Als der App Store noch grün hinter den Ohren war, das böse Wort In-App-Kauf noch niemanden erschreckte, da boxte Steph Thirion mit seinem strategischen (Finger-)Puzzlespiel Eliss (2.69€; App-Store-Link) einen Zeitstempel in die iOS-Geschichtsbücher. Neben der minimalistischen Grafik und der tollen Musik prägte der Titel vor allem durch seine Multitouch-Steuerung. Mehrere Finger, die ordnungsliebend Planeten nach Größe und Farbe in ihre Wurmlöcher schubsten, waren im Frühjahr 2009 so noch nicht gesehen.
Eliss is the kind of game that gets me excited about the iPhone as a game platform. It might be the fart-noise apps that are getting the press, but it’s games like Eliss, Edge, and Zen Bound that truly define what the iPhone represents for gaming.
Eliss kann stolz behaupten, noch nie nur einmal kostenlos verschenkt worden zu sein. Mit seiner Mini-Preismarke hielt es sich fast fünf Jahre im Download-Portal. Und heute morpht der Titel in eine zweite Phase.
Eliss Infinity (2.69€; universal; App-Store-Link) beschrieb sein Indie-Entwickler kürzlich als „Tetris trifft Hexagon“. Ob diese Beschreibung Neueinsteiger verstehen, mag ich nicht beurteilen. Mir fällt es jedenfalls schwer, die treffenden Worte für das abstrakte Gameplay-Design zu finden.
Wer jedoch erst einmal seine Finger auflegt, hat den Kniff nach wenigen Minuten raus. Dann braucht es jedoch Wochen und Monate um die Weltraumordnung zu meistern.
Der unausgewogene Schwierigkeitsgrad war im ersten Teil ein Problem, das damals aber nicht auffiel. Die allgemeine Erwartung an iPhone-Spiele waren so niedrig. Die neue ‚Remastered‘-Version, erstmals auch auf dem iPad, findet durch neue Spielmodi jedoch eine ausgewogene Balance.
Eliss Infinity ist Fingerakrobatik par excellence, ein modernes Kurzzeitspiel in Retro-Optik mit einem sphärischen Soundtrack, in dem man sich verliert.
Final Fantasy VI, für mich neben Teil IX das beste Spiel der gesamten Serie, erschien soeben für iPhone und iPad (14.49€; universal; App-Store-Link).
Der Veröffentlichung folgt eine längliche Diskussion der graphischen Überarbeitung. Insbesondere die Charaktere werden als flach und ausgewaschen bemängelt. Die Kritik kann ich nachempfinden. Nach einer Spielstunde, bei der tatsächliches Gameplay über die Bildschirme flimmert, tritt der Screenshot-Vergleich jedoch komplett in den Hintergrund. Speziell auf dem kleineren iPhone-Display wirkt der höhere Detailgrad sogar angenehm.
Final Fantasy VI setzt iOS 7 voraus. Spielstände lassen sich jederzeit und überall schnellspeichern und via iCloud auf andere Geräte schieben. Controller-Support, so wie ihn Final Fantasy III (14.49€ für App-Store-Link) über ein Update ausgerechnet heute erhielt, fehlt dieser Neuveröffentlichung.
Das Spiel passt sich der iOS-Systemsprache an und lässt sich damit wahlweise in Deutsch und Englisch spielen. Löblich: Square Enix wählt einen Universal-Release für diesen epischsten aller Teil der Serie.
Im letzten Oktober bezahlte Facebook 120 Millionen US-Dollar für Onavo. Jetzt zieht das Start-up aus Israel seine Insight-Berichte, entstanden aus den umfangreichen Nutzerdaten, die nach der Installation des Profils wirklich alles festhielten was über die iPhone-Datenleitung schubberte, aus dem Netz.
Shortly after announcing its acquisition by Facebook, Onavo discontinued its public Insights service. Then, without warning, it deleted the entire Insights subdomain from its site, removing scores of blog posts and previously available free data. A Google search for “Onavo Insights” turns up a field of dead links and Google ads for “replacements”; numerous blog posts and tweets linking to Onavo data are now broken.
Gegen ein bisschen gesparten Traffic verhökerte Onavo so die Informationen welche Apps sonst noch installiert sind, wie regelmäßig diese Verwendung fanden, welche Webseiten man ansurfte und mit wem man was plus wo kommunizierte (siehe die Datenschutzerklärung). Ab sofort fließen diese Statistiken aus der Smartphone-Software ausschließlich an Facebook.
Wie viele Argumente braucht es noch, um hier nicht teilzunehmen?
Der Blogpost der Telekom vergisst (zu erwähnen), welche ihrer Smartphone-Kunden warten müssen.
Erst kürzlich veranschaulichte HTC für ihre Android-Telefone den langwierigen Software-Update-Prozess. Das ist kein Verkaufsargument, aber transparent.
Exzellenter Post von John Gruber dem eigentlich nichts, und gleichzeitig ganz viel, hinzuzufügen wäre.
What they missed was the next step from every desk and home: a computer in every pocket. It’s worse than that, though. They saw it coming, and they tried. Pocket PC, Windows CE, Windows Mobile — swings and misses at the next big thing. They weren’t even close, and worse, Steve Ballmer didn’t even seem to realize it. That’s what’s so damning about that video of him laughing at the original iPhone.
Microsoft benannte am heutigen Tag seinen neuen Chef. Die 15-Millionen-Investition in Foursquare, die im Schulterschluss mit einem zweiten Lizenzdeal für Ortsinformationen mit dem Standort-Netzwerk geschlossen wurde, darf dabei nicht unter den Tisch fallen.
Die substanzielle Bedeutung der mehrjährigen (aber nicht exklusiven) Partnerschaft, die Microsoft tiefere Einblicke als seinen Mitbewerbern gibt, passt strategisch sowohl zu Bing wie auch der mobilen Windows-OS-Familie.
Foursquare’s deal with Microsoft, however, will give the company access to more potent location data. “They’re not just paying for the same API integration,” Crowley says. He points to Foursquare’s passive, real-time recommendations feature, which can deliver fun things for users to do when, say, venturing into a new neighborhood, based on their personal tastes and location. In other words, Foursquare is now smart enough to sense where you are without you having to “check in” to a venue. “There is no API for that [yet],” Crowley says. “So we’ll be doing a lot of interesting, special stuff with Microsoft. They see [our data] as something that can really fuel a lot of their product roadmap.”
Die Release Notes verzeichnen Siri-Stimmen in Englisch (Australien / UK), Japanisch sowie Chinesisch (Mandarin) die ’natürlicher‘ klingen.
Was in diesem Zusammenhang bislang wenig Beachtung fand ist das initiale Setup von Apples persönlichem Assistenten:
Ihr iOS-Gerät verwendet zunächst eine kompakte Stimme sowohl für Siri als auch für VoiceOver. Nachdem Sie ein WLAN-Netzwerk konfiguriert und das Gerät an eine Stromquelle angeschlossen haben, lädt und installiert iOS automatisch eine natürlicher klingende Stimme.
Es ist 2014. Und ja, ich lese noch immer RSS. Mehrmals täglich. Mit Begeisterung. Sogar mit steigender Begeisterung. Ich könnte nicht ohne.
Ich will keinen Eintrag verpassen. Ich will nicht, das Facebook mir vorschlägt welche Story ich gutfinde. Twitter unterstreicht wiederholt, zu keiner Zeit in die Vergangenheit zu blicken. Einmal vorbeigescrollt, nie mehr zurückgeblickt. Wer mit der Geschwindigkeit seiner Timeline nicht Schritt hält, sich einen Abend im Offline gönnt, holt unter keinen Umständen wieder auf. Das verschluckt die persönlichsten Blogposts, die mitunter interessantesten Geschichten. Das ist inakzeptabel.
Doch zugegeben: Meine RSS-Gewohnheiten haben sich geändert. Seitdem Google den Server abschaltete auf dem Reader lief, bin ich für meine Feeds komplett vom Desktop auf das iPhone und iPad abgewandert. Das war eine der besten Entscheidungen, zu der ich unfreiwillig gezwungen wurde.
Unread (2.69€; App-Store-Link), eine neue RSS-App für die Sync-Dienste Feedbin, Feedly und Feed Wrangler, geschrieben von Jared Sinclair (Whisper, Riposte), hebt als neuster iPhone-Client abermals hervor, wie ausgezeichnet dieser Schritt war.
Unread fühlt sich zu Anfang unpassend für News-Junkies an, jongliert jedoch meine 74 'Class A'-Feeds, die ich neben Fever (über Reeder) noch in Feed Wrangler pflege, problemlos. Die Sortierung erfolgt nach einzelnen Feeds oder in Gruppen, die nach Webseite oder Veröffentlichungsdatum aufgefädelt sind.
Das fast ausschließlich auf (Wisch-)Gesten beruhende Interface glänzt bei langen Einträgen mit einer rahmenloser Darstellung, die den Text in den Vordergrund holt. Die Schriftart Whitney (Hoefler & Co.) unterstreicht diese elegante (Vollbild-)Präsentation, die in drei mehrere Themes – teils versteckt – auf den Bildschirm malt. Nach persönlicher Präferenz dürfte die iPhone-App auch das Aufmacherfoto, ähnlich wie Reeder, über die volle Bildschirmbreite ziehen.
Unread nutzt die iOS-7-Hintergrundaktualisierung und tritt mit dem Versprechen an, die persönlichen Lesegewohnheiten über eine längere Nutzungsdauer zu verstehen.
If you’ll start using Unread a lot, iOS will learn your usage patterns and refresh feeds in the background at a higher rate. In my experience, Unread displayed new articles in the morning after I woke up, and refreshed every 15–30 minutes during the day.
Neben der fehlenden iPad-Version wünsche ich mir eine besser 'Alles-als-Gelesen'-Markierung. Trotz der limitierten Feed-Auswahl überfliege ich viele Überschriften. Ans Ende der Liste gehört deshalb ein Button, der auch die ungelesenen Artikel wegsortiert. Alternativ wäre die Markierung 'Gelesen' zu setzten, wenn man vorbeiscrollt, so wie Sunstroke es tut. Update: ‚Mark All As Read‚ ist zugänglich in der Listenansicht über eine Wischgeste nach links.
Außerdem benötigt der RSS-Reader einen Fingerzeig, um direkt von Artikel zu Artikel zu springen. Derzeit muss man dafür umständlich in die (Listen-)Übersicht zurück. Dieses Navigationsproblem ist jedoch schon adressiert und steht auf der ToDo-Liste von Jared Sinclair ganz oben. Außerdem hat er bereits einen Bugfix für den fehlerhaften Readability-Login versprochen und die Unterstützung für weitere RSS-Dienste, inklusive dem von mir geliebten Fever, in Aussicht gestellt.
I think it’s important to reiterate what I wanted Unread to be. I didn’t make it to be a feature-for-feature replacement for an app you may already be using. That would make Unread merely a thin coat of paint on old ideas. The point of Unread is to give you an opportunity to change the way you read. Its design can only take you halfway there.
Genau diese 'halbe Wegstrecke' macht jedoch den Unterschied und katapultiert Unread bereits in Version 1.0 auf eine Spitzenposition für RSS-Reader auf dem iPhone.
Update: Unread schaltet neue Themes über die Metadaten von Songs frei, die die Musik-App abspielt. Zwei Beispiele: ‚Chicken‚ und ‚Campfire‚. Lustig.