Marco Arment stoppt den Verkauf seines Adblockers ‚Peace‘

IPhoneBlog de Peace

Marco Arment zieht Peace aus dem App Store zurück. 12.000 bezahlte Downloads verzeichnete der Werbeblocker nach wenigen Stunden; im Anschluss daran begann jedoch erst der eigentliche Aufstieg in die Charts der umsatzstärksten Apps.

I still believe that ad blockers are necessary today, and I still think Ghostery is the best one, but I’ve learned over the last few crazy days that I don’t feel good making one and being the arbiter of what’s blocked. […]

I know pulling Peace from the store after just two days is going to be an immensely unpopular move, and subject me to a torrent of unpleasantness. But that’ll end soon enough, and that’s better than how I’d feel if I kept going.

Just doesn’t feel good

Gut für ihn; andere werden aber seinen Platz besetzen. Und seelenlose Banner sowie aufdringliche Tracking-Codes bleiben unverändert schwer vermittelbar.

YouPlayer: Erste YouTube-App mit Bild-in-Bild-Mode

IPhoneBlog de YouPlayer

YouPlayer (kostenlos; universal; App-Store-Link) ist keine besonders hübsche oder funktionsfähige Player-App für YouTube. Mit einem iPad1 kann man hier aber schon einmal die neue Bild-in-Bild-Funktion von iOS 9 für das Videoportal ausprobieren.

Ob YouTube selbst diese iOS-9-Funktion anbieten wird, bleibt abzuwarten. Mit ihrer offiziellen App unterdrückt YouTube bis heute jegliche Audiowiedergabe im Hintergrund. Damit ein YouTube-Video spielt, muss es zu sehen sein. Und da man das verkleinerte Videofenster der neuen Funktion nahezu komplett vom Bildschirm schupsen kann, schein absehbar das sich Google daran erst einmal stößt.


  1. Bild-in-Bild ist auf einem iPad Pro, iPad Air oder neuer sowie iPad mini 2 oder neuer verfügbar. 

‚Peace‘ filtert und blockt auf Basis der Ghostery-Datenbank

Peace (universal; 2.99 €; App-Store-Link) ist mein erster Inhalts-Blocker, den ich über die nächsten Tage ausprobiere. Irgendwo muss man anfangen (die Auswahl fällt erwartungsgemäß groß aus1), und Marco Arments neue App hebt sich durch ein verständliches Nutzerinterface ab. Außerdem bietet die Software eine bequeme Möglichkeit komplette Webseiten nicht zu blockieren („Unrestricted Sites“).

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Hauptmerkmal ist natürlich der (exklusive) Ghostery-Deal. Auch ich verwende die Safari-Erweiterung, die Tracker und Scripte unterdrückt, mittlerweile am Desktop. Sie genießt meinen Vertrauensvorsprung, der grundsätzlich nicht schadet, weil man die Kontrolle über das was man filtert, aus der Hand gibt. Ich finde es verdient eine deutliche Betonung, dass ein Content-Blocker eure Sicht aufs Web mitbestimmt.

After being dissatisfied with every other option, only a few weeks ago, I contacted Ghostery to see if I could license their database for Peace. I thought it was a long shot, assuming that they’d either say no, or that we’d take forever to work out a deal and miss the iOS 9 launch.

To my surprise, they loved the idea and we worked out the entire deal in about a week: I’ll make and sell the app and give them a percentage of the revenue. That’s it. The app is completely my code, using a copy of Ghostery’s tracker database hosted on my server that the app periodically checks for updates.

Introducing Peace, my privacy-focused iOS 9 ad blocker

Um überhaupt abzuschätzen was Peace leistet, aktiviere ich vorerst nicht mehrere Blocker gleichzeitig (obwohl das möglich wäre). Ich stoße mich bereits jetzt an der Entscheidung die Ads vom Werbenetzwerk ‚The Deck‘ zu blocken (die auch Arment auf Marco.org auffährt). Harmloser, eleganter und unaufdringlicher als deren Banner geht es kaum. Wenn man solche Bemühungen auf eine gemeinsame Stufe mit selbstabspielenden Videos oder der Restvermarktung über Google Adsense stellt, läuft was falsch (oder man entscheidet, dass eine Kategorie wie ‚akzeptable Ads‘ einfach nicht existiert).

Punkt 2, der mir unangenehm aufstößt, ist die prominente „Block External Fonts“-Platzierung. Es gibt Webseiten, die geben sich Mühe eine interessante Schriftart auszuwählen, die durch Aktivierung dieser Option in Peace hinfällig wird. Blockiert man diese individuellen Fonts, wird das Web langweiliger und zumindest für mich steht das in keinerlei Verhältnis zu eingesparten Ladezeiten. Vielleicht fällt es nicht jedem sofort auf wenn das iPhone eine Ersatzschrift lädt. Aber auch wer nicht alle Schrifttypen kennt, kann sie (unterbewusst) genießen.

Andererseits empfinde ich es als sehr positiv dass Peace keine Option anbietet um Webseiten komplett ohne Bilder zu laden. Ein paar Megabyte hin oder her, irgendwann nimmt man sich den Spaß beim Seitenaufruf.


  1. Voraussetzung ist ein 64Bit-Gerät – Apple will das so. Damit bleibt beispielsweise das iPhone 5c in puncto Inhalts-Blocker außen vor. 

iOS 9 im Review-Roundup

IPhoneBlog de Instapaper iOS9

iOS 9 steht ab sofort zum Download – watchOS 2 verzögert sich kurzfristig.

Ich empfehle die Reviews von Nick Heer, Brandon Chester, Rene Ritchie, Geoffrey A. Fowler, Andrew Cunningham und Federico Viticci, obwohl ich (noch lange) nicht alle bis zum Ende gelesen habe.

„Welcome to the Block Party“

IPhoneBlog de iOS9 Inhalt Blocker

Display ads on websites have only grown more aggressive in the last two years, taking up ever-expanding amounts of space, bandwidth, and attention. Interstitials that load as a separate page—or pop-ups, which load over the content and require a click to dismiss—are more popular than ever, especially on mobile; video ads that play automatically, too often with audio, have creeped onto more and more pages, which are themselves so engorged by the number and weight of ads that they take forever to load. And, to fill ad space on their sites, most publishers use third-party networks that often place tracking cookies on each user’s device in order to sop up information that can be used to serve new, more personalized ads, or to collect information that could be aggregated, repackaged, and sold to other marketing agencies. […]

The Awl’s publisher Michael Macher told me that “the percentage of the network’s revenue that is blockable by adblocking technology hovers around seventy-five to eighty-five percent.”

Casey Johnston | via Daring Fireball

Keine Frage: „There will be blood.

iOS-Entwickler sind seit letzten Freitag eingeladen ihre iOS-9-Apps – und damit auch „Inhalts-Blocker“ – dem Prüfprozess vorzulegen. Kandidaten, die mir seitdem begegnet sind, ohne dafür recherchiert zu haben: Purify, 1Blocker, Blockr, Crystal, AdsDown, Silentium, Shut Up und Adamant.

iCloud-Speicher-Preise: 50 GB für 0.99 €, 200 GB für 2.99 € und 1 TB für 9.99 €.

Eine Apple-Supportseite verrät die Euro-Preise für die (abermals) neuen iCloud-Speicher-Optionen. Von den vormals vier bezahlten Optionen (20 GB für 0.99 €, 200 GB für 3.99 €, 500 GB für 9.99 € und 1 TB für 19.99 €) bleiben zukünftig nur drei kostenpflichtige Speicherstufen übrig (50 GB für 0.99 €, 200 GB für 2.99 € und 1 TB für 9.99 €). Unverändert liegen jedem Account weiterhin (magere) 5 GB Gratis-Speicher bei.

IPhoneBlog de iCloud Speicherplatz Preise

If you purchased a monthly plan before September 16, 2015, your account was upgraded automatically. If you’re currently on an annual plan, you’ll continue to renew annually at that rate. If you select a new monthly plan, your annual plan won’t be available to you.

iCloud storage pricing | via MacRumors

Zum Vergleich: Dropbox verschenkt kostenlos 2 GB und lässt sich einen 1 TB-Account mit 9.99 € pro Monat, beziehungsweise 99 € pro Jahr, bezahlen.

Auch zukünftig gilt: Der Preis für Wolkenspeicher lässt sich zwischen verschiedenen Anbietern nur dann sinnvoll vergleichen, wenn man die Dienste berücksichtigt, die diesen nutzen. Für mich ist die iCloud-Fotomediathek, die du nur mit iCloud-Speicher nutzen kannst, Grund genug.

‚Face to Facetime‘ – zu Besuch bei Eventbrite

Episode 4 meiner kleinen Interview-Serie führt mich zur Ticketing-Plattform Eventbrite.

Ein eigenes Event habe ich über den Dienst zwar noch nicht aufgezogen (obwohl Gratis-Partys keine Gebühren kosten), aber ich war schon auf einem Dutzend Veranstaltungen – hier in Helsinki – bei der die Einladungen als digitales Ticket über Eventbrite (kostenlos; App-Store-Link) bequem in meine Passbook-App wanderten.

Hier mein Gespräch mit Elsita.

Video

Um keine der kommenden Folgen zu verpassen, schaut doch hier ins Blog von Featured, folgt @Vodafone_de oder werft einen Blick auf Facebook.

„Subscription iPhones“

IPhoneBlog de Subscription

Das ‚iPhone Upgrade Program‘ – zu Beginn nur in den USA erhältlich – ist kein einfaches Ratenzahlungsmodell, sondern Apples Bemühung einer direkten Beziehung zum iPhone-Kunden. Derzeit pflegen wir in großer Mehrheit subventionierte Verträge mit Mobilfunkanbietern. Durch eine monatliche Finanzierung des Telefons, die man gegenüber Apple entrichtet, entkoppeln sich Mobilfunkvertrag und Hardware.

Die Idee ist nicht grundlegend neu. Wer sich heute direkt bei Apple ein iPhone kauft und separat dazu einen Vertrag klickt, kann dieses Telefon – dank Preisstabilität – in einem Jahr mit geringem Verlust wieder verkaufen und anschließend zu einem aktuellen Smartphone greifen. Beim ‚iPhone Upgrade Program‘ zahlt man den (hohen) Erstanschaffungspreis in (kleinen) monatlichen Raten, gibt dieses iPhone nach 12 Monaten zurück an Apple und bekommt das nigelnagelneue Gerät. Teil des Deals ist derzeit eine AppleCare+-Versicherung, der direkte Hardware- und Software-Support von Apple sowie ein Telefon ohne Netzsperre (oder anderen eigenwilligen Einschränkungen wie Strafzahlungen für vorzeitige Vertragsverlängerungen).

Apples Vorteile liegen auf der Hand: Dein nächstes Telefon ist definitiv ein iPhone. Mit einem solchen Vertrag besteht gar nicht erst die Möglichkeit in einem Mobilfunkgeschäft über ein konkurrierendes Gerät zu stolpern. Auch das Verkaufsgespräch – welches Gerät, welche Ausstattung – fällt zurück an Apple. Nicht zu vergessen: Der Zyklus, in dem man sich ein neues Telefon zulegt, sinkt von 24 auf 12 Monate. Mit den zurückgegebenen iPhones hat man obendrein ein preiswerteres Modell für Schwellenländer.

AT&T und Co. werden so auf ihr Kerngeschäft, den Mobilfunkservice, beschränkt. Das ebnet den Weg für eine Software-SIM, die einen mühelosen Vertragswechsel ermöglicht und derzeit noch nicht überall auf Gegenliebe stößt – siehe das Apple-SIM-Experiment.

Finally, this sort of shift is a prerequisite for there to be any point to soft SIMs in smartphones. A soft SIM in a subsidized handset locked to an operator is pointless (except for the engineering benefits). But a soft SIM (presuming the MNOs support it) in a phone financed by Apple, with seamless number portability (or of course a voice and messaging app environment in which mobile numbers matter less and less) is a much more subversive thing. The operators would of course have to enable soft SIMs (it’s their code), but there’s now a long history of operators bending to the inevitable.

Benedict Evans