Zwei Smart Keyboards für zwei iPad Pros

„Das deutsche Tastaturlayout für die zwei iPad-Pro-Smart-Keyboards kommt“, verspricht Apple. Einen genauen Termin konnte man mir dafür aber am gestrigen Freitag nicht nennen – immer noch nicht.

Derzeit lassen sich die zwei Smart Keyboards für die iPad Pros – passend für 9.7” (169 Euro) und 12,9” (179 Euro) – nur mit einer US-Tastenanordnung bestellen. Dabei geht es (natürlich) nur um die aufgemalten Buchstaben; die tatsächliche Belegung der einzelnen Tasten ändert sich jeweils über die entsprechende Software-Einstellung am iPad.

Wer blind tippt, kommt daher sicherlich auch gut mit der US-Beschriftung klar. Nichtsdestotrotz: Eine entsprechende Lokalisierung für dieses erste Smart-Connector-Accessoire erwarte ich. Die Tastatur und der neue Anschluss gehören zu den kommunizierten iPad-Pro-Highlights. Stichwort: „The future of computing“.

Oder anders gefragt: Würde Apple hierzulande auch eins seiner MacBook nur mit US-Tastatur verkaufen?

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Ein klarer Vorteil vom (kleinen) Smart Keyboard ist sein geringes Gewicht. Jason Snell hat nachgewogen:

I couldn’t find any weight information about the accessories on Apple’s web site, so I weighed them all myself. The 12.9-inch Smart Keyboard weights 340g (.75 pounds); the new 9.7-inch Smart Keyboard weighs 225g (.5 pounds).

Dadurch fühlt es sich handlicher an.

Ausschlaggebend ist obendrein die geschrumpfte Größe. Das Smart Keyboard fürs 12,9” iPad Pro hat die vollständige Breite einer Tastatur, so wie man sie beispielsweise auf dem MacBook findet.

Das Smart Keyboard fürs 9,7” iPad Pro ist kürzer und hat kleinere Tasten. Trotzdem bekomme ich vergleichbar viele (fehlerfreie) Anschläge pro Minute damit hin – gezählt mit TapTyping (universal; kostenlos).

Was mich aber am allermeisten interessiert hat: Lassen sich die beiden Smart Keyboards tauschen. Funktioniert die kleine Tastatur mit dem großen iPad und kann ich das 12,9” iPad Pro ans Smart Keyboard für das 9,7” iPad Pro hängen?

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Die Antworten lauten: Ja und Ja.

Ein Bildschirm-Deckel ist das Keyboard dann (logischerweise) nicht mehr. Beide iPads empfangen jedoch über den Smart Connector die Tastaturanschläge beider Keyboards und auch in der Aufstellposition, bei der sich die Keyboard-Tasten an die iPad-Rückseite umschlagen lassen, funktioniert mit wackelfreiem Stand in beiden Kombinationen.

#FBIvsApple – über den unbefriedigenden Ausgang

The DOJ official said the government is not committing to telling Apple how it managed to crack the phone’s security protections, as Apple had requested. That means the FBI is leaving other iPhone users vulnerable to the same hack (…).

Feds drop fight with Apple over terrorist’s iPhone

Das FBI verweigert außerdem in ihrem Statement ob nützliche Informationen auf dem iPhone 5c sichergestellt wurden, was der Jailbreak/Exploit/0day gekostet hat und mit wem zusammengearbeitet wurde – alles ‚classified‘.

Damit steht nun auch offiziell fest, dass die ursprüngliche Aussage der US-Regierungsbehörde, „As a result, without any other alternative, on February 16, 2016, the government applied for […] an Order pursuant to the All Writs Act.“, eine Falschaussage war. Sie sind nicht, „as promised to explore every investigative avenue“, im Interesse der US-Bevölkerung jedem Hinweis zur Aufklärung (und zur Verhinderung neuer Anschläge) nachgegangen. In Bezug auf das iPhone 5c verlief die Kriminalarbeit eher so nach dem Motto: Erst (auf alles) schießen, dann recherchieren.

So ist es schwer optimistisch zu bleiben. Und trotzdem: Ich hoffe, dass die Richter zukünftiger Fälle kritischer rückfragen ob ein GovtOS wirklich „alternativlos“ ist (und welche desaströsen Konsequenzen entstehen wenn jedes unserer Geräte eine Hintertür hat).

Derzeit fühlt sich der Ausgang dieses Streits wie eine Wette beim Pferderennen an, bei dem das FBI seinen Wetteinsatz auf der Zielgeraden zurückzieht und sein gesetztes Geld wieder einsteckt. Kein Ergebnis, keine Konsequenzen – als ob nix passiert wäre. Läuft das jetzt jedes Mal so?

Es klingt hochtrabend, aber ein Prozess wie dieser zielt schlussendlich auf die Frage ab in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Es gibt nämlich nur Verschlüsselung oder keine Verschlüsselung – Privatsphäre oder keine Privatsphäre.

Kriminelle haben sich diese Frage bereits beantwortet: Sie verschlüsseln. Die Mathematik dafür ist freies Wissen – auf jedem (Smartphone‑)Computer einzusetzen. Wer sich auskennt, schützt seine Informationen, seine Privatsphäre und seine Kommunikation. Ein Gesetz dagegen trifft nicht diese Leute, sondern potenziell alle anderen.

Setzen wir Verschlüsselung mit Privatsphäre gleich ist diesen „anderen“, den Leute die darauf Wert legen aber ihr Betriebssystem und ihre Apps nicht selbst kompilieren, nur ein iPhone zu empfehlen.

iPhoneBlog.de_Verschluesselung_iOS_Android

Quelle: Ars Technica

Vodafone [Sponsor]

Vodafone unterstützt in dieser Woche das iPhoneBlog als Sponsor. Für Featured, ihr Online-Magazin, war ich Mitte März in Austin, im US-Bundesstaat Texas auf dem ‚South by Southwest‘-Festival.

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Meine Zeit dort habe ich in sechs Video-Reiseberichten festgehalten. Eine der populärsten Fragen zur Produktion: „Mit welchem Equipment wurde gedreht?” Hier ein paar Antworten zur Kamera-Hardware, die ich dort benutzt habe.

Für ‚Face to Facetime‘, meine Interview-Serie aus San Francisco im letzten Jahr, drehten wir alles mit iPhones. So hatte ich mir das auch fürs SXSW 2016 vorgenommen. Die Idee lebte jedoch nicht lange: Am iPhone fehlt mir ein für Festivals geeignetes Mikrofon. Auf den Aufnahmen im Menschengewimmel hätten wir sicherlich viele Stimmen gehört, aber wenig davon wären deutlich zu verstehen gewesen.

Gefilmt habe ich schlussendlich mit meiner Sony a6000-Kamera, die mit einem 24 – 70mm-Objektiv (SEL2470Z) bestückt war und in dessen Kameraschuh ein separates Aufsteckmikrofon (ECMXYST1M.CE7) seinen Platz fand. Diesen Bausatz hatte ich dauerhaft auf einem Ellenbogen langen Joby-Stativ (GorillaPod Focus) für besseren Halt, eine flexible Platzierung und mehr Abstand für die ‚Selfie‘-Position. Das sah genauso komisch aus, wie es sich anhört. Aufgefallen bin ich auf dem SXSW damit aber überhaupt nicht.

Alle Zeitraffer-, Slow-Mo-Aufnahmen und diverse kleine Videoschnipsel in meinen Beiträgen stammen (natürlich) vom iPhone. Die iOS-Apps sind so viel einfacher zu bedienen als die Systemsoftware von der Sony-Kamera.

Vielen Dank an Vodafone für die Möglichkeit live aus Texas berichten zu können und die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

Das FBI zieht zurück

”The government has now successfully accessed the data stored on terrorist Syed Rizwan Farook’s iPhone and therefore no longer requires the assistance from Apple Inc.,“ prosecutors wrote in the Monday filing, which does not explain precisely what was done.

Feds break through seized iPhone, stand down in legal battle with Apple

Nicht aufgehoben, sondern aufgeschoben also.

Ich hoffe innständig, dass auch der nächste Smartphone-Hersteller, der nächste Betriebssystem-Produzent und der nächste Messenger-Dienst das notwendige Rückgrat (und die finanziellen Mittel) zeigt, sich gegen derartig unüberlegte Schnellschüsse (oder wohl kalkulierte Übergriffe) zu wehren.

Klemmhalterung: Manfrotto TwistGrip

iPhoneBlog.de_Manfrotto

In einem US-Apple-Store habe ich mir in der vorletzten Woche eine iPhone-(Klemm‑)Halterung gekauft, anschließend darüber im Podcast geschwärmt (hier der YouTube-Link), nur um dann herauszufinden, dass der sogenannte ‚Manfrotto TwistGrip‘ nirgends im Netz hierzulande zu bestellen ist.

Bis heute.

Mein Dank gilt Frank, der mir vorhin einen Link in den deutschen Apple-Online-Store geschickt hat, unter dem sich die Universal-Halterung fürs iPhone (49,95 Euro) – und andere Smartphones – bestellen lässt.

Mehr als zwölf Minuten, die wir darüber bereits im Podcast sprachen, kann ich hier auch nicht beisteuern. Es sei lediglich noch einmal unterstrichen: 50 Euro sind eher kostspielig für ein solches Accessoire, aber die Qualität stimmt (und wer solches Zubehör regelmäßig verwendet, wird dies sehr schätzen).

„Unable to open links in Safari, Mail or Messages on iOS 9.3“

iPhoneBlog.de_Bookings_Links

Booking.com have updated their association file – it’s now only 4 KB – this hasn’t fixed the issue but should prevent new users that install from hitting the same problem. Even reinstalling the app and rebooting doesn’t fix it – the swcd (shared web credentials daemon) crashes once it’s got corrupt data in it.

Short version: there is currently no fix for this – we’re waiting on Apple to resolve. A reboot sometimes temporarily fixes the issue, and turning off JavaScript gets Google search results working again. If you haven’t got the problem – don’t install the Booking.com app (read on for more info).

Ben Collier

Streng genommen hat uns Bookings.com den Quatsch eingebrockt (Stand der Informationen heute). Der eigentliche Fehler aber, der zu diesem sehr peinlichen und ärgerlichen Zustand eines kaputten Betriebssystems führt, passierte bei Apple.

Zubehör fürs 12,9″ iPad Pro ➊

iPhoneBlog.de_iPad_Zubehoer

Apples „Lightning auf USB 3 Kamera-Adapter“ (45 Euro) ist ab sofort eine Schnittstelle für Mikrofone, Ethernet-Kabel oder (Speicherkarten‑)Lesegeräte. Jason Snell hat es bereits ausprobiert (und schon zweimal darüber geschrieben):

I was able to attach both my Blue Yeti microphone and an XLR-based microphone via the Sound Devices USBPre 2 USB mixer to my iPad Pro with no problem. Both showed up as inputs in Ferrite Recording Studio immediately. This all worked on my iPhone 6S, too—same adapter, same microphones, same result.

Apple’s Lightning to USB 3 adapter brings iPad podcasting one step closer

Als Kunde eines 12,9″ iPad Pro kann man sich außerdem einen „29W USB-C Power Adapter“ (59 Euro) sowie ein „Lightning auf USB-C Kabel“ (29 Euro) zulegen um so sein großes Tablet schneller aufzuladen. Exakte Messwerte habe ich allerdings noch nicht im Netz gefunden (und meine Bestellung kommt erst in der nächsten Woche).

Unverständlich bleibt, warum sich das 9,7″ iPad Pro mit USB 2.0 begnügt und auch nur mit zwei Gigabyte an Arbeitsspeicher auskommen muss, obwohl das große iPad Pro mit vier Gigabyte bestückt ist.

Putting a USB 2-speed Lightning port in the new 9.7-inch iPad Pro doesn’t doom it. My main reason for upgrading to one from my original iPad Air is for overall performance and the ability to use the Apple Pencil. But it does disappoint me that Apple could make a really fantastic tool for photographers by nudging it in a few directions—OS-level raw file support as in OS X, color profiles to bring the iPad into color management workflows, USB 3 speeds.

Jeff Carlson

Update ➊

Video

Fazit: Apple sollte dem 12,9″ iPad Pro einen „29W USB-C Power Adapter“ beilegen.

„Dear Tim Cook,“

I am a simple 15-year-old who has loved to doodle for as long as she can remember. I adored my first generation iPad mini, so when the iPad Pro came out I decided I could use an upgrade. […]

The iPad Pro has completely replaced both my laptop and my sketchbook. (And my canvases. And my paints. And my brushes. And my pencils. And my pens. AND good riddance!)

Zoe Olson | via Ben Thompson

Video

‚Customer-satisfaction‘, stimmt.