iPhoneBlog.de | Version 4.1

Auf das große ‚Responsive Design‘-Update folgt ein kleiner (Bugfix‑)Release. Ich versprach solche Änderungen am Blog regelmäßiger zu kommunizieren. Deshalb lasse ich auch dieses Mini-Update, das ich gestern eingespielt habe, nicht aus.

Die folgenden Neuerungen ergaben sich seit August 2014:

  • Der geplante Werbebanner-Verkauf floppte (wie ausgeführt); die ‚Sponsorship‘-Idee funktioniert erst einmal. Bislang wurden 21 von insgesamt 30 Wochen zwischen Dezember 2014 und heute gebucht. Das Feedback der Werbepartner war zu 100-Prozent positiv. Auch deshalb wurde es jetzt einmal Zeit, das ‚Sponsor-Archiv‘ und den ‚Sponsor der Woche‘-(Seitenspalten‑)Button zu stylen.
  • Apropos Geld: Der Flattr-Button pro Beitrag ist jetzt nur noch in der Einzelartikelansicht zu sehen. Das beschleunigt die Ladezeit der Hauptseite (enorm) und ist keine Stolperfalle mehr fürs Auge. Den nicht-statischen Knopf gabs nämlich nie offiziell in Retina-Auflösung. Entscheidender Grund ist jedoch das Flattr für mich finanziell nicht (mehr) funktioniert, obwohl die Idee toll ist (und ich deshalb den Service auch vorerst auf den Unterseiten eingebunden lasse).
  • …im Gegensatz dazu wurde der App.net-Button ersatzlos gestrichen.
  • Unter iOS 8 merkt sich Safari bei Bildschirmdrehungen die Leseposition. Zuvor sind wir im Webseiten-Code quasi durch Feuerreifen gesprungen, damit der Absatz, den ihr gerade lest, bei einer Änderung der Bildschirmausrichtung nicht verrutscht. Dieser Code ist jetzt auskommentiert.
  • Apropos Querformat: Damit es auf dem iPhone im Breitbildformat übersichtlich bleibt, verkleinern wir in dieser Ansicht alle Bilder und Screenshots. Damit die Fotos nicht ohne Halt im weißen Raum hängen, füllt Color Thief diesen Bildschirmplatz mit der im Foto dominierenden Farbe in seiner Breite auf. Aktuelle Änderung: Diese Farbergänzungen bluten jetzt. Technisch gesprochen schnappen wir uns vier Hauptfarben und erstellen vier radielle Verläufe, die aus der Bildmitte nach außen verlaufen.
  • Das Plugin SearchWP flog, weil es technisch wiederholt aussetzte. Ich vertraue jetzt wieder der integrierten WordPress-Suche. Die verbleibenden Plugins lassen sich damit erneut an einer Hand abzählen: Akismet, Disqus, Flattr, Jetpack und WP Super Cache.
  • Apropos integrierte Features: WordPress kann von Haus aus Beiträge auf der Hauptseite abkürzen und einen „Weiterlesen“-Knopf einbinden. Bei extrem langen Artikeln – so wie diesem hier, bietet sich ein solcher Anreißer-Text an. Auf dem iPhoneBlog.de ging das bislang nicht; nun schon. Ich plane diese Auszüge (Excerpt) aber nur in wirklich ausgewählten Fällen einzusetzen.
IPhoneBlog de iPhoneblog 4 1

Mein Dank gilt wie bisher auch den Kollegen Philip und Gerrit, die sich all das hier mit mir ausdenken und dann technisch (alleine) auf die Beine stellen (müssen).

Apple zündet die zweite Apple-Watch-Verkaufsphase

Jeff Williams – Tim Cooks ‚Tim Cook‘ – nannte die Apple-Watch-Nachfrage1 (vor drei Wochen) „fantastic“ – und bezog sich damit auf die Kundenzufriedenheit (obwohl Mossbergs Frage natürlich darauf abzielte zu erfahren wie viele Uhren Apple bislang verkauft hat).

Ich traue derzeit keiner Prognose – insbesondere das Zahlenraten von Slice Intelligence erscheint fragwürdig. Ihre Erhebungen sind auf die USA beschränkt und basieren auf einer automatischen E-Mail-Analyse, zu denen sich Kunden anmelden.

Slice, letztes Jahr vom japanischen Online-Händler Rakuten übernommen, bietet eine kostenlose Tracking-App für iOS und Android zum Download, die Sendungsnummern aus dem Posteingang fischt. Dazu räumt man der Anwendung kompletten Zugriff aufs persönliche Postfach ein (oder kopiert per Hand die Tracking-Nummer). Ich stelle infrage, dass der (technikaffine) Early Adopter freiwillig seinen Posteingang scannen lässt.

IPhoneBlog de Apple Store Verkauf

Apple tut sich im Moment selbst einen Gefallen keine konkreten Zahlen zu nennen. Es fehlt eine Vergleichsgröße; es fehlt ein vergleichbares Produkt.

Seit letzter Woche, 54 Tage nachdem die Uhr ausschließlich übers Netz zu bestellen war, kann man seinen Kauf auch in den Apple Stores der Länder Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Japan, UK und den USA vollziehen – insofern man online vorbestellt hat.

Das ist eine zweite Ausbaustufe bevor sich Apple Watch direkt und ohne Reservierung in einem Apple-Store-Ladengeschäft erwerben lässt.

Am Ende dieser Woche startet Apples Uhr offiziell in mehr Ländern.


  1. …in einem Interview, das man ansonsten auslassen kann… 

Eddy Cue: „We hear you @taylorswift13“

IPhoneBlog de Eddy Cue

Taylor Swift schrieb gestern den wohl teuersten Tumblr-Post (aller Zeiten?), der Apple dabei hilft, eine zuvor ausgehandelte Vertragsklausel mit ein paar Millionen US-Dollar (an einem Sonntagabend über Twitter!) von seinem PR-Fiasko zu befreien.

Cue says that Swift’s letter, coupled with complaints from indie labels and artists, did indeed prompt the change. He said he discussed the about-face with Apple CEO Tim Cook today. “It’s something we worked on together. Ultimately we both wanted to make the change.”

Cue says Apple will pay rights holders for the entire three months of the trial period. It can’t be at the same rate that Apple is paying them after free users become subscribers, since Apple is paying out a percentage of revenues once subscribers start paying. Instead, he says, Apple will pay rights holders on a per-stream basis, which he won’t disclose.

Peter Kafka | „Apple Says It Will Pay Taylor Swift For Free Streams, After All

1-2-3 Tanken [Sponsor]

1-2-3 Tanken (App-Store-Link) ist ab heute mein ‚Sponsor der Woche‘.

1 2 3 Tanken Blogpost Image

Um einmal meinen Dad zu zitieren, der berufsbedingt täglich mit dem Auto unterwegs ist: „Die besten 3 Euro, die ich bislang für eine App ausgegeben habe.“

Er unterschlägt: Der Download aus dem App Store ist kostenlos und zeigt bereits in der Basisversion alle Tankstellen- und Preisdaten der Umgebung an. Wer jedoch regelmäßig Auto fährt, denkt nicht lange darüber nach auch das Widget für die Mitteilungszentrale, die interaktiven Preisstatistiken sowie den Preisalarm auf der Apple Watch freizuschalten.

1-2-3 Tanken macht keine Kompromisse für andere Plattformen: Es ist seit 2013 eine 100-prozentige iOS-App, die sich stets weiterentwickelt. Natürlich haben bereits die Arbeiten für alle Neuerungen von iOS 9 und watch OS 2 begonnen.

Das Team aus der Nähe von Heidelberg hat ausschließlich gute Erfahrungen mit Nutzer-Feedback gesammelt und freut sich auch weiterhin über Vorschläge und Meinungen. Mir gefällt, dass sorgsam ausgesucht wird welche Features die App besser machen und gleichzeitig die Bedienung einfach halten. Ich kenne keine übersichtlichere Benzinpreis-App.

Vielen Dank an 1-2-3 Tanken für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

Apple: Das erste iPad mini hat ausgedient

IPhoneBlog de iPad mini

The original iPad mini has quietly disappeared from Apple’s web site, and is no longer available to purchase new from the Apple Store. […] Apple’s discontinuation of the iPad mini leaves the remaining iPads as a completely 64-bit family, all using either A7 or A8X processors rather than the iPad mini’s aging A5.

Jeremy Horwitz | 9to5Mac

Es ist nicht nur der vollständige Retina-Umstieg im iOS-Line-up: Wenn im Herbst noch das iPhone 5c aus dem Programm rutscht, bietet Apple kein iPad und kein iPhone mehr an, das nicht mindestens einen A7-Prozessor und eine 64-Bit-Architektur mitbringt.

Mit einem solchen Durchsatz, das ist ‚Apple at its best‘.

„XARA, deconstructed“ ➊

IPhoneBlog de XARA

Sicherheitsforscher demonstrierten in dieser Woche vier Schwachstellen für Mac OS, eine davon gilt speziell für iOS. Sie betrifft die Datenkommunikation zwischen Apps, die dafür URL-Schemes verwenden.

Nick Arnott verfasste eine verständliche Übersicht:

Unfortunately, despite the fact that this sort of URL scheme hijacking behavior is well-known, there are still many developers that use URL schemes to pass sensitive data between apps. For instance, apps that handle sign-in through a third-party service may pass oauth or other sensitive tokens between apps using URL schemes; two examples mentioned by the researchers are Wunderlist on OS X authenticating with Google and Pinterest on iOS authenticating with Facebook. If a malicious app registers for a URL scheme being used for the above purposes, then it may be able to intercept, use, and transmit that sensitive data to an attacker.

XARA, deconstructed: An in-depth look at OS X and iOS cross-app resource attacks

Jeffrey Goldberg beschreibt aus Sicht von 1Password die Problematik, die nicht nur einen Bugfix-Release benötigt, sondern auch dazu zwingt über die zugrundeliegende Architektur nachzudenken.

As always be careful about what software you run and install on your system. […] Now Xing and his team point out that this isn’t a guaranteed way to prevent malware being installed. They were able to get a malicious app approved by the Mac App Store review process. However, I think it is reasonable to assume that now that Apple reviewers know what to look for, it will be much harder for that specific kind of malware to get through.

1Password inter-process communication: a discussion

Für die Verwendung von URL-Schemata unter iOS sucht Apple bereits nach Alternativen, wie Greg Pierce in Bezug auf entsprechende WWDC-Sessions festhielt.

Apple has been adding more secure and reliable ways to do many (but not all) of the things possible with URLs (Extensions, App Links, etc.). Long term these are important changes because it is true that there are implications to the uncontrolled use of URLs that may be exploited.

Quick Take on iOS 9 URL Scheme Changes

Update ➊

Editorial 1.2 (+ Video)

Editorial (universal; App-Store-Link) kostet noch bis Montag 6.99 Euro, danach wird es 3 Euro teurer. Wer in Markdown schreibt, hat die iOS-App gewiss schon ausprobiert.

Für alle, die dazu bislang nicht kamen, finden hier einen knappen Ersteindruck der Textverarbeitung im (hoffentlich hilfreichen) Videoformat1.

(Vimeo)


  1. Alle meine Videos finden sich über die Suche hier im Blog, YouTube, Vimeo oder im Podcast-Feed (iTunes-Link). 

Neonlicht-Stimmung: Transistor

Ihr seid müde, könnt aber nicht schlafen. Ihr habt Appetit, seid aber nicht hungrig. Ihr habt keine Kraft, geht aber Tanzen. So fühlt sich Transistor (9.99 €; universal; App-Store-Link) an. Betäubend und berauschend; unbefriedigend und mitreißend.

Supergiant Games programmierte nach Bastion (4.99 €; universal; App-Store-Link), ein auch aus heutiger Sicht noch schlicht fantastisches Erlebnis, abermals Endzeitstimmung, die ohne Wenn und Aber der Musik und seinem Erzähler folgt. Erneut ist es Logan Cunningham, der seine rauen Stimmbänder als Sprecher aus dem Off schwingt. Ich könnte dem Mann stundenlang zuhören.

Auch beim Soundtrack setzt das Indie-Studio mit Darren Korb auf die All-Star-Besetzung. Sein Album (8.99 €; iTunes-Link) ist so stimmig, dass man fragt sich: „Was war zuerst da: das Spiel oder der Soundtrack?“

Video

Der Streifzug von Red – unserer Heldin, die Transistor, das überdimensionale Schwert hinter sich herschleift, kämpft sowohl rundenbasiert wie auch in Echtzeit. Den gesichtslosen Killer-Robotern begegnet ihr entweder in klassischer ‚Hack and Slay‘-Manier oder plant einen Angriff strategisch im Detail. Dafür drückt ihr auf dem MFi-Controller die Taste R1 und koordiniert bei pausiertem Spielgeschehen die nächste Attacke1 – bestmöglich so, dass ihr mehrere Gegner in der Arena gleichzeitig trefft.

Man kann zwar auch aktiv laufen, ausweichen und zuschlagen, aber erst wenn man das Spiel pausiert und seine Angriffe sowie Bewegungen mehrere Schritte im Voraus plant, entfalten die Gefechte ihre taktischen Reize: Es fühlt sich an wie Schach auf Speed, wenn man seine Züge vom hinterhältigen Hieb über den alles durchdringenden Strahl bis zur weit fächernden Bombe erst in das Raster speichert und dann vom Stapel lässt – es gleißt, es funkt, es geht ratzfatz und sieht klasse aus.

Jörg Luibl | 4Players

Aber:

Wenn ich die Spielmechaniken von Transistor beschreibe, dann fühlt sich das an, als würde ich mit meinen Eltern über die Feinheiten von Hearthstone-Deckbau sprechen. Nach einem mehrere Stunden dauernden Lernprozess wird die überfrachtete Function-Funktion komplex, taktisch und herausfordernd, der Weg dahin ist aber so verwirrend, dass es schwer zu glauben ist, dasselbe Team hätte das klare und elegante Kampfsystem in Bastion gestaltet.

Dennis Kogel | Superlevel

IPhoneBlog de Transistor

Transistor spielt sich wie ein Fiebertraum: streckenweise wirr, oft euphorisch. Die Waffen-Upgrades habe ich bis zum Schluss nicht verstanden; die Geschichte hält sich insbesondere am Anfang fast ein wenig arrogant zurück. „Denkt euch das mal selbst zusammen“, lautet wohl der pädagogische Ansatz.

Gleichzeitig will man sich vor dem handgezeichneten Neon-flair, den Unschärfefiltern, dem Sprecher und der Musik verbeugen. Für mich ist Transistor die allgemeingültige Definition von hübsch. Deshalb will ich es spielen und deshalb gestehe ihm dabei Unzulänglichkeiten zu.


  1. In hektischen Situationen ist die Touch-Steuerung schwieriger, bleibt aber immer präzise. Transistor lässt sich sowohl mit als auch ohne Controller genießen.