„Mail to Things“: E-Mails an die ToDo-App Things schicken

Things bleibt die App für alle meine Hausarbeiten (im Leben). Things 3 (für iPhone, iPad und den Mac), das erst im letzten Mai erschien, war insbesondere rückblickend ein echter Auftaktsieg. Alles was damals versprochen wurde, klappte. Die Freude an allen drei Versionen der schnieken Aufgabenanwendung aus Stuttgart ist mir bis heute nicht vergangen.

Trotzdem hat (und kennt) Things seine Grenzen: In Gruppen zu arbeiten oder Webdienste einzubinden, geht schlicht nicht. Automatisierungen, Workflows und generell die Schnittstellen zu anderen (Web-)Apps, so wie diese Todoist meistert, gelingen nicht.

Hier greift das Update auf Version 3.3 ein: Die neue Version schenkt euch eine persönliche E-Mail-Adresse, an die man zukünftige Aufgaben schicken kann. Der Betreff wird zum Titel einer solchen Aufgabe; der restliche Text landet im dazugehörigen Notizfeld.

Natürlich verführt das dazu seinen Posteingang leerzuräumen und seine Things’ Inbox vollzuschaufeln. Richtig eingesetzt aber, und das durfte ich bereits seit einigen Wochen ausprobieren, strukturiert sich die tägliche Arbeit damit erheblich besser.

Mithilfe von IFTTT, dem von Apple übernommenen Workflow oder Zapier, öffnet Cultured Code einen kleinen Spalt die Tür zu sehr viel mehr Automatisierung. Die E-Mail-Adresse ermöglicht es beispielsweise auch von Android- oder Windows-Geräten, zwei Betriebssysteme ohne Things-App, jegliche Form von ToDos an den Aufgabenmanager zu schicken (indem man beispielsweise dieses „Create Things to-dos from Google Assistant“-Applet benutzt).

App Store: iOS-Software lässt sich vorbestellen

Apple macht den App Store für Entwickler flexibler: App-Anbieter haben nun erstmals die Möglichkeit, Vorbestellungen über Apples Software-Laden entgegenzunehmen. Sobald die App verfügbar ist, soll sie automatisch innerhalb von 24 Stunden auf den Geräten der Vorbesteller landen, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Die neue Pre-Order-Option steht neuen, bislang noch nicht im App Store erhältlichen Apps aus allen Kategorien offen – dies umfasst iOS, tvOS sowie macOS.

Leo Becker | Heise.de

Phil Schiller, der vor exakt zwei Jahren die Verantwortung für den App Store übernahm, schraubt weiter an neuen Funktionen. Zum Start der neuen „Pre-Order“-Option konnte er dafür ein fettes Aufgebot an Games zusammentrommeln. Unter anderem starten am Donnerstag: Bridge Constructor Portal (universal; 5,49 ), INSIDE (universal; Laden), Thumper (universal; 5,49 ) und das wundervolle Life is Strange (3,49 ) – die sich logischerweise schon jetzt vorbestellen lassen (US-Story).

Speziell in der Kategorie Spiele sind damit neue Marketing-Möglichkeiten für die jeweiligen Entwicklerstudios umsetzbar.

Und was haben Vorbesteller davon? Wenn ich Apples FAQ richtig verstehe, scheint eine Rabatt-Möglichkeit bereits eingebaut:

If the pre-order price was lower than the release date price, customers who pre-ordered the app will be charged the pre-order price. If the pre-order price for the app was higher than the release date price, customers who pre-ordered the app will be charged the release date price.

Unbeantwortet bleibt, ob sich dieser Discount dann auch explizit vermarkten lässt.

[24-Tage-im-Dezember] Eve Thermo – 12/24

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„Shazam Is Apple’s Echo Nest“

Shazam finally found a buyer: Apple. Ever since its affiliate sales revenue model crumbled with the onset of streaming (there’s no business in an affiliate fee on a $0.01 stream), Shazam has been trying to find a new business model. It doubled down on providing tools for TV advertisers but never got enough traction for that to be a true pivot. Shazam’s problem has always been that it was a feature rather than a product – as so many VC funded tech companies are. The fact that it sold for $400 million – just 2.8 times its total investment ($143 million) and well below its previous pre-money valuation of $1 billion, illustrates how much value has seeped out of Shazam’s business. The Apple acquisition though, is one of the few ways that Shazam’s ‘hidden’ value can be realised.

Mark Mulligan

Bereits seit iOS 8 arbeiten Siri und Shazam ganz offiziell zusammen. Wer fragt: „Hey Siri, wie heißt dieser Song?”, bekommt Suchergebnisse von dem Musik-Identifikationsdienst. Die Analyse von Audiosequenzen ist deshalb „ein Feature, kein Produkt“.

Und um den gesamten Umfang dieses Features auszuschöpfen (personalisierte Playlisten, bessere Empfehlungen, Trendprognosen, tiefe Integration in Apple Music, etc.), ohne das Apple dafür Nutzerdaten an einen Drittanbieter rausgibt, muss man diese Kompetenz ins eigene Haus holen.

Shazam pflegt inzwischen Partnerschaften (Snap Inc.), die mit Augmented-Reality-Marketing und ganz allgemein Content-Erkennung weit über ihre Kernkompetenz – die Identifizierung von Musikstücken – hinausgehen. Ich würde aber nicht ausschließen, dass Apple alleine die Musikerkennung den geschätzten Kaufpreis von 400 Millionen US-Dollar wert war.

[24-Tage-im-Dezember] iKettle 3.0 – 11/24

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[24-Tage-im-Dezember] Mujjo’s ‚Full Leather Case‘ – 10/24

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[24-Tage-im-Dezember] Mophie Wireless Ladestation – 09/24

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Fernsehen ohne Zukunft

Apple hat damit begonnen, die neue App „TV“ auf Geräten von Nutzern in Deutschland und weiteren Ländern, darunter Großbritannien und Frankreich, freizuschalten. Die neue App erscheint automatisch auf Apple TV (ab der vierten Generation) und ersetzt auf iOS-Geräten die altgediente Videos-App des Betriebssystems.

Leo Becker | „Apples TV-App startet in Deutschland

Apples TV-App landete nun auch hierzulande auf iOS und tvOS, nachdem sie bereits im letzten Jahr in den USA an den Start ging. Es ist der ehrenhafte Versuch empfehlenswerte Inhalte unterschiedlicher Streaming-Kanäle – sowie die ehemals gekauften Film-Downloads aus dem iTunes-Store – in ein elegantes Gewand zu hüllen. Allem voran ist es aber ein schicker Platzhalter für alles das was Apple derzeit noch produziert.

Der Release – so unspektakulär er ohne Teilnahme von Netflix derzeit sein mag – verdeutlicht die bevorstehende Bedeutungslosigkeit von klassischen Fernsehkanäle in den nächsten Jahren. RTL und Co. werden schlicht kein Platz mehr in unserem Entertainment-Kalender finden. SAT.1 und ProSieben – zwei Marken mit denen ich aufgewachsen bin – sind bereits heute von YouTube und Netflix verdrängt – besonders unter den jungen Generationen. Wenn Amazon, Apple und Disney bald richtig mitmischen, wird noch weniger Zeit für billiges Werbefernsehen sein.

Hinzu kommt: Im Netz halten Google und Facebook ein Duopol für Online-Werbung; Netflix eifert um direkt zahlende Abonnenten und Amazon sowie Apple verdienen ihr Geld (nicht nur sprichwörtlich) über andere Kanäle. Nicht nur inhaltlich, sondern auch betriebswirtschaftlich spricht derzeit alles gegen private Fernsehsender.

Google and Facebook are set to attract 84 per cent of global spending on digital advertising, excluding China, in 2017, according to a forecast from GroupM, the WPP-owned media buying agency, underscoring concerns that the two technology companies have become a digital duopoly.

Google and Facebook dominance forecast to rise

Und die Verschiebung in den Köpfen beginnt früh: Meine Kids sind inzwischen zweieinhalb und vier Jahre alt und ihnen ist das Konzept, dass sich TV-Shows und Filme ausschließlich zu festen Zeiten abrufen lassen, schlicht fremd. Es wird tatsächlich nicht verstanden. Für sie ist es vollkommen normal, dass alles zu jederzeit abspielt. Es klingt vielleicht banal, aber jemand der so aufwächst, kehrt zu keinem linearen TV-Programm zurück.

Und klar, jeder Privatsender hat seine Mediathek. Aber wie viel Programme will man sich dort willentlich anschauen? Wie viele dieser Shows laufen einfach nur nebenbei mit? Wie viele effektive Stunden Fernsehen produzieren TV-Sender wie RTL 2 oder Kabel 1, die es selbst mit nur durchschnittlichen Netflix- oder Hulu-Produktion aufnehmen können?

Fernsehen, so wie ich damit aufgewachsen bin, versinkt mit Ausnahme von Sportveranstaltungen und (Live-)News in der Bedeutungslosigkeit. Und es ist absehbar, dass das Nachrichtenfernsehen ins Netz abwandert (beispielsweise zu Facebook) und Sport dorthin geht wo tatsächlich Geld gezahlt wird.

Apples TV-App ist ein kleiner Ausdruck dieser fundamentalen Verschiebung, die nicht mehr aufzuhalten ist.