In insgesamt 59 Ländern kann man mittlerweile seine Apple ID durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen – im Mai waren es erst 11 Länder. Für deutsche Accounts steht die Sicherheitsfunktion, die sich unter appleid.apple.com einschalten und im Alltag wirklich bequem benutzen lässt (und obendrein die nervigen Sicherheitsfragen abschafft), seit letztem Jahr zur Aktivierung. Wenn man dies noch nicht getan hat, läuft etwas falsch.
Abseits des Versands der vierstelligen PIN an ein iOS-Gerät oder eine Mobilfunknummer, bieten auch andere Webdienste die zweistufige Kontobestätigung an. Ich habe den doppelten Identitätsnachweis für Outlook, Facebook, Evernote, Dropbox und Gmail angeschaltet, in die ich mich (weiterhin) mit der Hilfe von Authy (kostenlos, universal; App-Store-Link) einlogge.
Viele (kluge) Dinge wurden über die Nokia-Smartphones mit Android-OS geschrieben. Ob sie auch so eingetreten wären, werden wir jedoch nie erfahren. Trotz der vorsichtigen Wortwahl – auch von Stephen Elop – ist klar: Microsoft wendet sich von seinem Android-Experiment ab, dessen erste Ankündigung noch keine fünf Monate zurückliegt. Das letzte Produkt, das Nokia X2, erschien erst im vergangenen Monat.
In addition, we plan to shift select Nokia X product designs to become Lumia products running Windows. This builds on our success in the affordable smartphone space and aligns with our focus on Windows Universal Apps.
Der Fokus auf Windows Phone entspringt als Randnotiz der wesentlich größeren News, in der Microsofts CEO die Streichung von insgesamt 18.000 Stellen, zirka 14-Prozent der derzeitigen Belegschaft, mitteilt.
Overcast (kostenlos; App-Store-Link), Marco Arments erstes ernsthaftes Projekt nach den inzwischen verkauften Apps Instapaper und The Magazine, lässt sich in komplettem Funktionsumfang gratis ausprobieren. Für 5Euro schaltet man ausgewählte Funktionen dauerhaft frei.
Ein paar erste Anmerkungen möchte ich nach dem gestrigen Release, neben diesen drei Links (1, 2 und 3), beisteuern:
Overcast besteht beim ersten Start auf die Erstellung eines Accounts. Dieses Konto löst nicht nur das Problem fehlender Backups, sondern verlagert auch die Feed-Abfragen von neuen Episoden aus eurem Podcast-Katalog auf die dahinter geschalteten Server. Die Vorteile, Batterielaufzeit, müheloser Gerätewechsel und (Web-)Sync, wiegen (viel) stärker als die einmaligen Setup-Unannehmlichkeiten.
Overcast streamt (noch) nicht. Grund: Die Audioeffekte ‚Smart Speed‘ (überspringt stille Sekunden in Aufnahmen) und ‚Voice Boost‘ (hebt Sprecher hervor) benötigen zur Analyse die komplett heruntergeladene Datei. Mit iOS 8 ändert Marco Arment das; Streaming wird dementsprechend im Herbst nachgereicht. iOS 8 wird dann eine Mindestvoraussetzung für Overcast.
Apropos iOS 8: Apple installiert seine iOS-Software Podcasts (kostenlos; universal; App-Store-Link) im Herbst fest auf alle iPhones und iPads. Wenn es jedoch so läuft wie mit Reading List, gewinnt damit das Upgrade-Potenzial. Wer nämlich die ‚Später Lesen‘-Funktion wirklich ernsthaft verwendet, kommt auch trotz Reading List nicht um Readability, Instapaper oder Pocket herum. Für Podcast-Apps sehe ich die Entwicklung ähnlich.
Castro, bislang in meinem iPhone-Dock der Lieblings-Podcatcher, hat mir Wiedergabelisten abgewöhnt. Aus dem Stream neuer Episoden lösche ich einfach die uninteressanten Folgen. Overcast besitzt dagegen eine vielschichtige Playlist-Verwaltung – mit individuellen Prioritäten, die mir aber ziemlich egal ist.
Die Idee mit dem Empfehlungs- und Entdeckungsnetzwerk, das sich über Twitter-Konten wie auch Overcast-Nutzer selbst zieht, ist clever. In ein paar Wochen wissen wir, ob es auch sinnvoll funktioniert. Was dagegen (derzeit) noch Probleme bereitet ist die Suche, die einige (deutschsprachige) Podcast noch nicht findet (obwohl sich diese über ihren RSS-Feed problemlos manuell eintragen lassen).
Für Video-Podcasts, eine iPad-Anpassung, passwortgeschützte Feeds sowie M4a- und MP3-Kapitelmarken gibt es (bislang) keine Unterstützung.
Podcast-Anwendungen sind die neuen Twitter-Apps: Alle verwursten den gleichen Datenbestand auf eine andere Art und Weise. Was dabei gefällt (und missfällt), ist in erster Linie eine ganz persönliche Präferenz.
Daher ist es Quatsch zu fragen: „Und welche ist die beste Podcast-App?“ Wer mehr als zwei (Audio‑)Shows regelmäßig konsumiert, investiert dort bereits so viel Zeit, dass sich ein Testlauf von Downcast, Castro, Instacast, Pocket Casts und natürlich auch Overcast lohnt.
Overcast schwimmt nicht nur auf der Web-Popularität von Marco Arment. Es ist eine sehr gute Version 1.0, die mehr Variation in ein schon gut gefülltes Mitbewerberfeld spült. Es bleibt zu hoffen, dass ein weiterer Kandidat die Aufmerksamkeit von Personengruppen anzieht, für die Podcast überhaupt noch keine Rollen spielen.
‚iTunes Pass‘, vorgestern in Japan gestartet, ist jetzt auch für hiesige Accounts verfügbar. Den Passbook-Pass, über den man in einem Apple-Ladengeschäft Guthaben auf sein App-Store- und iTunes-Store-Konto lädt, aktiviert ihr unter ➞ App Store ➞ Apple-ID anzeigen.
Den beigelegten E-Book-(Preis‑)Streit, zuletzt hier zusammengefasst, lässt sich Apple 450 Millionen US-Dollar kosten – vorausgesetzt Richterin Denise Cote stimmt zu.
A ruling by the 2nd U.S. Circuit Court of Appeals in New York reversing the judge could, under the settlement, either reduce the amount Apple pays to $70 million, with $50 million for consumers, or eliminate payments altogether.
Damit endet (voraussichtlich) die mehrjährige Auseinandersetzung, in der die fünf großen US-Verleger sich aus der Amazon-Abhängigkeit freischwimmen wollten, Steve Jobs’ Apple darauf erpicht war einen konkurrenzfähigen E-Books-Store für das iPad anzubieten und Amazon sich bemühte sein Quasi-Monopol zu verteidigen. Das verständlichste Resümee bis zum ersten Urteil schrieb im letzten Jahr Jon Brodkin für Ars Technica.
Wenn dieses Gefecht ausgefochten ist, steht aber auch schon der potenziell nächste Preiskampf ins Haus. Amazon möchte unter dem Werbeslogan „Kindle Unlimited“ eine E-Book-Flatrate aus seinem digitalen Buchbestand (plus den Audible-Hörbüchern) für einen monatlichen Abopreis von zehn US-Dollar anbieten.
FiftyThree verkauft seinen Pencil (für die iPad-App Paper), den ich seit Februar mit Freude benutze, jetzt auch über Amazon.de. Der Umrechnungskurs ist allerdings knackig: Aus 60 US-Dollar (zirka 44€) werden hierzulande 76€ (Affiliate-Link). Die Wallnuss-Edition für 80 US-Dollar (zirka 60€) schlägt bei uns mit 87€ auf (Affiliate-Link).
Trotzdem bleibt Pencil der bislang beste iPad-Stylus, der mit iOS 8 obendrein noch einmal viel besser wird.
Update: Die offiziellen Verkaufspreise liegen wohl bei 59,90€ beziehungsweise 74,90€, sind derzeit aber beide nicht verfügbar.
Das amerikanische Patent- und Markenamt verweigert Apple die Registrierung der Markenbezeichnung ‚Touch ID‘ (die Ende Juli 2013 beantragt wurde). Kronos Incorporated hält bereits seit 2003 dieses Namensrecht für ihre Fingerabdrucksensor-Technik ‚Kronos Touch ID‘.
Apple has six months (up to Nov.7) to either fix their fingerprint trademark Touch ID problems as outlined by USPTO – which would likely require renaming this feature – or make Kronos an offer that they simply can’t refuse to take ownership of the trademark. Time will tell which direction Apple will take.
Touch ID zieht Apple nicht mehr zurück. Wie schon bei den Markenrechten für ‚iPhone‘ oder ‚iOS‘, über dessen Verwendung man sich mit Cisco einigte, wird es auch hier ein Arrangement geben.
IBM will also begin to sell iPhones and iPads to its corporate customers and will devote more than 100,000 people, including consultants and software developers, to the effort.
This doesn’t mean Win 8 or even Android devices will be locked out of IT. Indeed Google, Samsung, Microsoft and other tablet and smartphone makers will still try and gain ground in the enterprise with what they offer today and in the future. However, this IBM/Apple partnership, with its hardware, software, IT tools and services will make it tougher for them to compete directly in accounts Apple and IBM will attack together.