have been made to mollify the anger of customers stoked by headlines suggesting that Apple artificially slows down older iPhones to drive customers to upgrade to newer models.

Tim Hardwick | MacRumors

Meine Empfehlung für Betroffene bleibt: Zieht euch zuerst ein komplettes iCloud-Backup 1. Danach löscht ihr das iPhone (➝ Einstellungen ➝ Allgemein ➝ Zurücksetzen) und spielt das Telefon inklusive iCloud-Backup wieder auf. Sollte diese Prozedur keinen erkennbaren Erfolg haben, ist die Batterie vielleicht hinreichend beeinträchtigt, dass das iPhone zurückregelt.

Beim Status quo der Batterietechnik – die „consumable component“ – sitzt Apple im gleichen Boot wie seine Mitbewerber. Egal ob Samsung, HTC oder LG: Niemand hat bessere Akkus in seinen Telefonen, sondern lediglich Batterien, die eine höhere oder niedrigere Kapazität aufweisen.

Hier könnte Apple tatsächlich (design-technisch) eingreifen und deutlich größere Akkus verbauen. So geschehen beispielsweise im iPhone X: iPhone X (2716 mAh) vs iPhone 8 Plus (2691 mAh). Trotzdem bleibt Apples neues Telefon, nur mit Blick auf die Größe des Akkus (nicht zu verwechseln mit der Laufzeit!), deutlich hinter dem Galaxy Note 8 (3300 mAh) oder dem Googles Pixel 2 XL (3520 mAh).

Der Preis für einen größeren Akku äußert sich in Gewicht und Volumen – ein Kompromiss, bei dem man eine ganz persönliche Meinung vertreten darf. Aber ganz egal ob man gerne ein etwas gewichtigeres Telefon mit mehr Akku mag, oder ein leichteres Gerät mit weniger Laufzeit: Performance-Spitzen dürfen bei iPhone-Modelle, die aktuell noch verkauft und mit einer offiziell unterstützten iOS-Versionen benutzt werden, nicht zum spontanen Ausschalten führen (oder gedrosselt deutlich weniger benutzbar sein). In einem solchen Fall ist der Akku definitiv zu klein.

Batterien sind im Gegensatz zum Prozessor oder dem Arbeitsspeicher keine verschleißfreien Komponenten. Diese Kommunikation, sowie ein günstiges und diskussionsfreies Austauschprogramm, hatte bislang gefehlt.

Ganz unabhängig davon missfällt mir aber mein oben aufgeführter Rat: Niemand sollte sein iPhone neu aufsetzen müssen, damit es eventuell schneller läuft. Eine komplette Wiederherstellung darf eine Ausnahme sein, aber kein genereller Tipp, mit dem man sich eine bessere Performance verschafft. Im Zweifelsfall sollte Apple radikaler neue iOS-Features für alte Geräte streichen.


  1. Wer sich mit einem doppelten Sicherheitsnetz unter den Füßen wohler fühlt, zieht zusätzlich noch ein lokales iTunes-Backup. Meine erste Wahl – spezielle in puncto fehlerfreier Benutzung – ist inzwischen aber ganz eindeutig das iCloud-Backup.