8.0.1 zerschoss am gestrigen Abend das Mobilfunknetz und den Touch-ID-Sensor auf iPhone 6 und 6 Plus. Apple rät in einem neuen Support-Dokument nun offiziell den Downgrade auf iOS 8.0 über iTunes.
An in-app browser is a great tool for quickly viewing web content, especially for things like links in Twitterrific’s timeline. But if you should always open a link in Safari if you have any concern that your information might be collected. Safari is the only app on iOS that comes with Apple’s guarantee of security.
Der Warnhinweis für In-App-Browser keine persönlichen (Login‑)Daten darüber zu schicken weil sie leicht abgegriffen werden können, gilt seit jeher. Neu ist, das Apple eine Version von Hockenberrys Twitterrific (kostenlos; universal; App-Store-Link) im Review-Prozess ablehnte1, weil sie (wie bisher auch) die OAuth-Account-Autorisierung über Safari, der aus Sicherheitsperspektive zu empfehlende Weg, abwickeln wollte.
Die Ablehnung zitiert Paragraph 10.6 der App Store Review Guidelines, die ein einfaches und verständliches Interface vom Entwickler verlangt. Laut Hockenberry ein falscher Kompromiss, der zuerst darauf achten sollte, dass Nutzernamen und Passwort nicht verloren gehen. ↩
Authy (kostenlos; universal; App-Store-Link), die App zur zweistufigen Authentifizierung von Webdiensten wie Dropbox, Evernote, Facebook oder Gmail, synchronisiert die zeitbasierten Zahlenkennwörter, die alle 30 Sekunden neu ablaufen, zwischen mehreren Geräten. Wer also ein iPhone und iPad besitzt, erreicht seine wichtigen Accounts auch ohne den Griff zum zentralen Gerät. Das ist mein ausschlaggebender Grund, Authy dem Google Authenticator (kostenlos; App-Store-Link) vorzuziehen. Außerdem ist die App hübscher, zieht Backups und funkt optional zum Desktop (kostenlos; MAS-Link), für alle die zu faul sind sechs Zahlen abzutippen.
Egal ob Google oder Authy: Die Apps hantieren lediglich mit Einmal-Codes, die zusätzlich zu eurem Passwort das hinterlegte Online-Konto schützen – deshalb bleiben sie austauschbar. Wer Authy irgendwann nicht mehr mag, wechselt den Token-Anbieter für das zusätzliche Sicherheitsnetz, über dessen Sinn und Zweck man mittlerweile nicht mehr diskutieren muss.
Hier eine Liste von Webdiensten, die den doppelten Identitätsnachweis bereits unterstützen. Ein exemplarisches Setup habe ich für diesen Artikel mit meinem Kickstarter-Account durchexerziert.
Die Prozedur dauerte zwei Minuten: Einwählen, 2FA aktivieren, QR-Code scannen, gegebenenfalls Recovery Key abspeichern und sich ab dann immer mit dem persönlichen Passwort plus einem sechsstelligen Code einloggen. Damit es im Alltag nicht ganz so nervig ist, kann man dem eigenen Browser beibringen, nicht jedes Mal die Zahlenkombination anzufordern.
Dropbox kämpft mit iOS 8. Drei Kompatibilitäts-Updates innerhalb von 24 Stunden waren es in der letzten Woche. Die Erstellung und Verwaltung von geteilten Ordner sowie Widget-Funktionalität in der Mitteilungszentrale gelten als neu. Die Darstellung dort beschränkt sich allerdings auf die zuletzt geänderten Dateien – nicht sehr sinnvoll (wenn sich viele App-Präferenzen regelmäßig synchronisieren).
Ein Problem, in das dieser Tage viele Apps rennen, sind Apples Änderung an der Fotobibliothek. Die klassische ‚Camera Roll‘ hat ausgedient, Bilder der letzten 30 Tage verstecken sich jetzt im Album Zuletzt hinzugefügt (‚Recently Added‘); der Rest versammelt sich unter Fotos (‚Photos‘). Die Sortierung erfolgt nach Momenten (‚Moments‘) und auf jeweils einer höheren Ebene nach Sammlungen (‚Collections‘) sowie Jahren (‚Years‘). App-Store-Anwendungen denen eine entsprechende Aktualisierung fehlt, sehen nur die Bilder aus dem letzten Monat. WhatsApp erhielt beispielsweise gestern sein Update um auf alle Fotos zuzugreifen (vergaß aber die Videos) und spielt wieder Backups ein.
Mehr Infos zur neuen Fotobibliothek und ein paar wahrlich verwirrende Einstellungen wie die Fotoübersicht (‚Summarize Photos‘) finden sich im ‚iPhone User Guide for iOS 8‘ (iBook-Store).
“By default, Photos displays a representative subset of your photos when you view by year or by collection. To see all your photos, go to Settings > Photos & Camera, then turn off Summarize Photos.”
Aber ich schweife ab. Wo waren wir? Dropbox, richtig. Jason Snell wirft einen guten Diskussionspunkt auf. Was tun, wenn das 1TB-Dropbox-Volumen größer ist als viele der im Moment in Laptops verbauten SSDs?
So, that terabyte of cloud storage is great. But did you know that there’s only one Mac whose default configuration features more than one terabyte of storage?
Die Überschrift übertreibt. Aber alles was ich im letzten August zum Kenu Airframe schrieb (und filmte), gilt auch für den neuen Airframe+ (Affiliate-Link). Der wesentlich Unterschied: Die Autohalterung, die sich zwischen verschiedensten Typen von Lüftungsgittern klemmt, streckt sich jetzt auch für Smartphones bis zu 6″.
Das iPhone 6 passt noch in den alten Airframe; das 6 Plus benötigt den Airframe+.
Gegenüber der bereits sehr soliden ersten Version, die ich bis letzte Woche spazieren fuhr, hat sich die ‚Kung-Fu-Griff‘-Halterung noch einmal verstärkt, obwohl sie lediglich vier Gramm an Plastik-Gewicht zunahm (und damit jetzt 27g wiegt). Ein iPhone 6, 6 Plus oder irgendein andere Apple-Telefon sitzt darin wackelfrei – auch mit Schutzhülle.
Das Einsetzen fällt durch die fehlenden Wiederhaken an den beiden Klemmen außen ein bisschen leichter. Selbst für ganz kurze Fahrten setze ich das iPhone ein, weil es keine Zeit kostet.
Der Kenu Airframe+ ist auch dieses Jahr noch intelligentes Produktdesign, das sehr praxistauglich daherkommt und mit 30Euro ein mehr als faires Preisschild trägt. In seiner Klasse gilt das Lob aus der Überschrift also durchaus.
„We quickly adapt to market needs and demands. In Europe, we will be discontinuing sales of laptops including Chromebooks for now. This is specific to the region – and is not necessarily reflective of conditions in other markets,“ said a Samsung spokesperson.
PC-Verkäufe entwickeln sich seit dem iPad und großen Smartphones rückläufig. Sony stieß im Februar seine VAIOs ab (um sich auf ‚Mobile‘ zu konzentrieren) und in Europa verdienten nur noch Lenovo und Apple Geld mit Laptops.
PCs aren’t going away, no matter what some pundits might shout, but individual PC makers might be. (Heck, HP already tried before changing its mind.) Expect to see even more upheaval and fallen giants before everything settles down.
Musik: ‚Summers Coming‘ von Dexter Britain (CC). Alle selbstproduzierten Videos, so wie dieses pure Unterhaltungswerk hier, speise ich zusätzlich in einen Podcast-Feed ein. Aber das wisst ihr bestimmt schon.
Viel haben das iPhone-‚Wir nannten ihn Silberrücken‘-Classic und das iPhone 6 (Plus) nicht gemein. Die Gehäuserundung streckt sich (minimal) anders, die Position und der prozentuale Abstand der Hardware-Buttons zur Gehäuseform baut sich unterschiedlich auf. Das Glas verschmilzt im aktuellen Modell mit dem Aluminiumrahmen während beim Classico die silbern glänzende Einfassung eine flach aufliegende Display-Scheibe umgreift. Trotzdem wirken das iPhone 6 und 6 Plus dem Ursprungsmodell erstmals nachempfunden.
Ich mag die Rundungen sehr (sie unterstützen die seitlichen Wischgesten mit denen man beispielsweise Webseiten vor- und zurückblättert), vermisse aber gleichzeitig (geht das?) die flachen Kanten, auf denen man das iPhone 4 bis 5s aufstellen konnte. Das iPhone 6 lässt sich nicht mehr in eine solche Poser-Position bringen.
Die schwarze Front beeindruckt, weil sie im ausgeschalteten Zustand den Eindruck vermittelt, also ob die ganze Oberfläche ein Display ist. Dieses Jahr würde ich definitiv Space Gray kaufen.
Apropos Bildschirm: DisplayMate nennt den ‚Retina HD‘-Screen des 6 Plus das „Best Smartphone LCD Ever Tested“. Für mich ist es nicht der verbesserte Polarisator, der höhere Kontrast oder der größere Betrachtungswinkel, sondern die abermals dünnere Schicht zwischen ‚Finger und Font‘. Wir hatten das Phänomen beim Wechsel aufs 5er schon einmal.
Die Buttons sind klickiger als beim bereits sehr guten 5s und die zweite Touch-ID-Generation fühlt sich aufgebohrt an (obwohl ich dafür keinen Beweis habe). Auf den neuen Geräten reicht es gefühlt oft aus, seinen Finger nur ganz schnell aufzulegen. Ein Problem macht mir die Position der Standby-Taste. Die Lage ist mir a) noch nicht ins Muskelgedächtnis diffundiert und b) löst beim Umgreifen gerne gleichzeitig den gegenüberliegenden Lautstärkeknopf aus. Registriert das iPhone jedoch den Gegendruck und schraubt die Audioausgabe hoch, neutralisiert das den Druck auf die Standby-Taste. Das Resultat: Der iPhone-Bildschirm bleibt an.
Apropos Knöpfe: Standby-Taste und Lautstärke-Schalter sind im Gegensatz zu vorherigen iPhone-Modellen identisch. Beim Ertasten, um beispielsweise ein Foto zu schießen, muss man deshalb zuerst nachdenken auf welcher Gehäuseseite die Finger gerade fühlen. Sonst knipst man nicht das gewünschte Foto, sondern verpasst den Moment weil sich das Gerät schlafen legt.
Die Antennenstreifen auf der Gehäuserückseite hatte ich optisch störender erwartet. Sie sind nicht hübsch, aber nicht wie befürchtet hässlich.
Meine zwei Daumen tippen auf der Tastatur eines iPhone 6 Plus im Hochformat extrem zielsicher; im Querformat – mit den zusätzlichen Tastatur-Buttons, finde ich sie dagegen unbenutzbar.
Reachability fühlt sich wie ein Hack an; die Umsetzung scheint zu simpel. Ich denke oft noch gar nicht an den doppelten Tap auf den Homebutton. Die Multitasking-Bedienung vom iPad, die vier oder fünf Finger beansprucht, darf gerne auch aufs 6 Plus wandern.
Die Größe des iPhone 6 wirkt insgesamt sehr vertraut; das 6 Plus fühlt sich wie ein neuer Gerätetyp an. Es macht keinen Sinn in alten Mustern zu denken und eine Einhand-Bedienung zu erwägen. Hier müssen sich neue Fingerpositionen einspielen (die ich für mich noch nicht gefunden habe).
iPhoneBlog.de sah übrigens von Tag 1 an auch auf den neuen Displaygrößen perfekt aus. Die Umbauarbeiten haben sich gelohnt.