Die Stiftung Warentest und ich sindnichtimmer einer Meinung. Ihre Kompetenz aber, den Reparatur-Service von „sechs Handyherstellern“ bei Geräten mit „gesplittertem Display und kaputter Kopfhörerbuchse“ zu testen, ziehe ich in keiner Weise in Zweifel.
Hersteller Apple regulierte den Schaden am besten: Der Testsieger tauschte das ramponierte Smartphone gegen ein intaktes vom selben Typ aus – auch der Service war gut. Allerdings hat Apple wie drei weitere Anbieter deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Andere Hersteller leisteten sich selbst bei der Reparatur Schnitzer. Sony erledigte nur die Hälfte, LG löschte alle persönlichen Daten, bei Samsung lief es mittelprächtig, Huawei reparierte tadellos, brauchte aber ewig.
Today, Instagram announced an app called Layout from Instagram. It’s described as “a new app that lets you easily combine multiple photos into a single image.” In 2012, I released an Apple Editors’ Choice app called Layout that lets you combine multiple photos into a single image. It was even named an App Store Best of 2012 app. Is it just me, or does it seem insincere for Instagram to release a similar app with the exact same name only differentiated by the inclusion of their company name? Do you think they’d be okay with me releasing an app called “Instagram from Juicy Bits?” Neither do I.
Ist Layout ein verdammt guter Name für eine App? Yep. Ist Facebooks „Layout from Instagram“ eine hübsche Software (kostenlos; App-Store-Link)? Definitiv. Sollten generische Namen für App-Store-Apps erweitert werden dürfen? Ich finde ja. Fühlt es sich unsensibel an den Produktnamen eines direkten Mitbewerbers – einem Indie-Entwickler, der nicht annähernd auf Augenhöhe steht, für sich zu übernehmen? Ja.
Von Apple empfohlen und trotzdem nicht weichgespült: Becoming Steve Jobs (13.99Euro; iBooks / Amazon) scheint die bessere Biografie — findet selbst Steven Levy.
Because Becoming Steve Jobs has such a wealth of detail about its subject, summing it up in a sentence would do it injustice. The authors themselves explain that Jobs’s life can’t be neatly packaged like a Pixar movie script, instead saying it was “inspiring, confounding and unabashedly human.” But if I were forced to offer a précis in the space of a tweet, I would quote a line from Schlender and Tetzeli, about Jobs:
Für 250Euro bekommt man bereits viele drahtlose Kopfhörer. Konkurrenz ist das größte Problem der Soho Wireless von Harman/Kardon (Affiliate-Link).
Zwei Features stechen heraus:
Die schlanke Bauweise ist famos. Ein kompakteres On-Ear-Gehäuse, das obendrein einen vernünftigen 30mm-Treiber mit einer Nuance zu viel Bass beheimatet, hatte ich bislang noch nicht auf den Ohren. Selten war die oft gewählte Beschreibung Ohrwärmer unpassender. Unter dem schicken Lederbezug schwitzt man nicht; er ist so leicht, dass man ihn oft nicht einmal richtig auf den Ohren spürt. Hinzu kommt die wertige Edelstahl-Rahmung, die dank cleverer Falttechnik einen wirklich minimalen ‚Footprint‘ erzeugt.
Die Akkulaufzeit ist grandios. Mit Bluetooth (v3.0) und automatischer Abschaltung höre ich täglich, komme bei meinem Konsum von zirka 2 Stunden pro Tag aber immer durch eine ganze Arbeitswoche (von Montag bis Freitag). Damit ist es fast überflüssig, dass der Akkustand des Kopfhörers bei bestehender Verbindung in der iOS-Menüzeile dauerhaft abzulesen ist.
Meine zwei Mängel:
Das Touchpad, das an der rechten Ohrmuschel die Lautstärke verstellt oder Podcast-Werbung überspringt, funktioniert nur wenn man sich auf die entsprechende Fingergeste konzentriert. Wenn man sich die Zeit nimmt ganz behutsam in waagerechter Richtung von hinten nach vorne zu streichen, springt das iPhone zum nächsten Song. Zwischen Tür und Angel, immer dann wenn man versucht aus der Bewegung heraus solche Streichgesten an den Kopfhörer zu übermitteln, klappen diese nicht. Insbesondere der Tap um die Wiedergabe zu pausieren, trieb mich bereits das eine oder andere Mal in den Wahnsinn. Positiv: Mit einer Ein-Finger-Kreisbewegung lässt sich das berührungsempfindliche Steuerungselement verriegeln. So verhindert man unbeabsichtigte Eingaben.
Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth: Die Bluetooth-Verbindung hier – übrigens mit guter Reichweite, gehört zur stabilen Sorte. Die Soho verbinden sich in jedem Anlauf mit dem iPhone und klinken sich dann auch nicht mehr aus. Der Kopfhörer bootet mit einem Startton und findet in beachtlicher Geschwindigkeit seinen Geräuschgeber. Meine Kritik betrifft die Latenz – YouTube und Games sind mit den Soho Wireless schwierig zu konsumieren – manchmal passt das Bild zum Ton, oft aber nicht. Außer, ja außer man verwendet die beigelegte Klinkenkabelverbindung (mit der der Kopfhörer dann auch keinen Strom verbraucht).
Ich drücke mich in meinen kurzen Kopfhörer-Vorstellungen gewöhnlich um Aussagen über die Soundqualität. Das ist auch diesmal so…mit der Ausnahme, dass ich die leichte Basslastigkeit als sehr angenehm empfinde. Podcast-Stimmen klingen trotz Wumps glasklar. Insgesamt traut man diesen zwei lederbezogenen On-Ear-Satelliten keinen derartig satten Klang zu.
Wie einleitend betont ist die große Auswahl an Mitbewerbern im Preisrahmen bis 250Euro das größte Problem der drahtlosen Kopfhörer von Harman/Kardon. Mit der Verarbeitungsqualität, Optik, Falttechnik für den Transport und seiner Miniatur-Bauweise steht der Soho Wireless, den es in den Farben Weiß, Schwarz und Braun gibt, aber zurecht selbstsicher im Konkurrentenfeld.
Die Generation Smartpen läuft (sich) aus. Während in den letzten Jahren Hybrid-Stifte, mit denen man auf Papier schreibt aber seine Aufzeichnungen digital archiviert, praxisnahe Gadgets waren, verabschiedet sich das Konzept langsam. Livescribe Inc. ist eine der letzten bekannten Firmen für diese Technik. Der Smartpen in Version 3 könnte eines der letzten ihrer Modelle sein, die noch eine breite Zielgruppe fanden.
Zwei Gründe:
(OCR-)Scanner-Software im iPhone ist gut, fast sehr gut. Die rückseitige Kamera fotografiert aufgeschriebenen Text absolut leserlich und arbeitet pfeilschnell. Es dauert keine Minute, in der Apps wie PDFpen Scan+ (6.99€; universal; App-Store-Link) oder Scanbot (kostenlos; universal; App-Store-Link) fünf DIN-A4-Seiten erfasst haben.
Die Technik sitzt mittlerweile im Bildschirm. Microsoft kaufte für sein Surface 3 druckempfindliche Displaytechnik, die nicht nur zum Zeichnen, sondern auch für Notizen in Handschrift ideal ist. Das iPad Air 2 ist noch nicht soweit. Ein mögliches iPad Pro mit Force-Touch-Technik liegt aber auf der Hand.
Im Moment bedient der Livescribe 3 Smartpen (zirka 140Euro; Affiliate-Link) noch eine aktive Nutzerschaft. Das ist in erster Linie seinem Kurswandel geschuldet: Gegenüber dem Echo oder dem Livescribe WiFi, seinen Vorgängern, wurde die Software radikal vereinfacht. Bluetooth ersetzt WiFi; als Mikrofon wird das iPhone verwendet, der Bildschirm am Stift wurde gestrichen, genau wie die komplizierte Desktop-Software1. Ich hatte beide Stifte vor Jahren in Verwendung und mochte sie aus den genannten Gründen nicht. Die stark vereinfachte Herangehensweise, so wie sie der Livescribe 3 jetzt präsentiert, hat Reiz (weshalb ich mir den aktuellen Stift, der bereits im November 2013 erschien, in den letzten Wochen noch einmal intensiv angeschaut habe).
Der Griffel besitzt in seiner Mitte einen strukturierten Ring. Dreht man daran, fährt die Kugelschreibermine aus und die drahtlose Bluetooth-Verbindung zum iPhone/iPad wird aktiviert. Jede Notiz, jede Grafik, die ab jetzt das spezielle Livescribe-Punktpapier erreicht, wandert nahezu in Echtzeit aufs Telefon/Tablet. Sollte kein iOS-Gerät verbunden sein, speichert der Stift die Texteingaben zwischen und überspielt sie bei der nächsten Verbindung.
Alle Niederschriften und Audiomitschnitte – ‚Pencasts‘ genannt, landen in der übersichtlichen Livescribe-Software (kostenlos; universal; App-Store-Link). Von dort schickt man seine Aufzeichnungen zu Evernote oder Microsofts OneNote.
Den Stift selbst empfand ich als rutschig, eher klobig in der Handhabung und in seinem Plastik-Mantel als nicht sehr hochwertig. Wer Wert darauf legt Notizen per Hand zu verfassen, legt vielleicht auch Wert auf einen guten Stift. Ich halte genau das für kein theoretisches Problem.
Nichtsdestotrotz: Der Livescribe 3 tut was er verspricht. In allen meinen Tests übertrug er die niedergeschriebenen Notizen lückenlos – auch nachträglich. Obendrein orientiert er sich ‚nach vorne‘; in Richtung einer Technik, die ihn über kurz oder lang ersetzt. Das ist ihm hoch anzurechnen. Und trotzdem glaube ich, dass der Livescribe Smartpen 3 ein Problem lösen möchte, das ich und viele andere bereits heute nicht mehr haben.
Dieses (positive) Video-Review demonstriert die Funktionen anschaulich. ↩
„Starting at $69“ ist bei nur einem einzigen Modell, das keine Konfiguration zulässt, eine lustige Wortwahl.
Sources say Apple’s new Apple TV is a significant overhaul of the device, one intended to undergird Apple’s vision of what the TV viewing experience should be, and to raise the table stakes in a set-top box market cluttered with barely differentiated devices from Amazon, Roku, and others. If I’m understanding the company’s strategy correctly, the new Apple TV isn’t just a play for a stake of the streaming TV market, but for the mythical digital living room. Think TV, music, apps and a little bit of home automation as well.
John Paczkowski, ehemals Re/code, hat bekanntlich verlässliche Informanten. Die spannendste Info seiner Meldung ist der Zeitrahmen. Einen neuen Apple TV kündigt man nur während einer Entwicklerkonferenz an, wenn man dafür dann auch entwicklen kann.
Diese Art von Mainstream-Medienbericht (Video) verrät immer so…wenig1, und ist gleichzeitig so effektiv. Die Seriosität, mit der Apple die Uhr als Fitnessgerät positioniert, ist jedenfalls unterstrichen.
Bis zum Release von Apple Watch in neun Märken, die zirka 400 Millionen iPhone-Kunden umfassen, hat Apple noch vier Wochen Zeit seine ganze Presse-Finesse auszuspielen.
Der ‚Good Morning America‘-Beitrag ist ein Teaser für einen längeren Nightline-Beitrag, der in ein paar Stunden ausgestrahlt wird. ↩
Im Dezember 2013 trafen sich Jeff Williams, Bud Tribble und Michael O’Reilly mit hohen Vertretern des US-Gesundheitsministeriums. Nick Bilton und Brian X. Chen lagen mit ihrem damaligen Bericht für die New York Times fast richtig: Zentrales Gesprächsthema der Zusammenkunft dürfte jedoch nicht die „iWatch“ gewesen sein, sondern ResearchKit.
Daniela Hernandez ergänzt die Timeline der Entstehung des Apple Projekts und konzentriert sich unter anderem auf den Open-Source-Aspekt:
Given Apple’s historical approach to data-hoarding—and the way it has traditionally refused to open-source its code—its willingness to partner with an open-source advocate like Friend is a surprise. But Apple may not have had much of a choice. Given the upcoming release of the Watch, “there is probably some interest in Apple in leveraging that new [wearables] market…to attract more people to the iPhone platform,” said Bernard Munos, the founder of the Innothink Center for Research in Biomedical Innovation. “They could also invite entrepreneurs to make clever plug-in devices.” If people are hungry to track and share their symptoms, they’ll likely flock to the platform that gives them the best tools to do that. Other tech companies like Google and Microsoft are likely working on a similar projects, but now that Apple has beat them to the punch, they’ll have to play catch-up: Whatever they come up with will be measured against ResearchKit, especially when it comes to privacy.
ResearchKit dreht sich nicht alleine um die Frage von Privatsphäre und Datenschutzbedenken. Die Sammlung von medizinischen Daten, in einem Umfang wie sie Apple in der Lage ist zu erheben, führt sehr schnell zu Fragen von Monopolstellungen und Gatekeeper-Positionen.
Niemand will seine Gesundheitsdaten einschließen oder riesige Firmen in Kopie setzen. Obwohl Apples Entscheidung für den Open-Source-Ansatz der absolut richtige ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie ResearchKit ohne ihn funktionieren könnte. Google Health probierte zwischen 2008 und 2012 etwas vergleichbares, scheiterte aber weil niemand seine Akte bei dem Unternehmen führen wollte.