iPad-Bildbearbeitung mit Lightroom Mobile

Lightroom Mobile ist vorerst ein ‚iPad-Exklusiv‘ (kostenlos; App-Store-Link), das als neues Mitglied der ‚Creative Cloud‘-Familie ein bezahltes Abo benötigt1. Den separaten Kauf bietet Adobe für diesen App-Store-Download nicht an. Damit sind auch Käufer einer Lightroom-(Offline-)Einzelplatzlizenz ausgeschlossen. Ohne laufende Zahlung ist das Fotobearbeitungsprogramm nur über die eigene Adobe ID für 30 Tage auszuprobieren.

DirektLightroom

Die zentrale Funktion ist der Sync zur Desktop-Bibliothek, bei dem beide Geräte Änderungen austauschen – Filter, Effekte und Kontrastkorrekturen.

Behind the scenes, Lightroom desktop creates Smart Previews of photos marked for sync and uploads them to the Creative Cloud servers. Smart Previews retain much of the editability and detail of the source images (even raw files) but occupy much less storage space. In Lightroom mobile, the app downloads low-resolution previews for display in its Grid layout, and when an image is opened it pulls down the higher-resolution Smart Preview file (enabling you to zoom in to check details if needed).

Jeff Carlson | Macworld

IPhoneBlog de Lightroom

Adobe arbeitet mit Wischgesten, die in den ersten Minuten erklärend aufspringen. Shortcuts, die teilweise ohne Menüoption auskommen, nutzen teilweise mehrere Finger. Legt man beispielsweise drei Finger gleichzeitig auf den Touchscreen, zeigt Lightroom an wie das ausgewählte Foto vor der Bearbeitung aussah. Auf das Editieren von Exif-Metadaten, mit dem sich Photosmith einen Namen im App Store machte, verzichtet Adobe in dieser ersten, sehr grundlegenden Version. Vielversprechend ist der ambitionierte Software-Start jedoch allemal.

I’m glad Lightroom Mobile is here–but as a guy who uses an iPad to work with lots of photos which never wind up on a computer, I vote for it becoming more fully autonomous at some point.

Harry McCracken | Time.com

Bleibt nur die Frage zu klären, ob Apple mit seinem Aperture irgendwann mal wieder dagegenhält?

Apropos Fotobearbeitung: Jedes Bild, dass dieses Blog erreicht, wanderte vorher grundsätzlich durch die Desktop-Software Acorn (vorausgesetzt ich arbeite von Mac OS aus). Das Programm von Flying Meat steht seit letzter Nacht für 14 statt 45 Euro zum Kauf (MAS-Link) – ein echter Tipp.

  1. Lightroom Mobile ist unter anderem Mitglied des ‚Photoshop Photography‘-Teams, das im Bundle mit den Desktop-Apps Photoshop und Lightroom für 12.29 Euro pro Monat angeboten wird.

Mehr Freude am iPhone-Akku

IPhoneBlog de Battery

Scotty Loveless verfasste in der vorletzten Woche eine Handvoll Tipps im Umgang mit dem iPhone-Akku, die er aus seiner Arbeitszeit an der Genius Bar ableitet.

This is not one of those "Turn off every useful feature of iOS" posts that grinds my gears. My goal is to deliver practical steps to truly solve your iOS battery woes.

One quick thing before we start — 99.9% of the time it is not actually iOS that is causing your battery to drain quickly. I guarantee you that if you erased your phone and there were no apps or email on it, it would last for ages. But, no one uses their device like that, nor should they.

Overthought

Um im Fall der Fälle den nützlichen Ratschlägen auch zu folgen, halte ich einen überschaubaren App-Katalog für notwendig. Alte oder (länger) nicht benutzte Software kann weg, weil sie unkompliziert wieder neu geladen werden kann. Ich sortiere regelmäßig aus.

Nur auf den Datenbestand ist abseits einer kompletten iTunes- oder iCloud-Sicherheitskopie beim Entfernen zu achten. Nutzerdateien aus dem Verzeichnis ‚Dokumente & Daten‘ der iCloud sind bequem wiederherzustellen; ein Backup-Export zur Dropbox weit verbreitet. Falls die betroffene App keine explizite Option für einen Filehoster anbietet, hilft manchmal der ‚Öffnen in‘-Dialog, wie beispielsweise bei Castro für die Podcast-Abos. Viele Datensätze liegen ohnehin hinter Benutzerkonten von Onlinediensten, um die man sich nicht kümmern muss.

Eine nicht unübliche (aber unerfreulich) Ausnahme stellen leider noch zu viele (auch aktuelle) iOS-Spiele dar, die ihre Savegames ausschließlich lokal hinterlegen.

Apple kauft auch in den deutschen Retail Stores alte iPhones zurück

IPhoneBlog de iPhone Recycling

Apple startet ab heute auch in den 13 deutschen Retail Stores sein ‚Wiederverwendungs- und Recyclingprogramm‘. Kunden können sich dabei einen verbleibenden Geldwert ihres alten iPhones auf einen Telefon-Neukauf anrechnen lassen. Zuvor bot Dataserv im Auftrag von Apple diesen Service hierzulande an.

Je nach Gerät und Zustand schwankt der zu erzielende Restwert für die verschiedenen Modelle. Die Empfehlung ist jedoch eindeutig: Mit ein bisschen Mehraufwand ist ein externer Verkauf, beispielsweise über Amazon oder Ebay, in allen Fällen gewinnträchtiger.

Eine gute Idee: iOS-Benutzerprofile für Kids

The potential for a Western moral panic around F2P games aimed at children is obvious. "I don't know what will happen (with IAPs in children's games)," Lehdonvirta says. "But I think it would be very smart of the industry to do some self-regulation."

Self-regulation, however, requires first acknowledging a problem. Disney and Nickelodeon, both of which develop a wide range of children's apps including multiple F2P titles with premium currencies, declined to comment for this article.

„Selling candy to babies“

Der Artikel von Richard Stanton hinterlässt das positive Gefühl, beim Thema In-App-Käufen noch ganz am Anfang zu stehen. Er drückt sich nicht um große Fragen („Welche Verantwortung tragen Plattformbetreiber?“, „Inwiefern bedürfen erwachsene Spieler_innen Schutz?“), beantwortet sie aber auch nicht. Um den Diskurs fortzuführen, helfen oft aber schon die richtigen Fragen.

Auf F2P schaut mittlerweile die EU; in Großbritannien traten am 01. April neue Regeln für eine transparentere Preispolitik in Kraft (PDF-Link). Apples App Store baute – unter Druckum.

IPhoneBlog de In App Purchase

Ich finde Stantons Idee, über TouchID verschiedene Profile mit unterschiedlichen Rechten zu definieren, beispielsweise auf dem Familien-iPad, eine gute (Zukunfts-)Idee. Die bereits gebotenen Einschränkungen (-> Einstellungen -> Allgemein), in denen sich beispielsweise der App Store vom Home-Bildschirm komplett ausblenden lässt, finden gefühlt zu wenig Beachtung. Ebenso versteckt ist der Geführte Zugriff (-> Einstellungen -> Allgemein -> Bedienungshilfen), der seit iOS 6 das Verlassen einer App nur über ein Passwort erlaubt. Selbst ich musste eben googeln, wo sich diese Einstellung aktivieren lässt.

Facebooks Messenger telefoniert

IPhoneBlog de Messenger Facebook Call

Über Facebook zu telefonieren, geht in ausgewählten Ländern schon seit einem Jahr. Mit dem Update auf Version 4.1 der Messenger-App (kostenlos; App-Store-Link) ist das VoIP-Feature nun offiziell jedem Account-Besitzer zugänglich. Dabei ist es egal ob sich die iPhone-Software über ein WiFi- oder Mobilfunknetz einwählt.

Auch Facebooks Neueinkauf WhatsApp, erst gestern mit neuen Chat-Rekorden in der Presse, versprach seinen Kunden die Internet-Telefonie für dieses Jahr.

WWDC 2014: 02. bis 06. Juni. Tickets im Losverfahren.

IPhoneBlog de WWDC 2014

Apple hat heute bekannt gegeben, dass die jährliche Worldwide Developers Conference (WWDC) vom 2. bis 6. Juni im Moscone West in San Francisco stattfinden wird. […] Entwickler können Tickets ab sofort bis Montag, 7. April 19.00 Uhr CET über die WWDC Webseite (developer.apple.com/wwdc) beantragen. Tickets werden per Zufallsverfahren an die Teilnehmer ausgegeben, ihren Status erfahren die Entwickler an Montag, 7. April 24.00 Uhr CET.

Apple.com/PR

Die Teilnahmetickets für Entwickler zieht Apple (erstmals) nach dem Zufallsprinzip. Mit dem Blick auf die letzten Jahren und seinem (extrem) kurzen Zeitfenster für einen Ticketkauf, war’s aber schon damals eine Art Lotterie.

Auf den Schultern von Riesen: Monument Valley

Monument Valley (3.59 €; universal; App-Store-Link) ist verträumt, verspielt, verschlafen, bezaubernd, Escher– und Echochrome-esque sowie noch eine ganze Faust mehr an liebevollen Adjektiven. Jeder Screenshot für sich gäbe ein wundervolles Wallpaper ab. Leider lässt uns der mit sichtbarer Hingabe gebaute Puzzler bereits nach einer Stunde wieder alleine.

IPhoneBlog de Monument Valley

Es ist dann aber nicht so ein „Hübsch, jetzt bin ich damit fertig”-Alleinesein, sondern die Stimmung eines „Nein, hier darfst du noch nicht aufhören! Ich habe doch noch an viel zu wenigen Drehrädchen gedreht, zu selten Treppen verschoben und nicht oft genug eine clevere Perspektive der kargen aber einladenden – FEZ-ähnlichen – Würfelwelt genutzt“. Außerdem bleibt nach dem Harmonie-Run der Geschmack im Mund, kein einzig wirklich kopfzerbrechendes Rätsel gelöst zu haben. Ein paarmal vor, zwei Schritte zurück, drei Perspektiven-Sprünge und schon ist er da, der nächste Ausgang. Das entspannt, ging irgendwie aber auch zu schnell, zu zielstrebig, obwohl unser Zipfelmädchen Ida an Gemütlichkeit kaum zu überbieten ist.

DirektBehindTheScenes1

Ich hänge schon ein paar Monate auf der Beta-Version vom UK-Team ustwo, das zuvor Whale Trail (kostenlos; universal; App-Store-Link) und Blip Blup (1.79 €; universal; App-Store-Link) produzierte. Wie so oft bei Videospielproduktionen fällt erst in den letzten Wochen alles so richtig zusammen. Daran teilgenommen zu haben, und jetzt durch die verschachtelte Architektur aus paradoxen Gebäuden mit optischen Täuschungen zu schreiten, bei dem jeder Fußtritt neue Musiknoten über das Kopfhörerkabel schickt, ist hinreißend. Ich wünsche wirklich jedem iOS-Spieler diesen Ausflug, auch wenn er sehr kurzweilig ist.

  1. Auf ein eigenes Video verzichte ich. Es wäre unvermeidbar darin die wenigen Rätsel-Strecken vorwegzunehmen. Die Mini-Doku gibt ohnehin einen sehenswerten Einblick und der neue Trailer ist ein kleines Kunstwerk.

Weltraumturbulenzen: Faster Than Light

Star Command, ein ‚Faster Than Light‘ hätte mal aus dir werden sollen!“ Jetzt macht’s das mehrfach ausgezeichnete Indie-Projekt, ursprünglich angeschoben über Kickstarter, einfach selbst – vorerst allerdings nur auf dem iPad (8.99 €; App-Store-Link).

IPhoneBlog de FTL

Alle Herzen für FTL schlagen zwar erst seit eineinhalb Jahren, in den Köpfen ist der super-erfolgreiche Crowdfunding-Titel aber schon heute ein Klassiker. Bei diesem Status, mit dieser Vorgeschichte, die dazu führte das bereits so unendlich viel darüber geschrieben, gesprochen und videoproduziert wurde, fallen die eigenen Worte immer schwer. Trotzdem ein paar grundsätzliche Dinge vorweg.

Sterben als Konzept

Permadeath, die hübsche Idee für Computerspiele, immer wieder von vorne anzufangen – ohne Continues, ohne Speicherstellen. In diesem Fall fliegt ihr einen Weltraumkreuzer, der sich in einer ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘-Schleife aus Neustarts wiederfindet. Warum? Weil ihr euch bei den Sprüngen durchs All mit jedem Piraten anlegt, der euch über den Weg segelt. Die Gefechte verlaufen aus einer Draufsicht, die fast bürokratisch wirkt, mit Kommandos an eine verstörte (eindeutig ungeschulte) Crew, die ihr von einem Brandherd bis zur nächsten Kabine mit Sauerstoffmangel jagt (während ihr selbst allerlei Schalter drückt um die Schutzschilde hoch und die Raketen im Anschlag zu halten).

Das Basis-Regelwerk und die Schaltpläne im Raumgleiter erschrecken zu Beginn, sind dann aber doch schnell verstanden. Wie euer Schiffsrumpf die kontinuierlichen Kosmos-Schlachten – Rogue-like – gegen die zufällige Auswahl an Gegnern dann doch manchmal überlebt, ist eine gelungene Kombination aus Erfahrung, Glück und beharrlichen Neustarts. Jede Runde lernt und verliert man neu. Die simple Idee greift erstaunlich tief, wird aber nie unbequem komplex.

Video

Einmal geht noch

Das Gleichgewicht im Ökosystem aus Räumen, die euer Schlachtkreuzer beheimatet, ist sorgsam im Blick zu behalten. Die Computermaus am Mac und PC erledigte diese Aufgabe recht flott, die Touch-Steuerung am iPad funktioniert sogar noch besser. So sitzt man in den stundenlangen ‚Trial and Error‘-Orgien ab sofort wenigstens auf dem bequemen Sofa und nicht mehr im harten Schreibtischstuhl. Wer sich zuvor schon am Desktop als Captain Kirk aufspielte, darf jetzt noch einmal neu losfliegen. Die zweiköpfige Enterprise-Entwickler-Crew integrierte auf dem iPad gleich die ‚Advanced Edition‘ mit mehr Zeug (Das ist ein Fachbegriff!), die heute auch als Download für die anderen Systeme bereitstehen soll.

Faster Than Light zog meine Produktivität in dieser Woche bereits merklich nach unten in eine andere Richtung. Die Mischung aus Science-Fiction, Freudensprüngen und ‚Fuck you, FTL‘-Momenten, mit einem Soundtrack bei dem jede Note passt, muss man einfach gernhaben.