Wichtiges Bugfix-Update: iOS 8.1.1

iOS 8.1.1 klingt kleiner, als es tatsächlich ist.

iOS 8.1.1 klingt kleiner, als es tatsächlich ist.

„Android 5.0 Lollipop, thoroughly reviewed“
„Design is how it works“ – Googles Änderungen an Android erscheinen mir als Zäsur, wie sie auch Apple mit iOS 7 wagte. Ich habe am Freitag das ‚Factory Image‘ auf mein Nexus 7 [2013] gespielt und bereits jetzt schaut KitKat, die Vorgängerversion, überholt aus.
Ein Gefühl für den frischen Look kann man sich als iPhone-Nutzer im kürzlich überarbeiteten Google Maps (kostenlos; universal; App-Store-Link) holen.
„iPhone, Galaxy S5, Nexus 5, and Fire Phone fall like dominoes at Pwn2Own“
425.000 US-Dollar als Preisgeld klingt anständig, steht aber in keinem Vergleich mit den Prämien für einen Zero-Day-Exploit auf dem Schwarzmarkt. Viel mehr Firmen – inklusive Apple – sollten (finanziell) Ansporn für die Talente dieser jungen White-Hats leisten.
Good Technology betreut weltweit zirka 6000 Unternehmen. Nennt mich altmodisch, aber ich finde jeder Artikel, der Bezug auf eine Statistik wie diese nimmt, sollte die Grundgesamtheit, die Größe der untersuchten Einheiten, gleich am Anfang erwähnen.
„Apple A8X’s GPU – GXA6850, Even Better Than I Thought“
Daraus hätte ich einen eigenen Artikel gemacht, wenn ich mehr als nur ein Drittel der Recherche verstehen würde.
„One Star Reviews Flood ‚Monument Valley‘ Following Paid Expansion Release“
In meiner Twitter-Timeline beschwerte sich in dieser Woche ein Entwickler über eine 1-Stern-Bewertung für seine Wander-App, weil der ‚Tester‘ während seines Spaziergangs von einer Biene gestochen wurde. Mehr Sinnbild geht nicht.
Was ich sagen will: Nicht die Meinungsäußerung der Kunden ist ein Problem, sondern dessen elitäre Platzierung im App Store. Insbesondere die Sternchen-Bewertung verfälscht die Balance – nicht nur bei Monument Valley und nicht nur zum negativen.

Wenn Apple Pay es nach lediglich drei Wochen in den USA schafft die Hälfte aller ‚Tap-to-Pay‘-Bezahlungen in 14.000 McDonald’s-Restaurants zu übernehmen, die Transaktionen per digitalem Portemonnaie bei der Drogeriekette Walgreens zu verdoppeln und sich bereits für ein ganzes Prozent aller Umsätze des Lebensmittelhändlers Whole Foods verantwortlich zeigt, enttarnt dies allem voran wie ungenutzt das Bargeld- und Kreditkartenlose Bezahlen dort bislang war (bevor man Apple Pay einen Traumstart zuschreibt).
Mobile payments have quickly been growing more popular, but over all, spending with a smartphone is low. The research firm Gartner estimated that worldwide, people spent $235.4 billion through mobile payments in 2013, compared with $163.1 billion in 2012. But that number is much smaller in North America, where consumers spent about $37 billion through mobile transactions in 2013, up from $24 billion the previous year.
Mike Isaac + Brian X. Chen | „Apple Pay Gives Glimpse of Mainstream Appeal for Mobile Payments“
Und trotzdem glaube ich, dass es für Apple Pay hätte kaum besser laufen können. Die dokumentierte Anzahl von Problemen ist statistisch unbedeutend, die erste Million an iPhone-6-Nutzern wurde nach nur 72 Stunden gefunden und die Summe der teilnehmenden Kreditinstitute und Einzelhändler, die nach dem Start Interesse bekundeten, liegt bei 5001. Hinzu kommt ein Mitbewerber, der die Stärken von Apple Pay, ein System das gänzlich den Kunden in seinen Mittelpunkt stellt, durch seine Philosophie (Nutzerdaten abziehen) und komplizierte Umsetzung (QR-Codes abfotografieren) schlicht fremdbewirbt.
Die kritische Masse von Angebot und Nachfrage, um Apple Pay überhaupt ins Rollen zu bringen, scheint bereits erreicht.

Lange hat es gedauert, nun ist sie da: die iPad-Anpassung meiner derzeitig bevorzugten iOS-Fotobearbeitung. Drei Fakten zu VSCO Cam in Version 4.0 (kostenlos; universal; App-Store-Link) halte ich für besonders hervorzuheben.

Space Age (3.59 €; universal; App-Store-Link), eine Gemeinschaftsproduktion von Matt Comi, Neven Mrgan und Cable Sasser, entstand über die letzten vier Jahre (Video). Es ist eine Hommage an die alten LucasArts adventure games: brilliant geschrieben, mit Rätseln, die ein Lächeln aufs Gesicht zaubern (insbesondere dann wenn man sie löst). Allzu schwer ist das für Genre-Freunde1 zwar nicht, aber die ausgewogene Kombination aus Kopfnüssen und Fingerfertigkeit passt so wunderbar auf den Touch-Bildschirm von iPhone und iPad.
Space Age ist nach ‚The Incident‘ der zweite iOS-Indie-Titel der Big-Bucket-Bande, und mir fällt es schwer zu glauben, das ihr damaliger App-Store-Hit bereits so lange zurückliegt. Im Weltraumabenteuer schlüpft ihr unter die Astronauten-Glocke eines jungen Kosmonauten, der im Jahr 1976 einen mit Aliens bevölkerten Planeten erkundet. Space Age startete ursprünglich in der Spiele-Kategorie von Command & Conquer und so verwundert es nicht, dass ein Schleier aus pechschwarzem Nebel den Planeten überzieht, den ihr erst durch eure ‚Point-and-Touch‘-Erkundung freilegt.
Unter diesem Nebel verbirgt sich eine bunte Pixelpracht, die nicht nur meine Generation aus NES-Spielern begeistert, sondern mit seiner zeitlosen Optik, die vom (englischen) Sprachwitz getragene Geschichte in den Fokus rückt. Es ist der subtile Humor, die treffenden Popkultur-Anspielungen und Cable Sassers hervorragender Soundtrack (8.99 €; iTunes-Link), der den Pixel-Köpfen Leben einhaucht und euch das in mundfertige Episoden gestückelte Abenteuer nicht beiseite legen lässt.
„Ernsthaft, Alex? Du musstest weiterspielen?“
Sagen wir es so: Ich verbrachte heute einen halben Tag im Flugzeug und rüstete mich dafür mit einer Handvoll E-Books und zwei Staffeln der TV-Serie Homeland. Und? Wie viele Bücher habe ich davon gelesen; wie viele Fernsehepisoden wurden geschaut? Richtig! Ich habe einzig und alleine Space Age (durch‑)gespielt.

Monument Valley (3.59 €; universal; App-Store-Link), das ich wie wahrscheinlich die meisten der 1.4 Millionen Spieler_innen ganz wundervoll fand, erhielt soeben ein Bündel neuer Level.
‚Forgotten Shores‘ kostet als In-App-Kauf 1.79 €; ich habe das Zusatzpack auch noch nicht gespielt und bin ebenso gespannt darauf (Video).


Studio Neat is in a unique position. We are not just app developers, we also sell physical products. Products that are meant to work with the apps in a way that enhances both, as is the case with the Glif and Slow Fast Slow or Frameographer. What if we make apps that are free with „ads“, but the ad is simply for our other products? You know, the products that actually make money?
It was an intriguing enough idea that we decided to try it, first with Slow Fast Slow. As of today, you can download Slow Fast Slow for free.
Slow Fast Slow (kostenlos; App-Store-Link) be- und entschleunigt Videos über mehrere In- und Out-Points – besonders beeindruckend bei Zeitlupenaufnahmen mit 240 fps. Der Export brennt den Videoeffekt in die Datei, so dass ihn beispielsweise Instagram versteht oder der bearbeitete Film auch am Desktop mit VLC angeschaut werden kann.
‚Masque attack‘ braucht keine Panik, aber Aufklärung – ähnlich wie WireLurker. Auch hier gelten die zwei Grundsätze: Installiere keine iOS-Apps außerhalb vom App Store und reiße das iPhone- und iPad-Sicherheitsnetz nicht durch einen Jailbreak ein.
Einfallstor ist erneut das Enterprise-Zertifikat, das sich über einen sogenannten ‚Bundle-Identifier‘ als eine bereits installierte Anwendung maskiert. Eine solche ID wird pro App grundsätzlich nur einmal vergeben. Über die erweiterten Berechtigungen von einem Enterprise Zertifikat und dem fehlenden Apple-Prüfprozess kann ein Angreifer jedoch diese bekannte Bezeichnung frei wählen und überspielt damit die schon installierte Software – ausgenommen sind die vorinstallierten Apple-Apps.
Once installed, if the developer of the original app hasn’t encrypted their locally stored data, the Masque Attack app could access that data. The fake app could also try and trick you into entering account information by, for example, showing you a fake login page that sends your credentials to a server owned by the attacker.
Namensgeber FireEye illustriert die Angriffsform in einem Video, überspringt dort allerdings den Pop-up-Dialog ob man dem Entwickler, der zuvor aktualisierten App, vertrauen möchte. Der Nutzer muss diesem Dialog explizit zustimmen, sonst öffnet sich die Anwendung nicht.

Abstandhalten von Betas aus unbekannter Quelle! Hier beispielsweise WhatsApp.
Die Schadsoftware behält unter idealen Umständen (für einen Angreifer) ihre Originaldaten sowie alle ihre iOS-Berechtigungen (Zugriff auf Fotos, den Standort, etc.) um dauerhaft die Schwachstelle offen zu halten. Deshalb war GBA4iOS nie eine gute Idee. Und deshalb konnte ich nie die Trauer nachvollziehen, das Apple die Lücke mit dem Datumstrick für zurückgezogene Zertifikate (erst kürzlich) schloss.
Generell wäre es mittlerweile wichtig, den Umgang mit Enterprise-Zertifikaten zu überdenken und eine Art ‚Enterprise-Mode‘ für entsprechende Geräte in Erwägung zu ziehen. Eine simple Standard-Einstellung, das nicht jedes Gerät automatisch Software außerhalb vom App Store installieren kann, ähnlich der OS-X-Funktion Gatekeeper, würde bereits einen großen Teil von Nutzern gegen diese Trick-Angriffe schützen.